Fotografie - Landeshauptstadt Düsseldorf

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ART DÜSSELDORF 2026 / 17.–19. April

  • Abb. Plakat, Art Düsseldorf, 2026 Abb. Plakat, Art Düsseldorf, 2026

In diesem Jahr findet die achte Ausgabe der Art Düsseldorf auf dem Areal Böhler statt. Mit 119 teilnehmenden Galerien aus 22 Ländern bietet die Messe einen Einblick in die rheinländische wie auch internationale zeitgenössische Kunst. Darunter Exponate von etablierten sowie jungen Positionen, die mit gegenständlichen und abstrakten Kunstwerken in allen Formen, von Malereien und Fotografien über Skulpturen und Installationen bis hin zu Grafiken und Videos vertreten sind.

Art Düsseldorf DE - Art Düsseldorf


Schenkung von Ursula Schulz-Dornburg an die Stiftung Insel Hombroich

  • Ausstellungsansicht, Ursula Schulz-Dornburg und Lawrence Weiner, Drei Kapellen, Insel Hombroich, 2026 Ausstellungsansicht, Ursula Schulz-Dornburg und Lawrence Weiner, Drei Kapellen, Insel Hombroich, 2026

Seit 2004 war die Einrichtung der Fotoserie Sonnenstand (1992) von Ursula Schulz-Dornburg zusammen mit weiteren Objekten und der typografischen Installation turned as the world turns von Lawrence Weiner fester Bestandteil einer der Drei Kapellen von Per Kirkeby. 2024 wurde die Ausstellung um das Film-Triptychon Three Windows von Nicolas Humbert und Werner Penzel ergänzt. Um dieses einzigartige Ensemble dauerhaft zu erhalten, haben sich Ursula Schulz-Dornburg und Nicolas Humbert dazu entschlossen, die Werke bzw. deren Aufführungsrechte der Stiftung Insel Hombroich zu übereignen.

Eröffnungssonntag - Stiftung Insel Hombroich


Max van Dorsten erhält den Förderpreis von „Die Grosse“ 2026

  • Ohne Titel, © Max van Dorsten, 2025 Ohne Titel, © Max van Dorsten, 2025

Mit dem Förderpreis der traditionsreichen Ausstellung DIE GROSSE wird in diesem Jahr ein Künstler ausgezeichnet, dessen Arbeiten sich konsequent einer eindeutigen Zuordnung entziehen. Max van Dorsten, 1999 geboren, versteht Fotografie nicht als Mittel der Abbildung, sondern als Ausgangspunkt für Konstruktion. Seine Bilder entstehen nicht im Moment des Auslösens – sie werden gebaut. Van Dorstens Arbeiten laden nicht zur schnellen Lektüre ein. Sie verlangen Aufmerksamkeit und ein bewusstes Sehen. Wer sich auf sie einlässt, betritt Räume, die zugleich gebaut und imaginär sind – und in denen die Grenzen der Fotografie neu verhandelt werden.

Düsseldorf: Förderpreis von "Die Grosse" für Max van Dorsten


Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024
Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024

Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist seit Jahrzehnten eng mit der Fotografie verknüpft. Der Bericht "Düsseldorf und Fotografie", den das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Christina Irrgang erstellt hat, dokumentiert, wo die Akteurinnen, Akteure, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf aktuell stehen.

Der Bericht verdeutlicht die Diversität des internationalen Fotostandortes und bietet eine aktuelle Grundlage, um die zukünftige fotografische Entwicklung in Düsseldorf zu fördern. Darüber hinaus wird die Rolle der Fotografie in Düsseldorf, ihre wichtigsten Orte für die Vermittlung, Erforschung und Archivierung, die regionale und internationale Vernetzung sowie ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor gespiegelt.

Seit der Erfindung der Fotografie ist Düsseldorf eng mit dem Medium verbunden. Frühzeitig haben Künstlerinnen und Künstler in Düsseldorf die Fotografie kontinuierlich in ihre künstlerische Praxis integriert. Daraus hat sich ein international einzigartiges Netzwerk aus Lehre, Produktion, Verarbeitung und Präsentation von Fotografie entwickelt. Dieses Netzwerk und der Umgang mit dem Medium Fotografie als Kulturgut sollen auch zukünftig gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden.

Aus diesem Grund hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Mai 2021 die deutschlandweit erste Koordinierungsstelle für Fotografie im Kulturamt eingerichtet und stellt nun den im Juni 2022 fertiggestellten Bericht "Düsseldorf und Fotografie" vor. Der Bericht ist vollständig als PDF-Datei auf dieser Seite abrufbar.

  • Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf

Wir stellen regelmäßig Auszüge aus dem 100-seitigen Kulturamtsbericht „Düsseldorf und Fotografie“ vor und geben Hintergrundinformationen über die Historie, das Netzwerk, die Akteur*innen, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf. Diesen Monat stellen wir den Auszug über Konrad Fischer Galerie vor.

Konrad Fischer Galerie

Die Konrad Fischer Galerie hat durch ihr Gründerpaar Dorothee und Konrad Fischer die zeitgenössischen Kunstentwicklungen und Synergien in Düsseldorf schon früh aufgegriffen und durch ein mutiges Ausstellungsprogramm seit 1967 maßgeblich gefördert. So begannen sie zu einer Zeit künstlerische und konzeptuelle Fotografie zu zeigen, als das Medium weder in der kuratorischen Praxis noch im Kunstmarkt etabliert war. „Mit der ersten Galerie-Präsentation der Arbeiten von Bernd und Hilla Becher im Jahr 1970 ebneten die Fischers den Weg für die Karriere der beiden“, erklärt Thomas W. Rieger, der die Galerie seit 15 Jahren als Direktor begleitet. Die Fischers eröffneten damit auch ein neues Diskursfeld rund um die Fotografie in Düsseldorf. Darüber hinaus stellte Konrad Fischer bereits 1972 als einer der Co-Kuratoren der documenta 5 die Fotografien der Bechers einer breiteren Öffentlichkeit vor. Von diesen Impulsen ausgehend konnte sich ein neues Denken über und vor allem durch die Fotografie entwickeln, das Dorothee und Konrad Fischer durch Ausstellungen von Künstler*innen folgender Generationen wie Thomas Ruff, Axel Hütte, Candida Höfer, Katharina Sieverding, Petra Wunderlich, Simone Nieweg und Juergen Staack fortlaufend bestätigten. „Schon in den späten 1960er Jahren galt Düsseldorf als ein Nukleus der konzeptuellen Fotografie und trug mit der Becher-Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie zur weiteren rasanten Entwicklung des Mediums und dessen aktuellen Stellenwert wesentlich bei und auch zahlreiche technische und medienübergreifende Innovationen im Bereich der modernen Fotografie gehen auf den Dialog zwischen Künstler*innen und Techniker*innen​​​​​​​ in Düsseldorf zurück – man denke an das Diasec-Verfahren, großformatige Drucke, subtile Farbprozesse und den Einsatz der digitalen Fotografie sowie von Bildbearbeitungsprogrammen. Nicht zu vergessen ist die Rolle der Lehre an der Kunstakademie mit wichtigen ehemaligen oder aktuell Lehrenden – Jeff Wall, Thomas Ruff, Christopher Williams, Andreas Gursky, Marcel Odenbach, Nan Hoover, Ellen Gallagher, Dominique Gonzalez-Foerster oder Keren Cytter – und die bedeutende Rolle der in Düsseldorf sammelnden Institutionen, Firmen und Privatpersonen.“ Noch immer vertritt die Galerie den Nachlass der Bechers und begleitet die Vorbereitungen zu einer umfangreichen Ausstellung zu deren Fotografien im Metropolitan Museum in New York. Bereits in den frühen Jahren nach der Galeriegründung hatten die Fischers Künstler*innen​​​​​​​, die Fotografie als eines ihrer Medien nutzten – so Bruce Nauman, Gilbert & George, Jan Dibbets, Hans-Peter Feldmann, Douglas Huebler, John Baldessari, Lothar Baumgarten oder William Wegman – nach Düsseldorf eingeladen, um Projekte vor Ort zu entwickeln. Sie haben damit ein gemeinschaftliches Denken gefördert und sich für kooperative Prozesse positioniert. Aus einer solchen Haltung, die die Stärkung von Netzwerken wie auch die spezifische künstlerische Entwicklung in den Fokus nimmt, haben sich wieder-um Formen des Fotografischen herausbilden können, die noch heute weltweit Wirksamkeit zeigen.


Düsseldorf und Fotografie Karte

Düsseldorf und Fotografie Karte

Für eine bessere Orientierung in der Fotostadt Düsseldorf, haben wir eine „Düsseldorf und Fotografie“ Karte erstellt und in unseren Stadtplan maps.duesseldorf.de integriert.


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

Community, Fotografie und Gemeinschaft / Kunstpalast / bis 25.5.2026

  • Star Trek Convention, Neal Slavin, 1972-75, Kunstpalast, Fotografie und Gemeinschaft, 2026 Star Trek Convention, Neal Slavin, 1972-75, Kunstpalast, Fotografie und Gemeinschaft, 2026

Der Fußballfanclub, die Familie, das politische Kollektiv – Menschen streben nach Zugehörigkeit. Seit der Erfindung der Fotografie hält das Medium Zugehörigkeit nicht nur fest, sondern kann sie ebenso befeuern oder infrage stellen. Fotografie macht es möglich zu demonstrieren, dass man Teil von etwas Größerem ist. Ebenso kann sie sich in den Dienst der Grenzziehung zu jenen stellen, die nicht Teil der eigenen Community sind. Die Ausstellung beleuchtet das facettenreiche Verhältnis von Fotografie und Gemeinschaft in Geschichte und Gegenwart. Sie versammelt angewandte wie künstlerische Positionen, die diesem Verhältnis nachgehen – sei es mit subtilem Witz, in eindrücklicher Solidarität, oder mit dem Ziel einer präzisen Analyse. Die Ausstellung wird aus der fotografischen Sammlung des Kunstpalastes heraus entwickelt und durch internationale Leihgaben ergänzt. Besuchende werden aktiv in die Ausstellung einbezogen und können sich mit ihren eigenen Gemeinschaftsbildern einbringen. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit Beiträgen aus der kunstwissenschaftlichen, soziologischen und historischen Forschung zum Thema.

COMMUNITY. Fotografie und Gemeinschaft - Kunstpalast Düsseldorf


Licht im Blick – Fotografie im Werk von Heinz Mack / ZERO Foundation / bis 13.6.2026

  • Heinz Mack, Lichtreflektoren in der Wahiba Wüste / Heinz Mack, Lichtreflektoren in der Wahiba Wüste, 1997, Foto: Heinz Mack © VG Bild-Kunst, Bonn, 2023 Heinz Mack, Lichtreflektoren in der Wahiba Wüste / Heinz Mack, Lichtreflektoren in der Wahiba Wüste, 1997, Foto: Heinz Mack © VG Bild-Kunst, Bonn, 2023

Das fotografische Werk von Heinz Mack ist in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannt. Daher setzt die Ausstellung der ZERO foundation in Zusammenarbeit mit der MACK FOUNDATION zum ersten Mal den Fokus auf dieses Medium, welches der Künstler in weiten Teilen als dokumentarisch betrachtet hat. Aber es gibt Ausnahmen, die in dieser Ausstellung zu sehen sind. Heinz Mack hat von Jugend an fotografiert. Bereits in den 1940er Jahren hat er die ländliche Umgebung, in der er aufwuchs, erkundet und hier Strukturen gesehen und fotografiert, die ihn faszinierten. Möglich war dies, weil sein Onkel bei der Firma Leitz arbeitete und zu dieser Zeit bereits über eine Leica-Kamera verfügte. So belegen diese frühen Fotografien das Interesse des Schülers Heinz Mack an ästhetischen Phänomenen, welche sich seit den 1950/60er Jahren in der für ihn signifikanten künstlerischen Handschrift wieder finden. Diese werden in der Ausstellung durch frühe Zeichnungen und Pastelle sichtbar, die im Besitz der ZERO foundation sind und die ebenso Einblicke in das strukturelle Sehen des Künstlers geben. Die großformatigen C-Print-Diasec-Fotografien und die schwarz-weißen Fotocollagen beziehen sich thematisch auf die ephemeren Kunstaktionen seines monumentalen und utopischen „Sahara-Projekts“, bestehend aus Sandreliefs, Flügeln, Würfeln, Spiegeln, Segeln und monumentalen Lichtstelen. Unter anderem durch Experimente mit dem Licht der Wüste entstanden abstrakte Lichtbilder, die den ästhetischen Reiz eines Naturschauspiels oder das Ergebnis seiner immerwährenden Versuche festhalten, das Licht auf künstlerische Weise sichtbar zu machen.

ZERO foundation


Grund und Boden. Wie wir miteinander leben / Kunstsammlung NRW / K21 / bis 19.4.2026

  • Jan Dibbets, Square perspectief correctie, groot vierkant, 1968, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Grund und Boden Jan Dibbets, Square perspectief correctie, groot vierkant, 1968, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Grund und Boden

Künstler*innen: Havîn Al-Sîndy, Jan Dibbets, Andreas Gursky, Boris Mikhailov, Lutz Mommartz, Simone Nieweg, Thomas Ruff, Alex Wissel u. a.

Die Ausstellung Grund und Boden. Wie wir miteinander leben im K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen handelt vom menschlichen Zusammenleben: von Krieg, Vertreibung, Flucht und der Zerstörung der Natur, aber auch von Wiederaufbau und Regeneration, vom Wohnen, Pflanzen, Besitzen und Teilen. Sie lädt ein, Visionen für eine gerechte und nachhaltige Zukunft zu entwerfen. Die Ausstellung erstreckt sich über das gesamte K21 sowie den angrenzenden Ständehauspark und nimmt auch den Boden, auf dem das Museum steht – geografisch wie historisch – in den Blick. Ausgehend von der Parlamentsvergangenheit des Hauses, thematisieren 34 internationale Künstler*innen und Kollektive unterschiedliche Formen der Verwaltung von Ressourcen – von indigenen Wirtschaftsweisen über kollektives Eigentum bis hin zu utopischen Blockchain-Projekten.

Grund und Boden | Kunstsammlung NRW


Die Szene / Bilker Bunker / bis 25.4.2026

  • Ausstellungsansicht, Theresa Weber, Bilker Bunker, Die Szene, 2026 Foto: Gregor Guski © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Ausstellungsansicht, Theresa Weber, Bilker Bunker, Die Szene, 2026 Foto: Gregor Guski © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Künstler*innen: Alex Grein, Gregor Guski, Hedda Roman, Martin Pfeifle, Anne Pöhlmann, Juergen Staack, Matthias Wollgast, u. a.

Der Titel entspringt dem gleichnamigen Fotobuch von Gregor Guski, das als Leitfaden für die Ausstellung gilt. Hier zeigt Guski seine Sicht auf die gegenwärtige Kunstszene Düsseldorfs und porträtiert ausgewählte Künstler*innen. Mit präzisem Blick und künstlerischer Empathie richtet Gregor Guski seine Kamera auf Kreative und ihre Arbeitsräume. Im Bilker Bunker werden 15 Arbeiten aus seiner Werkreihe „Die Szene“ gezeigt, die Künstler*innen dort porträtieren, wo ihre Ideen Form annehmen – in Ateliers und an Orten des Entstehens. Die Fotografien eröffnen einen intimen Einblick in künstlerische Prozesse und machen Haltung, Arbeitsweisen und individuelle Handschriften sichtbar. Ergänzend präsentieren alle 15 teilnehmenden Künstler*innen jeweils ein eigenes Werk, das ihr aktuelles künstlerisches Schaffen im Original erfahrbar macht. So entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen fotografischer Annäherung und konkreter Arbeit, zwischen Prozess und Ergebnis, Intimität und Öffentlichkeit.

Die Szene | Bilker Bunker – Kunst. Kultur. Beton


Alternative Moons / Nadine Schlieper und Robert Pufleb / Public Screen / Johannes-Rau-Haus / bis Mai 2026

  • Ausstellungsansicht, Alternative Moons von Nadine Schlieper und Robert Pufleb, Public Screen, Johannes-Rau-Haus 2026 Ausstellungsansicht, Alternative Moons von Nadine Schlieper und Robert Pufleb, Public Screen, Johannes-Rau-Haus 2026

Alternative Moons ist ein gemeinsames Foto- und Buchprojekt von Nadine Schlieper und Robert Pufleb; 2017 mit dem Vienna Photobook Award ausgezeichnet und erschienen im Verlag The Eriskay Connection. Für die LED-Fläche im öffentlichen Raum haben die Designerin und der Fotograf eine modifizierte Auswahl der Serie zusammengestellt.

PUBLIC SCREEN: ALTERNATIVE MOONS von Robert Pufleb & Nadine Schlieper / März bis Mai 2026 - Neue Fotografie


"SOMETHING OLD SOMETHING NEW" / Mareike Foecking / Leica Galerie / bis 23.4.2026

Ausstellungsansicht, SOMETHING OLD SOMETHING NEW – Leica Galerie Düsseldorf, 2026, Mareike Foecking, aus der Serie „Block Stops“ 2011 – 2014
Ausstellungsansicht, SOMETHING OLD SOMETHING NEW – Leica Galerie Düsseldorf, 2026, Mareike Foecking, aus der Serie „Block Stops“ 2011 – 2014

"SOMETHING OLD SOMETHING NEW" / Mareike Foecking / Leica Galerie / bis 23.4.2026

Die mehrteiligen und raumgreifenden Fotoinstallationen der Düsseldorfer Künstlerin und Fotografin Mareike Foecking (geboren 1966) thematisieren die veränderte Bildkultur unserer Zeit, in der sich reale und digitale Bildwelten immer stärker durchdringen. In verschiedenen Serien wird die Bandbreite Foeckings fotografischer Arbeit deutlich. In der großformatigen Serie In There Out There zeigt sie eine besondere Form von Street Photography, indem sie flüchtige Momente von Menschen im Stadtbild festhält, die von einzigartigen Farbräumen und Lichtstimmungen umhüllt sind, eine eigenwillige Übersetzung des „decisive moment“. Die Serie Blocked Shops entstand in direkter Nachbarschaft auf der Königsallee, wenn zur Karnevalszeit Luxusgeschäfte ihre Ladenfronten verbarrikadieren. Dabei treffen internationale Modemarken und deren Logos auf billige, temporäre Sperrholzfassaden und spontane Graffitis und erzeugen ungewöhnliche Inszenierungen im öffentlichen Raum.

"SOMETHING OLD SOMETHING NEW" - Mareike Föcking


Uncertain Maps / Kai10 / bis 6.9.2026

  • Uncertein Maps, Kai10, Olafur Eliasson, Cartographic series IV, 2007, Courtesy der Künstler Uncertain Maps, Kai10, Olafur Eliasson, Cartographic series IV, 2007, Courtesy der Künstler

Künstler*innen: Franz Ackermann, Jens Bleckmann, DAG, Olafur ElIasson, Esther Ernst, Julius Hartauer, Michael Golz, Christian Pilz, Isabell Schulte

Kartographische Pläne sind selten eindeutige Aufzeichnungen des Gegebenen. Auch wenn sie Rationalität und Objektivität suggerieren, bewegen sie sich in einem nie von Subjektivität freien Raum zwischen Abbildern und Zeichen, zwischen Bild und Sprache – letztlich zwischen Realität und Fiktion – auch deswegen, weil sie Maßstäben folgen, die bestimmen, wo die Genauigkeit im Detail aufhört. Auf gedruckten Weltkarten wird der Standort von KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION kaum zu finden sein. Erst in digitale Karten lässt sich beliebig hineinzoomen. Doch gibt es Länder und Orte, die nur auf fiktiven Karten zu finden sind, etwa das Lummerland aus Michael Endes berühmten Jim Knopf-Romanen. Kartographisch inspirierte Fiktionen gibt es jedoch nicht nur in Kinderbüchern, sondern auch im Werk vieler Künstler*innen. Hier finden wir originelle Auf- und Verzeichnungen von Reiseerlebnissen, daneben detaillierte Entwürfe erdachter Orte und Länder. Kartographisch anmutende, zeichensprachlich oder ornamental wuchernde Strukturen können sich zu ganz eigenen Weltentwürfen entwickeln. Vieles, was in Uncertain Maps zu sehen ist, bleibt vieldeutig: Handelt es sich um die Abbildung oder Evokation einer äußeren Wirklichkeit, von Landschaften und Städten? Sind es Versuche, innere, mentale Zustände aufzuzeichnen – emotionale oder kognitive Karten, die räumliche Informationen im Gedächtnis repräsentieren? Oder werden digitale Datenströme sichtbar gemacht? Auch für praktische und wissenschaftliche Zwecke erstellte Bilder lassen sich anders ‚lesen‘ als für das intendierte kartographische Vorhaben, etwa Satellitenaufnahmen des staatlichen isländischen Landesvermessungsamts. Wenn Künstler*innen​​​​​​​ ein Terrain sondieren, sei es ein reales oder der Fantasie entsprungenes, werden ihre Kartierungen in der Regel zu Uncertain Maps, die uns auf Wege führen, die in keinem gewöhnlichen Atlas zu finden sind.

Exhibition, Ausstellung, Düsseldorf, Kunst, zeitgenössische Kunst​​​​​​​


kkwong meokgo al meongneunda / sipgate shows / bis 30.4.2026

Ausstellungsplakat, kkwong meokgo al meongneunda, sipgate shows, 2026
Ausstellungsplakat, kkwong meokgo al meongneunda, sipgate shows, 2026

kkwong meokgo al meongneunda / sipgate shows / bis 30.4.2026

Künstler*innen: Thyra Schmidt, Christopher Wool/ Richard Hell und David

sipgate shows


Fred Stein – Ausgewählte Arbeiten / Galerie noir blanche / bis 30.05.2026

Fred Stein, Hannah Arendt, New York 1944; Aus dem Nachlass von Fred Stein
Fred Stein, Hannah Arendt, New York 1944; Aus dem Nachlass von Fred Stein

Fred Stein – Ausgewählte Arbeiten / Galerie noir blanche / bis 30.05.2026

Fred Stein (1909–1967) gehört zu den bedeutenden, aber lange Zeit unterschätzten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Sein Werk verbindet dokumentarische Präzision mit einem ausgeprägten humanistischen Blick, eine Verbindung, die ihn sowohl in der Straßenfotografie als auch im Porträt zu einer markanten Stimme der Moderne macht. Obwohl Stein zu seinen Lebzeiten Anerkennung fand, blieb seine Bedeutung lange Zeit im Schatten bekannterer Zeitgenossen. Erst in den letzten Jahrzehnten wird sein Werk verstärkt museal aufgearbeitet und kunsthistorisch reevaluiert. Heute gilt er als wichtiger Vermittler zwischen europäischer Avantgardefotografie und amerikanischer Dokumentarfotografie und als Künstler, der den Menschen in den Mittelpunkt seines Schaffens stellte.

noirblanche Düsseldorf - Ausstellungen


Open Source – Der Beginn einer Recherche / Stadtmuseum Düsseldorf / bis 26.4.2026

  • Ausstellungsplakat, Open Source – Der Beginn einer Recherche, Stadtmuseum Düsseldorf, 2026

Künstler*innen: Frauke Berg, Anna-Maria Bogner, Johannes Döring, Gabriele Horndasch, Tino Kukulies, Andreas Langfeld, Stefan Lausch, Robin Merkisch, Neringa Naujokaite, Anys Reimann, Josef Schulz, Oliver Sieber / Katja Stuke

2026 startet mit der Ausstellung »Open Source, der Beginn einer Recherche« das Kooperationsprojekt »Artists in Residence – Künstlerische Forschung im Stadtmuseum«, eine Initiative des VdDK*1844 und dem Stadtmuseum Düsseldorf. Im Rahmen des Projekts erhalten 13 Künstler*innen die Gelegenheit, sich mit den Beständen des Stadtmuseums auseinanderzusetzen. Sie forschen in den Archiven, arbeiten mit den Sammlungen und tauschen sich mit den Mitarbeiter*innen des Museums aus. Die Künstler*innen arbeiten mit unterschiedlichen Medien, Materialien und künstlerischen Ansätzen, die vielfältige thematische Schwerpunkte versprechen individuelle Perspektiven auf die Archive zeigen. Im März 2026 eröffnete nun mit Open Source die erste Ausstellung, in der sich alle Künstler*innen und ihre Projektideen vorstellen. Bis Ende des Jahres haben sie die Möglichkeit, ein Vorhaben umzusetzen. Anfang 2027 folgt eine weitere Ausstellung, die Ergebnisse präsentiert.

Open Source – der Beginn einer Recherche – Verein der Düsseldorfer Künstler


Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Kunst im generativen Überfluss / Malkastenforum / 21.4.2026

Key Visual für die Veranstaltung, entworfen von Sebastian Riemer und Hedda Roman
Key Visual für die Veranstaltung, entworfen von Sebastian Riemer und Hedda Roman

Kunst im generativen Überfluss / Malkastenforum / 21.4.2026

Herzliche Einladung zur Veranstaltung “Kunst im generativen Überfluss” am 21. April 2026, ab 19 Uhr (Einlass 19 Uhr, Beginn der Vorträge 20 Uhr). Nach zwei Kurzvorträgen von Hedda Roman und Till Bödeker, die je ihre eigene künstlerische Praxis vorstellen, sprechen sie im Anschluss anhand ihrer Erfahrungen und Werke mit Sebastian Riemer und Myriam Thyes über kreative und selbstbestimmte Nutzungsmöglichkeiten unterschiedlicher KI-Werkzeuge und anderer digitaler Verfahren im künstlerischen Prozess und fragen danach, wie Künstler*innen KIs kritisch analysieren und vielleicht sogar verändern können. Gerne ist das Publikum eingeladen, an der Podiumsdiskussion teilzunehmen.

Kunst im generativen Überfluss – Künstlerverein Malkasten


Don't trust the rabbit / Off-Space der Stadtsparkasse Düsseldorf / 24.4. – 30.5.2026 / Eröffnung 24.4. 18 Uhr

Plakat zur Ausstellung „Don't trust the rabbit“, off-space der Stadtparkasse Düsseldorf, 2026
Plakat zur Ausstellung „Don't trust the rabbit“, off-space der Stadtparkasse Düsseldorf, 2026

Don't trust the rabbit / Off-Space der Stadtsparkasse Düsseldorf / 24.4. – 30.5.2026 / Eröffnung 24.4. 18 Uhr

Künstler*innen: Carmen Schaich, Till Bödeker, Iris Helena Hamers, Alexander Föllenz, Sophie Schweighart, Birgit Hölmer, Catherine Lorent

Meist glauben wir zu wissen, was wir vor uns sehen, bis etwas diese Gewissheit untergräbt. Die Ausstellung „DON’T TRUST THE RABBIT“ untersucht genau diesen Moment. Sie versammelt Positionen, die mit Erwartungshaltungen spielen, Wahrnehmung verschieben und vertraute Ordnungen ins Wanken bringen. Die Ausstellung wird kuratiert von Jeannine Burch/PIZPALÜ.

Off-Space


L’homme moyen / Christoph Wiedemann / Atelier an Eck / 1.5. – 10.5.2026

  • L’homme moyen © Christoph Wiedemann L’homme moyen © Christoph Wiedemann

In der Ausstellung werden vier bis fünf Zeichnungen zu sehen sein. Sie basieren auf gefundenen Fotografien und zeigen unterschiedliche, vermeintlich signifikante Momente in der Menschheitsgeschichte. Zusammen können sie als Abfolge, als Prozess gelesen werden.

Atelier am Eck - Landeshauptstadt Düsseldorf


Brigitte Spiegeler / When Time Becomes Image / Galerie Anna Laudel / 24.4. – 25.6.2026

  • imagine what you’ll know tomorrow, 2026 © Brigitte Spiegeler imagine what you’ll know tomorrow, 2026 © Brigitte Spiegeler

Die Ausstellung „When Time Becomes Image“ zeigt fotografische Arbeiten der niederländischen Künstlerin und Poetin Brigitte Spiegeler, die Düsseldorf als Ausgangspunkt nehmen und sich mit der Übersetzung urbaner Räume in Bilder beschäftigen. Ausgangspunkt der Arbeiten ist Düsseldorf: Architektur, Straßenzüge und urbane Situationen dienen Spiegeler als Motive, die sie mit der Camera obscura sowie mit lomografischen Verfahren aufnimmt. Die Fotografien entstehen dabei nicht als direkte Abbildung der Stadt, sondern als Ergebnis eines experimentellen Prozesses, bei dem Licht, Bewegung und Zeit eine zentrale Rolle spielen. Die daraus hervorgehenden Schwarzweißaufnahmen zeigen vertraute Orte in veränderter Form. Gebäude, Fassaden und Schattenstrukturen lösen sich teilweise auf und verdichten sich zu atmosphärischen Bildkompositionen. Spiegeler interessiert sich besonders dafür, wie Orte durch Erinnerung, Wahrnehmung und zeitliche Distanz verändert erscheinen.

BRIGITTE SPIEGELER When Time Becomes Image April 24 – June 25, 2026Düsseldorf – ANNA LAUDEL


Back from Chongqing / Deniz Ahmet Saridas und Antonia Freisburger / Atelier am Eck / 29.05. – 07.06.2026 / Eröffnung 28.05.2026, 19 Uhr

Invisible Fires, 4K-Infrarot Video 5”46’, Still aus dem Video, 2025 © Deniz Ahmet Saridas
Invisible Fires, 4K-Infrarot Video 5”46’, Still aus dem Video, 2025 © Deniz Ahmet Saridas

Back from Chongqing / Deniz Ahmet Saridas und Antonia Freisburger / Atelier am Eck / 29.05. – 07.06.2026 / Eröffnung 28.05.2026, 19 Uhr

Invisible Fires ist inspiriert von Andri Magnasons Begriff der “unsichtbaren Feuer”, der die metaphorische Unkontrollierbarkeit fossiler Energien im Pyrozän beschreibt. Eine Vollspektrumkamera macht das dem menschlichen Auge verborgene infrarote Licht von Feuer und Sonne sichtbar und verweist auf verborgene Verbrennungsprozesse mit planetaren Folgen. Deniz Ahmet Saridas untersucht in seiner Arbeit Zwischenräume, Übergänge und das Verhältnis binär-oppositioneller Positionen wie Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Im Zentrum steht die Frage nach der Beziehung dieser Entitäten zueinander sowie nach ihrem Ursprung, ihren Wirkungen und den kausalen Zusammenhängen, die aus diesen Relationen hervorgehen. Durch den bewussten Einsatz einander konträr gegenüberstehender Materialien wie Schwarz und Weiß, Feuer und Wasser sowie reflektierender und absorbierender Materialien werden Zwischenbereiche erfahrbar gemacht und ihre ästhetischen, epistemologischen und ethischen Qualitäten offengelegt. Sein Interesse gilt dabei häufig der Frage nach Abwesenheit, einer Ästhetik, die aus dem entsteht, was sich entzieht, uneindeutig ist oder unsichtbar bleibt.

Atelier am Eck - Landeshauptstadt Düsseldorf


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

In Suspension / Kim-Camille Kreuz / Parrotta Contemporary Art / Köln / bis 22.05.2026

  • © Kim-Camille Kreuz, In Suspension, Parrotta Contemporary Art, Köln, 2026 © Kim-Camille Kreuz, In Suspension, Parrotta Contemporary Art, Köln, 2026

Mit In Suspension untersucht Kim-Camille Kreuz (geboren 1999 in Traunstein, DE) zeitlich fragile Zustände von Sichtbarkeit. Flüssiges Paraffinwachs wird in Rahmen gegossen. Solange es warm ist, wirkt seine Oberfläche reflektierend und spiegelt die Atelierumgebung fragmentiert. Die transienten Konfigurationen lösen sich mit dem Abkühlen auf und entziehen sich. Kreuz hält diesen kurzlebigen Zustand aus wechselnden Perspektiven fotografisch fest. Sobald das Wachs ausgehärtet ist, wird die Fotografie zurück auf seine Oberfläche gedruckt und damit an ihren materiellen Ursprung zurückgeführt. Der Träger fungiert hier nicht als neutrales Substrat, sondern ist Bedingung der Bildentstehung. Variationen in der Pigmentierung verschieben dabei die Schwelle der Lesbarkeit. Je dunkler das Wachs, desto stärker entzieht sich die Darstellung einer gegenständlichen Klarheit und verdichtet sich zu Konturen und Lichtwerten. Sichtbarkeit ist nicht vorausgesetzt, sondern materiell und graduell bestimmt. Es bleibt eine Oberfläche, die die Erinnerung an ihr Werden trägt.

PARROTTA CONTEMPORARY ART » KIM-CAMILLE KREUZ


One Second Longer / Kim-Camille Kreuz / nouveaux deuxdeux / München / bis 2.5.2026

I can´t tell you right now, Kim-Camille Kreuz, 2024
I can´t tell you right now, Kim-Camille Kreuz, 2024

One Second Longer / Kim-Camille Kreuz / nouveaux deuxdeux / München / bis 2.5.2026

Die Galerie nouveaux deuxdeux präsentiert Kim-Camille Kreuz´ erste Einzelausstellung. Ihre künstlerische Praxis kreist um Spuren, Abdrücke und die materielle Präsenz von Dingen. Verwurzelt im indexikalischen Denken, umfasst sie gefundene Objekte und serielle, fragmentierte Arrangements, die Reproduktion, Stellvertretung und das Verhältnis zwischen Original und Kopie untersuchen. Selbst innerhalb einer bewussten, durchdachten Formensprache bleibt eine körperliche Präsenz bestehen – ausgedrückt nicht durch Figuren, sondern durch Materialien und räumliche Anordnungen. Ihre Arbeiten bewegen sich oft im Spannungsfeld zwischen Objekt und Abwesenheit, zwischen Form und Hülle. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie auch als Kuratorin aktiv. Ihre eigenen Arbeiten fördern eine besondere Sensibilität und Nähe im Umgang mit anderen künstlerischen Positionen sowie eine ausgeprägte Fähigkeit, Verbindungen in Kontext und Form zu erkennen und darauf zu reagieren, was es ihr ermöglicht, ihre eigenen Ausstellungsformate zu entwickeln.

NVX2


übergestern / Johannes Raimann / Galerie Falko Alexander / Köln / bis 16.5.2026

  • Line of Impact 01, 2026, Pigmentprint kaschiert & gerahmt, 65x100 cm, © Johannes Raimann Line of Impact 01, 2026, Pigmentprint kaschiert & gerahmt, 65x100 cm, © Johannes Raimann

Johannes Raimann zeigt neue Arbeiten in der Galerie Falko Alexander in Köln. Die Ausstellung versammelt aktuelle Werke, die sich mit Technologien beschäftigen, die einst als Versprechen der Zukunft galten. Heute erscheinen sie zunehmend als Vehikel überholter Ideen – Fortschritt und Rückschritt liegen dabei überraschend nah beieinander. In den Arbeiten verschränken sich Vergangenheit und Zukunft: Geschichte scheint sich zu wiederholen, und das, was hinter uns liegt, tritt zugleich als mögliches Bild der Zukunft hervor. Ausgehend von dieser Beobachtung untersucht Raimann bildgebende Technologien als Seismographen unserer politischen Gegenwart. Der Künstler arbeitet mit einem erweiterten Begriff von Fotografie, der klassische fotografische Verfahren mit Hightech-Materialien verbindet. Zu sehen sind unter anderem Silizium-Wafer, Fotogramme und Makrofotografien. Die meisten Arbeiten sind neu entstanden und wurden eigens für die Präsentation in der Galerie Falko Alexander entwickelt. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Werke als offenen Denkraum zu betreten und sich sowohl mit der Zukunft wie der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Johannes Raimann - Falko Alexander Gallery


Caminar [Walking] / ProjecteSD / Barcelona, Spanien / bis 30.4.2026

Ausstellungsansicht, ProjecteSD, Barcelona, Caminar Walking, Untitled (Periphery Walk Barcelona. Day 4, 2011, Peter Piller
Ausstellungsansicht, ProjecteSD, Barcelona, Caminar Walking, Untitled (Periphery Walk Barcelona. Day 4, 2011, Peter Piller

Caminar [Walking] / ProjecteSD / Barcelona, Spanien / bis 30.4.2026

Künstler*innen: Peter Piller, Jochen Lempert, u. a.

„[…] man entdeckt, dass Gehen, die natürlichste und ursprünglichste Form der Bewegung, zur erhellendsten und kreativsten Tätigkeit werden kann, weil es menschliche Geschwindigkeit besitzt; es scheint seine eigene mentale Syntax und Erzählung hervorzubringen.“ In der Gruppenausstellung „Walking“ werden Werke verschiedenster Künstler*innen zusammengeführt, in denen das Thema „Gehen“ entweder direkt dargestellt wird, untrennbar mit ihren Arbeitsmethoden verbunden ist oder symbolisch bzw. metaphorisch zum Ausdruck ihrer Anliegen dient.

CAMINAR [WALKING] | ProjecteSD


n+1. Mehr als ein Bild / Kunststiftung DZ Bank / Frankfurt / bis 23.05.2026

  • All Things in My Apartment Smaller Than 8 x 10“, 2020 (Detail), Sophie Thun All Things in My Apartment Smaller Than 8 x 10“, 2020 (Detail), Sophie Thun

Künstler*innen: Dörte Eißfeldt, Jan Paul Evers, Barbara Proschak, Sophie Thun

Gestapelt, gereiht, geschichtet: Das Serielle erscheint in der Kunst der Gegenwart in großer Vielfalt. Die Kunststiftung DZ BANK nimmt in der Ausstellung »n+1. Mehr als ein Bild« vom 25.02.–23.05.2026 dieses Prinzip zum Ausgangspunkt. »n+1« ist nicht als mathematische Formel zu verstehen, sondern drückt hier im Grunde nur eine von Kunstschaffenden immer wieder verwendete Vielzahl von einzelnen Elementen aus, die sie zu einem Kunstwerk zusammenfügen. Mit Bildpaaren, Installationen, Serien, Zyklen, Clustern oder Archiven präsentiert die Ausstellung unterschiedliche Konstellationen. Variationen, Kombinationen oder Kontextualisierungen erzeugen Bezüge, die nicht nur neue Perspektiven eröffnen, sondern das Gesamtgefüge erweitern. Erst durch ein Vergleichen, Erinnern und Verknüpfen der Kunstwerke wird die Ausstellung lebendig. „Wir sehen das als Realität an, was uns als zusammenhängend, in Beziehung stehend erscheint.“

n+1. Mehr als ein Bild - Kunststiftung DZ BANK


La ligne claire – Die helle Linie / Boris Becker / bis 5.7.2026

  • Saarbrücken, 2025, Boris Becker © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Saarbrücken, 2025, Boris Becker © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Für das französisch-deutsche Kooperationsprojekt La ligne claire beschäftigt sich der bekannte deutsche Fotograf Boris Becker (geboren 1961) mit den Flüssen der europäischen Region Saar-Lor-Lux. Auf seiner fotografischen Reise folgt Becker der Mosel, der Meurthe, dem Rhein-Marne-Kanal, dem Saar-Kohlenkanal und schließlich der Saar selbst. Die für La ligne claire entstandene Bildserie macht sichtbar, wie unsere Gegenwart geprägt ist – sie bewegt sich zwischen Vergangenheit und Zukunft, ist vom Wasser als verbindendem Element getragen und dokumentiert zugleich Unterschiede und Gemeinsamkeiten über Grenzen hinweg. Boris Becker studierte 1984–1990 bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie und zählt zu einem der prominentesten Schüler der Düsseldorfer Photoschule. La ligne claire ist ein Kunstprojekt des Nouvel Observatoire de photographie du Grand Est, des Département Moselle (beide FR) und des Saarlandes.

Stiftung saarländischer Kulturbesitz: Ausstellungen


Speicher II / Jörg Sasse / Ruhr Museum / Essen / Dauerausstellung, bis 31.3.2028

  • Jörg Sasse, Speicher II © Ruhr Museum / Christoph Sebastian Jörg Sasse, Speicher II © Ruhr Museum / Christoph Sebastian

Auf der 17-Meter-Ebene der Dauerausstellung begegnen Sie mit dem SPEICHER II jetzt einem besonderen Kunstwerk des Berliner Künstlers Jörg Sasse. Das mobile Depot ist zugleich Archiv, Skulptur und kuratorisches Experiment: 512 Fotografien aus dem Ruhrgebiet der 1950er- bis 2009er-Jahre lagern in einem begehbaren, von allen Seiten zugänglichen „Bildspeicher“. Aus einer ursprünglichen Auswahl von rund 2.000 Fotografien hat Sasse Bilder aus anonymen Quellen, fotografischen Nachlässen und eigenen Beständen zusammengestellt und künstlerisch bearbeitet. So entsteht ein visuell aufeinander abgestimmtes Archiv, das persönliche wie kollektive Erinnerungen an das Ruhrgebiet bündelt.

Einladung zum Bilderhängen: Wöchentlicher Wandel in der Dauerausstellung. Der SPEICHER II ist jedoch mehr als ein Ausstellungsobjekt: Er lädt zur aktiven Mitgestaltung ein. Sie können jeden Donnerstag von 15:30 bis 17 Uhr bei unserer „Einladungen zum Bilderhängen“ selbst zu Kurator*innen werden. Gemeinsam mit einem Guide wählen Sie in der Gruppe Fotografien aus, kombinieren sie neu und präsentieren ihre Auswahl an der Wand neben dem Speicher. Auf diese Weise entstehen fortlaufend wechselnde Bildensembles – überraschende Dialoge, individuelle Perspektiven und immer neue Erzählungen aus der Region.

Interaktives Kunstwerk SPEICHER II von Jörg Sasse im Museum | Ruhr Museum


Lebensräume – Zeitgenössische Perspektiven aus NRW / SK Stiftung, Die Photographische Sammlung / Köln / bis 12.7.2026

Wohnhaus, 1992 © Boris Becker
Wohnhaus, 1992 © Boris Becker

Lebensräume – Zeitgenössische Perspektiven aus NRW / SK Stiftung, Die Photographische Sammlung / Köln / bis 12.7.2026

Künstler*innen: Boris Becker, Philip Zietmann, Gregor Schneider, u. a.

Ausgehend von unterschiedlichen Orten in Nordrhein-Westfalen kommen in der Ausstellung am Beispiel von 14 Positionen wesentliche Aspekte der Gegenwart zur Betrachtung. Ein starker Fokus liegt dabei auf dem urbanen Raum, auf industriellen Strukturen sowie auf den vielgestaltigen Facetten der Gesellschaft und dem sozialen Miteinander. Reflektiert wird auch der zeitaktuelle Umgang mit Hinterlassenschaften der Vergangenheit, mit einem Ausblick in zukünftige Zusammenhänge. Einbezogen sind dabei Künstler*innen mehrerer Generationen, ansässig in NRW, auch teils mit Biographien, die in internationale Herkunftsländer verweisen. Ihre photographischen Werkreihen, entstanden zwischen den 1990er Jahren und 2024, präsentieren sie sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß, auch filmische Arbeiten befinden sich darunter.

Photographie, Ausstellungen und Sammlung in Köln - Die Photographische Sammlung


Deutsch / Kunstmuseum Heidenheim / bis 31.05.2026

  • Peter Piller: aus der Serie: Tanz vor Logo, 2000 – 2006, sechs Pigmentdrucke, Courtesy Capitain Petzel GmbH, © Peter Piller & VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Peter Piller: aus der Serie: Tanz vor Logo, 2000 – 2006, sechs Pigmentdrucke, Courtesy Capitain Petzel GmbH, © Peter Piller & VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Künstler*innen: Peter Piller, u. a.

Gibt es tatsächlich das „typisch Deutsche“ oder ist es doch nur eine Konstruktion?
Das Kunstmuseum Heidenheim nimmt dieses vage Terrain zum Anlass für eine Ausstellung, in welcher aus Perspektive der bildenden Kunst nach Aspekten des Deutschen gefragt werden soll. Wenn ein Museum für zeitgenössische Kunst eine Ausstellung mit dem Titel “Deutsch!” organisiert, dann mag das erst einmal provokant anmuten. Ziel der Werkschau ist dabei jedoch keine Deutschtümelei oder die Bestätigung klischeebeladener Bilder. Vielmehr soll im Subtext das Ausrufezeichen als Fragezeichen verstanden und ein Raum für Diskussionen geschaffen werden. Zu diesem Zweck versammelt die Ausstellung Arbeiten von Künstler*innen, die sich auf ihre je eigene Weise mit der Geschichte und mit Motiven beschäftigten, die mit Deutschland assoziiert werden, oder nationale Stereotype zur Disposition stellen. Der Fokus der Werkauswahl liegt dabei speziell auf einer materiellen Ebene. Lässt sich die Geschichte oder gar das Wesen eines Landes anhand konkreter Gegenstände oder Materialien und deren Zuschreibung ablesen? Gibt es überhaupt etwas, das “typisch Deutsch” ist und sollte dies der Fall sein, ließen sich daraus für das Publikum irgendwelche Schlüsse ziehen? Ein wesentlicher Bestandteil der Präsentation wird deshalb in der Vermittlung liegen, die auf mehreren Ebenen zum kritischen Hinterfragen einladen wird.

DEUTSCH! 8. März – 31. Mai 2026 - Kunstmuseum Heidenheim


HIT BY NEWS. Pressekunst aus der Nobel-Sammlung / DOX, Zentrum für zeitgenössische Kunst / Prag, Tschechien / bis 23.8.2026

  • Ausstellungsansicht, HIT BY NEWS, Foto: Tomáš Cindr, © DOX, Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Prag Ausstellungsansicht, HIT BY NEWS, Foto: Tomáš Cindr, © DOX, Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Prag

Künstler*innen: Thomas Ruff, Andreas Gursky, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, u. a.

Die Erfindung erschwinglicher Druckpressen und Papier im 19. Jahrhundert revolutionierte die traditionelle Informationsbranche. Bücher, Zeitungen und Zeitschriften – zuvor nur in geringen Auflagen und als teures Privileg einer intellektuellen Elite erhältlich – entwickelten sich rasch zu einem populären und weitverbreiteten gesellschaftlichen Phänomen. Parallel zum Verlagsboom wuchs die Werbebranche, und neu entstandene Berufe – Grafikdesigner, Journalist, Reporter, Redakteur, Fotograf, Drucker, Lithograf usw. – waren an der Produktion einer „zweiten Realitätsebene“ (Jean Baudrillard) beteiligt, gedruckt auf Papier und in Kaffeehäusern und Privathaushalten der schnell wachsenden Mittelschicht zu finden. Als direkte Reaktion auf diese technologischen und kommunikativen Innovationen begann in den bildenden Künsten ein beeindruckender Transformationsprozess. Da Fotografie und Buchdruck die Bereiche Dokumentation und Berichterstattung – ehemals Domäne der bildenden Künste – zu dominieren begannen, entwickelte sich die formale Abstraktion der Realität folglich zu einem der wichtigsten Themen in den Künsten. Das Zürcher Ehepaar Peter und Annette Nobel begannen in den 1980er Jahren mit dem Sammeln von Kunst, als Peter Nobel als Anwalt für einen führenden Schweizer Verlag arbeitete. Seitdem haben sich die Nobels intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und über zweitausend Kunstwerke erworben, die den Dialog zwischen Kunst und Presse thematisieren.

DOX – HIT BY NEWS


Remix. Photographie – Fiktion und Wahrheit / Kunsthalle Bremen / bis 1.8.2026

  • Rodeo (Rider), Sebastian Riemer, Aus der Folge Ross & Reiter, 2022, Silbergelatine-Print © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Rodeo (Rider), Sebastian Riemer, Aus der Folge Ross & Reiter, 2022, Silbergelatine-Print © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Künstler*innen: Bernd & Hilla Becher, Candida Höfer, Sebastian Riemer, Thomas Ruff, Thomas Struth u. a.

Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit auf die traditionelle Vorstellung der Photographie als objektives Abbild, als verlässliche Dokumentation der Wirklichkeit oder sogar als Beweismittel bei der Aufdeckung von Straftaten. Die ausgewählten Photographien stellen auf unterschiedliche Weise diese Ideen in Frage und zeigen Photographie als Medium, in dem sich Wahrheit und Fiktion verwischen können. Dabei werden auch hochaktuelle Themen aufgegriffen wie die digitale Bilderflut im Internet und die Frage der Glaubwürdigkeit von Photographie in Zeiten von KI.

Kunsthalle Bremen


Some Secrets on Photography – Was Sie noch nicht über die Fotografie wussten / Francisco Carolinum Linz, Österreich / bis 12.07.2026

  • Ausstellungsansicht, Sebastian Riemer, Some Secrets on Photography – Was Sie noch nicht über die Fotografie wussten, Francisco Carolinum Linz, Österreich, 2026 Ausstellungsansicht, Sebastian Riemer, Some Secrets on Photography – Was Sie noch nicht über die Fotografie wussten, Francisco Carolinum Linz, Österreich, 2026

Künstler*innen: Sebastian Riemer, u. a.

Fotografie hilft uns, Erinnerungen und schöne Momente zu bewahren. Heute geht es einfacher denn je, hat doch jedes Mobiltelefon eine integrierte Kamera. Als 1826 die erste Fotografie auf einer mit Asphalt beschichteten Zinn­platte acht Stunden lang belichtet wurde, konnte sich niemand vorstellen, wie selbst­verständlich die Fotografie für uns einmal sein würde. Sechs Künstler*innen nehmen die Spuren solcher potenziellen Geheimnisse auf: Pascal Petignat, Martin Scholz, Peter Schreiner, Gregor Schmoll, Isabelle le Minh und Sebastian Riemer. Sie alle erzählen Geschichten über die Fotografie und beleuchten Unbekanntes. Die gezeigten Arbeiten selbst sind nicht immer Fotografien, aber auf eine intelligente, schöne und humorvolle Art Werke über ein Medium, dessen 200. Geburtstag wir feiern.

Some Secrets on Photography - ooekultur.at


In the Picture – Porträtfotografie aus der Sammlung / Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau / bis 19.4.2026

  • Joseph Beuys am 5. Juni 1965 um 0:24 Uhr beim 24-Stunden-Happening in der Galerie Parnass an der Moltkestraße im Briller Viertel – fotografiert von Ute Klophaus. Foto: Nachlass Ute Klophaus / Sammlung Lothar Schirmer Joseph Beuys am 5. Juni 1965 um 0:24 Uhr beim 24-Stunden-Happening in der Galerie Parnass an der Moltkestraße im Briller Viertel – fotografiert von Ute Klophaus. Foto: Nachlass Ute Klophaus / Sammlung Lothar Schirmer

Künstler*innen: Katharina Sieverding, Ute Klophaus, Nadine Schwickart u. a.

Die Ausstellung fügt sich in den Fotografieschwerpunkt der letzten Jahre, mit besonderem Fokus auf Mode- und Porträtfotografie. Sie lädt dazu ein, in die Vielschichtigkeit der Fotoporträts aus der Museumssammlung einzutreten, von den Anfängen bis zur Gegenwart. Auf der einen Seite stehen die Repräsentationsporträts der Jahre 1860 bis in die zwanziger Jahre. Sie zeigen Menschen in der Pose ihrer Zeit. Diese Selbstentwürfe zeigen das Bedürfnis des Bürgertums, der führenden gesellschaftlichen Kraft der Zeit, nach Repräsentation im Bild. Diese Bilder sind nicht nur Zeugnisse individueller Identität, sondern zugleich Dokumente gesellschaftlicher Ordnung, Ausdruck von Status und Selbstverständnis. Sie verweisen damit auch auf den gesellschaftlichen Kontext ihrer Entstehung, der sich im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert spürbar verändert. Ihr Wert liegt in der Nähe zur Realität, im Anspruch auf Authentizität, im Charakter des Sichtbaren als Beleg des Gewesenen. Etwas freier entfalten sich Porträts späterer Jahrzehnte, 1920 bis in die Gegenwart, die den Schritt ins Künstlerische bewusst ergreifen. Hier wird das Gesicht zur Projektionsfläche, das Abbild zur Interpretation. Mit dem Aufkommen neuer künstlerischer Strömungen und Ausdrucksformen entwickelt sich die Fotografie als selbständiges Medium. Kontraste, Form, Licht und Komposition lösen sich vom rein Dokumentarischen und eröffnen ästhetische Räume, in denen Nähe und Entrückung, Intimität und Abstraktion miteinander verschmelzen.

In the Picture – Porträtfotografie aus der Sammlung: Schloss Moyland


in sua umbra / Axel Hütte / Museum Villa Rot, Burgrieden / bis 31.5.2026

  • Axel Hütte, Salem, Kaisersaal-2 (Ausschnitt), 2022, Glasprint © Axel Hütte und VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Axel Hütte, Salem, Kaisersaal-2 (Ausschnitt), 2022, Glasprint © Axel Hütte und VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Der international renommierte Künstler Axel Hütte, Absolvent der berühmten Fotoklasse von Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie, ist vor allem durch seine großformatigen, stillen Landschaftspanoramen bekannt geworden. Im Museum Villa Rot zeigt er erstmalig in einer großen Überschau seine künstlerische Umsetzung der Vielfalt der barocken Architektur in Oberschwaben. Der Titel der Einzelausstellung verweist auf Hüttes bildnerische Abwandlung mittels Farbumkehr des Gesehenen. Die barocke Ornamentfülle der Motive fasziniert zusammen mit den irreal erscheinenden Farben. Sie sind gewissermaßen in ihre eigenen Schatten gestürzt. Begleitet werden diese Arbeiten von gespiegelten Landschaftsausschnitten ebenfalls aus Oberschwaben: Wasseroberflächen, Himmelsflächen, Waldränder. Die visuellen Irritationen erfordern in ihrer formalen Komplexität ein genaueres Hinsehen. Die Natur in ihrer autonomen Ästhetik bietet dem Künstler einen perfekten Ausgangspunkt für seine fotografische Sehweise, die man als einen „Modus des Weltverstehens” bezeichnen könnte. So erzählen auch die ebenfalls ausgestellten, geheimnisvoll auf Schwarz gesetzten Pflanzenmotive von Axel Hütte davon, dass das konstruierte, künstlerische Bild die Wahrnehmung der Realität verschiebt und eine Brillanz zwischen Flächigkeit und Raumtiefe erzeugen kann, die jenseits der realen Erscheinungen existiert.

Villa Rot: Ausstellungen


Designed World / Tata Ronkholz / Huis Marseille, Museum for Photography / Amsterdam, Niederlande / bis 21.6.2026

  • Boutique, Köln-Mülheim, Berliner Straße 120, 1989, Tata Ronkholz © VAN HAM Art Estate: Tata Ronkholz, 2025 Boutique, Köln-Mülheim, Berliner Straße 120, 1989, Tata Ronkholz © VAN HAM Art Estate: Tata Ronkholz, 2025

Tata Ronkholz war eine der ersten Studentinnen in Bernd und Hilla Bechers berühmter Fotoklasse an der Kunstakademie Düsseldorf. Zu ihren Kommilitonen zählten Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth, die allesamt zu weltberühmten Künstlern wurden. Erstaunlicherweise erfährt Tata Ronkholz’ Werk erst jetzt die gleiche internationale Anerkennung. Die Retrospektive „Designed World: Through the Eyes of Tata Ronkholz (1940–1997)“, bis zum 21. Juni 2026 im Huis Marseille zu sehen ist, ist die erste große Würdigung dieser vielseitigen Künstlerin. Der Nachlass von Ronkholz, der 2011 vom VAN HAM Art Estate in Köln erworben wurde, bildet zusammen mit den Beständen des Stadtmuseums Düsseldorf die Grundlage der Ausstellung. Wesentliche Beiträge lieferten außerdem die Sammlungen der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur – die die Ausstellung auch kuratiert hat – sowie Leihgaben aus Privatsammlungen.

Designed World - Huis Marseille


Photography and the Black Arts Movement, 1955–1985 / Getty Center / Los Angeles, USA / bis 14.6.2026

  • Mom at Work (detail) from Family Pictures and Stories, 1978–1984, Carrie Mae Weems. Gelatin silver print. National Gallery of Art, Alfred H. Moses and Fern M. Schad Fund, 2022.108.1. © Carrie Mae Mom at Work (detail) from Family Pictures and Stories, 1978–1984, Carrie Mae Weems. Gelatin silver print. National Gallery of Art, Alfred H. Moses and Fern M. Schad Fund, 2022.108.1. © Carrie Mae

Künstler*innen: Carrie Mae Weems, u. a.

In den turbulenten Jahrzehnten der Mitte des 20. Jahrhunderts bemühten sich afroamerikanische und afroatlantische Künstler*innen der Diaspora, die schwarze Kultur zu feiern und den Kampf für Bürgerrechte voranzutreiben. Fotografien trugen auf vielfältige Weise zum lebhaften Austausch panafrikanischer Ideen bei, der die Black Arts Movement beflügelte. Erleben Sie, wie eine beeindruckende Bandbreite an Künstlern und Aktivisten – von Studio- und Straßenfotografen über Grafikdesigner bis hin zu Community-Organisatoren – die Fotografie als Instrument des sozialen Wandels nutzten.

Photography and the Black Arts Movement, 1955–1985 | Getty Exhibitions


HARD COPY NEW YORK / ICP International Center of Photography / New York, USA / bis 4.5.2026

  • Thomas Ruff, Nudes. Photocopy by Aaron Stern, © Thomas Ruf Thomas Ruff, Nudes. Photocopy by Aaron Stern, © Thomas Ruf

Künstler*innen: Thomas Ruff, u. a.

Das International Center of Photography präsentiert HARD COPY NEW YORK, eine erweiterte Version von Aaron Sterns fortlaufendem Projekt zur zeitgenössischen Nutzung fotokopierter Bilder. Nach früheren Ausstellungen, darunter eine Schau 2025 in Los Angeles, nutzt die Gruppenausstellung die Bildsprache des Kopierers, um die Sehnsucht nach einer Zeit bewussterer Bildgestaltung zu wecken. In unserer heutigen Zeit, in der digitale Bilder allgegenwärtig sind, werden immer weniger physische Kopien angefertigt oder ausgestellt. Mit dieser Ausstellung möchten die Kuratoren David Company und Aaron Stern die inhärente Kraft der Fotografie neu bekräftigen: ihre Fähigkeit, ein tiefgreifendes, demokratisches und greifbares Erlebnis zu bieten.

HARD COPY NEW YORK | 1International Center of Photography


Tina Blau. Im Freien. / mpk - Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern / bis 25.5.2026

  • © Simone Nieweg / VG Bild-Kunst, Bonn, 2023 © Simone Nieweg / VG Bild-Kunst, Bonn, 2023

Künstler*innen: Simone Nieweg, u. a.

Tina Blau zählt zu den bedeutendsten österreichischen Landschaftsmalerinnen. Meisterhaft fängt sie das Licht ein, wie es durch Wolkenschichten bricht oder Schatten unter Bäumen wirft. Und doch ist Tina Blau nahezu unbekannt. Das mpk stellt ihr umfassendes Werk in einer Ausstellung vor, zusammen mit Fotografien von Simone Nieweg und einer interaktiven Installation von Christa Sommerer & Laurent Mignonneau.

Tina Blau. Im Freien. – mpk


Speak, Volumes | Tomy, przemówcie / Annette Kelm / MOCAK Museum of Contemporary Art in Krakow, Polen / bis 14.6.2026

Annette Kelm, Alexandra Kollontay, Wege der Liebe. Drei Erzählungen: Die Liebe in drei Generationen, Schwestern, Wassilissa Maligyna, 1925, Malik-Verlag A.-G.
Annette Kelm, Alexandra Kollontay, Wege der Liebe. Drei Erzählungen: Die Liebe in drei Generationen, Schwestern, Wassilissa Maligyna, 1925, Malik-Verlag A.-G. Berlin, autorisierte Übertragung aus dem Russischen von Etta Federn-Kohlhaas, 2021, courtesy, die Künstlerin und Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul

Speak, Volumes | Tomy, przemówcie / Annette Kelm / MOCAK Museum of Contemporary Art in Krakow, Polen / bis 14.6.2026

In ihrer Fotoserie „Die Bücher“ zeigt Annette Kelm die Einbände von rund einhundert einzelnen Büchern – Erst- oder Frühausgaben von Werken, die vom NS-Regime zwischen 1933 und 1945 verboten, auf die schwarze Liste gesetzt und oft öffentlich verbrannt wurden. Die „Aktion gegen den undeutschen Geist“ der Deutschen Studentenvereinigung, die in der berüchtigten Bücherverbrennung auf dem Opernplatz (heute Bebelplatz) gipfelte, gilt oft als Sinnbild für die landesweite Kampagne, die von der NSDAP initiiert und von Organisationen wie der SA und der Hitlerjugend unterstützt wurde. Die Bücherverbrennungen sollten den intellektuellen Pluralismus der Weimarer Kultur beenden. Bibliotheken und Verlage wurden angewiesen, verbotene Bücher aus Katalogen, Lesesälen und Regalen zu entfernen. Auch in Polen wurden nach der Besetzung durch Nazideutschland Bibliotheken systematisch zerstört, da sie als Wissensspeicher und Träger polnischer Identität galten.

Annette Kelm: Speak, Volumes - MOCAK


The Heart of the Matter / Carrie Mae Weems / Fotomuseum Antwerpen / Belgien / bis 23.8.2026

  • Carrie Mae Weems (American, b. 1953), Road Sign, 1991-1992, Gelatin silver print © Carrie Mae Weems, Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York Carrie Mae Weems (American, b. 1953), Road Sign, 1991-1992, Gelatin silver print © Carrie Mae Weems, Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York

„The Heart of the Matter“ ist die erste Retrospektive der einflussreichen amerikanischen Künstlerin und Bernd-und-Hilla-Becher-Preisträgerin Carrie Mae Weems (1953) in Belgien. In ihren eindringlichen Fotografien und Videoinstallationen erforscht sie Themen wie Rasse, Geschlecht, Macht und Erinnerung. Weems erscheint in ihren Fotografien oft als Motiv, Führerin und Muse. Ihre Erfahrungen als schwarze Frau prägen ihre Auseinandersetzung mit „vergessenen“ Geschichten. Sie rückt Orte in den Fokus, die sonst oft unberücksichtigt bleiben: von intimen Küchentischszenen bis hin zu Filmsets, von afroamerikanischen Kirchen bis zu ehemaligen Plantagen. Ihre Arbeit nutzt persönliche Geschichten, um die Komplexität und Ungerechtigkeit unserer Welt anzusprechen. Die Ausstellung umfasst über 100 Fotografien und Videos, darunter Meilensteine wie „Museums“ (2006) und die „Kitchen Table Series“ (1990). Speziell für diese Ausstellung schuf Weems die Serie „Preach“ (2025), die die Bedeutung des Glaubens sowohl persönlich als auch gesellschaftlich verdeutlicht. In dieser Serie erweisen sich Kunst und Architektur der Spiritualität als kraftvolle Formen des Widerstands.

FOMU | FOMU Antwerp | Exhibitions | Carrie Mae Weems - The Heart of…


20 Jahre Max Ernst Museum / Dorothea-Tanning-Saal / Max Ernst Museum, Brühl / bis 5.7.2026

Sedona Vogel I, Christoph Westermeier © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 Foto: Christoph Westermeier
Sedona Vogel I, Christoph Westermeier © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 Foto: Christoph Westermeier

20 Jahre Max Ernst Museum / Dorothea-Tanning-Saal / Max Ernst Museum, Brühl / bis 5.7.2026

Künstler*innen: Christoph Westermeier u. a.

Aktuelle Kunst trifft auf Max Ernst in der Sammlungspräsentation des Max Ernst Museums Am Donnerstag feiert das Max Ernst Museum mit der Eröffnung von zwei Interventionen in der Sammlungspräsentation seinen runden Geburtstag und lädt öffentlich dazu ein. Die in Paris lebende und arbeitende Künstlerin Marion Verboom zeigt eigens für das Max Ernst Museum geschaffene Skulpturen, mit denen sie mit traditioneller Vorstellung von Skulptur und Materialität bricht. Ihre surrealistischen Objekte erinnern an die Assemblagen von Max Ernst. Der in Düsseldorf lebende Künstler Christoph Westermeier stellt in einer Fotocollage seine künstlerische Forschung zu Max Ernst, Surrealismus und Kolonialismus vor.

Max Ernst Museum Brühl des LVR


Human Topographies / Art Collection, Deutsche Börse Photography Foundation / Frankfurt / bis 16.8.2026

  • Ashtarak-Alagyaz, 1998, 40 x 50 cm, Silbergelatineabzug © Ursula Schulz-Dornburg Ashtarak-Alagyaz, 1998, 40 x 50 cm, Silbergelatineabzug © Ursula Schulz-Dornburg

Künstler*innen: Ursula Schulz-Dornburg, Wilhelm Schürmann, Ute und Werner Mahler, u. a.

Die Ausstellung präsentiert 70 Werke aus der Kunstsammlung Deutsche Börse und veranschaulicht die vielfältigen Facetten der von Menschen geprägten Umgebungen. Das Spektrum reicht von dicht besiedelten asiatischen Megastädten über nordamerikanische Metropolen und Kleinstädte an der deutschen und französischen Peripherie bis hin zu den weitläufigen, dünn besiedelten Gebieten im Mittleren Westen der USA – und den zahlreichen Zwischenformen. Die ausgestellten Werke zeigen das facettenreiche Zusammenspiel von Landschaft, Architektur und Mensch und beleuchten die Herausforderungen, die Natur und Klima in verschiedenen Regionen mit sich bringen, sowie die Lösungsansätze von Architekten*innen und Stadtplanern*innen. Das Spektrum reicht von der harmonischen Integration von Architekturinnen bis hin zu einem bizarren Verständnis von Stadtplanung, das die nahezu vollständige Zerstörung der ursprünglichen Landschaft einschließt. Die Fotoserien, deren Entstehung teilweise viele Jahre in Anspruch nahm, illustrieren die fortschrittliche und kreative, wenn auch rücksichtslose Gestaltung urbaner Räume sowie die Anpassungsfähigkeit ihrer Bewohner*innen.

Human Topographies. Art Collection Deutsche Börse


Greater New York 2026 / MoMA PS1 / New York, USA / bis 17.8.2026

  • Farah Al Qasimi. Kasbob House. 2026. Photograph. 30 × 40 in. Courtesy the artist and François Ghebaly, New York and Los Angeles, 2026 Farah Al Qasimi. Kasbob House. 2026. Photograph. 30 × 40 in. Courtesy the artist and François Ghebaly, New York and Los Angeles, 2026

Künstler*innen: Farah Al Qasimi u. a.

Das MoMA PS1 gibt die 53 Künstler*innen sowie Kollektive bekannt, die an „Greater New York 2026“ teilnehmen, der sechsten Ausgabe der renommierten Werkschau des Museums für Künstler*innen, die im Großraum New York leben und arbeiten. Die Ausstellung, die am 16. April 2026 eröffnet wird, umfasst ortsspezifische Installationen, neue Produktionen und aktuelle Werke, von denen die meisten noch nie zuvor ausgestellt wurden. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Museums wird die alle fünf Jahre stattfindende Ausstellung erstmals vom gesamten Kuratorenteam des MoMA PS1 organisiert. „Greater New York 2026“ rückt die Perspektiven von Künstler*innen am Anfang und in der Mitte ihrer Karriere in den Vordergrund und beleuchtet die Kräfte, die den Alltag in der Stadt heute prägen, sowie Strategien des Widerstands und der Anpassung angesichts zunehmender Überwachung, wirtschaftlicher Unsicherheit und sich wandelnder Technologien.

Greater New York 2026


Heustock / Bernhard Fuchs / Kunstmuseum Krefeld / bis 6.9.2026

  • Heuboden, Geierschlag (aus Heustock, 2018-2024), analoger C-Print, 61x49,5 cm, Bernhard Fuchs © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Heuboden, Geierschlag (aus Heustock, 2018-2024), analoger C-Print, 61x49,5 cm, Bernhard Fuchs © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Fuchs fokussiert seinen Blick immer wieder auf ein Sujet: auf das Mühlenviertel in Oberösterreich, wo er aufgewachsen ist. Seit Anfang der 1990er Jahre entstehen hier Serien, die die Landschaft und die Menschen dieser Region auf besondere Weise, unmittelbar und zugleich distanziert, zeigen. Mit Heustock hat der Künstler eine neue Werkserie abgeschlossen, die in den Jahren 2018 bis 2024 ebenfalls in der Region Oberösterreich entstanden ist. Als Heustock wird der Vorrat an Heu bezeichnet, der zumeist auf dem Heuboden in der Scheune trocknet, lagert und die Grundlage für eine Viehhaltung bildet. Aus Gründen mangelnder Rentabilität verschwinden solche ehedem unverzichtbaren Speicherräume nun nach und nach. Die Fotografien zeigen eine zum Teil archaisch anmutende Architektur und vermitteln einen intensiven Eindruck von Materialität. Fotografiert bei Tageslicht, entsteht in jedem Motiv eine besondere Farbigkeit und eine mitunter mystische Atmosphäre. Fuchs thematisiert in seiner Serie Heustock überkommene landwirtschaftliche Speicher- und Produktionsprozesse ebenso wie das Medium der Fotografie selbst. Die Kunstmuseen Krefeld präsentieren erstmals die neue Fotoserie Heustock in Haus Esters mit rund 30 Motiven.

Kunstmuseen Krefeld – Heustock


Vorschau

Vorschau

Klassenverhältnisse – die zweite Staffel / Kunsthaus NRW Kornelimünster / 10.05. – 27.9.2026

  • Kunsthaus NRW, Kaisersaal mit Animation eines Klassenraums der Kunstakademie Düsseldorf; © Kunsthaus NRW 2025 Kunsthaus NRW, Kaisersaal mit Animation eines Klassenraums der Kunstakademie Düsseldorf; © Kunsthaus NRW 2025

Künstler*innen: Natalie Czech, Dakić, Katja Davar, Thomas Demand, Jan Dibbets, Jan Paul Evers, Claus Föttinger, Dominique Gonzalez-Foerster, Alex Grein, Julia Gruner, Andreas Gursky, Hannes Norberg, Sigmar Polke, Sebastian Riemer, Klaus Rinke, Alexander Romey, Thomas Ruff, Morgaine Schäfer, Gregor Schneider, Berit Schneidereit, Juergen Staack, Rosemarie Trockel, Christopher Williams, Alex Wissel & Jan Bonny, Thomas Wrede, Timm Ulrichs, u. a.

Nach dem ersten Teil „Klassenverhältnisse. Lehrende, Lernende, Künstler*innen“ führt das Kunsthaus NRW das Ausstellungsprojekt 2026 mit neuen Kunstwerken und Schwerpunkten fort. „Klassenverhältnisse – die zweite Staffel, Kunstlehre von 1946 bis 2026“ erkundet den Kosmos Kunsthochschule anhand von rund 130 Werken aus der eigenen Sammlung sowie ausgewählter Leihgaben aus der Akademie-Galerie der Kunstakademie Düsseldorf. Die neue Ausstellung nimmt die klassischen Kunstgattungen zum roten Faden: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Kunst auf Papier, Druckgrafik, Film, Video, Performance sowie all die Mischformen zeitgenössischer Kunstproduktion. Neben Fragen der handwerklichen Ausbildung treten Aspekte, die schwieriger zu fassen sind: Wie vermittelt sich so etwas wie Haltung, konzeptuelles Denken, oder gar – man denke an Sigmar Polke – Humor? In Teil II des Ausstellungsprojekts zeigt sich verstärkt die globale Vernetzung der nordrheinwestfälischen Kunsthochschulen. So sind die Klassen einflussreicher Professor*innen wie Jan Dibbets, Peter Doig, Dominique Gonzalez-Foerster und Christopher Williams in der Ausstellung vertreten.

Klassenverhältnisse – die zweite Staffel - Kunsthaus NRW Kornelimünster


Tempus pingendi / Elger Esser / Museum Ratingen / 18.9. – 24.1.2027

  • Ambleteuse II, 2025, Mixed media: versilberte Kupferplatte, direktdruck, shellac. Van der Grinten Galerie © Elgar Esser Ambleteuse II, 2025, Mixed media: versilberte Kupferplatte, direktdruck, shellac. Van der Grinten Galerie © Elgar Esser

Das Museum Ratingen widmet dem international bekannten Künstler Elger Esser eine Einzelausstellung, dessen zentrales Thema die Landschaftsfotografie ist. Esser, geboren 1967 in Stuttgart, lebt in Düsseldorf, wo er an der Kunstakademie bei Bernd Becher studierte. Seine Arbeit liest sich als Parcours durch die Geschichte der Fotografie sowie als nuanciertes Wechselspiel der Fotografie mit der Malerei. Essers Aufnahmen entstehen im Stil historischer Fotografie, auf poetische Weise fängt er die ruhige Atmosphäre von Landschaften ein. Immer wieder wird Vergangenes hervorgerufen, so ist auch die Ausstellung eingebettet in das Ratinger Jubiläumsprogramm, das verschiedenste Verknüpfungen zu historischen und kulturellen Themen herstellt.

Museum Ratingen - Ausstellungen - Stadt Ratingen


Bernd und Hilla Becher / Fondazione Mast / Bologna, Italien / 23.4. – 27.9.2026

  • Kohlebunker, 1965–98, Bernd und Hilla Becher, Foto: © Spüth Magers Kohlebunker, 1965–98, Bernd und Hilla Becher, Foto: © Spüth Magers

Bernd und Hilla Becher lebten in Düsseldorf und arbeiteten seit 1959 zusammen. Eine große Einzelausstellung ihrer Werke wird in der Fondazione MAST, Bologna (23. April – 27. September 2026) zu sehen sein; sie war zuvor in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln (5. September 2025 – 1. Februar 2026) zu sehen.


Katharina Sieverding & Joseph Beuys / Museum Schloss Moyland / Bedburg-Hau / 11.10.2026 –7.2.2027

  • Katharina Sieverding Schichtseite nach unten VIII 1971/2007 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Katharina Sieverding Schichtseite nach unten VIII 1971/2007 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

In dieser Ausstellung tritt Katharina Sieverding in den Dialog mit ihrem ehemaligen Professor Joseph Beuys. Der Fokus liegt dabei auf ihrer Zeit an der Düsseldorfer Kunstakademie und fasst Aspekte von Beuys‘ Lehre wie Beteiligungsprozesse und Werte wie Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie ins Auge. Dafür steht u. a. die 243-teilige Filmarbeit Eigenbewegung von 1969. Eigenbewegung zeigt viele Protagonisten jener Jahre darunter Joseph Beuys, Johannes Stüttgen, Imi Knoebel, Blinky Palermo, Chris Reinecke und Jörg Immendorff. Ein abgegrenzter Ausstellungsbereich wird sich darüber hinaus mit modischen Selbstentwürfen beider Künstler*innen beschäftigen. Beuys und Sieverding schufen jeweils einen hohen Wiedererkennungswert mittels weniger aufeinander abgestimmter Kleidungsstücke und Accessoires. Vor ihrer Zeit an der Kunstakademie entwarf Sieverding Kostüme als Mitarbeiterin von Fritz Kortner am Wiener Burgtheater und stellte diese in szenische und inhaltliche Zusammenhänge. Ziel der Gegenüberstellung ist, die politischen Themen der beiden zu erforschen und zu erkunden, inwieweit sie sich ihres Images bedienen, um diese zu vermitteln und zugleich einen ikonischen Status als Künstler*innen zu erreichen.
Kuratiert von Alexander Grönert, Antje-Britt Mählmann, Orson Sieverding, Pola Sieverding & Diana Weis

Katharina Sieverding & Joseph Beuys: Schloss Moyland


Buchvorstellungen

Buchvorstellungen

Community /Katalog zur Ausstellung

Abb. Cover des Ausstellungskatalogs, Community, Kunstpalast, 2026
Abb. Cover des Ausstellungskatalogs, Community, Kunstpalast, 2026

Community /Katalog zur Ausstellung

  • 144 Seiten
  • 160 Farbabblidungen
  • 23,5 cm x 28,5 cm
  • Deutsch
  • Softcover
  • 34 Euro

Fotografie hält Zugehörigkeit nicht nur fest, sie kann sie ebenso erzeugen, bekräftigen oder infrage stellen. Sie macht sichtbar, dass man Teil von etwas Größerem ist und dient zugleich der Abgrenzung: Wer schafft es in den Bildausschnitt, wer bleibt außen vor? Gerade deshalb braucht sie Bilder, um verbindlich zu werden. Die Ausstellung beleuchtet dieses spannungsreiche Verhältnis in neun thematischen Kapiteln. Angewandte und künstlerische Fotografie treten dabei bewusst in einen Dialog. Ausgehend von der Sammlung des Kunstpalastes und ergänzt durch wichtige Leihgaben zeigt die 270 Werke umfassende Schau erstmals, wie sich Formen des Zusammenlebens und Formen bildlicher Darstellung wechselseitig beeinflussen. Der Bogen spannt sich von Gruppenporträts des 19. Jahrhunderts bis zu digitalen Bildwelten der Gegenwart. Die Ausstellung, die vom 11. Februar bis 25. Mai 2026 im Kunstpalast zu sehen sein wird, beleuchtet das facettenreiche Verhältnis von Fotografie und Gemeinschaft in Geschichte und Gegenwart.

www.kunstpalast.de/de/shop/kataloge/


10 min / Oliver Sieber

10 min, Hrsg. Böhm  Kobayashi, 2020 © Oliver Sieber
10 min, Hrsg. Böhm  Kobayashi, 2020 © Oliver Sieber

10 min / Oliver Sieber

  • 56 farbige Abbildungen
  • 20,5 cm x 28 cm
  • Digitaler Indigo-Offsetdruck auf 90 g/m² Meta-Naturpapier
  • Geheftet, Softcover
  • Hrsg. Böhm  Kobayashi, 2020
  • Auflage: 100 Exemplare, nummeriert und signiert
  • inkl. eines signierten und nummerierten Farbexemplars
  • von »Raindogs and Stray Cats«Boehm Kobayashi 2020
  • 38 Euro

Vielleicht war es Einsamkeit, aus der heraus Oliver Siebers Projekt „10 min.“ entstand. Während des Lockdowns im Frühjahr, zu einem Zeitpunkt also, da die persönlichen Kontakte bei den meisten auf ein Minimum reduziert waren, bat der Fotograf Menschen aus seinem persönlichen Umfeld um zehn Minuten ihrer Zeit. Auf ein Foto. Aus den nächtlichen Verabredungen an x-beliebigen Häuserecken ist nun ein Künstlerbuch entstanden.

0 min by Oliver Sieber, Böhm Kobayashi 2020 | Boehm Kobayashi
10′ – Oliver Sieber


Kalender

Kalender

Fr 17. – So 19.4.
12–19 Uhr, 11–19 Uhr, 11–18 Uhr

ART Düsseldorf
Areal Böhler

So 19.4.
15 Uhr

Öffentliche Führung
K21

Di 21.4.
19 Uhr

Lecture
Malkastenforum

Fr 24.4.
18 Uhr

Eröffnung
Off-Space der Stadtsparkasse Düsseldorf

So 26.4.
15 Uhr

Öffentliche Führung
KAI10

Di 28.4.
17 Uhr

Vortrag zum Werk von Heinz Mack
ZERO Foundation

Do 30.4.
19 Uhr

Eröffnung
Atelier am Eck

Do 28.5.
19 Uhr

Eröffnung
Atelier am Eck

So 10.5.
15 Uhr

Öffentliche Führung
KAI10

So 31.5.
15 Uhr

Öffentliche Führung KAI10


Sonstiges

Sonstiges

Open Call / Portfolio Day x 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026

  • Open Call, Portfolio Days 2026 im Rahmen der 9. Triennale der Photographie in Hamburg Open Call, Portfolio Days 2026 im Rahmen der 9. Triennale der Photographie in Hamburg

OPEN CALL bis zum 30. April – Interessierte können sich jetzt anmelden und am 6. Juni Teil des Portfolio Days 2026 im Rahmen der 9. Triennale der Photographie in Hamburg werden. Der Freundeskreis des Hauses der Photographie e. V. bietet rund 40 angehenden Fotograf*innen und Young Professionals erneut die Möglichkeit, ihre Arbeiten internationalen Expert*innen aus der Welt der Fotografie zu präsentieren und neue wertvolle Kontakte zu knüpfen. Am 6. Juni 2026 haben die Teilnehmer*innen die Chance, ihre Portfolios den Expert*innen vorzustellen, fundiertes Feedback zu erhalten und ihr Netzwerk zu erweitern. In Round-Table-Talks können sie sich spezifischen Fragestellungen zu den Zukunftsthemen der Fotografie widmen. Nach dem Austausch besteht die Möglichkeit, den Tag mit dem vielfältigen Triennale-Programm ausklingen zu lassen – gemeinsam oder auf eigene Faust.

Anmeldeschluss ist der 30. April 2026.


ART ARTIST 2026 / 17.04.-19.04.2026

Abb. Ausstellungsplakat, Art Artist, 2026
Abb. Ausstellungsplakat, Art Artist, 2026

ART ARTIST 2026 / 17.04.-19.04.2026

Wie bereits in den letzten Jahren findet parallel zur Art Düsseldorf eine große Ausstellung bzw. freie Kunstmesse in der Hansaallee 190 statt. Das Ausstellungsgelände – eine beeindruckende Fabrik-Zwischennutzung in direkter Nähe zu den Böhler Werken in Oberkassel – bietet eine hochwertige, postindustrielle Infrastruktur mit einzigartiger Atmosphäre. Der Fokus liegt erneut auf ausstellenden Gruppen, diversen Kunstformen und einem Performance-Programm! Dieses Jahr ist die ART ARTIST zusätzlich Teil der Nacht der Künste (Nachfolger von Nacht der Museen) die am Samstag den 18.04.2026 stattfindet.

artartist.co


OPEN CALL / Deutscher Fotobuch-Preis 26|27

  • Open Call, Deutscher Fotobuchpreis 26/27

Das Einreichungsportal für den Deutschen Fotobuchpreis 26|27 ist ab sofort offiziell geöffnet! Zusammen mit dem Internationalen Festival Fotografischer Bilder wird auch in diesem Jahr Ausschau nach den besten Fotobüchern aus dem deutschsprachigen Raum gehalten. Ganz egal, ob du für einen Verlag arbeitest, als freie*r Fotokünstler*in Projekte realisierst oder noch im Studium steckst – alle sind herzlich eingeladen, ihre Werke der Fachjury vorzustellen.

Einreichungszeitraum: ab sofort bis zum 15.6.2026

Die Einreichung zum Deutschen Fotobuchpreis 26|27 hat begonnen! – Deutscher Fotobuchpreis


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    Kulturamt
    Zollhof 13
    40221 Düsseldorf
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    Koordinierungsstelle Fotografie
    Stephan Macháč
    0211- 8924207