Eyes On Japan 2019 - 13. Japanische Filmtage Düsseldorf

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In Kooperation mit dem Japanischen Generalkonsulat Düsseldorf und dem Japanischen Kulturinstitut Köln (The Japan Foundation) werden auch in diesem Jahr vielfältige Einblicke in die Filmlandschaft Japans geboten.Thematische Schwerpunkte liegen diesmal auf der japanischen Ess- und Badekultur sowie dem Historienfilm (jidaigeki) und zwei Regisseure werden in Publikumsgesprächen ihre Arbeiten persönlich vorstellen.

Zu den meisten Vorstellungen gibt es eine kurze Einführung. Alle Filme werden, sofern nicht anders angegeben, in japanischer Originalversion mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Für die Vorstellungen ist keine Kartenreservierung möglich. Karten (max. 2 Karten pro Person) werden ab 45 Minuten vor dem jeweiligen Vorstellungsbeginn an der Kasse des Filmmuseums ausgegeben. Zur besseren Einlassregelung ist nur der Eingang des Filmmuseums zur Schulstraße geöffnet.

Filmauswahl / Texte: Ruth Jäschke (Japanisches Generalkonsulat). Weitere Informationen und das vollständige Programm unter: www.eyesonjapan.de

Japanische Ess- und Badekultur:

In der japanischen Küche sind frische Zutaten ebenso ein Muss wie die sorgfältige Zubereitung, die Vielfalt der Speisen, ihr deko ratives Anrichten und die Berücksichtigung der Jahreszeiten sowie regionaler und lokaler Besonderheiten. Dass dies bereits vor Jahrhunderten der Fall war und die Bedeutung der Kochkunst für das menschliche Miteinander nicht unterschätzt werden darf, zeigt A TALE OF SAMURAI COOKING. Eine modernere Ausprägung begegnet uns in NORIKOS NORIBEN. Kunstformen wie die Tee zeremonie, deren Idee der Einmaligkeit jeder Begegnung (ichigo-ichie) in einer NHK-Dokumentation thematisiert wird, sind ebenfalls Ausdruck der Wertschätzung von Speis und Trank. Auch andere Alltagsfreuden werden mit Achtsamkeit genossen, z.B. das Baden, das vorrangig nicht der Reinigung, sondern der Entspannung dient. Dies hätte gewiss sogar die alten Römer inspiriert, wie THERMAE ROMAE humorvoll vermittelt.

Historienfilme:

Der sog. „Historienfilm“ (jp. jidaigeki bzw. jidaigeki-eiga), dessen Geschichten vor der Modernisierung Japans in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts spielen, ist ein in Japan sehr beliebtes Genre. Es hat seinen festen Platz in der japanischen Kino- und Fernseh-landschaft, wird aber auch in der modernen Popkultur häufig thematisiert. Szenen mit kämpfenden Samurai prägten lange das Bild, das viele mit dem japanischen Kino assoziierten, doch auch wenn der Schwertkampf (chambara) oft eine Rolle spielt, so ist die Bandbreite weitaus größer. Daher haben wir zwei bekannten jidaigeki von Akira Kurosawa (1910-1998) Werke von Yôji Yamada (*1931) und Hirokazu Koreeda (*1962) gegenübergestellt, die jeweils ihre eigenen, persönlichen Schwerpunkte legen und neue Ausdrucksformen suchen.