Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: © Stephan Macháč
Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: © Stephan Macháč

Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist seit Jahrzehnten eng mit der Fotografie verknüpft. Der Bericht "Düsseldorf und Fotografie", den das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Christina Irrgang erstellt hat, dokumentiert, wo die Akteurinnen, Akteure, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf aktuell stehen.

Der Bericht verdeutlicht die Diversität des internationalen Fotostandortes und bietet eine aktuelle Grundlage, um die zukünftige fotografische Entwicklung in Düsseldorf zu fördern. Darüber hinaus wird die Rolle der Fotografie in Düsseldorf, ihre wichtigsten Orte für die Vermittlung, Erforschung und Archivierung, die regionale und internationale Vernetzung sowie ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor gespiegelt.

Seit der Erfindung der Fotografie ist Düsseldorf eng mit dem Medium verbunden. Frühzeitig haben Künstlerinnen und Künstler in Düsseldorf die Fotografie kontinuierlich in ihre künstlerische Praxis integriert. Daraus hat sich ein international einzigartiges Netzwerk aus Lehre, Produktion, Verarbeitung und Präsentation von Fotografie entwickelt. Dieses Netzwerk und der Umgang mit dem Medium Fotografie als Kulturgut sollen auch zukünftig gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden.

Aus diesem Grund hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Mai 2021 die deutschlandweit erste Koordinierungsstelle für Fotografie im Kulturamt eingerichtet und stellt nun den im Juni 2022 fertiggestellten Bericht "Düsseldorf und Fotografie" vor. Der Bericht ist vollständig als PDF-Datei auf dieser Seite abrufbar.

News

News

EPSON zieht nach Düsseldorf
Der japanische Technologiekonzern zieht nach Düsseldorf. Die Zentrale des Unternehmens Epson Deutschland hat zukünftig ihren Sitz in einem zeitgemäßen und nachhaltigen Gebäude an der Schiessstraße in Düsseldorf. EPSON ist als Unternehmen im Bereich bildverarbeitender Technologien weltweit einer der größten Hersteller von Druckern, Scannern, Fotopapieren und digitalen Kameras.

Der Bericht Düsseldorf und Fotografie

Der Bericht Düsseldorf und Fotografie

Im Sommer 2022 ist der Bericht „Düsseldorf und Fotografie“ erschienen, den das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Christina Irrgang erstellt hat. Im November 2022 wurde der Bericht auch als gebundene hochwertig gedruckte Publikation publiziert.

Wir stellen monatlich Auszüge aus dem 100seitigen Bericht vor und geben Hintergrundinformationen über die Historie, das Netzwerk, die Akteurinnen und Akteure, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf.

 

 

 

 

 


Diesen Monat präsentieren wir den Auszug über die Galerie Hans Mayer.

Diesen Monat präsentieren wir den Auszug über die Galerie Hans Mayer.

In Gedenken an Hans Mayer (geboren 9. Juli 1940; gestorben 31. Dezember 2022)

1965 von Hans Mayer als (op)art Galerie in Esslingen gegründet verlagerte Mayer sein Tätigkeitsfeld 1969 erst nach Krefeld und dann nach Düsseldorf, wo er 1971 am Grabbeplatz eigene Räumlichkeiten von Max Bill einrichten ließ und nach einer minimalen Standortverschiebung ca. 100 m entfernt nun seit 2020 seine Galerie Hans Mayer in Kooperation mit der Galerie Max Mayer im Schmela-Haus betreibt.

Das seit nunmehr über 55 Jahren unterhaltene Galerieprogramm ist geprägt von Hans Mayers transdisziplinärem Blick und so galt sein Interesse sehr früh bereits auch der Fotografie. 1969 verkaufte er im Rahmen der Eröffnung seines Kunstmarkts für Grafik und Objekte in Düsseldorf Grafiken von Andy Warhol, für den im Rahmen folgender Ausstellungen private fotografische Aufnahmen auch von Düsseldorfer Kund:innen zur Grundlage von Warhols Siebdrucken wurden – wie 1979, als sich Warhol und Beuys durch Mayer in dessen Galerie am Grabbeplatz kennengelernt hatten. Eine Vielzahl an fotografischen Archivaufnahmen der Galerie Hans Mayer gibt mitunter hierzu Einblick.

Vor allem mit Helmut Newton, Dennis Hopper, Jürgen Klauke, Bill Beckley oder Peter Hutchinson stellte Hans Mayer Künstler aus, die auf diverse Weise das Medium Fotografie zu einem Vokabular ihrer künstlerischen Einen besonderen Bezug hat Mayer zum Werk von Peter Lindbergh:
„Pit Lindbergh, der Mitte der 1970er Jahre noch als malender Künstler ‚Sultan‘ arbeitete und in meiner Galerie nebenbei jobbte, habe ich überzeugt, dass er als Fotograf seine kreative Energie viel besser umsetzen könne, als wenn er weiter Maler bliebe. Auch er ist seiner umfassenden Bindung zu anderen Bereichen treu geblieben: Kunst, Tanz, Mode, und passte daher auch später als Fotograf mit seinen epochemachenden Arbeiten sehr gut zu meiner Galerie – und zu Düsseldorf! [...] Düsseldorf, als ausgesprochen internationale Landeshauptstadt, verkehrstechnisch sehr gut vernetzt, ist eine Stadt, die so wie keine zweite in der Bundesrepublik das sogenannte ‚high and low‘ auf intelligente Art und Weise miteinander verbindet.“1

Das Verlegen der Galerie nach Düsseldorf war und ist für seine Tätigkeiten auf dem Kunstmarkt essenziell. Mayer schätzt noch immer die Nähe zum unmittelbaren künstlerischen Geschehen, das von der Kunstakademie und deren Lehrenden stark ausstrahlte. „Düsseldorf ist ein Ort“, so Mayer, „wo sich sehr viele interessante Bereiche verbinden, und zwar publikumsnah. Viele wichtige, äußerst einflussreiche Fotokünstler:innen, die [...] den Blick für die fotografischen Bereiche der Kunst geprägt, geformt, erweckt, überhaupt erst ernsthaft im Kunstbereich fest etabliert haben, kommen von der Düsseldorfer Kunstakademie [...], auch schon Künstler des 19. Jahrhunderts, die sich mit Fotografie beschäftigten, arbeiteten von dort aus.“2


1 Auskunft Hans Mayer aus dem im Vorfeld des Berichts versandten Fragenkatalog am 29.10.2021.

2 Ebd.

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Aktuell

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Aktuell

Overpainted Photographs

Copyright Gerhard Richter 2023 (19012023); Photo Tino Kukulies, Düsseldorf
Copyright Gerhard Richter 2023 (19012023); Photo Tino Kukulies, Düsseldorf

Overpainted Photographs

  • bis 17. Feb. 2023
  • Sies + Höke

Mit der Ausstellung Gerhard Richter | Overpainted Photographs zeigt Sies + Höke 65 Werke aus den Jahren 1989 bis 2018, womit dieser bedeutende Teil von Richters Oeuvre umfassend beleuchtet wird.
Übermalte Fotografien schuf Richter seit den späten 1980er Jahren. Trotz ihres kleinen Formats haben sie einen bedeutenden Stellenwert innerhalb von Richters Werk: wie keine andere Werkgruppe verkörpern sie die Schnittstelle zwischen der Darstellung von fotografischen Bildinhalten und abstrakter Malerei. Es handelt sich hierbei nicht allein um eine Technik – wie etwa Wasserfarbe auf Papier –, „sondern vielmehr um ein spezielles methodisches Vorgehen zur Gewinnung unvertrauter Bilder auf der Grundlage des Vertrauten.“ (Uwe M. Schneede) Durch die Fotografie wird abbildhaft ein gegenständliches Motiv vermittelt, während gleichzeitig eine abstrakte Farbmaterie auf der Fläche appliziert wird. Diese zwei Wirklichkeitsebenen erscheinen als eine ineinander verzahnte Einheit, sie gehen eine enge spannungsreiche und zugleich subtile Verbindung ein. „Ich habe“, äußerte Gerhard Richter 1991 in einem Interview, „kleine Fotos gemacht, die ich mit Farbe beschmierte. Da ist etwas von dieser Problematik zusammengekommen“. Mit „dieser Problematik“ bezieht sich Richter auf das Verhältnis zwischen der Realität des Fotos und der Realität der Farbe. „Die Fotografie hat fast keine Realität, ist fast nur Bild“, bemerkt Richter, „und die Malerei hat immer Realität, die Farbe kann man anfassen, sie hat Präsenz“.

Die Grundlage von Richters übermalten Fotografien bildet sein persönliches Fotoarchiv. Unter den verwendeten Bildern sind Aufnahmen von Richters Familie, von Natur- oder Stadtansichten oder auch Ferienfotos aus Sils Maria und Juist; manche sind intime Zeugnisse seines Privatlebens, bei anderen handelt es sich um unscharfe Schnappschüsse oder banale Landschaftsaufnahmen. Die Übermalungen entstehen in engem Zusammenhang mit der Arbeit an Abstrakten Bildern, bei deren Herstellung Richter eine Rakel verwendet. Die auf der Rakel zurückbleibenden Farbmassen weisen immer wieder „wunderschöne Stellen“ auf, so Richter. Entsprechend appliziert er die Farbe durch Abklatschen, Schaben, Tupfen oder Aufspachteln auf Fotografien, wobei der Künstler bestimmte Teile des zugrundeliegenden Motivs verdeckt und so den betrachtenden Blick lenkt. Es entsteht eine Dynamik des Enthüllens und Verbergens, während Farbe und Fotografie konkurrierende Dimensionen darstellen. Richters malerische Effekte auf dem begrenzten Raum einer meist 10 x 15 cm großen Fotografie erweisen sich als erstaunlich vielfältig. Sie reichen von ein paar spärlichen Klecksen glänzender Farbe bis hin zur vollflächigen Übermalung, die an die großen abstrakten Leinwände des Künstlers erinnert. Hierbei scheint die Farbe – nach dem Prinzip des gesteuerten Zufalls – mit dem jeweils zugrunde liegenden Motiv zu interagieren. Die Farbwerte des Fotos korrespondieren regelmäßig mit der Chromatik des Farbauftrags. Dieser erscheint dreidimensional und konkret fühlbar; zusammen mit der Hochglanz-Fotooberfläche entsteht eine sonderbar haptische Anziehungskraft. Während die Vertrautheit der Schnappschüsse Intimität nur suggeriert, ist physische Nähe nötig, um die vielfältigen Effekte in diesen konzentrierten Werken würdigen zu können.

Sies + Höke


Der Mucha – Ein Anfangsverdacht

© muchaArchiv/ VG Bild-Kunst Bonn, 2022, Ausstellungsansicht: Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, Foto: Achim Kukulies
Stockholmer Raum (Für Rafael Moneo), [1998] 1998, 5-teiliges Werkensemble, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, © muchaArchiv/ VG Bild-Kunst Bonn, 2022, Ausstellungsansicht: Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, Foto: Achim Kukulies

Der Mucha – Ein Anfangsverdacht

  • bis 22. Januar 2023
  • K20 und K21

Künstler: Reinhard Mucha:
Reinhard Muchas Werk gilt mit seiner Neubestimmung von Skulptur, Fotografie und Installation als eine der bedeutendsten Positionen der Gegenwartskunst. Mit der Ausstellung des 1950 in Düsseldorf geborenen Künstlers vereint die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen an ihren beiden Standorten, K20 und K21, lange nicht gesehene Installationen mit Werken aus allen Schaffensphasen und entwirft so ein Panorama, das sich auf über vierzig Jahre künstlerischer Arbeit erstreckt. Neben der seit 2002 in K21 rekonstruierten Installation Das Deutschlandgerät, [2002] 1990, die ursprünglich für den deutschen Pavillon auf der Biennale di Venezia von 1990 entstand, wird das frühe Hauptwerk Wartesaal, [1997], [1986] 1979–1982, zu sehen sein, das seit der documenta X, 1997 nicht mehr öffentlich gezeigt wurde. In der Grabbehalle von K20 wird unter anderem mit Das Figur-Grund Problem in der Architektur des Barock (für dich allein bleibt nur das Grab), eine der wenigen noch existierenden größeren Installationen aus Museumsmobiliar und Gebrauchsgegenständen erstmalig seit 1985 aufs Neue realisiert werden.

Kunstsammlung


Es liebt Dich und Deine Körperlichkeit ein Verwirrter - Carina Brandes, Florian Krewer, Raphaela Simon

Carina Brandes, Ohne Titel, 2017, S/w-Fotografie auf Barytpapier, 130 × 98 cm, Courtesy BQ, Berlin
Carina Brandes, Ohne Titel, 2017, S/w-Fotografie auf Barytpapier, 130 × 98 cm, Courtesy BQ, Berlin

Es liebt Dich und Deine Körperlichkeit ein Verwirrter - Carina Brandes, Florian Krewer, Raphaela Simon

  • bis 19. Februar 2023
  • Kunsthalle Düsseldorf

In den vergangenen Jahrzehnten wurden konventionelle Vorstellungen, wie Körper auszusehen haben, sich verhalten oder repräsentiert werden sollten, immer flexibler und fließender. Heute kommen zudem durch die digitalen und sozialen Medien neue normative Vorstellung von Körpern auf, die unser Selbstbild aber auch unsere Wahrnehmung von anderen um uns herum, beeinflussen. Nicht zuletzt in der Kunst erprobte sich ein künstliches Selbst mit wandelbaren und frei zu gestaltenden Körpern, das assoziativ und ungehindert vielfältigste Formen annehmen kann. Die Ausstellung zeigt in den als gemeinhin klassisch angesehenen Gattungen Malerei, Skulptur und Fotografie Werke der drei in den 1980er Jahren geborenen Künstler*innen. In dem, durch drei lose miteinander verknüpften Einzelausstellungen entstehenden Gedankenraum, wird das Individuum körperlich und seelisch zu dem, was es potenziell darstellen oder sein könnte. Auf bildnerischer Ebene wird das Verhältnis von realer Körperlichkeit und abstrakter Psyche als Motiv aufgenommen und variiert.

Kunsthalle


Breathing Water, Drinking Air Sammlungspräsentation

Außenansicht Sammlung Philara, Foto: © Sammlung Philara, 2019, erbaut von Sieber Architekten 2016, Foto: Paul Schöpfer
Außenansicht Sammlung Philara, Foto: © Sammlung Philara, 2019, erbaut von Sieber Architekten 2016, Foto: Paul Schöpfer

Breathing Water, Drinking Air Sammlungspräsentation

  • bis 25. Juni 2023
  • Sammlung Philara

Die Ausstellung zeigt nie zuvor präsentierte Werke des Bestandes und eröffnet neue Sichtweisen auf bereits bekannte Arbeiten. Sie umfasst internationale sowie lokale Gegenwartskunst aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Video, Skulptur, Installation und Performance. Breathing Water, Drinking Air befasst sich mit dem Nachdenken in der und über die Natur sowie der Hierarchisierung von Mensch und Natur.

Sammlung Philara

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Landsberg-Preis 2022: Alex Grein

Alex Grein, Aglais io, Frankreich. 2021 (Videostill, Detail), 1-Kanal HD-Video, Courtesy Galerie Gisela Clement, Bonn
Alex Grein, Aglais io, Frankreich. 2021 (Videostill, Detail), 1-Kanal HD-Video, Courtesy Galerie Gisela Clement, Bonn

Landsberg-Preis 2022: Alex Grein

  • 3. März bis 10. April 2023
  • Kunstpalast

Kuratorin: Sarah Jonas, Kunstpalast
Fotografische Bilder sind Begleiter unseres Alltags. Ob in den sozialen Medien, der Werbung oder der Kunst – Fotografien können Ereignisse dokumentieren, die Wahrheit verfälschen, neue Welten erschaffen. Alex Grein (geboren 1983), Gewinnerin des Landsberg-Preises 2022, geht der Frage nach, wie Bilder im digitalen Zeitalter überdauern können. Dabei untersucht die in Düsseldorf lebende Künstlerin ihre verschiedenen Kategorien und stellt eine Verbindung vom Virtuellen zum Materiellen her. Die von dem Düsseldorfer Unternehmer Georg Landsberg mit dem Kunstpalast ins Leben gerufene Auszeichnung richtet sich an Absolvent*innen der Kunstakademie Düsseldorf, deren Abschluss einige Jahre zurückliegt.

Kunstpalast


Truth is dead

Alison Jackson: Katy Perry Self Help Book © Alison Jackson
Alison Jackson: Katy Perry Self Help Book © Alison Jackson

Truth is dead

  • 03. März bis 21. Mai 2023
  • NRW Forum

Künstlerin: Alison Jackson
Unsere Gesellschaft ist besessen vom Leben der Prominenten: Paparazzi verfolgen Stars und Boulevardmedien inszenieren tagtäglich deren Geschichten. Privatsphäre wird öffentlich und das Leben der Anderen zum konsumierbaren Produkt. Es bleibt die Frage, was echt ist und was inszeniert und ob dieser Unterschied wirklich noch von Interesse ist. Eine drastische Antwort formulierte die britische Fotografin Alison Jackson 2020: „Die Wahrheit ist tot. Nichts, was uns gezeigt wird, ist vertrauenswürdig, alles kann gefälscht sein und nichts ist authentisch. Was macht dieses Wissen mit uns?“

NRW-Forum


Andreas Gefeller

Andreas Gefeller, The Other Side of Light, 040(Medicane), 2017, © Andreas Gefeller / VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Courtesy Thomas Rehbein Galerie
Andreas Gefeller, The Other Side of Light, 040(Medicane), 2017, © Andreas Gefeller / VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Courtesy Thomas Rehbein Galerie

Andreas Gefeller

  • 03. März bis 21. Mai 2023
  • NRW Forum

Andreas Gefeller fordert die visuelle Wahrnehmung heraus: Kategorien wie Groß und Klein, Hell und Dunkel, Farbig und Farblos werden neu bestimmt, das Verhältnis zur Realität immer wieder neu definiert. Er setzt Techniken wie das Collagieren digitaler Einzelbilder, Langzeit-, Kurzzeit- und Überbelichtung, Aufnahmen bei Nacht sowie aus ungewöhnlichen Perspektiven ein. Dadurch gewinnt er aus scheinbar vertrauten Orten noch nicht dagewesene, bislang verborgene Bilder.

NRW-Forum

 

 

 


there are a couple of things that bother me

Peter Piller, Ohne Titel, 2018, 34 × 45 cm, Courtesy Capitain Petzel, Berlin, © VG, Bild-Kunst, Bonn 2022
Peter Piller, Ohne Titel, 2018, 34 × 45 cm, Courtesy Capitain Petzel, Berlin, © VG, Bild-Kunst, Bonn 2022

there are a couple of things that bother me

  • 10. März bis 21. Mai 2023
  • Kunsthalle Düsseldorf

Künstler: Peter Piller
Im Frühjahr 2023 zeigt die Kunsthalle Düsseldorf die erste Überblicksausstellung des deutschen Künstlers Peter Piller (geboren 1968 in Fritzlar) im Rheinland, der seit 2018 Professor an der nahegelegenen Kunstakademie Düsseldorf ist und dort die Klasse für Freie Kunst leitet. Bereits während des Studiums in Hamburg begann Piller seine Arbeit am Archiv Peter Piller, in dem Tausende von Bildern und Fotos, die er akribisch aus bestehenden Quellen, wie Zeitschriften, dem Internet, Ansichtskarten oder Luftbildaufnahmen sammelte, geordnet, kategorisiert und in Serien zusammengestellt werden. Wichtigste Arbeitswerkzeuge sind dabei immer eine genaue Beobachtungsgabe und ein feinsinniger Humor, die es Piller ermöglichen, in höchst banal und trivial erscheinenden Bildern serielle, kuriose und ungewöhnliche Elemente zu entdecken und mit anderen in Beziehung zu bringen. So entstand zum Beispiel das, auf 20.000 Luftaufnahmen basierende und in 23 Serien kategorisierte, Luftbildarchiv von erde schöner, an dem Piller seit 2002 arbeitete.

Kunsthalle Piller

Fotografische Ausstellungen in Deutschland und International

Fotografische Ausstellungen in Deutschland und International

HYPERIMAGE. Sammlung Rolf H. Krauss

Helmut Schweizer, Ohne Titel (aus: Handlungen), 1970–1973, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, erworben 1989, Sammlung Dr. Rolf H. Krauss © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Helmut Schweizer, Ohne Titel (aus: Handlungen), 1970–1973, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, erworben 1989, Sammlung Dr. Rolf H. Krauss © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

HYPERIMAGE. Sammlung Rolf H. Krauss

  • bis 05.02.2023
  • Staatsgalerie Stuttgart

Die in der Ausstellung "HYPERIMAGE" präsentierten Werke stammen aus der Sammlung "Kunst mit Photographie" von Dr. Dr. Rolf H. Krauss. Als Hyperimage versteht man die Verknüpfung mehrerer Bilder zu einer übergreifenden Einheit. Das Hyperimage beginnt beim Bildpaar: Platziert man zwei Fotografien nebeneinander, treten sie nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich miteinander in Beziehung. So entstehen Bedeutungen, die die Einzelbilder für sich genommen nicht vermitteln. Der Fokus der Ausstellung "HYPERIMAGE" liegt auf der Fotokunst der 1960er- bis 1980er-Jahre, als Künstlerinnen und Künstler intensiv mit den Möglichkeiten der Gruppierung von Fotografien experimentierten.

Im Bereich der von Krauss gesammelten konzeptionellen Fotografie kam es bereits seit Mitte der 1960er-Jahre zu einer programmatischen "Absage an das Einzelbild". Die Konzeptkunst zielte auf eine radikale Abkehr von den herkömmlichen künstlerischen Medien (Malerei und Skulptur), die als Fetische der Warengesellschaft kritisiert wurden. Da die Fotografie zu diesem Zeitpunkt vom Kunstmarkt noch nicht voll anerkannt war, konnte sie als alternative "Gegenkunst" auftreten. In diesem Zusammenhang entdeckten viele Künstlerinnen und Künstler das besondere Potential fotografischer Bilder für die Erstellung von Hyperimages. Geradezu systematisch erprobten sie die verschiedenen Möglichkeiten, mehrere Fotografien zu neuen Sinneinheiten zu formieren. Zu sehen sind unter anderem Werke von Helena Almeida, Monika Baumgartl, Bernd und Hilla Becher, Gilbert & George, Rebecca Horn, Nikolaus Koliusis, Rolf H. Krauss, Dennis Oppenheim, Helmut Schweizer, Katharina Sieverding und Dolores Wyss.

Staatsgalerie


Irmel Kamp. Architekturbilder

Irmel Kamp, Moderne in Europa / Wroclaw – Breslau (PL), Ledigenwohnheim II, 2004, Courtesy die Künstlerin und Galerie Thomas Fischer, Berlin
Irmel Kamp, Moderne in Europa / Wroclaw – Breslau (PL), Ledigenwohnheim II, 2004, Courtesy die Künstlerin und Galerie Thomas Fischer, Berlin

Irmel Kamp. Architekturbilder

  • 29. Januar bis 23. April 2023
  • Leopold-Hoesch-Museum, Düren, Deutschland

Im Frühjahr 2023 zeigt das Leopold-Hoesch-Museum eine Einzelausstellung der Künstlerin Irmel Kamp (geboren 1937). Die Fotografin Irmel Kamp widmet sich mit ihrem Werk der europäischen Architekturmoderne. Dabei geht sie grundsätzlich seriell vor, wendet ausschließlich Schwarzweißfotografie an und wählt stets eine Position, die als öffentlicher Standort den Umraum miteinbezieht, zugleich aber die Prägnanz der architektonischen Form markant zum Ausdruck bringt. Umfassend angelegt und wissenschaftlich basiert ist Irmel Kamps Recherche des Neuen Bauens in Tel Aviv, die sie 1987 begann und zwischen 1990 und 1992 als Forschungsprojekt der DFG durchführte. Hierbei dokumentierte sie erstmals maßgebliche Teile des baulichen Bestands, der mit dem Ausbau der zionistischen Stadtgründung in den 1930er Jahren errichtet worden war. Sie recherchierte Baugeschichte, Bauherr*innen und Architekt*innen und trug so wesentlich bei zum heutigen Bewusstsein über die Architektur des Neuen Bauens in Tel Aviv und ihrer Bedeutung für die Konstitution eines jüdischen Siedlungsraums.

Leopold-Hoesch-Museum


Candida Höfer im Kunstmuseum Lichtenstein

Bildunterschrift: Candida Höfer, HAF Kunstdepot Triesen I 2021, C-Print © Candida Höfer, Köln / 2022, Pro Litteris, Zürich
Bildunterschrift: Candida Höfer, HAF Kunstdepot Triesen I 2021, C-Print © Candida Höfer, Köln / 2022, Pro Litteris, Zürich

Candida Höfer im Kunstmuseum Lichtenstein

  • bis 10. April 2023
  • Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, Lichtenstein

Künstlerin: Candida Höfer
Für die Ausstellung "Candida Höfer. Lichtenstein" im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz hat die renommierte Künstlerin Candida Höfer eine neue Werkserie geschaffen. Die 20 Fotografien umfassende Motivgruppe hat sie im vergangenen Jahr eigens für die Schau aufgenommen. Im Zusammenspiel mit ausgewählten Werken von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart entspinnt sich ein wechselseitig bereichernder Dialog zwischen Candida Höfer und den Sammlungen des Kunstmuseums Liechtenstein und der Hilti Art Foundation.

Kunstmuseum Lichtenstein


Bernd & Hilla Becher

Screenshot Youtube
Screenshot Youtube Video

Bernd & Hilla Becher

  • 17. Dezember 2022 bis 02. April 2023
  • SFMOMA, San Francisco, USA

The renowned German artists Bernd and Hilla Becher (1931–2007; 1934–2015) changed the course of late twentieth-century photography. Working as a rare artist couple, they focused on a single subject: the disappearing industrial architecture of Western Europe and North America that fueled the modern era. Their seemingly objective style recalled nineteenth- and early twentieth-century precedents but also resonated with the serial approach of contemporary Minimalism and Conceptual art. Equally significant, it challenged the perceived gap between documentary and fine art photography.

https://www.sfmoma.org/exhibition/bernd-hilla-becher/ Youtube Video


Werkschau

© Ralf Brueck, Columbus Module ISS, 2015, 220 x 168 cm
© Ralf Brueck, Columbus Module ISS, 2015, 220 x 168 cm

Werkschau

  • bis 29. Januar 2023
  • Museum Ratingen, Ratingen, Deutschland

Künstler: Ralf Brueck
Der Fotokünstler Ralf Brueck (geb. 1966) gehört zur Becher-Schule der jüngeren Generation. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf zunächst bei Bernd Becher und daraufhin bei Thomas Ruff, der ihn zum Meisterschüler ernannte. Seit seinem Abschluss im Jahr 2003 erhielt er regelmäßig Förderungen und Einladungen zu Ausstellungen. Nicht zuletzt wurde seine Kunst 2016 durch eine Einzelausstellung im Düsseldorfer NRW-Forum für ein internationales Publikum sichtbar. In seiner Fotografie setzt Ralf Brueck sich intensiv mit urbanen Räumen, Sakralbauten und Landschaften auseinander. Die Ausstellung im Museum Ratingen vereint verschiedene, teils großformatige Serien, die u.a. gewaltige Naturphänomene in den Fokus nehmen. Zudem stellt die Werkschau Bruecks aktuelles Schaffen seinen früheren konzeptuellen Arbeiten gegenüber. Ergänzt wird die Schau durch jüngere Videoarbeiten.

Museum Ratingen

Buchvorstellungen

Buchvorstellungen

We Were Here von Alex Grein

Buch / Softcover - We Were Here von Alex Grein
Buch / Softcover - We Were Here von Alex Grein

We Were Here von Alex Grein

  • Buch / Softcover
  • 175 Seiten
  • 22,6 x 29,4 cm
  • 2023
  • DISTANZ Verlag
  • ISBN 978-3-95476-478-5
  • 34.00 Euro

Das Werk von Alex Grein (geb. 1983 in Köln, lebt und arbeitet in Düsseldorf) ist geprägt vom Ausloten fotografischer Möglichkeiten sowie ihrer Reflexion, Befragung und Herausforderung durch den Einbezug weiterer künstlerischer Darstellungsformen. Die Rückführung digitalen Bildmaterials ins Physische, also die Rematerialisierung, spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung ihrer künstlerischen Sprache. Neben klassischer Fotografie entstehen Fotoskulpturen und räumliche Installationen, deren Motive eigens fotografisch angefertigt wurden oder ihrem Archiv entstammen. Im Angesicht digitalisierter Bildproduktion und im Sekundentakt wachsender Bildervorräte geht die Künstlerin der Frage nach, auf welche Weise ein einzelnes Bild heute und in Zukunft überhaupt noch ein Alleinstellungsmerkmal erlangen kann, und untersucht die gesellschaftliche und politische Relevanz der Fotografie auf experimentelle Weise. We Were Here zeigt einen umfassenden Einblick in Greins Praxis anhand von Arbeiten der letzten sechs Jahre. Die Texte schrieben Rosário Salema de Carvalho, Linda Conze und Stefan Gronert.

Distanz


Christoph Westermeier & Jurgen Ots - Der Magen Europas

Buch / Softcover - Christoph Westermeier & Jurgen Ots - Der Magen Europas
Buch / Softcover - Christoph Westermeier & Jurgen Ots - Der Magen Europas

Christoph Westermeier & Jurgen Ots - Der Magen Europas

  • Buch / Softcover
  • 232 Seiten
  • 19,5 × 30,8 cm
  • 2023
  • DISTANZ Verlag
  • ISBN 978-3-95476-532-4
  • 36,00 Euro

Praktiken des Hortens, Sammelns, Leihens und des Archivierens beschäftigen die beiden Künstler Jurgen Ots (geb. 1978 in Dendermonde, Belgien, lebt und arbeitet in Brüssel) und Christoph Westermeier (geb. 1984 in Köln, lebt und arbeitet in Düsseldorf). Ots findet und sammelt Gegenstände, oftmals auf dem berühmten Flohmarkt auf der Place du Jeu de Balle in Brüssel. In seiner Wohnung bewahrt er Gefundenes auf, bis diese Objekte – einst Sammelobjekt, dann zurückgelassene Handelsware – in Collagen verarbeitet oder zu Readymades werden. Eine Serie von Fotografien, die Westermeier zwischen 2018 und 2022 in Brüssel aufgenommen hat, dokumentiert diese Fundstücke und andere Dinge in ihrem natürlichen Lebensraum und folgt ihnen in wechselnden Kontexten: Die Kindheitserinnerungen eines Menschen, ein Stück seines Alltags, das normalerweise unter Verschluss gehalten wird, wandert von Ort zu Ort und gewinnt neue Sichtbarkeit. Das Künstlerbuch zeigt diese produktive und komplexe Zusammenarbeit, das gemeinsam zusammengetragene Werk, das aus gefundenen Büchern, Kisten, leeren Koffern, Rahmen, Scherenschnitten, Fotoalben und ausrangiertem Schnickschnack besteht. Ferner dokumentiert es die gleichnamige und gemeinsame Ausstellung im Empfangspavillon der internationalen Weltausstellung in Brüssel. Mit einem Essay des Herausgebers Haris Giannouras.

Distanz

Kalender

Kalender

Ausstellungseröffnung von Jürgen Staack

Ausstellungseröffnung von Jürgen Staack

  • 27. Januar 2023, 18 - 22  Uhr
  • Da in die Front

Foto-Workshop mit der Fotografin Eva Berten

Foto-Workshop mit der Fotografin Eva Berten

  • 28. Januar 2023, um 11.30 Uhr
  • Kunsthalle

Ab 16 Jahre, Anmeldung unter bildung@kunsthalle-duesseldorf.de

Sonstiges

Sonstiges

towards photography

Mohamed Bourouissa, Network #2, 2021, image generated by AI, 55 x 55 cm, Courtesy of the artist and kamel mennour, Paris/London, © ADAGP Mohamed Bourouissa
Mohamed Bourouissa, Network #2, 2021, image generated by AI, 55 x 55 cm, Courtesy of the artist and kamel mennour, Paris/London, © ADAGP Mohamed Bourouissa

towards photography

Online Artist-Talk mit Ania Kolyszko & Julika Bosch, Sammlung Philara Düsseldorf
"Mohamed Bourouissa: From the beginning to "Network"

Der Kern von Mohamed Bourouissas Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie. Diese nimmt er als Ausgangspunkt, um dreidimensionale Skulpturen oder raumgreifende Installationen zu entwickeln, welche eine Multiperspektivität gegenüber dem zweidimensionalen Bild aufzeigen. Der in Paris lebende Künstler hinterfragt die zeitgenössischen Mechanismen der Bildgenerierung. In Hinblick darauf untersucht er die in seinen Fotografien sichtbar werdende Inszenierung und Darstellung von sozialer Stellung. Gleichzeitig verhandelt seine Arbeit die mediale (Unter-)Repräsentation von Individuen und Gruppen, ihren Habitus und ihre Codes. Doch obwohl seine Werke eine dezidiert politische und gesellschaftskritische Agenda haben, konzentrieren sie sich nicht auf die Darstellung von sozialen Missständen. Stattdessen durchbrechen sie die repetitiven Bilderströme unserer Gegenwart, indem sie sich als starkes Gegengewicht behaupten. Mohamed Bourouissas Arbeiten zeigen selbstbewusste und kreative Repräsentant*innen der urbanen Jugendkultur in sowohl gentrifizierten Großstädten als auch abgelegenen Vororten.

In dem Gespräch für Towards Photography erzählt Mohamed Bourouissa von seinen Anfängen an der Sorbonne Université in Paris, seinen ersten Projekten und damit verbundenen langjährigen Recherchen bis hin zu aktuellen, die Möglichkeiten der AI-Technologie auslotenden Ansätzen. Das Interview wurde in Kooperation mit Julika Bosch und der Philara Collection, Düsseldorf vorbereitet und durchgeführt.

TOWARDS PHOTOGRAPHY

Youtube Video

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Kontakt

  • Landeshauptstadt Düsseldorf
    Kulturamt
    Zollhof 13
    40221 Düsseldorf
  • Kulturamt
    Koordinierungsstelle Fotografie
    Stephan Macháč
    0211- 8924207