Stationen der Filmgeschichte

Immer dienstags um 20 Uhr

Stationen sind Orte der Abfahrt, Ankunft oder des Richtungswechsels. Auf der langen Reise der Filmgeschichte waren und sind sie Punkte, in denen Neues geschaffen, Außergewöhnliches geleistet oder etwas Einmaliges hervorgebracht wurde. Filme, die nach wie vor interessant, spannend oder erhellend sind. Andere wurden im Negativen wie im Positiven Monumente, da sie eng mit der Zeitgeschichte verbunden waren.

 

Di 28.1. | 20:00
EASY RIDER
Regie: Dennis Hopper · USA 1969

Di 4.2. | 20:00
SEN NOCI SVATOJÁNSKÉ · EIN SOMMERNACHTSTRAUM
Regie: Jirí Trnka ·  ČSSR 1959

Di 11.2. | 20:00
NETWORK
Regie: Sidney Lumet · USA 1976

Di 18.2. | 20:00
ACCATONE · ACCATONE - WER NIE SEIN BROT MIT TRÄNEN Aß
Regie: Pier Paolo Pasolini · I 1961

Di 25.2. | 20:00
CARNIVAL OF SOULS · TANZ DER TOTEN SEELEN
Regie: Herk Harvey · USA 1962

Di 3.3. | 20:00
IL CONFORMISTA · DER GROSSE IRRTUM
Regie: Bernardo Bertolucci · I 1970

Di 10.3. | 20:00
THE THIRD MAN · DER DRITTE MANN
Regie: Carol Reed · GB 1949

Di 17.3. | 20:00
DEAD MAN
Regie: Jim Jarmusch · USA 1995

Di 24.3. | 20:00
12 MONKEYS
Regie: Terry Gilliam · USA 1995

Alle Filme finden Sie im Flyer

In Zusammenarbeit mit Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums e.V.

Stummfilm + Musik

Während der Frühzeit des Kinos war es noch nicht möglich Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Deshalb wurden Stummfilme in den Kinos von Live-Orchestern oder Kinoorgeln begleitet und so stimmungsvoll für das Publikum unterlegt. In dieser Tradition begibt sich das Filmmuseum einmal im Monat in die Frühzeit des Films und präsentiert einen Stummfilm mit Live-Musik. Dieses Angebot ist in der Umgebung einzigartig!
Neben klassischer Begleitung am Klavier oder der hauseigenen Welte-Kinoorgel kommen auch moderne Musikrichtungen und DJs auf die Bühne. Erleben Sie Kino in seiner ursprünglichen Form als dezidierte Bildsprache und lassen Sie sich von der Welt des Stummfilms verzaubern.

Eintritt: 8,00 Euro · Ermäßigt: 5,00 Euro · mit Black-Box-Pass: 4,00 Euro

Sa 29.2. | 20:00
DAS CABINET DES DR. CALIGARI

D 1919/20 ∙ 77 min ∙ dt. Zwischentitel ∙ digitalDCP ∙ FSK 6 · Regie: Robert Wiene · Drehbuch: Hans Janowitz, Carl Mayer · Kamera: Willy Hameister · Darsteller: Werner Krauß, Conrad Veidt, Friedrich Feher, Lil Dagover u.a.

Erster Psychothriller und expressionistisches Meisterwerk – der wohl einflussreichste deutsche Stummfilm wird 100!

Am 26. Februar 1920 wird im Marmorhaus Berlin der berühmteste Stummfilm der Weimarer Republik uraufgeführt. Die Geschichte um Dr. Caligari, der auf dem Jahrmarkt ein somnambules Medium namens Cesare ausstellt und hellsehen lässt, bildet das Herzstück einer Reihe fantastischer, bizarrer Filme, die das Kino der 1920er-Jahre prägten sowie mit dem Expressionismus und der bildenden Kunst in Verbindung gebracht wurden.

Filmclubs

Jeden Donnerstag zeigen die jeweils einem Sprachraum gewidmeten Filmclubs untertitelte Originalfassungen – auf Griechisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Hier bieten die Filmreihen der Filmclubs sprachkundigen Besucherinnen und Kulturinteressierten regelmäßig die Möglichkeit, den Film in seiner ursprünglichen Version zu hören und die Länder besser kennenzulernen. Damit greift die Black Box eine Idee der Gründerzeit kommunaler Filmarbeit auf. Kooperationspartner sind das Japanische Generalkonsulat, das Institut français und das Übersetzungsbüro Manzin.

Selbst wenn man die Sprache nicht perfekt beherrscht, erleichtern die Untertitel das Verständnis. In erster Linie spüren die Filmclubs aktuellem Filmgeschehen in den jeweiligen Ländern nach. Es gibt aber auch den einen oder anderen Klassiker in Originalsprache zu entdecken.

 

Griechischer Filmclub

1. Donnerstag im Monat

Do 6.2. 20:00
TO THAVMA TIS THALASSAS TON SARGASSON · DAS WUNDER IM MEER VON SARGASSO
Regie: Syllas Tzoumerkas · GR·DE·NL·SW 2019

 

Spanischer Filmclub

2. Donnerstag im Monat

Do 13.2. | 20:00
TODOS LO SABEN · OFFENES GEHEIMNIS
Regie: Asghar Farhadi · E·F·I 2018
 

 

Italienischer Filmclub

3. Donnerstag im Monat
Der Italienische Filmclub entfällt im Februar.

 

Französischer Filmclub

4. Donnerstag im Monat

Do 27.2. | 20:00
BANDE DE FILLES · MÄDCHENBANDE
Regie: Céline Sciamma · F 2014

Erstaufführung

Einmal im Monat präsentiert die Black Box eine besondere Erstaufführung: Einige Filme haben aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Form, ihrer Unklassifizierbarkeit oder aus anderen Gründen auf dem Kinomarkt einen schweren Stand. Die Aufgabe eines kommunalen Kinos muss sein, solche Filme zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu bieten. Dort die Lücke zu schließen, wo Verleiher und andere Kinobetreiber keine finanzielle Grundlage sehen, ist die programmatische Ausrichtung dieser Reihe – qualitativ, anspruchsvoll und aktuell.
 

Erstaufführung im Februar

So 16.2. 15:30 | Fr 21.2. 19:00
DER FUNKTIONÄR

D 2018 · 72 min · DF · digitalDCP · ab 18 · Regie/Drehbuch: Andreas Goldstein · Kamera: Jakobine Motza

Klaus Gysi war einer der führenden Kulturpolitiker der DDR. 1912 geboren, war er zwei Jahre alt, als der Erste Weltkrieg begann. Als er sechs war, brach das Kaiserreich zusammen. Mit 15 sah er vor dem Fenster der elterlichen Wohnung einen erschossenen Arbeiter auf der Straße liegen. Er trat dem kommunistischen Jugendverband bei, später der kommunistischen Partei. Bis 1945 lebte er illegal in Berlin. Dann machte er im sozialistischen Deutschland Karriere, Abstürze inbegriffen. Er war Verlagsleiter, Kulturminister, Botschafter, Staatssekretär für Kirchenfragen. Ein Meister der Gesten und des geschickten Taktierens im sozialistischen Apparat. 1988, kurz vor dem Ende der DDR, entließ ihn die Partei aus dem Staatsdienst. 1999 starb er. Knapp 20 Jahre nach seinem Tod hat sein Sohn Andreas Goldstein einen sehr persönlichen Film über den Vater gedreht - über einen Mann, den er als Junge nur in Momentaufnahmenn erlebt hat, und der auch noch für den erwachsenen Sohn voller Widersprüche bleibt.

Neu restauriert

Mit Hilfe von Filmrestaurierungen kehren verloren geglaubte Filmschätze auf die Leinwand zurück. Der chemische Verfall einer Filmkopie kann nicht aufgehalten, gleichwohl aber durch optimale klimatische Bedingungen verzögert werden. Verschiedene Ausgangsmaterialien des historischen Originals werden restauriert und digitalisiert, um dann im Kino als Duplikat erneut aufgeführt zu werden. Monatlich präsentiert das Filmmuseum aktuelle Filmrestaurierungen aus Kinematheken und Archiven in Deutschland und Europa.
 

Neu restauriert im Februar

So 2.2. 15:00 | Fr 14.2. 19:00
TOBBY

BRD 1961 · 85 min · DF · digitalDCP · FSK 18 · Regie: Hansjürgen Pohland · Drehbuch: Siegfried Hofbauer, Hansjürgen Pohland · Kamera: Wolf Wirth · Darsteller: Tobias Fichelscher, Anik Fichelscher, Ed Fichelscher, Eva Häußler u.a.

Die Geschichte um den Schlagzeuger Tobby ist weniger klassische Narration als in Bilder gegossene Jazz-Musik. In seinem Langfilmdebut lässt sich Hansjürgen Pohland treiben, er schwebt mit seinen Bildern, quasi ohne Partitut und damit jenseits des starren UFA-Kinos dieser Zeit - Film als Bilder-Improvisation, Film wie Jazz.

Im Vorprogramm:

SCHATTEN

BRD 1960 · 9 min · DF · 35mm · FSK 6 · Regie: Hansjürgen Pohland · Drehbuch: Leon G. Friedrich · Kamera: Friedhelm Heyde

Filmklassiker am Nachmittag

Die Filmklassiker am Nachmittag zeigen jeden ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr deutsche Filme aus den 1930er und 1940er Jahren. Zur Zeit des Nationalsozialismus pendelte das deutsche Kino zwischen Propaganda und eskapistischem Unterhaltungskino – mit teilweise fließenden Grenzen. Das Unterhaltungskino machte zu dieser Zeit etwa 90% der Produktion aus und entwickelte eine genuin eigene Qualität. Die Filmklassiker am Nachmittag möchten einen Blick auf das harmlos wirkende Kino dieser Zeit werfen – stets mit dem Bewusstsein, vor welchem zeithistorischen Hintergrund diese unterhaltenden Lustspiele inszeniert wurden.

In unregelmäßigen Abständen werden in Sondervorstellungen sogenannte Vorbehaltsfilme mit Einführung und anschließender Diskussion vorgeführt. Diese Filme wurden im Auftrag der Goebbelschen Propaganda-Maschinerie gedreht und sind nur unter bestimmten Auflagen spielbar.

Eintritt: 2,00 Euro

Di 4.2. | 15:00
DIE UNHEIMLICHE WANDLUNG DES ALEX ROSCHER

1942/43 · 87 min · DF · 35mm · FSK 6 · Regie: Paul May · Drehbuch: Ernst von Salomon · Kamera: Erich Claunigk · Darsteller: Viktoria von Ballasko, Rudolf Prack, Oskar Sima u.a.

Der Spiegel der Helena, ein wertvolles Schmuckstück, ist aus einem Bremer Museum gestohlen worden und soll über die Alpen zur Grenze geschafft werden. Alex Roscher, der Grenz-beamte, stellt die Schmuggler, wird dabei aber in eine Schießerei verwickelt. Einer der Schmuggler wird getötet, doch die anderen können fliehen. Roscher erhält einen Verweis. Das nimmt er sich so zu Herzen, dass er zum Trinker und Spieler wird und Schulden anhäuft. Nun versuchen die Schmuggler, ihn zu erpressen. Er soll ihnen beim Transport des Schmucks über die Grenze helfen.

Psychoanalyse & Film

In dieser sehr erfolgreichen Reihe zeigt die Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik seit 2001 monatlich Filme mit einer filmanalytischen Einführung von Dorothee Krings (Redakteurin der RP). Der anschließende Vortrag eines/-r Psychoanalytikers/in leitet die Diskussion ein. Die Beteiligung des Publikums ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Reden Sie mit!

Fr 31.01. | 19:00
YESTERDAY

GB·RU·CH 2019 · 116 min · DF · digitalDCP · FSK 0 · Regie: Danny Boyle · Drehbuch: Richard Curtis nach einer Vorlage von Jack Barth · Kamera: Christopher Ross · Darsteller: Himesh Patel, Lily James, Sophia Di Martino u.a.

Vortrag und Diskussionsleitung: Prof. Dr. Dirk Blothner

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