Stationen der Filmgeschichte

Immer dienstags um 20 Uhr

Stationen sind Orte der Abfahrt, Ankunft oder des Richtungswechsels. Auf der langen Reise der Filmgeschichte waren und sind sie Punkte, in denen Neues geschaffen, Außergewöhnliches geleistet oder etwas Einmaliges hervorgebracht wurde. Filme, die nach wie vor interessant, spannend oder erhellend sind. Andere wurden im Negativen wie im Positiven Monumente, da sie eng mit der Zeitgeschichte verbunden waren.

Di 11.12. | 20:00
DAS CABINET DES DR. CALIGARI
Regie: Robert Wiene · D 1920

Di 18.12. | 20:00
STERNE
Regie: Konrad Wolf · DDR 1959

Di 8.1. | 20:00
SIB · DER APFEL
Regie: Samira Makhmalbaf · IRN 1998

Di 15.1. | 20:00
DANCER IN THE DARK
Regie: Lars von Trier · DK·D·NL·USA·GB·SWE·F·NOR 2000

Di 22.1. | 20:00
THE GRADUATE · DIE REIFEPRÜFUNG
Regie: Mike Nichols · USA 1967

Alle Filme finden Sie im Flyer


In Zusammenarbeit mit Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums e.V.

Stummfilm + Musik

Während der Frühzeit des Kinos war es noch nicht möglich Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Deshalb wurden Stummfilme in den Kinos von Live-Orchestern oder Kinoorgeln begleitet und so stimmungsvoll für das Publikum unterlegt. In dieser Tradition begibt sich das Filmmuseum einmal im Monat in die Frühzeit des Films und präsentiert einen Stummfilm mit Live-Musik. Dieses Angebot ist in der Umgebung einzigartig!
Neben klassischer Begleitung am Klavier oder der hauseigenen Welte-Kinoorgel kommen auch moderne Musikrichtungen und DJs auf die Bühne. Erleben Sie Kino in seiner ursprünglichen Form als dezidierte Bildsprache und lassen Sie sich von der Welt des Stummfilms verzaubern.

Eintritt:
8,00 Euro · Ermäßigt: 5,00 Euro · mit Black-Box-Pass: 4,00 Euro

Sa 15.12. | 20:00
SPEEEDY · STRASSENJAGD MIT SPEEDY

USA 1928 ∙ 85 min ∙ engl. Zwischentitel, dt. untertitelt ∙ digitalDCP ∙ FSK 6 ∙ Regie: Ted Wilde ∙ Drehbuch: John Grey, Lex Neal, Howard Emmett Rogers ∙ Kamera: Walter Lundin ∙ Darsteller: Harold Lloyd, Ann Christy, Bert Woodruff u.a.

 

Filmclubs

Jeden Donnerstag zeigen die jeweils einem Sprachraum gewidmeten Filmclubs untertitelte Originalfassungen – auf Französisch, Griechisch, Italienisch und Spanisch. Hier bieten die Filmreihen der Filmclubs sprachkundigen Besuchern und Kulturinteressierten regelmäßig die Möglichkeit, den Film in seiner ursprünglichen Version zu hören und die Länder besser kennenzulernen. Damit greift die Black Box eine Idee der Gründerzeit kommunaler Filmarbeit auf. Kooperationspartner sind das Japanische Generalkonsulat, das Institut français und das Übersetzungsbüro Manzin.

Selbst wenn man die Sprache nicht perfekt beherrscht, erleichtern die Untertitel das Verständnis. In erster Linie spüren die Filmclubs aktuellem Filmgeschehen in den jeweiligen Ländern nach. Es gibt aber auch den einen oder anderen Klassiker in Originalsprache zu entdecken.

 

Griechischer Filmclub

1. Donnerstag im Monat

Do 06.12. | 20:00
POLYXENI
Regie: Dora Masklavanou · GR 2017

 

Spanischer Filmclub

2. Donnerstag im Monat

Do 13.12. | 20:00
JOTA DE SAURA · JOTA - EIN SPANISCHER TANZ

Regie: Carlos Saura · E·ARG 2016

 

Italienischer Filmclub

3. Donnerstag im Monat

Do 20.12. | 20:00
GINGER E FRED
· GINGER UND FRED
Regie: Federico Fellini · I 1986

 

Französischer Filmclub

4. Donnerstag im Monat

Do 22.11. | 20:00
INTOUCHABLES
· ZIEMLICH BESTE FREUNDE
Regie: Olivier Nakache, Éric Toledano · F 2011

Erstaufführung

Einmal im Monat präsentiert die Black Box eine besondere Erstaufführung: Einige Filme haben aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Form, ihrer Unklassifizierbarkeit oder aus anderen Gründen auf dem Kinomarkt einen schweren Stand. Die Aufgabe eines kommunalen Kinos muss sein, solche Filme zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu bieten. Dort die Lücke zu schließen, wo Verleiher und andere Kinobetreiber keine finanzielle Grundlage sehen, ist die programmatische Ausrichtung dieser Reihe – qualitativ, anspruchsvoll und aktuell.

Erstaufführung im Dezember

SO 9.12. 14:30 | SO 16.12. 14:30
AN ELEPHANT SITTING STILL

CHN 2018 ∙ 230 min ∙ digitalDCP ∙ OmU ∙ ab 18 ∙ Regie/Drehbuch: Hu Bo ∙ Kamera: Fan Chao ∙ Darsteller: Zhang Yu, Peng Yuchang, Wang Yuwen, Liu Congxi

Im nordchinesischen Manzhouli soll es einen Elefanten geben, der einfach nur da sitzt und die Welt ignoriert. Manzhouli wird zur fixen Idee für die Heldinnen und Helden dieses Films, zum erhofften Ausweg aus der Abwärtsspirale, in der sie sich befinden. Wie Bu, der in Notwehr den Schulschläger Shuai die Treppe hinunter schubst. Shuais Familie will Rache, doch sein Gangster­Bruder hat andere Probleme, als Bu zu jagen – er fühlt sich für den Suizid eines Freundes verantwortlich. Und dann sind da noch Bus Mitschülerin Ling, die eine Affäre mit ihrem Lehrer hat, um ihrem lieblosen Zuhause zu entkommen, und Herr Wang, dessen Sohn ihn ins Altersheim abschieben will. Alle ihre Schicksale sind untrennbar miteinander verknüpft. In virtuosen Bildkompositionen erzählt der Film einen einzigen spannungsgeladenen Tag vom Morgengrauen bis zum Abend, wenn endlich der Zug nach Manzhouli abfahren soll. Hu Bo, der in China bereits mit seinen Romanen Aufsehen erregte, gibt mit diesem vierstündigen Porträt einer Gesellschaft von Egoisten sein elektrisierendes Regiedebüt. Tragischerweise ist es zugleich sein Testament. Am 12. Oktober 2017 nahm sich der 29 Jahre junge Künstler das Leben. 

„Der an einem einzigen Tag spielende ELEPHANT ist eine chinesische, ganz ungöttliche, ganz melancholische Komödie, eine Geschichte vom Menschen und seinen Anfechtungen, wie sie nur alle Jubeljahre gelingt, ein Meisterwerk, das ergriffen macht.“ (Alexander Kissler, www.cicero.de)

Filmklassiker am Nachmittag

Die Filmklassiker am Nachmittag zeigen jeden ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr deutsche Filme aus den 1930er und 1940er Jahren. Zur Zeit des Nationalsozialismus pendelte das deutsche Kino zwischen Propaganda und eskapistischem Unterhaltungskino – mit teilweise fließenden Grenzen. Das Unterhaltungskino machte zu dieser Zeit etwa 90% der Produktion aus und entwickelte eine genuin eigene Qualität. Die Filmklassiker am Nachmittag möchten einen Blick auf das harmlos wirkende Kino dieser Zeit werfen – stets mit dem Bewusstsein, vor welchem zeithistorischen Hintergrund diese unterhaltenden Lustspiele inszeniert wurden.

In unregelmäßigen Abständen werden in Sondervorstellungen sogenannte Vorbehaltsfilme mit Einführung und anschließender Diskussion vorgeführt. Diese Filme wurden im Auftrag der Goebbelschen Propaganda-Maschinerie gedreht und sind nur unter bestimmten Auflagen spielbar.

Eintritt: 2,00 Euro

Di 8.1. | 15:00
DER WEISSE RAUSCH - NEUE WUNDER DES SCHNEESCHUHS
Regie: Arnold Fanck · D 1931

Filmmatinee

Facetten von Humanität

Rund viermal im Jahr werden im Rahmen einer Matineevorstellung bedeutende Filme präsentiert, die Einblicke und Perspektiven auf gesellschaftlich relevante Themen wie Gleichberechtigung - insbesondere für Frauen -, Menschenrechte, Facetten von Weiblichkeit sowie auf politisches und philosophisches Engagament ermöglichen. Die jeweilige Einführung zum Film soll unter anderem dazu anregen, sowohl über den Film als künstlerisches Werk als auch über die Inhalte miteinander ins Gespräch zu kommen.

So 09.12. | 11:30
HANNAH ARENDT
Regie: Margarethe von Trotta · D 2012

Psychoanalyse & Film

In dieser sehr erfolgreichen Reihe zeigt die Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik seit 2001 monatlich Filme mit einer filmanalytischen Einführung von Dorothee Krings (Redakteurin der RP). Der anschließende Vortrag eines/-r Psychoanalytikers/in leitet die Diskussion ein. Die Beteiligung des Publikums ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Reden Sie mit!

Fr 14.12. | 19:00
ALL QUIET ON THE WESTERN FRONT · IM WESTEN NICHTS NEUES
Regie: Lewis Milestone · USA 1930

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