Der Helmut-Käutner-Preis ist zurzeit mit 10.000 Euro dotiert und gilt als einer der wichtigsten deutschen Filmpreise.

Die Auszeichnung wurde vom damaligen Leiter des Filmforums und Begründer des Filmmuseums Düsseldorf, Klaus G. Jaeger, zur Erinnerung an den in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner, 1982 ins Leben gerufen. Käutner war ein vielseitig talentierter Künstler und im hohen Maße am Wiederaufbau der deutschen Filmlandschaft der Nachkriegszeit beteiligt. Weiterhin gelten Käutners Engagement und geistige Unabhängigkeit in einer Zeit der Unterdrückung als beispielhaft. Als einige seiner bedeutendsten
Filme können Des Teufels General (1954/55), Himmel ohne Sterne (1955) oder
Der Hauptmann von Köpenick (1956) genannt werden.

Aufgrund der Entscheidung eines Preisgerichts, bestehend aus Filmwissenschaftlern, Kritikern, einem Regisseur, einem Produzenten, dem Direktor des Filmmuseums, dem Leiter der Filmstiftung und Vertretern der Kulturpolitik, wird der Preis vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf - zeitnah zu Käutners Geburtstag am 25. März - alle zwei Jahre verliehen an

„Persönlichkeiten, die durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützen und beeinflussen, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben, ein Preis zur Förderung der Filmkultur”. (aus der Satzung)

Aktuelle Preisträgerin des Helmut-Käutner-Preises 2019

Die Regisseurin und Drehbuchautorin Caroline Link wird mit dem Helmut-Käutner-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung des Helmut-Käutner-Preises durch Oberbürgermeister Thomas Geisel findet im November im Plenarsaal des Düsseldorfer Rathauses, Marktplatz 2, statt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird zum 16. Mal vergeben.

Die Entscheidung der Jury des Helmut-Käutner-Preises Caroline Link als Preisträgerin zu küren, fiel am 15. Juni 2019. Caroline Links Reaktion: "Ich freue mich riesig und fühle mich geehrt, in der Tradition von bedeutenden deutschen Filmemachern mit dem Helmut-Käutner-Preis ausgezeichnet zu werden. In meiner Arbeit versuche ich Anspruch und Unterhaltung zusammen zu bringen. Wenn ich in diesem Bestreben erfolgreich bin, bin ich dafür sehr dankbar."

In der Begründung der Jury heißt es: "In ihrem filmischen Werk der letzten drei Jahrzehnte überzeugt die Regisseurin mit Arbeiten wie 'Jenseits der Stille' (1996), dem Oscar-prämierten 'Nirgendwo in Afrika' (2001) oder ihrer jüngsten Literaturverfilmung 'Der Junge muss an die frische Luft' (2018). Es gelingt ihr immer wieder, emotional tiefgründige Themen einfühlsam einem breiten Publikum nahezubringen. Damit schafft sie es, gesellschaftlich relevanten Aspekten im Kino erfolgreich ein Forum zu geben. Mit ihrer sensiblen Schauspielerführung gelingt es ihr sowohl namhafte Darstellerinnen und Darsteller als auch immer wieder junge Talente zu Höchstleistungen anzuspornen."

Chronik der Helmut-Käutner-Preisträger

2019

Caroline Link, Regisseurin und Drehbuchautorin

2017
Margarethe von Trotta, Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin

2015

Ulrich Tukur, Schauspieler

2013
Christian Petzold, Regisseur

2010

Christoph Schlingensief, Film-, Theater,- Opern- und Fernsehregisseur, Aktionskünstler

2007

Dieter Kosslick, Leiter der Internationalen Filmfestspiele Berlin

2004

Wim Wenders, Filmregisseur

2001

Hannelore Hoger, Schauspielerin

1999

Rudolf Arnheim, Kultur- und Medienkritiker

1995

Hanns Eckelkamp, Filmproduzent und Verleiher Enno Patalas, Filmkritiker und -kurator Wolf Donner, Filmpublizist

1993

Hildegard Knef, Schauspielerin und Autorin

1990

Wolfgang Kohlhaase, Drehbuchautor und Schriftsteller

1988

Ulrich Gregor, Co-Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin
Hilmar Hoffmann, Gründer der westdeutschen Kurzfilmtage, Oberhausen Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Präsident der Goethe-Institute

1986

Bernhard Wicki, Film- und Fernsehregisseur, Schauspieler

1984

Wolfgang Staudte, Film- und Fernsehregisseur

1982

Lotte Eisner, Filmhistorikerin und -publizistin

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