Stationen der Filmgeschichte

Immer dienstags um 20 Uhr

Stationen sind Orte der Abfahrt, Ankunft oder des Richtungswechsels. Auf der langen Reise der Filmgeschichte waren und sind sie Punkte, in denen Neues geschaffen, Außergewöhnliches geleistet oder etwas Einmaliges hervorgebracht wurde. Filme, die nach wie vor interessant, spannend oder erhellend sind. Andere wurden im Negativen wie im Positiven Monumente, da sie eng mit der Zeitgeschichte verbunden waren.

Di 16.4. | 20:00
LA DECIMA VITTIMA · DAS ZEHNTE OPFER
Regie: Elio Petri · I·F 1965

Di 23.4. | 20:00
TIERISCHE LIEBE
Regie: Ulrich Seidl · A 1995

Di 30.4. | 20:00
NĚCO Z ALENKY · ALICE
Regie: Jan Švankmajer · CZ·CH·GB·D 1988

Di 7.5. | 20:00
LA GRANDE BOUFFE · DAS GROSSE FRESSEN
Regie: Marco Ferreri · F·I 1973

Di 14.5. | 20:00
DELIVERANCE · BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE
Regie: John Boorman · USA 1972

Di 21.5. | 20:00
AMADEUS
Regie: Miloš Forman · USA 1984

Alle Filme finden Sie im Flyer


In Zusammenarbeit mit Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums e.V.

Stummfilm + Musik

Während der Frühzeit des Kinos war es noch nicht möglich Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Deshalb wurden Stummfilme in den Kinos von Live-Orchestern oder Kinoorgeln begleitet und so stimmungsvoll für das Publikum unterlegt. In dieser Tradition begibt sich das Filmmuseum einmal im Monat in die Frühzeit des Films und präsentiert einen Stummfilm mit Live-Musik. Dieses Angebot ist in der Umgebung einzigartig!
Neben klassischer Begleitung am Klavier oder der hauseigenen Welte-Kinoorgel kommen auch moderne Musikrichtungen und DJs auf die Bühne. Erleben Sie Kino in seiner ursprünglichen Form als dezidierte Bildsprache und lassen Sie sich von der Welt des Stummfilms verzaubern.

Eintritt:
8,00 Euro · Ermäßigt: 5,00 Euro · mit Black-Box-Pass: 4,00 Euro

SA 27.4. | 20:00
DER KAMPF UMS MATTERHORN

D 1928 · 117 min · dt. Zwischentitel · digitalDCP · FSK 12 · Regie: Nunzio Malasomma, Mario Bonnard · Drehbuch: Nunzio Malasomma nach einer Idee von Arnold Fanck und einer Vorlage von Carl Haensel · Kamera: Sepp Allgeier, Willy Winterstein · Darsteller: Luis Trenker, Marcella Albani, Alexandra Schmitt u.a.

 

Filmclubs

Jeden Donnerstag zeigen die jeweils einem Sprachraum gewidmeten Filmclubs untertitelte Originalfassungen – auf Griechisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Hier bieten die Filmreihen der Filmclubs sprachkundigen Besucherinnen und Kulturinteressierten regelmäßig die Möglichkeit, den Film in seiner ursprünglichen Version zu hören und die Länder besser kennenzulernen. Damit greift die Black Box eine Idee der Gründerzeit kommunaler Filmarbeit auf. Kooperationspartner sind das Japanische Generalkonsulat, das Institut français und das Übersetzungsbüro Manzin.

Selbst wenn man die Sprache nicht perfekt beherrscht, erleichtern die Untertitel das Verständnis. In erster Linie spüren die Filmclubs aktuellem Filmgeschehen in den jeweiligen Ländern nach. Es gibt aber auch den einen oder anderen Klassiker in Originalsprache zu entdecken.

 

Griechischer Filmclub

1. Donnerstag im Monat

Do 02.05. | 20:00
PARK
Regie: Sofia Exarchou · GR·PL 2016

 

Spanischer Filmclub

2. Donnerstag im Monat

Do 09.05. | 20:00
ESTIU 1993 · FRIDAS SOMMER
Regie: Carla Simón · E 2016

 

Italienischer Filmclub

3. Donnerstag im Monat

Do 18.04. | 20:00
L'UOMO IN PIÙ · DER MANN IM ABSEITS
Regie: Paolo Sorrentino · I 2001

 

Französischer Filmclub

4. Donnerstag im Monat

Do 25.04. | 20:00

UN AMOUR DE JEUNESSE · EINE JUGENDLIEBE

Regie: Mia Hansen-Løve · F·D 2011

Erstaufführung

Einmal im Monat präsentiert die Black Box eine besondere Erstaufführung: Einige Filme haben aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Form, ihrer Unklassifizierbarkeit oder aus anderen Gründen auf dem Kinomarkt einen schweren Stand. Die Aufgabe eines kommunalen Kinos muss sein, solche Filme zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu bieten. Dort die Lücke zu schließen, wo Verleiher und andere Kinobetreiber keine finanzielle Grundlage sehen, ist die programmatische Ausrichtung dieser Reihe – qualitativ, anspruchsvoll und aktuell.

Erstaufführung im April

FR 26.4. 21:00
PASSPORT TO PARADISE

MLI·TGO 2018 · 89 min · DF · digitalDCP · ab 18 · Regie/Drehbuch: Sarah Müller, David Wagner · Kamera: David Wagner · Darsteller: Christoph Heite, Jonas Runge, Chris Erkal, Ismailla Ballo u.a. Produktion: Stronzo Films (gefördert von der Film und Medien Stiftung NRW)

„Der Film PASSPORT TO PARADISE erschafft einen unterirdischen Himmel, bevölkert von Agenten, Priestern, Schurken, Forschern, Verrückten, Schlangen und Geistern. Unvermittelt werden die Protagonisten in das Chaos gestoßen. Jungfräulich und orientierungslos landen sie in einer prähistorischen Unterwelt. Dunkel und euphorisch erahnen sie die Anwesenheit der Malaria. Sie sind in einem riesigen, verhexten Vergnügungspark gestrandet. West-Afrika. Bundesnachrichtendienst, Agent mit dem Decknamen ’Sindbad’, besteht nur aus Affekt. Er lebt in einer Luftblase und funktioniert wie ein ferngesteuerter Affe. Als Geschäftsmann getarnt, drängt er in das von Kämpfen zerrissene Land Mali ein. Ein geheimer Auftrag. Keine offizielle Mission. Eine pikante Angelegenheit. Ein flüchtiger Mitarbeiter namens Schramme muss dringend ausfindig gemacht werden. Der als Kryptograf und Informatiker tätige Spezialist war dem Druck nicht gewachsen und entwickelte eine
Psychose, entwendete sensible Daten und verschwand spurlos. Zwischen Auftrag und Albtraum, am Grab des weißen Mannes wandelt Sindbad auf den Spuren des Kryptografen Schramme über die verschlungenen Dschungelpfade der Handlung von PASSPORT TO PARADISE.

Eintritt frei! In Anwesenheit des Filmteams.
Nach der Aufführung laden Stronzo Films und das Filmmuseum zu einem Glas Sekt.

Neu restauriert

Mit Hilfe von Filmrestaurierungen kehren verloren geglaubte Filmschätze auf die Leinwand zurück. Der chemische Verfall einer Filmkopie kann nicht aufgehalten, gleichwohl aber durch optimale klimatische Bedingungen verzögert werden. Verschiedene Ausgangsmaterialien des historischen Originals werden restauriert und digitalisiert, um dann im Kino als Duplikat erneut aufgeführt zu werden. Monatlich präsentiert das Filmmuseum aktuelle Filmrestaurierungen aus Kinematheken und Archiven in Deutschland und Europa.

Neu restauriert im April

SO 10.3. 12:00
GESCHICHTEN VOM KÜBELKIND – EINE ANARCHISCHE FILMSERIE IN 22 FOLGEN

BRD 1971 · 220 min · DF · digitalDCP · FSK 16 · Regie/Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz · Kamera: Edgar Reitz · Darsteller: Kristine de Loup, Bruno Bendel, Alf Brustellin, Ilse Brustellin, Werner Herzog u.a.

Das Kübelkind wächst aus einer Plazenta. Frau Dr. Wohlfahrt von der Fürsorge findet es in einer Krankenhausmülltonne. In weiteren Folgen versucht sie, das Kübelkind an Pflegeeltern zu vermitteln und in die Gesellschaft zu integrieren. Das Kübelkind geht in die Schule und in die Kirche. Stets in rotem Kleid und mit roten Strümpfen, sieht es sich alles neugierig an, fragt immer etwas zu viel und nimmt sich, was es begehrt. Es klaut, hat Sex, verführt die einen und führt andere vor. Es begegnet Al Capone und d’Artagnan. Das Kübelkind ist dauernd in Gefahr, aber unsterblich. Ula Stöckl und Edgar Reitz drehten die Geschichten vom Kübelkind ausschließlich mit Freund*innen. Heraus kam eine Serie von 22 unterschiedlich langen 16-mm Kurzfilmen, mit der sie sich vollständig außerhalb des Systems Kino positionierten.1971 liefen die Geschichten vom Kübelkind im 1. Internationalen Forum des Jungen Films, 2018 erlebten sie in der Sektion Forum der Berlinale ihre digitale Wiederaufführung.

Filmklassiker am Nachmittag

Die Filmklassiker am Nachmittag zeigen jeden ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr deutsche Filme aus den 1930er und 1940er Jahren. Zur Zeit des Nationalsozialismus pendelte das deutsche Kino zwischen Propaganda und eskapistischem Unterhaltungskino – mit teilweise fließenden Grenzen. Das Unterhaltungskino machte zu dieser Zeit etwa 90% der Produktion aus und entwickelte eine genuin eigene Qualität. Die Filmklassiker am Nachmittag möchten einen Blick auf das harmlos wirkende Kino dieser Zeit werfen – stets mit dem Bewusstsein, vor welchem zeithistorischen Hintergrund diese unterhaltenden Lustspiele inszeniert wurden.

In unregelmäßigen Abständen werden in Sondervorstellungen sogenannte Vorbehaltsfilme mit Einführung und anschließender Diskussion vorgeführt. Diese Filme wurden im Auftrag der Goebbelschen Propaganda-Maschinerie gedreht und sind nur unter bestimmten Auflagen spielbar.

Eintritt: 2,00 Euro

Di 7.5. | 15:00
SALTO MORTALE
Regie: E.A. Dupont · D 1931

Psychoanalyse & Film

In dieser sehr erfolgreichen Reihe zeigt die Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik seit 2001 monatlich Filme mit einer filmanalytischen Einführung von Dorothee Krings (Redakteurin der RP). Der anschließende Vortrag eines/-r Psychoanalytikers/in leitet die Diskussion ein. Die Beteiligung des Publikums ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Reden Sie mit!

FR 24.05. | 19:00
MOONLIGHT
USA 2016 · 111 min · DF · DigitalDCP · FSK 12 · Regie: Barry Jenkins · Drehbuch: Barry Jenkins, Tarell Alvin McCraney (nach seinem Theaterstück) · Kamera: James Laxton · Darsteller: Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Mahershala Ali, Naomie Harris u.a.

Vortrag und Diskussionsleitung: Prof. Dr. Dirk Blothner

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