Stationen der Filmgeschichte

Immer dienstags um 20 Uhr

Stationen sind Orte der Abfahrt, Ankunft oder des Richtungswechsels. Auf der langen Reise der Filmgeschichte waren und sind sie Punkte, in denen Neues geschaffen, Außergewöhnliches geleistet oder etwas Einmaliges hervorgebracht wurde. Filme, die nach wie vor interessant, spannend oder erhellend sind. Andere wurden im Negativen wie im Positiven Monumente, da sie eng mit der Zeitgeschichte verbunden waren.

 

Di 10.12. | 20:00
JOHNNY GUITAR · WENN FRAUEN HASSEN
Regie: Nicholas Ray · USA 1954

Di 17.12. | 20:00
CLOSE ENCOUNTERS OF THE THIRD KIND · UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART
Regie: Steven Spielberg · USA 1977

Di 7.1. | 20:00
WITNESS FOR THE PROSECUTION · ZEUGIN DER ANKLAGE
Regie: Billy Wilder · USA 1957

Di 14.1. | 20:00
VALKOINEN PEURA · DAS WEISSE RENTIER
Regie: Eric Blomberg · FIN 1952

Di 21.1. | 20:00
LA CHAIR DE L'ORCHIDÉE · DAS FLEISCH DER ORCHIDEE
Regie: Patrice Chéreau · F 1975

Di 28.1. | 20:00
EASY RIDER
Regie: Dennis Hopper · USA 1969

Di 4.2. | 20:00
SEN NOCI SVATOJÁNSKÉ · EIN SOMMERNACHTSTRAUM
Regie: Jirí Trnka ·  ČSSR 1959

Alle Filme finden Sie im Flyer

In Zusammenarbeit mit Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums e.V.

Stummfilm + Musik

Während der Frühzeit des Kinos war es noch nicht möglich Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Deshalb wurden Stummfilme in den Kinos von Live-Orchestern oder Kinoorgeln begleitet und so stimmungsvoll für das Publikum unterlegt. In dieser Tradition begibt sich das Filmmuseum einmal im Monat in die Frühzeit des Films und präsentiert einen Stummfilm mit Live-Musik. Dieses Angebot ist in der Umgebung einzigartig!
Neben klassischer Begleitung am Klavier oder der hauseigenen Welte-Kinoorgel kommen auch moderne Musikrichtungen und DJs auf die Bühne. Erleben Sie Kino in seiner ursprünglichen Form als dezidierte Bildsprache und lassen Sie sich von der Welt des Stummfilms verzaubern.

Eintritt: 8,00 Euro · Ermäßigt: 5,00 Euro · mit Black-Box-Pass: 4,00 Euro

Sa 21.12. | 20:00
LA PASSION DE JEANNE D'ARC · DIE PASSION DER JUNGFRAU VON ORLÉANS

F 1928 · 98 min · dt. Zwischentitel · BetaSP · FSK 12 · Regie: Carl Theodor Dreyer · Drehbuch: Carl Theodor Dreyer nach einer Vorlage von Joseph Delteil · Kamera: Rudolph Maté · Darsteller: Maria Falconetti, Eugène Silvain, André Berley, Antonin Artaud u.a.

Ein Meilenstein der Filmgeschichte: Der dänische Regisseur Carl Theodor Dreyer verfilmte 1928 die letzten Stunden der Jungfrau von Orléans, Jeanne d'Arc.

Neue Musikfassung für Orgel, simultanes Klavier und Gesang von Wilfried Kaets Ausführende: Klaus Paulsen (Tenor), Wilfried Kaets (Kinoorgel und simultanes Klavier) Dreyers vollkommen naturalistische Montagetechnik erzeugt eine geradezu spirituelle Bildwelt, die sich erst auf einer höheren Ebene zu einem sinnvollen Gefüge zusammensetzt. Der Film selbst verweist in seiner erzählerischen Struktur auf eine behauptete Transzendenz hinter dem Schicksal der Heiligen. Die Musikfassung trägt dem Rechnung, indem sie das Ende traditioneller Harmonik kennt und zugleich in der Welt spätgotisch-liturgischer Musik zu Hause ist und somit sowohl den avantgardistischen Gehalt des Films als auch den protestantischen Gehalt des Schicksals einer Ketzerin ernst nimmt.

Filmclubs

Jeden Donnerstag zeigen die jeweils einem Sprachraum gewidmeten Filmclubs untertitelte Originalfassungen – auf Griechisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Hier bieten die Filmreihen der Filmclubs sprachkundigen Besucherinnen und Kulturinteressierten regelmäßig die Möglichkeit, den Film in seiner ursprünglichen Version zu hören und die Länder besser kennenzulernen. Damit greift die Black Box eine Idee der Gründerzeit kommunaler Filmarbeit auf. Kooperationspartner sind das Japanische Generalkonsulat, das Institut français und das Übersetzungsbüro Manzin.

Selbst wenn man die Sprache nicht perfekt beherrscht, erleichtern die Untertitel das Verständnis. In erster Linie spüren die Filmclubs aktuellem Filmgeschehen in den jeweiligen Ländern nach. Es gibt aber auch den einen oder anderen Klassiker in Originalsprache zu entdecken.

 

Griechischer Filmclub

1. Donnerstag im Monat

Do 5.12. 20:00
AKADIMIA PLATONOS · KLEINE WUNDER IN ATHEN
Regie: Filippos Tsitos · GR·D 2009

 

Spanischer Filmclub

2. Donnerstag im Monat

Do 12.12. | 20:00
ESTA TODO BIEN · ALLES IST GUT
Regie: Tuki Jencquel · VEN·D 2019

 

Italienischer Filmclub

3. Donnerstag im Monat

Do 19.12. | 20:00
LAZZARO FELICE · GLÜCKLICH WIE LAZZARO
Regie: Alice Rohrwacher · I·CH·F·D 201

 

Französischer Filmclub

4. Donnerstag im Monat

Keine Vorstellung im Dezember

Erstaufführung

Einmal im Monat präsentiert die Black Box eine besondere Erstaufführung: Einige Filme haben aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Form, ihrer Unklassifizierbarkeit oder aus anderen Gründen auf dem Kinomarkt einen schweren Stand. Die Aufgabe eines kommunalen Kinos muss sein, solche Filme zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu bieten. Dort die Lücke zu schließen, wo Verleiher und andere Kinobetreiber keine finanzielle Grundlage sehen, ist die programmatische Ausrichtung dieser Reihe – qualitativ, anspruchsvoll und aktuell.
 

Erstaufführung im Dezember

Fr 27.12. - So 29.12.
LA FLOR

ARG 2018 · 837 Min · OmU · digitalDCP · ab 18 · Regie/Drehbuch: Mariano Llinás · Kamera: Agustín Mendilaharzu · Darsteller: Elisa Carricajo, Pilar Gamboa, Valeria Correa, Laura Paredes u.a.

Ein Film, der in sechs Episoden, die von verschiedenen Filmkunstformen inspiriert sind, der Kinogeschichte Anerkennung zollt. Jede Episode gehört einem anderen Genre an. Die erste Episode könnte als B-Film betrachtet werden, also als diejenige Sorte von Film, welche die US-Amerikaner früher mit geschlossenen Augen gedreht haben. Die zweite Episode ist eine Art Musical mit einem geheimnisvollen Touch; die dritte Episode ein Spionagefilm. Die vierte ist wiederum schwer zu beschreiben und die fünfte von einem alten französischen Film inspiriert. Die letzte Episode handelt von einigen gefangenen Frauen, die im 19. Jahrhundert, nach vielen Jahren bei indigenen Völkern, aus der Wüste zurückkehren. Zehn Jahre lang hat Mariano Llinás an seinem knapp 14-stündigen Epos gearbeitet, und das Ergebnis zählt unbestritten zu den außergewöhnlichsten Kinoereignissen des Jahres. Eine Serie für die Leinwand – eine verspielte, vor Ideen berstende Hommage an das Kino und an das Geschichtenerzählen überhaupt. Elisa Carricajo, Valeria Correa, Pilar Gamboa und Laura Paredes bilden für drei Kapitel ein fulminant aufspielendes Quartett, das in sechs Episoden und acht Akten, umgeben von Dutzenden NebendarstellerInnen, als klarer roter Faden der Serie fungiert. Verwirrend? Dabei ist alles ganz einfach: Jede Episode bezieht sich auf ein klassisches Filmgenre, das Llinás genüsslich dekonstruiert und dem er zugleich huldigt. LA FLOR ist ein wunderbares Mysterium, wie es sich Llinás’ Landsmann Jorge Luis Borges nicht besser hätte ausdenken können.

 

Der Film ist in sechs Episoden unterteilt, die wiederum auf acht Akte verteilt sind.

LA FLOR Akt 1 (80 min) und Akt 2 (134 min) am Fr 27.12.,14 Uhr und Sa 28.12.,10:00 Uhr

LA FLOR Akt 3 (110 min), Akt 4 (100 min) und Akt 5 (125 min) am Fr 27.12., 18:00 Uhr, Sa 28.12., 14:00 Uhr und am So 29.12., 12:00 Uhr

LA FLOR Akt 6 (86 min), Akt 7 (105 min) und Akt 8 (106 min) am Sa 28.12., 20:00 Uhr und am So 29.12., 18:00 Uhr

Neu restauriert

Mit Hilfe von Filmrestaurierungen kehren verloren geglaubte Filmschätze auf die Leinwand zurück. Der chemische Verfall einer Filmkopie kann nicht aufgehalten, gleichwohl aber durch optimale klimatische Bedingungen verzögert werden. Verschiedene Ausgangsmaterialien des historischen Originals werden restauriert und digitalisiert, um dann im Kino als Duplikat erneut aufgeführt zu werden. Monatlich präsentiert das Filmmuseum aktuelle Filmrestaurierungen aus Kinematheken und Archiven in Deutschland und Europa.
 

Neu restauriert im Dezember

Sa 7.12. 19:00
MARTHA

D 1974 · 116 min · DF · digitalDCP · FSK 12 · Regie: Rainer Werner Fassbinder · Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder nach einer Vorlage von Cornell Woolrich · Kamera: Michael Ballhaus · Darsteller: Margit Carstensen, Karlheinz Böhm, Gisela Fackeldey, Günter Lamprecht u.a.

Martha gilt mit Anfang Dreißig und ohne Mann als alte Jungfer. Das muss in der bitterbös-komischen Welt, die Fassbinder hier skizziert, bestraft werden. Und so führt diese deutsche Horrorgeschichte Margit Christensen geradewegs in die bürgerliche Ehe-Hölle mit Karl-Heinz Böhm als Helmut. Dieser setzt die körperlichen und seelischen Misshandlungen ihres verstorbenen Vaters fort.

Filmklassiker am Nachmittag

Die Filmklassiker am Nachmittag zeigen jeden ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr deutsche Filme aus den 1930er und 1940er Jahren. Zur Zeit des Nationalsozialismus pendelte das deutsche Kino zwischen Propaganda und eskapistischem Unterhaltungskino – mit teilweise fließenden Grenzen. Das Unterhaltungskino machte zu dieser Zeit etwa 90% der Produktion aus und entwickelte eine genuin eigene Qualität. Die Filmklassiker am Nachmittag möchten einen Blick auf das harmlos wirkende Kino dieser Zeit werfen – stets mit dem Bewusstsein, vor welchem zeithistorischen Hintergrund diese unterhaltenden Lustspiele inszeniert wurden.

In unregelmäßigen Abständen werden in Sondervorstellungen sogenannte Vorbehaltsfilme mit Einführung und anschließender Diskussion vorgeführt. Diese Filme wurden im Auftrag der Goebbelschen Propaganda-Maschinerie gedreht und sind nur unter bestimmten Auflagen spielbar.

Eintritt: 2,00 Euro

Di 3.12. | 15:00
DER POSTMEISTER

A·D 1940 · 92 min · DF · 35mm · FSK 16 · Regie: Gustav Ucicky · Drehbuch: Gerhard Menzel auf einer Vorlage von Alexander Pushkin · Kamera: Hans Schneeberger · Darsteller: Heinrich George, Hilde Krahl, Siegfried Breuer u.a.

In DER POSTMEISTER erzählt Ucicky die Geschichte der jungen Dunja, die zusammen mit ihrem Vater in einer Poststation lebt. Sie wird von dort von dem Rittmeister Minskij nach St. Petersburg mitgenommen und versinkt in der dortigen Gesellschaft als Mätresse im Großstadtleben. Ihr Vater erfährt davon und reist nach St. Petersburg, um Minskij und Dunja zu töten.

42nd Street Düsseldorf

Als Hommage an die 24-Stunden-Kinos der 1970er-Jahre auf der 42nd-Street in New York und an die ehemalige kleine Schmuddelkinomeile in Düsseldorf widmet sich Mondo Bizarr einmal im Monat in Form eines 35mm-Double-Features den Klassikern des internationalen Exploitation-Films. Die Reihe 42nd-Street Düsseldorf liefert Wahnsinniges und Abstruses, Vergessenes und Verbotenes, kombiniert mit einer auf die Hauptfilme abgestimmten Trailershow.

Mit Eintrittskarte des ersten Films ist die zweite Vorstellung kostenlos · Einführung: Marc Ewert (Mondo Bizarr, Düsseldorf)

 

"Out of Water"

Fr 6.12. | 20:30
NESSIE, DAS VERRÜCKTESTE MONSTER DER WELT

D 1985 · 83 min · DF · 35mm · FSK 6 · Regie/Drehbuch: Rudolf Zehetgruber · Kamera: Rüdiger Meichsner, Heinz Pehlke · Darsteller: Britta Pohland, Campbell, Oliver Rohrbeck, Denise Gorzelanny u.a.

 

Im Anschluss, ca. 22:30

PIRANHA PART II: THE SPAWNING · FLIEGENDE KILLER: PIRANHA II

USA·NL·I 1981 · 94 min · DF · 35mm · FSK 16 · Regie: James Cameron · Drehbuch: James Cameron, Ovidio G. Assonitis, H. A. Milton · Kamera: Roberto D’Ettorre Piazzoli · Darsteller: Tricia O’Neil, Steve Marachuk, Lance Henriksen u.a.

Psychoanalyse & Film

In dieser sehr erfolgreichen Reihe zeigt die Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik seit 2001 monatlich Filme mit einer filmanalytischen Einführung von Dorothee Krings (Redakteurin der RP). Der anschließende Vortrag eines/-r Psychoanalytikers/in leitet die Diskussion ein. Die Beteiligung des Publikums ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Reden Sie mit!

Fr 13.12. | 19:00
THE POST · DIE VERLEGERIN

USA 2017 · 117 min · DF · digitalDCP · FSK 6R: Steven Spielberg · B: Liz Hannah, Josh Singer · K: Janusz Kaminski D: Meryl Streep, Tom Hanks, Bob Odenkirk, Sarah Paulson, Bruce Greenwood u.a.

Vortrag und Diskussionsleitung: Dr. Beate West-Leuer

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