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Dialog und Fotografie – Impressionen der Workshops und der Ausstellungseröffnung im KIT

  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026

Am 8. August 2026 eröffnete im KIT die Ausstellung Dialog und Fotografie, ein Kunstprojekt mit Kindern und Jugendlichen aus geflüchteten Familien. Während mehrtägigen Workshops, unter der Leitung der Künstler*innen Berit Schneidereit, Jessica Tille, Franciis Frings und Thomas Koester, setzten sich die Teilnehmer*innen mit verschiedenen fotografischen Verfahren – von Lochkamera bis Cyanotypie und digitalen Bildpraktiken auseinander und entwickelten eigenständige Werke. Die Ergebnisse sind vielschichtige Arbeiten, die individuelle Perspektiven sichtbar machen und zugleich kollektive Erfahrungsräume eröffnen. Ausgewählte Motive wurden auf T-Shirts übertragen und während der Eröffnung, von den Teilnehmenden in einer gemeinsamen Präsentation getragen. Die T-Shirts sind bis zum 30.8.2026 im KIT erhältlich. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem IJS e.V. zugute. Das Projekt ist in Kooperation mit dem IJS e.V., dem Kunstpalast Düsseldorf, dem KIT und dem Kulturamt entstanden. Initiiert wurde Dialog und Fotografie durch eine Spende von Ursula Schulz-Dornburg und wurde von der Koordinierungsstelle Fotografie des Kulturamtes konzipiert und organisiert.

Finissage / 30.8.2026 2026 / 12 – 16 Uhr / Eintritt frei

Abschluss der Ausstellung mit einem Aktionstag für die ganze Familie. Mit Künstler*innen, Mitmach-Workshops rund um das Thema Fotografie und einer T-Shirt-Selfie-Station.

  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ursula Schulz-Dornburg, Ausstellungseröffnung Dialog und Fotografie, KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ursula Schulz-Dornburg, Ausstellungseröffnung Dialog und Fotografie, KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026
  • Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026 Ausstellungseröffnung von Dialog und Fotografie im KIT, Foto: Natalia Liersam, 2026

Die Düsseldorf Cologne Open Galleries (DC Open) finden in diesem Jahr zum achtzehnten Mal statt.

  • Ausstellungsplakat, DC OPEN, 2026 Ausstellungsplakat, DC OPEN, 2026

Im September präsentieren fünfzig Galerien die Ausstellungshighlights des Jahres. Mit dem Start der Kunstsaison im Herbst – gemeinsam organisiert von Galerien aus Düsseldorf und Köln – wird das Rheinland erneut zum Zentrum des aktuellen Kunstgeschehens. Die DC Open sind sowohl ein Wochenende für Kunstliebhaber als auch ein internationaler Treffpunkt für Kunstprofis. Nach siebzehn Jahren zeigt die DC Open, dass das Rheinland stärker ist denn je: Fünfzig Galerien, die traditionsreiche und aufgeschlossene Sammlerschaft, die Vielfalt und Anzahl bedeutender Museen und Institutionen sowie lebendige Off-Spaces tragen zum Renommee dieser Kunstregion bei.

Düsseldorf Cologne Open Galleries (DC Open)


Weitere Flächen für Kunst am neuen Flughafenterminal

  • Kunst am Bau: "frequencies" für den neuen Bahnhof der U81. Animation: Anna Vogel Foto: Anna Vogel Kunst am Bau: "frequencies" für den neuen Bahnhof der U81. Animation: Anna Vogel Foto: Anna Vogel

Die neue Stadtbahnlinie U81 wird in einem ersten Bauabschnitt den Flughafen mit der Messe und der Merkur Spiel-Arena sowie – über die bestehende Stadtbahntrasse – mit der Innenstadt verbinden. Als Eintrittspforte in die Stadt Düsseldorf wird der neue U-Bahnhof “Flughafen Terminal” die Besuchenden zukünftig mit hochwertiger Architektur und exklusiver Kunst-am-Bau begrüßen. Auf Initiative der Kunstkommission Düsseldorf wurde bereits vergangenes Jahr ein Wettbewerb für Kunst am Bau ausgelobt, den die Düsseldorfer Künstlerin Anna Vogel mit ihrem Entwurf “frequencies” gewonnen hat. Ursprünglich sah die Künstlerin vor, ihre Kunst an den Wänden und Stützen im Bereich der Auf- bzw. Abgänge des nördlichen Zugangs zu realisieren. Nun wird das Projekt erweitert.

U81 Weitere Flächen für die Kunst am neuen Flughafenterminal – Kunstkommission Düsseldorf


ECHT JETZT – Deutscher Jugendfotopreis zeigt Preisträgerinnen- und Preisträgerausstellung des Wettbewerbs 2025/26 vom 20.09. bis zum 15.11.2026 im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf / Eröffnung 19.9. 19 Uhr

  • Deutscher Jugendfotopreis, 2026, Serie: Im Land der weißen Berge, Alter: 21–25 Jahre, 2026, Jasper Hill, (22 Jahre) Deutscher Jugendfotopreis, 2026, Serie: Im Land der weißen Berge, Alter: 21–25 Jahre, 2026, Jasper Hill, (22 Jahre)

Der Deutsche Jugendfotopreis 2025/26 erfährt eine große Beteiligung: 1236 Teilnehmende haben 8304 Arbeiten eingereicht. Nach einem mehrstufigen, moderierten Auswahlverfahren hat die Jury im März daraus die diesjährigen 40 Preisträger*innen ermittelt. Eine Auswahl aller ausgezeichneten Arbeiten ist ab sofort auf der Website des Wettbewerbs einsehbar. Ab dem 20. September werden im KIT alle Arbeiten ausgestellt. Die öffentliche Vernissage mit den Preisträger*innen findet am 19. September 2026 ab 19 Uhr statt. Identität, Zugehörigkeit, soziale Ungleichheit sind zentrale Themen der Fotografien. Unter dem Jahresthema Ein Haus, Ein Boot, Ein Auto waren die Teilnehmenden, (neben den thematisch offenen Kategorien des Wettbewerbs), eingeladen, sich fotografisch mit Fragen von Besitz, Gerechtigkeit und Zukunft auseinanderzusetzen – ausdrücklich offen für persönliche, kritische und alternative Perspektiven.

Archiv - Deutscher Jugendfotopreis


Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024
Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024

Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist seit Jahrzehnten eng mit der Fotografie verknüpft. Der Bericht "Düsseldorf und Fotografie", den das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Christina Irrgang erstellt hat, dokumentiert, wo die Akteurinnen, Akteure, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf aktuell stehen.

Der Bericht verdeutlicht die Diversität des internationalen Fotostandortes und bietet eine aktuelle Grundlage, um die zukünftige fotografische Entwicklung in Düsseldorf zu fördern. Darüber hinaus wird die Rolle der Fotografie in Düsseldorf, ihre wichtigsten Orte für die Vermittlung, Erforschung und Archivierung, die regionale und internationale Vernetzung sowie ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor gespiegelt.

Seit der Erfindung der Fotografie ist Düsseldorf eng mit dem Medium verbunden. Frühzeitig haben Künstlerinnen und Künstler in Düsseldorf die Fotografie kontinuierlich in ihre künstlerische Praxis integriert. Daraus hat sich ein international einzigartiges Netzwerk aus Lehre, Produktion, Verarbeitung und Präsentation von Fotografie entwickelt. Dieses Netzwerk und der Umgang mit dem Medium Fotografie als Kulturgut sollen auch zukünftig gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden.

Aus diesem Grund hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Mai 2021 die deutschlandweit erste Koordinierungsstelle für Fotografie im Kulturamt eingerichtet und stellt nun den im Juni 2022 fertiggestellten Bericht "Düsseldorf und Fotografie" vor. Der Bericht ist vollständig als PDF-Datei auf dieser Seite abrufbar.

  • Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf

Wir stellen regelmäßig Auszüge aus dem 100-seitigen Kulturamtsbericht „Düsseldorf und Fotografie“ vor und geben Hintergrundinformationen über die Historie, das Netzwerk, die Akteur*innen, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf. Diesen Monat stellen wir den Auszug über die Hochschule Düsseldorf und Fotografie vor.

Hochschule Düsseldorf und Fotografie

Die Hochschule Düsseldorf (HSD), ehemals Fachhochschule Düsseldorf, ist eine staatliche Fachhochschule, die 1971 aus verschiedenen Ausbildungsstätten hervorgegangen ist. Integriert in die HSD ist die Peter Behrens School of Arts (PBSA) mit den Fachbereichen Architektur und Design, die ihrerseits verschiedene Lehrgebiete aufweisen, wie das Lehrgebiet Fotografie. So interdisziplinär, wie die Lehrstruktur der HSD von Informations- und Elektrotechnik bis hin zu Sozial- und Kulturwissenschaften gefasst ist, so entscheidend ist seit jeher das Medium Fotografie für die verschiedenen Studienzweige gewesen, weshalb die HSD institutseigene Fotostudios und Fotolabore eingerichtet hat. Mit dem 2015 neu errichteten Campus Derendorf und den erweiterten Räumlichkeiten hat sich das Ausbildungs- und Forschungsangebot der PBSA weiter ausdifferenziert. Medien- und bildwissenschaftliche Lehrangebote – die Bandbreite von der Entstehungsgeschichte des Mediums bis hin zur Virtual Reality abdeckend – werden von der Professorin für Fotografie Mareike Foecking bereitgestellt. Die Studierenden des Lehrgebiets Fotografie engagieren sich kontinuierlich im Kontext des öffentlichen fotografischen Diskurses.


Düsseldorf und Fotografie Karte

Düsseldorf und Fotografie Karte

Für eine bessere Orientierung in der Fotostadt Düsseldorf, haben wir eine „Düsseldorf und Fotografie“ Karte erstellt und in unseren Stadtplan maps.duesseldorf.de integriert.


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

Made in Düsseldorf #8 / In Szene gesetzt / Kunstpalast / bis 27.9.2026

  • Amanda Ross-Ho, OMEGA XXS, UV cured resin, automotive primer, acrylic paint, waterslide decals, acrylic lacquer, silicone encased copper wire, 2024, 33 × 14,3 × 20,4 cm © Amanda Ross-Ho, Foto: Jeffrey Nakamura Amanda Ross-Ho, OMEGA XXS, UV cured resin, automotive primer, acrylic paint, waterslide decals, acrylic lacquer, silicone encased copper wire, 2024, 33 × 14,3 × 20,4 cm © Amanda Ross-Ho, Foto: Jeffrey Nakamura

Künstler*innen: Jan Dibbets, Simon Dybbroe Møller, Andreas Gefeller, Gudrun Kemsa, Sophie Meuresch, Steven Pippin, Barbara Probst, Amanda Ross-Ho, Juergen Staack

Was sehen wir, wenn wir ein Bild betrachten? Und welchen Einfluss haben Raum und Zeit auf unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit? Made in Düsseldorf #8 vereint unter dem Titel In Szene gesetzt Werke aus der Kunstsammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf im Kunstpalast, die das Spannungsfeld zwischen der Wirklichkeit und der menschlichen Wahrnehmung untersuchen. Mittels Fotografie, Film, Ton oder Skulptur hinterfragen die Künstler*innen die Möglichkeiten, Realität abzubilden. Dabei machen sie Medien selbst zum Thema und offenbaren mithilfe verschiedener Strategien deren Potenziale, Limitationen und Übersetzungsleistungen. Die künstlerische (De-)Konstruktion der Wirklichkeit eröffnet uns neue Perspektiven. 8.9.2026 / 16:45 ‒ 17:45 Uhr, Künstler*innen Gespräch mit Andreas Gefeller, Gudrun Kemsa und Jürgen Staack.

Made in Düsseldorf #8 - Kunstpalast Düsseldorf


Soul to squeeze / Mauro Antonio Barreto / Public Screen / Johannes-Rau-Haus / bis August 2026

  • Ausstellungsansicht, LED-Screen, Johannes-Rau-Haus mit einer Videoarbeit von Mauro Antonio Barreto, 2026 Ausstellungsansicht, LED-Screen, Johannes-Rau-Haus mit einer Videoarbeit von Mauro Antonio Barreto, 2026

Seit Juli 2024 bespielt Neue Fotografie die LED-Wand am Johannes-Rau-Haus in Düsseldorf mit wechselnden künstlerischen Beiträgen. Thyra Schmidt und Hannes Norberg starteten mit eigens für den Screen konzipierten Arbeiten und laden seitdem weitere Künstlerinnen und Künstler ein, ebenfalls konzeptuell mit dieser Bildfläche im öffentlichen Raum umzugehen. Das Werk von Mauro Antonio Barreto erforscht die immateriellen emotionalen Spuren, die in der Romantik der Jugend verborgen liegen. In schlichten, alltäglichen Umgebungen angesiedelt, befinden sich Barretos Modelle fest in den verwirrenden Tiefen der Sehnsucht. Nicht wirklich gestellt, sich doch ihrer Rolle als Objekt des Kamerablicks durchaus bewusst, bewegen sie sich in Grauzonen zwischen Tiefgründigkeit und Leichtigkeit oder Gelassenheit und Angst.

PUBLIC SCREEN: SOUL TO SQUEEZE von Mauro Antonio Barreto / Juni bis August 2026 - Neue Fotografie


Uncertain Maps / Kai10 / bis 2.10.2026

  • Uncertein Maps, Kai10, Olafur Eliasson, Cartographic series IV, 2007, Courtesy der Künstler Uncertein Maps, Kai10, Olafur Eliasson, Cartographic series IV, 2007, Courtesy der Künstler

Künstler*innen: Franz Ackermann, Jens Bleckmann, DAG, Olafur ElIiasson, Esther Ernst, Julius Hartauer, Michael Golz, Christian Pilz, Isabell Schulte

Kartographische Pläne sind selten eindeutige Aufzeichnungen des Gegebenen. Auch wenn sie Rationalität und Objektivität suggerieren, bewegen sie sich in einem nie von Subjektivität freien Raum zwischen Abbildern und Zeichen, zwischen Bild und Sprache – letztlich zwischen Realität und Fiktion – auch deswegen, weil sie Maßstäben folgen, die bestimmen, wo die Genauigkeit im Detail aufhört. Auf gedruckten Weltkarten wird der Standort von KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION kaum zu finden sein. Erst in digitale Karten lässt sich beliebig hineinzoomen. Doch gibt es Länder und Orte, die nur auf fiktiven Karten zu finden sind, etwa das Lummerland aus Michael Endes berühmten Jim Knopf-Romanen. Kartographisch inspirierte Fiktionen gibt es jedoch nicht nur in Kinderbüchern, sondern auch im Werk vieler Künstlerinnen und Künstler. Hier finden wir originelle Auf- und Verzeichnungen von Reiseerlebnissen, daneben detaillierte Entwürfe erdachter Orte und Länder. Kartographisch anmutende, zeichensprachlich oder ornamental wuchernde Strukturen können sich zu ganz eigenen Weltentwürfen entwickeln. Vieles, was in Uncertain Maps zu sehen ist, bleibt vieldeutig: Handelt es sich um die Abbildung oder Evokation einer äußeren Wirklichkeit, von Landschaften und Städten? Sind es Versuche, innere, mentale Zustände aufzuzeichnen – emotionale oder kognitive Karten, die räumliche Informationen im Gedächtnis repräsentieren? Oder werden digitale Datenströme sichtbar gemacht? Auch für praktische und wissenschaftliche Zwecke erstellte Bilder lassen sich anders ‚lesen‘ als für das intendierte kartographische Vorhaben, etwa Satellitenaufnahmen des staatlichen isländischen Landesvermessungsamts. Wenn Künstlerinnen und Künstler ein Terrain sondieren, sei es ein reales oder der Fantasie entsprungenes, werden ihre Kartierungen in der Regel zu Uncertain Maps, die uns auf Wege führen, die in keinem gewöhnlichen Atlas zu finden sind.

Exhibition, Ausstellung, Düsseldorf, Kunst, zeitgenössische Kunst


Main Stream Media / Jon Rafman / K21 / bis 27.9.2026

  • Jon Rafman, Main Stream Media Network, 2025, Video still, Courtesy the artist und Sprüth Magers Jon Rafman, Main Stream Media Network, 2025, Video still, Courtesy the artist und Sprüth Magers

Jon Rafman (geb. 1981 in Montreal) gehört zu den bedeutendsten Künstlern, die sich mit dem digitalen Zeitalter auseinandersetzen. Seine Videos, Filme und immersiven Installationen untersuchen, wie die digitale Kultur Begehren, Identität und Erfahrung neu prägt. Rafmans künstlerische Praxis verbindet virtuos erzählte Geschichten mit digital erzeugten Bildwelten, in denen Gegensätze wie Aufrichtigkeit und Ironie, Schönheit und Groteske, Verbundenheit und Entfremdung nebeneinander existieren. Dabei greift er auf Internet-Subkulturen, virtuelle Welten und KI-generierte Bilder zurück. Rafman schafft künstliche Realitäten, die zugleich verführerisch und verunsichernd wirken. Main Stream Media in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in einem deutschen Museum. In immersiven, raumfüllenden Installationen gibt sie einen Überblick über Rafmans Schaffen seit 2008. Neben seinen frühen Werken sind auch spätere Arbeiten wie das Video in Spielfilmlänge Dream Journal 2016-2019 (2019) zu sehen, das 2019 auf der 58. Biennale in Venedig gezeigt wurde. Rafmans jüngstes Werk, Main Stream Media Network (2025), beschwört mit KI-generierten Musikvideos das kulturell einflussreiche MTV der 1980er Jahre herauf.

Jon Rafman | Kunstsammlung NRW


House of Balagan – JUBILÄUM! 10 Jahre Sammlung Philara / bis 14.2.2027

  • Ausstellungsplakat, House of Balagan, Sammlung Philara, 2026 Ausstellungsplakat, House of Balagan, Sammlung Philara, 2026

Künstler*innen: Christoph Westermeier, Marcel Odenbach, Sigmar Polke, Katharina Sieverding, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, u. a.

Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens in Düsseldorf Flingern freut sich die Sammlung Philara, im Juni 2026 mit HOUSE OF BALAGAN eine umfassende Sammlungspräsentation zu eröffnen. Mit weit mehr als 100 Arbeiten von über 80 Künstler*innen werden sowohl die weitläufige Halle als auch sämtliche Kabinette der Sammlung Philara bespielt. Die Ausstellung zeigt einen konzentrierten und zugleich repräsentativen Ausschnitt aus der Sammlung Gil Bronners, die heute fast 2000 Werke umfasst. Ergänzt wird die Präsentation durch ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung von Bronners Eltern, die das Kunstinteresse des Sohnes früh prägten. Zudem sind Werke aus den Sammlungen seiner Kinder Philip und Lara, nach denen das Ausstellungshaus benannt ist, vertreten.

HOUSE OF BALAGAN | Philara


100 Jahre – F.C. Gundlach / Galerie noir blanche / bis 12.9.2026

  • F.C. Gundlach, "Sputnik Girl", Space Age Look von Pierre Cardin, Paris 1966 © F.C. Gundlach / Stiftung F.C. Gundlach F.C. Gundlach, "Sputnik Girl", Space Age Look von Pierre Cardin, Paris 1966 © F.C. Gundlach / Stiftung F.C. Gundlach

Franz Christian Gundlach, bekannt als F.C. Gundlach, war eine zentrale Figur der deutschen Nachkriegsfotografie. Geboren am 16. Juli 1926 in Heinebach, Hessen, prägte er über vier Jahrzehnte hinweg die visuelle Kultur Deutschlands. Sein Werk umfasst Modefotografie, Porträts und Reportagen, die nicht nur ästhetisch beeindruckten, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen reflektierten. Gundlachs Modefotografien der 1950er bis 1970er Jahre sind bekannt für ihre innovative Bildsprache. Er inszenierte Mode nicht nur als Kleidung, sondern als Ausdruck des Zeitgeists. Seine Arbeiten zeichnen sich durch klare Kompositionen, präzise Lichtführung und eine Verbindung von Mode mit gesellschaftlichen Themen aus. Dabei setzte er häufig auf ungewöhnliche Kulissen und experimentelle Ansätze, die seine Fotografien zu Ikonen der Modefotografie machten.

noirblanche Düsseldorf - Vorschau Ausstellungen


Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Eva Rubinstein / Galerie Maria Sels / 29.08. – 31.10.2026 / Eröffnung 28.8. 19 Uhr

  • Eva Rubinstein, Dark mirror, New Haven © Eva Rubinstein und Courtesy: Galerie Clara Maria Sels Eva Rubinstein, Dark mirror, New Haven © Eva Rubinstein und Courtesy: Galerie Clara Maria Sels

Am 28.8. um 19 Uhr findet die Preview mit Buchpräsentation und Filmpremiere statt. Die Eröffnungsrede wird von Prof. Dr. Stefan Schweizer gehalten, in Anwesenheit der Regisseurin Renate Aller.

Galerie Clara Maria Sels – Home


Proof of Life / Eva Rubinstein / Schloss Benrath / 4.9. – 29.11.2026 / Eröffnung 2.9. 19 Uhr

  • Bett, Minnesote, 1978, Eva Rubinstein Bett, Minnesote, 1978, Eva Rubinstein

Die eindringlichen Schwarzweiß-Fotografien von Eva Rubinstein erzählen von der Poesie des Alltags und erforschen innere Emotionen durch die Wahrnehmung der äußeren Welt. Die 92-jährige polnisch-amerikanische Künstlerin hält in ihren Bildern sowohl die Schönheit als auch die Melancholie des Daseins fest und lässt gewöhnliche Momente in besonderem Licht erscheinen. Nach einer Karriere als Tänzerin und Schauspielerin entdeckte sie die Fotografie als Medium, um ihre Umgebung und die „dritte Dimension“ zu erkunden – die Verschmelzung von äußerer Realität und inneren Empfindungen. Seit 1970 ist so ein umfangreiches fotografisches Werk entstanden, das in der Ausstellung exemplarisch gezeigt wird.

Ausstellungen – Schloss Benrath


In Rooms / Fynn Ribbeck und Ida Büngener / Aura Kunstraum / 28.8. – 19.9.2026 / Eröffnung: 28.8.2026 18 Uhr

  • Einladungsplakat zur Ausstellung In Rooms, Fynn Ribbeck und Ida Buengener, Aura Kunstraum, 2026 Einladungsplakat zur Ausstellung In Rooms, Fynn Ribbeck und Ida Buengener, Aura Kunstraum, 2026

Holdings / Doves Flying Inwards (DFI), Eiskellerberg 1-3 / 4.9. – 11.9.2026 / Eröffnung 4.9. 18 Uhr

  • Ausstellungsplakat, Holdings, Doves Flying Inwards, 2026 Ausstellungsplakat, Holdings, Doves Flying Inwards, 2026

Künstler*innen: Banu Alpsü, Ronja Greiner, Kim-Camille Kreuz, Stephanie Passul, Jan Hunkemöller, Jule Kupper, Nick Schmidt, Finn Grebe

Doves Flying Inwards (DFI) ist ein Projektbüro und Off-Space in der Düsseldorfer Altstadt am Eiskellerberg 1–3. Der Raum wird unter anderem im Rahmen der Klasse für Text, Medien und Entwurf (Klasse Ed Atkins) der Kunstakademie Düsseldorf genutzt und zeigt zeitgenössische Kunstprojekte, wie die kommende Ausstellung Holdings vom 4. bis 11. September 2026 während der DC Open Galleries.

Doves Flying Inwards — (0211)


Formensprache / Bernd und Hilla Becher, Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff / Galerie Ludorff / 4.9. – 24.10.2026 / Eröffnung 3.9.2026

  • Ausstellungsansicht, Bernd & Hilla Becher, Hochöfen (Winderhitzer), 1982-1988, 10 Silbergelatineabzüge, 10-teilig. Links: Brigitte & Martin Matschinsky-Denninghoff, Denkmal (Stein IV), 1988, Messing und Zinn auf Schiefersockel. Rechts: Lynkeus, 1977, Messing und Zinn auf Holzsockel Ausstellungsansicht, Bernd & Hilla Becher, Hochöfen (Winderhitzer), 1982-1988, 10 Silbergelatineabzüge, 10-teilig. Links: Brigitte & Martin Matschinsky-Denninghoff, Denkmal (Stein IV), 1988, Messing und Zinn auf Schiefersockel. Rechts: Lynkeus, 1977, Messing und Zinn auf Holzsockel

What takes shape / Lilian Kreutzberger und Anna Vogel / COSAR / 4.9. – 17.10.2026 / Eröffnung 4.9. 18 Uhr

  • New Cities, 2026 (Detail), Tusche auf Pigment Print, ca. 160 cm x 120 cm, Anna Vogel, Courtesy COSAR, Düsseldorf New Cities, 2026 (Detail), Tusche auf Pigment Print, ca. 160 cm x 120 cm, Anna Vogel, Courtesy COSAR, Düsseldorf

Zum Saisonstart DC Open, 04. – 06. September 2026, zeigt COSAR eine dialogische Ausstellung der Künstlerinnen Lilian Kreutzberger und Anna Vogel. Beiden gemeinsam ist eine offensichtliche Ambiguität im Umgang mit den medialen Ressourcen ihrer Arbeiten. Anna Vogel transformiert Fotografie durch digitale und manuelle Eingriffe wie Zeichnung, Kratzen, Übermalen oder Collagieren. Dadurch entstehen Bilder, die durch ihre technische und inhaltliche Vieldeutigkeit faszinieren und zwischen Dokumentation und Fiktion schweben. Lilian Kreutzbergers Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei, Fotografie, Skulptur und digitalem Imaging und erforschen die Grenzen zwischen physischem und virtuellem Raum. Sie kombiniert traditionelle künstlerische Praktiken mit avancierten Technologien und digitalen Bildsystemen. Die Arbeiten von Anna Vogel und Lilian Kreutzberger sind dabei immer von vielschichtiger künstlerischer Komplexität und ästhetischem Reiz geprägt, ihr visuelles und haptisches Angebot verführt den Betrachter sich eingehend mit seiner Sicht auf die Welt auseinanderzusetzen.

Home – COSAR


Irmel Kamp / Linn Lühn / 4.9. – 17.10.2026 / Eröffnung 4.9. 18 Uhr

  • Foto: Irmel Kamp © Albrecht Fuchs Foto: Irmel Kamp © Albrecht Fuchs

Seit mehr als vier Jahrzehnten fotografiert Irmel Kamp Architektur und führt dabei langfristige Forschungsprojekte durch, die sich auf einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Region konzentrieren. Die aktuelle Ausstellung präsentiert eine Auswahl aus zwei ihrer bedeutendsten Werkkomplexe: „Modern Architecture in Tel-Aviv 1930–1939“ ist das Ergebnis einer fünfjährigen Forschungsarbeit, die mehr als 600 Gebäude umfasste; Kamp realisierte sie zwischen 1987 und 1993 – also noch vor den umfassenden städtischen Erhaltungsmaßnahmen und der Anerkennung der Stadt als UNESCO-Welterbe im Jahr 2003. Das zweite Projekt, „Les Années Trente“ (realisiert 1996–1997), widmet sich der Architektur der Moderne der 1930er Jahre in Brüssel. Beide Projekte bilden eine Art Archäologie eines lokalen „International Style“. Anstatt lediglich „Wohnmaschinen“ darzustellen – jenes wegweisende Diktum Le Corbusiers –, wirken die Gebäude auf Irmel Kamps Fotografien deutlich „bewohnt“ und weniger mechanisch; sie sind durchdrungen von einem Gefühl für Ort und Zeit sowie einer Poetik der Präsenz.

LINN LÜHN - Gallery in Düsseldorf


Le Songe des idoles / Valérie Belin / Van der Grinten Galerie / 4.9. – 7.11.2026 / 4.9. Eröffnung 18 Uhr

  • Porcelain Parrot Bird (China Girls Series), 2018, 177 x 134 x 5 cm, Ed. 6+2 AP, Valérie Belin Porcelain Parrot Bird (China Girls Series), 2018, 177 x 134 x 5 cm, Ed. 6+2 AP, Valérie Belin

Die Ausstellung Le songe des idoles – die erste in den neuen Räumen in Düsseldorf Flingern – gibt den Auftakt der neuen Zusammenarbeit mit einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen der französischen Szene, Valérie Belin. Es ist zugleich die erste signifikante Präsentation dieser herausragenden Vertreterin der Gegenwartsfotografie in Deutschland seit über zwanzig Jahren. Mit vierzehn Fotografien aus den letzten zwölf Jahren gewährt diese repräsentative Auswahl Einblicke in die wesentlichen Aspekte ihres Schaffens. Seit Ende der 1990er Jahre hat Valérie Belin rund fünfzig Serien geschaffen und dabei eine kraftvolle Bildsprache mit großer thematischer Kohärenz entwickelt. Ausgehend von den Anforderungen der analogen Fotografie und der Studioaufnahme hat sie nach und nach neue technische Möglichkeiten in ihre Arbeit integriert. Ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Serien „Miroirs“ (1997), „Bodybuilders“ (1999), „Mariées marocaines“ (2000) oder „Mannequins“ (2003), die sich durch skulpturale Präzision und übernatürliche Schärfe auszeichnen, sind zu Ikonen geworden und haben die Geschichte der zeitgenössischen figurativen Fotografie maßgeblich geprägt.

Le songe des idoles – Van der Grinten Galerie


ALLEZ GUT / Lennart Brede / Anna Laudel Galerie / 4.9. – 22.10.2026 / Eröffnung 4.9. 18 Uhr

  • Lennart Brede, Cut your Teeth, Fine Art Print, Silk scarf, 150 x 120cm, courtesy der Künstler und Anna Laudel Galerie Lennart Brede, Cut your Teeth, Fine Art Print, Silk scarf, 150 x 120cm, courtesy der Künstler und Anna Laudel Galerie

Anna Laudel Düsseldorf präsentiert im Rahmen der DC Open mit ALLEZ GUT erneut eine Einzelausstellung des Berliner Künstlers Lennart Brede. Der Ausstellungstitel wirkt zunächst wie eine beiläufige Alltagsfloskel. Tatsächlich beschreibt ALLEZ GUT eine Haltung zwischen Zuversicht und Verantwortung. In einer Zeit wachsender Ungewissheit formuliert der Titel die bewusste Entscheidung, den Glauben an das Gute nicht aufzugeben. Die Ausstellung beginnt dort, wo vertraute Sicherheiten ihre Selbstverständlichkeit verlieren.

Lennart Brede: Allez Gut — DC Open


Bendzulla x Breunig: Bilder / Johannes Bendzulla und Andreas Breunig / Petra Rinck Galerie / 4.9. – 24.10.2026 / Eröffnung 4.9. 18 Uhr

  • Bendzulla x Breunig: Bilder, Petra Rinck Galerie, 2026 Foto: A. R. Bendzulla x Breunig: Bilder, Petra Rinck Galerie, 2026 Foto: A. R.

Die Petra Rinck Galerie präsentiert erstmals Gemeinschaftsarbeiten der beiden Künstler Johannes Bendzulla und Andreas Breunig. Die gezeigte Werkgruppe führt die jeweiligen bildnerischen Ansätze der beiden Künstler zusammen – bei Bendzulla in den digitalen Medien verwurzelt, bei Breunig in der Malerei. In ihrer jeweiligen künstlerischen Praxis verfolgen beide einen medienreflexiven Ansatz, der zum verbindenden Element ihrer Zusammenarbeit wird. Die Ausstellung ist die Antwort der beiden Künstler auf eine im Grunde einfache Frage: Wie könnte ein Bild in der Medienrealität des Jahres 2026 aussehen?

Upcoming Exhibitions - Petra Rinck Galerie


Asia Pop / NRW Forum / 17.9. – 23.5.2027

  • Oliver Sieber, Sailor Chibi Moon, Potsdam 2006, from: Character Thieves 2005-2007, pigment print, 93 cm x 113 cm Oliver Sieber, Sailor Chibi Moon, Potsdam 2006, from: Character Thieves 2005-2007, pigment print, 93 cm x 113 cm

Comics, Film, Essen und vieles mehr – ostasiatische Popkultur prägt den globalen Mainstream entscheidend mit. Das NRW-Forum präsentiert mit ASIA POP die erste umfassende Ausstellung in Deutschland, die sich dieser Entwicklung und ihren kulturpolitischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Einflüssen widmet. Von Kawaii-Charakteren wie Hello Kitty über Animationsfilme von Studio Ghibli, K-Pop Bands wie BTS bis hin zu Games wie Black Myth Wukong: ASIA POP macht die Vielfalt der Populärkultur aus Ostasien erlebbar. In Düsseldorf, der Stadt mit der größten ostasiatischen Bevölkerung Deutschlands, entwirft das NRW-Forum auf 1200 Quadratmetern und anhand von rund 400 Werken ein visuelles, klangliches und kulinarisches Panorama ostasiatischer Popkultur.

ASIA POP: NRW-Forum Düsseldorf (de)


Heimat Stadt / Georg Heinzen / Stadtmuseum Düsseldorf / Eröffnung 6.9.2026, 16 Uhr

  • Ausstellungsplakat, Heimatstadt Georg Heinzen, Stadtmuseum Düsseldorf, 2026 Ausstellungsplakat, Heimatstadt Georg Heinzen, Stadtmuseum Düsseldorf, 2026

Das Stadtmuseum Düsseldorf lädt zu Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation von Georg Heinzen ein. Wie verändert sich eine Stadt über vier Jahrzehnte? Und was bleibt, wenn Gebäude verschwinden, Straßen umgestaltet werden und sich das Leben in der Stadt immer wieder neu erfindet? Mit „HEIMAT STADT“ widmet sich der Düsseldorfer Autor und Filmemacher Georg Heinzen genau diesen Fragen. Ab dem 6. September 2026 zeigt das Stadtmuseum Düsseldorf die von der Kunststiftung NRW geförderte Ausstellung, die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt auf besondere Weise miteinander verbindet. 1981 stieg Georg Heinzen aufs Fahrrad, ließ sich durch Düsseldorf treiben und fotografierte alltägliche Situationen. Daraus entstand Heimat Stadt, eine Reflektion über die Frage: Wem gehört die Stadt? 45 Jahre später sucht Georg Heinzen mit der gleichen analogen Canon AE1 ausgewählte Orte von damals wieder auf, um nachzuschauen: Was ist verschwunden? Was ist geblieben? Was hat sich verändert? Ein Blick zurück nach vorn, ein lebendiges Stück Düsseldorfer Stadtgeschichte.

Ausstellungen-Sammlungen – Landeshauptstadt Düsseldorf


Haus u r 2026 / Gregor Schneider / Kunsthalle Düsseldorf / 17.10.2026 – 17.1.2027

  • Foto: Gregor Schneider © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Gregor Schneider © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Die Kunsthalle Düsseldorf zeigt mit Haus u r 2026 eine umfassende Ausstellung des international renommierten Künstlers Gregor Schneider. Im Zentrum steht sein seit den 1980er-Jahren fortgeführter Werkkomplex Haus u r, der zu den einflussreichsten raumbezogenen Arbeiten der Gegenwartskunst zählt. Spätestens seit Schneider im Jahr 2001 für Totes Haus u r im Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, ist das Haus u r international bekannt. Seither wurden Räume aus diesem fortlaufenden Werk in zahlreichen bedeutenden Museen weltweit gezeigt.

Haus u r 2026 / Kunsthalle Düsseldorf


Große Werkschau / Andreas Gursky / Kunstsammlung NRW / 2027

  • Foto: © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy Sprüth Magers Foto: © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy Sprüth Magers

Die Kunstsammlung NRW zeigt 2027 eine große Werkschau des Fotokünstlers Andreas Gursky. Darin wird auch dessen aktuelles Bild „Harry Styles“ zu finden sein. Die Idee dazu entstand bei einem Besuch des Popstars in Gurskys Düsseldorfer Atelier. Das mehr als vier Meter lange und zweieinhalb Meter hohe Kunstwerk mit dem Titel „Harry Styles“ wird zentraler Bestandteil der großen Werkschau sein, die die Kunstsammlung NRW im November 2027 im K21 in Düsseldorf präsentiert.

Andreas Gursky | News


Between Books / Kunsthalle Düsseldorf Art Book Fair / 11.9. – 13.9.2026

  • Between Books Kunsthalle Düsseldorf, 2025, Foto: Katja Illner Between Books Kunsthalle Düsseldorf, 2025, Foto: Katja Illner

3 Tage, 90 Aussteller*innen, 20 Workshops, Talks & Lectures. Nach drei erfolgreichen Ausgaben in 2023, 2024 und 2025 findet Between Books vom 11. bis 13. September 2026 erneut in der Kunsthalle Düsseldorf statt. Unabhängige Kunstbuchverlage, Künstler*innen, Independent Publishing/DIY Kollektive, Organisationen, Vereine, Zines und Magazine, präsentieren sich in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Düsseldorf einem breiten Publikum und zeigen, wie vielseitig, spannend und zeitgenössisch das Medium Buch sein kann. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der lokalen und regionalen Publishing-Szene, aber auch Protagonist*innen aus ganz Deutschland und darüber hinaus werden vertreten sein. Die Kunstbuchmesse wird von einem spannenden und interaktiven Rahmenprogramm mit Workshops, Performances, Talks und Lectures begleitet. Between Books ist gleichermaßen Treffpunkt für den Diskurs über (Kunst-)Bücher, alternative Publikationsformen und das Publizieren als Praxis als auch Ort zum Entdecken, Stöbern und Kennenlernen.

Between Books Kunsthalle Düsseldorf Art Book Fair / Kunsthalle Düsseldorf


Deutscher Fotobuchpreis 26/27 / KAP 1 / Zentralbibliothek Düsseldorf / 8.12.2026 – 29.1.2027

  • Fotos: © Susanne Suttner, Schwandorf für Deutscher Fotobuchpreis und Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg Fotos: © Susanne Suttner, Schwandorf für Deutscher Fotobuchpreis und Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg

Das Medium Buch trifft auf die Kunst der Fotografie. Der Deutsche Fotobuchpreis ist weit mehr als ein Wettbewerb. Er ist ein Prädikat für visuelle und haptische Exzellenz. Die Preisträger*innen des Jahrganges 26/27 werden in einer exklusiven Ausstellung im KAP1, dem Ausstellungsbereich der Zentralbibliothek präsentiert. Der Deutsche Fotobuchpreis wird jährlich an Werke verliehen, die durch eine besondere Symbiose aus fotografischer Vision, herausragender Gestaltung und drucktechnischer Qualität bestechen. Eine unabhängige Jury bewertet hierbei Veröffentlichungen von Verlagen sowie Eigenpublikationen (Self-Publishing). Ab dem 8.12.2926 haben Sie die Möglichkeit, die »Crème de la Crème« der Fotoliteratur zu entdecken. Von monumentalen Bildbänden bis hin zu intimen, künstlerischen Fotoprojekten. Das Projekt wird von der Kommission Fotostadt Düsseldorf gefördert.

Deutscher Fotobuchpreis – Der Deutsche Fotobuchpreis ist ein jährlicher Wettbewerb, bei dem die besten Fotobücher des deutschsprachigen Raumes in mehreren Kategorien von einer unabhängigen Jury ausgezeichnet werden.


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

Bernd und Hilla Becher / Fondazione Mast / Bologna, Italien / bis 27.9.2026

  • Kohlebunker, 1965–98, Bernd und Hilla Becher, Foto: © Spüth Magers Kohlebunker, 1965–98, Bernd und Hilla Becher, Foto: © Spüth Magers

Bernd und Hilla Becher lebten in Düsseldorf und arbeiteten seit 1959 zusammen. Eine große Einzelausstellung ihrer Werke wird in der Fondazione MAST, Bologna (23. April – 27. September 2026) zu sehen sein; sie war zuvor in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln (5. September 2025 – 1. Februar 2026) zu sehen.

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real SOU #17 WINDOWS / One Art Project / Ibaraki, Osaka / Japan / bis 26.9.2026

  • Ausstellungsansicht, Black White Leaf, Hannes Norberg, 2026, one art project, Ibaraki, Osaka, Japan Ausstellungsansicht, Black White Leaf, Hannes Norberg, 2026, one art project, Ibaraki, Osaka, Japan

Künstler*innen: Hannes Norberg, u. a.

In der 17. Ausgabe des real SOU / WINDOW sind die Arbeiten To-ji, Spoleto und Black Whit Leaf von Hannes Norberg in der JR-Sojiji Station, Osaka, Japan zu sehen. Erstmals wird dort auch seine Videoarbeit Alphabet mit Sound von Tolouse Low Trax gezeigt. Das JR-Sojiji Station Art Project ist eine Projektinitiative des One Art Project, das die Wände des öffentlichen Durchgangs des JR-Bahnhof Sojiji nutzt. Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen ihre alltägliche Lebensweise in Verbindung mit Kunst erleben können, wodurch zeitgleich ein neues künstlerisches Bewusstsein gefördert wird. Zweidimensionale Kunstwerke werden als großformatige Drucke reproduziert und auf den 2,6 Meter hohen Wänden präsentiert. Die Ausstellung wird fortlaufend alle sechs Monate gewechselt.

www.oneartproject.net/artproject

Hannes Norberg


Klassenverhältnisse – die zweite Staffel / Kunsthaus NRW Kornelimünster / Aachen / bis 27.9.2026

  • Ausstellungsansicht, Klassenverhältnisse – die zweite Staffel, Kunsthaus NRW Kornelimünster, Aachen 2026 Ausstellungsansicht, Klassenverhältnisse – die zweite Staffel, Kunsthaus NRW Kornelimünster, Aachen 2026

Künstler*innen: Natalie Czech, Dakić, Katja Davar, Thomas Demand, Jan Dibbets, Jan Paul Evers, Claus Föttinger, Dominique Gonzalez-Foerster, Alex Grein, Julia Gruner, Andreas Gursky, Hannes Norberg, Sigmar Polke, Sebastian Riemer, Klaus Rinke, Alexander Romey, Thomas Ruff, Morgaine Schäfer, Gregor Schneider, Berit Schneidereit, Juergen Staack, Rosemarie Trockel, Christopher Williams, Alex Wissel & Jan Bonny, Thomas Wrede, Timm Ulrichs, u. a.

Nach dem ersten Teil „Klassenverhältnisse. Lehrende, Lernende, Künstler*innen“ führt das Kunsthaus NRW das Ausstellungsprojekt 2026 mit neuen Kunstwerken und Schwerpunkten fort. „Klassenverhältnisse – die zweite Staffel, Kunstlehre von 1946 bis 2026“ erkundet den Kosmos Kunsthochschule anhand von rund 130 Werken aus der eigenen Sammlung sowie ausgewählter Leihgaben aus der Akademie-Galerie der Kunstakademie Düsseldorf. Die neue Ausstellung nimmt die klassischen Kunstgattungen zum roten Faden: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Kunst auf Papier, Druckgrafik, Film, Video, Performance sowie all die Mischformen zeitgenössischer Kunstproduktion. Neben Fragen der handwerklichen Ausbildung treten Aspekte, die schwieriger zu fassen sind: Wie vermittelt sich so etwas wie Haltung, konzeptuelles Denken, oder gar – man denke an Sigmar Polke – Humor? In Teil II des Ausstellungsprojekts zeigt sich verstärkt die globale Vernetzung der nordrheinwestfälischen Kunsthochschulen. So sind die Klassen einflussreicher Professor*innen wie Jan Dibbets, Peter Doig, Dominique Gonzalez-Foerster und Christopher Williams in der Ausstellung vertreten.

Klassenverhältnisse – die zweite Staffel - Kunsthaus NRW Kornelimünster


Performing Landscapes / Leopold-Hoesch-Museum / Düren / bis 6.9.2026

  • Alex Grein, Hyles euphorbiae, Europa, 2021, 1-Kanal-HD-Video, 11’'08, Foto: Mareike Tocha, Courtesy die Künstlerin und Galerie Gisela Clement, Bonn Alex Grein, Hyles euphorbiae, Europa, 2021, 1-Kanal-HD-Video, 11’'08, Foto: Mareike Tocha, Courtesy die Künstlerin und Galerie Gisela Clement, Bonn

Künstler*innen: Alex Grein, u. a.

Über Kunstwerke, Interventionen und anhand von Präsentationen archivarischer Forschung erschließt die Ausstellung die komplexe Beziehung zwischen Rohstoffgewinnung und menschlichem sowie nicht-menschlichem Leben. Die Arbeiten reichen vom Tagebau Hambach – der größten künstlichen Grube Europas – über die Moorlandschaften Norddeutschlands, die ehemaligen Standorte des Uranbergbauunternehmens Wismut, bis hin zu kolumbianischen und britischen Kohlebergwerken. Das Projekt baut auf der fortlaufenden Beschäftigung des LHM mit Industrielandschaften auf, das mit „Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme" (2019) begann und mit „Vom Leben in Industrielandschaften – Den Strukturwandel im Blick“ (2021) fortgesetzt wurde. Mit „Performing Landscapes“ widmet sich das LHM den sozialen, historischen und politischen Prozessen, die Industrielandschaften prägen – den Konflikten, archivarischen Lücken, Akten des Widerstands und gelebten Erfahrungen, die innerhalb und jenseits der sichtbaren Landschaft liegen.

Performing Landscapes · Alex Grein


Speicher II / Jörg Sasse / Ruhr Museum / Essen / Dauerausstellung bis 31.3.2028

  • Jörg Sasse, Speicher II © Ruhr Museum / Christoph Sebastian Jörg Sasse, Speicher II © Ruhr Museum / Christoph Sebastian

Auf der 17-Meter-Ebene der Dauerausstellung begegnen Sie mit dem SPEICHER II jetzt einem besonderen Kunstwerk des Berliner Künstlers Jörg Sasse. Das mobile Depot ist zugleich Archiv, Skulptur und kuratorisches Experiment: 512 Fotografien aus dem Ruhrgebiet der 1950er- bis 2009er-Jahre lagern in einem begehbaren, von allen Seiten zugänglichen „Bildspeicher“. Aus einer ursprünglichen Auswahl von rund 2.000 Fotografien hat Sasse Bilder aus anonymen Quellen, fotografischen Nachlässen und eigenen Beständen zusammengestellt und künstlerisch bearbeitet. So entsteht ein visuell aufeinander abgestimmtes Archiv, das persönliche wie kollektive Erinnerungen an das Ruhrgebiet bündelt.

Einladung zum Bilderhängen: Wöchentlicher Wandel in der Dauerausstellung.
Der SPEICHER II ist jedoch mehr als ein Ausstellungsobjekt: Er lädt zur aktiven Mitgestaltung ein. Sie können jeden Donnerstag von 15:30 bis 17 Uhr bei unserer „Einladungen zum Bilderhängen“ selbst zu Kurator*innen werden. Gemeinsam mit einem Guide wählen Sie in der Gruppe Fotografien aus, kombinieren sie neu und präsentieren ihre Auswahl an der Wand neben dem Speicher. Auf diese Weise entstehen fortlaufend wechselnde Bildensembles – überraschende Dialoge, individuelle Perspektiven und immer neue Erzählungen aus der Region.

Interaktives Kunstwerk SPEICHER II von Jörg Sasse im Museum | Ruhr Museum


Katharina Sieverding: Life-Death / Gammel Strand / Kopenhagen, Dänemark / bis 30.8.2026

  • Videoarbeit Life-Death, 1969 © Katharina Sieverding Videoarbeit Life-Death, 1969 © Katharina Sieverding

Katharina Sieverding (geb. 1941) nahm 1975 an der wegweisenden Ausstellung „Kvindeudstillingen XX“ in Charlottenborg teil und zählte neben Marina Abramović und Inge Mahn zu den international bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Zeit. Obwohl Sieverding eine bedeutende Künstlerin ist, die eine entscheidende Rolle in der feministischen Kunstgeschichte spielte, stellte sie in Dänemark nur selten aus. Ihre „Selfie“-Fotografien und ihre Fortführung der Pop Art sind bis heute aktuell und eindringlich. In dieser Ausstellung wird die spektakuläre Videoarbeit „Life-Death“ aus dem Jahr 1969 präsentiert. Der experimentelle Charakter prägt die Szenen des Films, der ohne Drehbuch gedreht wurde und Musik der Kultband Kraftwerk enthält. So wie der Titel „Life-Death“ mit einem Bindestrich verbunden ist, so feiert das Werk Gegensätze und fließende Übergänge – zwischen Nacht und Tag, zwischen den Geschlechtern, zwischen Leben und Tod.

gammelstrand.dk/en/sieverding


Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne / Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Remagen / bis 10.1.2027

  • Katharina Sieverding, Die Sonne um Mitternacht schauen (RED), SDO/ NASA, 2011–14 © Katharina Sieverding, Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn, 2026 Katharina Sieverding, Die Sonne um Mitternacht schauen (RED), SDO/ NASA, 2011–14 © Katharina Sieverding, Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn, 2026

Künstler*innen: Katharina Sieverding, Dominique Gonzalez-Foerster, Thomas Ruff, u. a.

Seit jeher dient der Weltraum als mächtige Projektionsfläche für Sehnsüchte und Utopien – angesichts globaler Krisen hält er immer noch die Vision einer alternativen Existenz bereit. Apokalyptisches Erwachen und exzentrischer Grenzverlust werden mit rund 100 Werken von der Moderne bis zur Gegenwart beleuchtet.

Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne / Arp Museum Bahnhof Rolandseck


Heustock / Bernhard Fuchs / Kunstmuseum Krefeld / bis 6.9.2026

  • Heuboden, Geierschlag (aus Heustock, 2018-2024), analoger C-Print, 61x49,5 cm, Bernhard Fuchs © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Heuboden, Geierschlag (aus Heustock, 2018-2024), analoger C-Print, 61x49,5 cm, Bernhard Fuchs © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Fuchs fokussiert seinen Blick immer wieder auf ein Sujet: auf das Mühlenviertel in Oberösterreich, wo er aufgewachsen ist. Seit Anfang der 1990er Jahre entstehen hier Serien, die die Landschaft und die Menschen dieser Region auf besondere Weise, unmittelbar und zugleich distanziert, zeigen. Mit Heustock hat der Künstler eine neue Werkserie abgeschlossen, die in den Jahren 2018 bis 2024 ebenfalls in der Region Oberösterreich entstanden ist. Als Heustock wird der Vorrat an Heu bezeichnet, der zumeist auf dem Heuboden in der Scheune trocknet, lagert und die Grundlage für eine Viehhaltung bildet. Aus Gründen mangelnder Rentabilität verschwinden solche ehedem unverzichtbaren Speicherräume nun nach und nach. Die Fotografien zeigen eine zum Teil archaisch anmutende Architektur und vermitteln einen intensiven Eindruck von Materialität. Fotografiert bei Tageslicht, entsteht in jedem Motiv eine besondere Farbigkeit und eine mitunter mystische Atmosphäre. Fuchs thematisiert in seiner Serie Heustock überkommene landwirtschaftliche Speicher- und Produktionsprozesse ebenso wie das Medium der Fotografie selbst. Die Kunstmuseen Krefeld präsentieren erstmals die neue Fotoserie Heustock in Haus Esters mit rund 30 Motiven.

Kunstmuseen Krefeld – Heustock


Geteilte Ansichten. Teil I: Vom Teilen und Geteiltsein / Kunsthalle Bielefeld x Sammlung KiCo / bis 2.10.2026

  • Jörg Sasse, Speicher IV, 2015; Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2015 Jörg Sasse, Speicher IV, 2015; Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2015

Künstler*innen: Jörg Sasse, u. a.

Was passiert, wenn wir teilen – Ideen, Räume, Verantwortung? Mit „Geteilte Ansichten“ eröffnet die Kunsthalle Bielefeld ein umfassendes, zweiteiliges Ausstellungsprojekt, das das Teilen als ästhetisches, soziales und politisches Prinzip ins Zentrum rückt. Die Schau verbindet Werke aus der Sammlung KiCo mit Positionen aus der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld. Die Ausstellung stellt damit eine zentrale Frage unseres Zusammenlebens: Wie prägt das Teilen unsere Gesellschaft – und welche Rolle können Museen als öffentliche Orte im Aushandeln dieser geteilten Wirklichkeiten spielen? In diesem Dialog zwischen historischen und zeitgenössischen Positionen entsteht ein offener Raum, in dem Kunst nicht nur betrachtet wird, sondern Verantwortung, Gemeinschaft und Austausch sichtbar macht.

Geteilte Ansichten. Kunsthalle Bielefeld x Sammlung KiCo | Kunsthalle Bielefeld


Rooms / Stages / Helmut Newton Foundation, Museum für Fotografie / Berlin / bis 15.11.2026

  • u r 8 total isolierter Raum, Giesenkirchen 1989 © Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn u r 8 total isolierter Raum, Giesenkirchen 1989 © Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn

Künstler*innen: Gregor Schneider u. a.

Die Künstler dieser Gruppenausstellung sind jeweils mit einem Werkkomplex vertreten. Sie beziehen den Raum bewusst in ihre inszenierten Porträts ein, nutzen Langzeitbelichtungen, um Menschen oder Tänzer verschwinden zu lassen, oder konzentrieren sich auf menschenleere Innenräume. Diese leeren Räume reichen vom eigenen Atelier der Künstler mit wechselnden Möbelarrangements bis hin zu Museen in Versailles oder Dresden, in denen wir uns unweigerlich bestimmte Szenarien vorstellen. Ergänzend zu gerahmten Fotografien werden Teile der Ausstellungsfläche durch wandfüllende Foto-Wandbilder akzentuiert. Die Präsentation umfasst aufwendige räumliche Interventionen, die eigens für eine einzige Aufnahme geschaffen wurden, ebenso wie unwirtliche und doch perfekt gestaltete U-Bahn-Tunnel in Berlin und London sowie Aufnahmen aus Tanz und Theater.

Rooms / Stages at the Museum für Fotografie


Wie wollen wir leben? / Kunststiftung DZ Bank / Franzfurt / bis 3.10.2026

  • Urban Utopia #1, 2025, Astrid Busch, VG Bild-Kunst, Bonn 2026 (Detail) Urban Utopia #1, 2025, Astrid Busch, VG Bild-Kunst, Bonn 2026 (Detail)

Künstler*innen: Talisa Lallai, Astrid Busch, u. a.

»Wie wollen wir leben?« Mit dieser Leitfrage richtet die Kunststiftung DZ BANK den Blick auf unser Zusammenleben in der Stadt. Vor dem Hintergrund aktueller Stadtentwicklungsprojekte versammelt die Ausstellung künstlerische Perspektiven auf Architekturen, Begegnungsräume und Natur sowie den Menschen in der Stadt. Was brauchen wir, um in großer Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufriedener miteinander leben können? Die künstlerischen Positionen zeigen, wie eng Architektur und Stadtentwicklung mit sozialen Fragen verbunden sind. Historische, politische und soziale Wohnkonzepte prägen unsere Großstädte bis heute. Sie lassen uns das Zusammenleben in der Stadt neu denken: Welche Voraussetzungen brauchen wir, um in Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufrieden miteinander leben können?

Kunststiftung DZ BANK - Ausstellungen


Aber ich. Die Welt. Ich sehe. Dich / Hamburger Kunsthalle / bis 4.10.2026

  • Plakat zur Ausstellung, Aber ich. Die Welt. Ich sehe. Dich, Hamburger Kunsthalle, 2026 Plakat zur Ausstellung, Aber ich. Die Welt. Ich sehe. Dich, Hamburger Kunsthalle, 2026

Künstler*innen: Hannah Darabi, Sigmar Polke, Rosemarie Trockel, u. a.

Im Kontext der Triennale der Photographie präsentiert die Ausstellung ABER ICH | DIE WELT | ICH SEHE | DICH. Werke von 40 internationalen Künstler*innen verschiedener Generationen. Sie alle zeigen Falten im Inhalt von Fotografien: Details, die etwas über ein Bild verraten und jedes Mal die historischen Sedimente freilegen. Im ersten Ausstellungskapitel werden (Grab-)Landschaften entschlüsselt, die von historischen Erinnerungen durchdrungen und von persönlichen Erfahrungen, Mythen und Ideologien geprägt sind. Das zweite Kapitel enthüllt offensichtliche und zugleich geheime Analogien zwischen den von Marcel Duchamp geprägten Ready-mades und Fotografien. Es wird untersucht, wie Künstler*innen optische Geräte und fotografische Aneignungen nutzen, um Zustände von Formen festzuhalten, die als Matrix für die Organisation von Ideen dienen. Auf Protokolle, Bildbearbeitung und die Produktion von Objekten mit historischer und poetischer Anmutung bzw. darauf, wie Künstler*innen fotografisches oder archäologisches Material und Artefakte untersuchen und übersetzen, konzentriert sich der letzte Teil der Schau. 

ABER ICH DIE WELT ICH SEHE DICH* | Hamburger Kunsthalle


Why Don't You Dance? / Hannah Darabi / Photo Elysée / Lausanne, Schweiz / bis 01.11.2026

  • Hannah Darabi, aus der Serie: Cabaret Tehran, House of Legends, Why Dont You Dance, 2026, © Hannah-Darabi Hannah Darabi, aus der Serie: Cabaret Tehran, House of Legends, Why Dont You Dance, 2026, © Hannah-Darabi

Das Projekt kombiniert Fotografien, Videos und Archivmaterial und untersucht, wie Tanz je nach sozialem und politischem Kontext zu einem Ausdruck von Identität und Emanzipation werden kann, insbesondere innerhalb der iranischen Diaspora. Es ist inspiriert von der Autobiografie von Mahvash und den Karaoke-Abenden des Cabaret Tehran in Los Angeles. Damit schlägt Darabi eine Brücke zwischen historischen und zeitgenössischen Tanzpraktiken.

Hannah Darabi - Photo Elysée


Vorschau

Vorschau

Katharina Sieverding & Joseph Beuys / Museum Schloss Moyland / Bedburg-Hau / 11.10.2026 – 7.2.2027

  • Katharina Sieverding Schichtseite nach unten VIII 1971/2007 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Katharina Sieverding Schichtseite nach unten VIII 1971/2007 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

In dieser Ausstellung tritt Katharina Sieverding in den Dialog mit ihrem ehemaligen Professor Joseph Beuys. Der Fokus liegt dabei auf ihrer Zeit an der Düsseldorfer Kunstakademie und fasst Aspekte von Beuys‘ Lehre wie Beteiligungsprozesse und Werte wie Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie ins Auge. Dafür steht u. a. die 243-teilige Filmarbeit Eigenbewegung von 1969. Eigenbewegung zeigt viele Protagonisten jener Jahre darunter Joseph Beuys, Johannes Stüttgen, Imi Knoebel, Blinky Palermo, Chris Reinecke und Jörg Immendorff.  Ein abgegrenzter Ausstellungsbereich wird sich darüber hinaus mit modischen Selbstentwürfen beider Künstler*innen beschäftigen. Beuys und Sieverding schufen jeweils einen hohen Wiedererkennungswert mittels weniger aufeinander abgestimmter Kleidungsstücke und Accessoires. Vor ihrer Zeit an der Kunstakademie entwarf Sieverding Kostüme als Mitarbeiterin von Fritz Kortner am Wiener Burgtheater und stellte diese in szenische und inhaltliche Zusammenhänge. Ziel der Gegenüberstellung ist, die politischen Themen der beiden zu erforschen und zu erkunden, inwieweit sie sich ihres Images bedienen, um diese zu vermitteln und zugleich einen ikonischen Status als Künstler*innen zu erreichen. Kuratiert von Alexander Grönert, Antje-Britt Mählmann, Orson Sieverding, Pola Sieverding & Diana Weis

Katharina Sieverding & Joseph Beuys: Schloss Moyland


Fotofilmfreitag / Laurenz Berges / Film Premiere / Museum Folkwang / 25.9.2026, 18 – 19 Uhr

  • Laurenz Berges, Seagram Plaza XIV, 1989, Inkjet Print, 34 x 50 cm, gerahmt Laurenz Berges, Seagram Plaza XIV, 1989, Inkjet Print, 34 x 50 cm, gerahmt

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Düsseldorfer Künstler Laurenz Berges: zuerst im Film Lebensräume (2026), produziert von Ralph Goertz, der an diesem Abend seine Premiere feiert; dann in der analogen Diaschau Kodachrome mit Aufnahmen aus New York City der frühen 1990er Jahre, die Laurenz Berges live kommentiert. Anschließend gibt es eine Fragerunde mit dem Publikum.

FotoFilmFreitag: LAURENZ BERGES | Museum Folkwang


Have a look / Judith Samen / Galerie Gisela Clement / Bonn / 16.9. – 10.11.2026 / Eröffnung 15.9.2026, 18 Uhr

  • o. T. (Hämatom Kora II), 2024, 77 x 51 cm © Judith Samen o. T. (Hämatom Kora II), 2024, 77 x 51 cm © Judith Samen

Die Galerie Gisela Clement präsentiert eine umfangreiche Werkschau mit Arbeiten von Judith Samen aus verschiedenen Schaffensperioden, sowie neuer Arbeiten.

Galerie Gisela Clement


Tor Pignattara / K-Strich Galerie / Rom, Italien / 12.9. – 21.11.2026

  • villa vicolo, pigment print, 2026 © Peter Piller villa vicolo, pigment print, 2026 © Peter Piller

Künstler*innen: Peter Piller, Jochen Lempert, u. a.

Das Quartier Tor Pignattara selbst ist nicht immer Gegenstand der hier versammelten fotografischen Arbeiten. Es steht als Metapher für die römische Peripherie, die Eroberung von Nischen und die Aneignung antiker Bauten. Diese Nischen, in denen Menschen, Tiere oder Pflanzen sich ihren Raum nehmen, können räumlicher oder zeitlicher Art sein. In den Fotografien von Jochen Lempert und Peter Piller sehen wir Pflanzen (und bei Lempert auch Insekten) im Garten der Villa Massimo oder in einer engen Gasse in Tor Pignattara. Wir sehen sie an einem Ort, der ihnen ermöglicht, zu überleben, in einer Stadt, deren Hitze das Überleben erschwert. 

k-strich Tor Pignattara


The Built and the Grown / Ralf Brueck / Contour Gallery / Rotterdam, Niederlande / Eröffnung 11.9.2026

  • Candy Cave, 2019, 179 x 132 cm, edition 6 © Ralf Brueck Candy Cave, 2019, 179 x 132 cm, edition 6 © Ralf Brueck

Am 11. September, anlässlich der Eröffnung der neuen Kultursaison in Rotterdam, präsentiert die Contour Gallery gemeinsam mit Art Central Rotterdam – einem Zusammenschluss von Galerien – die erste Einzelausstellung von Ralf Brueck (geb. 1966) in den Niederlanden: „The Built and the Grown“. Ralf Brueck (*1966) ist ein Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule, die durch Becher, Höfer und Ruff – in dessen Meisterklasse er 2002 aufgenommen wurde – weltweite Bekanntheit erlangte. Von 1996 bis 2003 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine früheren Arbeiten waren stärker von der Verbindung zwischen der Düsseldorfer Photoschule und der „New American Photography“ geprägt. Seit 2009 wendet er sich zunehmend der digitalen Bildmanipulation zu.

Contour Gallery – Beyond Photography


Constructed Memory / Martina Sauter und Morgaine Schäfer / Rizzuto Gallery / Palermo, Italien / 3.10. – 28.11.2026

  • Einladungsplakat zu Ausstellung Constructed Memory, Martina Sauter und Morgaine Schäfer, Rizzuto Gallery, Palermo, Italien, 2026 Einladungsplakat zu Ausstellung Constructed Memory, Martina Sauter und Morgaine Schäfer, Rizzuto Gallery, Palermo, Italien, 2026

Die Rizzuto Gallery freut sich, Constructed Memory zu präsentieren – eine Ausstellung, die zwei einflussreiche Fotografinnen der deutschen Kunstszene zusammenbringt: Martina Sauter und Morgaine Schäfer, beide Absolventinnen der Kunstakademie Düsseldorf. Was sie verbindet, ist weniger ein gemeinsamer Stil als vielmehr eine gemeinsame Arbeitsweise. Trotz ihrer unterschiedlichen Quellen und Methoden vertreten Sauter und Schäfer eine radikale Haltung: Erinnerung wird nicht vererbt, sondern konstruiert. Beide gehen von einem bereits existierenden Bild aus, einem Filmstandbild oder einem vertrauten Dia, das noch keine Kunstfotografie ist, sondern eine Spur, ein Dokument, ein Relikt. Die künstlerische Geste besteht darin, diese Spur aus dem Archiv (ob Film oder privater Bestand) zu lösen und einem Bearbeitungsprozess zu unterziehen: Collage, Re-Fotografie, Vergrößerung, Montage.

Constructed Memory – RizzutoGallery


1 day in space / Ed Atkins / Gladstone Gallery / Seoul, Korea / 31.8. – 31.10.2026

  • 16th of April, 19.21‘30‘‘ (Passive Mech), Ed Atkins 16th of April, 19.21‘30‘‘ (Passive Mech), Ed Atkins

Mit der Ausstellung 1 day in space zeigt Gladstone die Werke des renommierten britischen Künstlers Ed Atkins am neuen Standort der Galerie in Seoul. Atkins, bekannt für eine multidisziplinäre Praxis, in der das technologische Surrogat als vermittelndes Instrument fungiert, etwa im Umgang mit Fragen von Zeit, Verlust sowie dem Spannungsfeld zwischen Dauerhaftigkeit und Vergänglichkeit, wendet sich hier analogen Strategien zu. Diese greifen die Fragen, die sein Werk seit Langem durchziehen, erneut auf und stellen sie in einen neuen Kontext. Mit der Präsentation einer bedeutenden neuen Videoarbeit sowie einer Reihe erweiterter fotografischer Werke, Skulpturen und Frottagen bietet 1 day in space nicht nur eine visuelle Allegorie der Familie, sondern wirft auch Fragen dazu auf, was es bedeutet, das Reale freizulegen und neu zu konstituieren.

1 day in space | Gladstone Gallery


Andreas Gefeller Solo Exhibition / Atlas Gallery / London, England / 24.9. – 21.11.2026

  • The Other Side of Light © Andreas Gefeller, Atlas Gallery The Other Side of Light © Andreas Gefeller, Atlas Gallery

Die Atlas Gallery freut sich, eine kommende Einzelausstellung des deutschen Fotografen Andreas Gefeller zu präsentieren. Die Ausstellung wird neue Arbeiten zusammen mit einer Auswahl aus Gefellers gefeierten Fotoserien 'The Other Side of Light', 'Supervisions' und 'Aurora Urbanis' vereinen.

Atlas Gallery | Fine Art PhotographyAndreas Gefeller – Atlas Gallery | Fine Art Photography


Entangled Lines x Sigmar Polke. Athanor NOW / Berit Schneidereit / Kunsthaus NRW Kornelimünster / Aachen / 10.10. – 30.11.2026 / Eröffnung 10.10.2026, 15 Uhr

  • Berit Schneidereit, Luminogramm und Chemigramm auf Silbergelatinepapier (kontinuierlich Licht-sensitiv), 2026 © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Berit Schneidereit, Luminogramm und Chemigramm auf Silbergelatinepapier (kontinuierlich Licht-sensitiv), 2026 © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Im Rahmen des internationalen Forschungs- und Vermittlungsprojekts „Sigmar Polke. Athanor NOW“, initiiert von der Anna-Polke-Stiftung, entwickelt die Künstlerin Berit Schneidereit für das Kunsthaus NRW ein ortsspezifisches Ausstellungsprojekt, das über den Zeitraum eines halben Jahres in zwei ineinandergreifenden Teilen realisiert wird. Ausgehend von erweiterter Fotografie als einer liquiden, prozesshaften und materialbasierten künstlerischen Praxis untersucht Schneidereit das fotografische Medium als Ausdruck eines Kontinuums von Zeit und Raum. Zentrale Bezugspunkte bilden dabei Sigmar Polkes „Dürerschleifen“, die 1986 Teil seiner ikonischen Athanor-Installation im Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig waren, sowie seine experimentellen fotografischen Arbeiten mit Pflanzenranken aus dem gleichen Zeitraum.

Berit Schneidereit – Entangled Lines x Sigmar Polke. Athanor NOW - Kunsthaus NRW Kornelimünster


Industrial: Seidenstraße 3000 / Kunsthalle Dortmund und HMKV Dortmund/ 12.9.2026 – 10.1.2027

  • Chongqing Express © Katja Stuke und Oliver Sieber Chongqing Express © Katja Stuke und Oliver Sieber

Künstler*innen: Katja Stuke und Oliver Sieber, u. a.

Seidenstraßen 3000 klingt nach Science-Fiction, nach einem exotischen Ort in einer fernen Zukunft. Tatsächlich sind die Seidenstraßen jedoch nie verschwunden, sondern haben sich lediglich in Form, Umfang und Tempo verändert. Anstelle von Karawanen, die mit kostbarer Seide beladen die Wüsten Zentralasiens durchquerten, transportieren heute Züge, Lkws und Containerschiffe Öl, Getreide, Rohstoffe, Ersatzteile und Industriegüter – die Dinge, aus denen unser tägliches Leben besteht.

Kunsthalle Dortmund | INDUSTRIAL: Seidenstraßen 3000

Soon: Seidenstraßen 3000 – KATJA STUKE


Sushi Taxt / Helene Kuschnarew / Richas Digest / Köln / 5.8. – 26.9.2026 / Eröffnung 4.9. 19 Uhr

  • Sushi Taxi, Fotodruck auf Karton, 21 x 29,7 cm © Helene Kuschnarew Sushi Taxi, Fotodruck auf Karton, 21 x 29,7 cm © Helene Kuschnarew

2021/22 entstand während der Tätigkeit als Sushi-Lieferantin eine Fotoserie von Kölner Hausfluren und Eingangsbereichen. Diese Arbeiten werden in der Ausstellung Sushi Taxi zu sehen sein.


jpegs ny / Thomas Ruff / David Zwirner / New York, USA / 10.9. – 31.10.2026

  • Thomas Ruff, jpeg ny02, 2004 Thomas Ruff, jpeg ny02, 2004

David Zwirner freut sich, eine bedeutende Werkgruppe von Fotografien des Künstlers Thomas Ruff in der Galerie am Standort 533 West 19th Street in New York zu präsentieren. Die zwölf ausgestellten Arbeiten stammen aus der Serie jpegs ny einem Teilkomplex der umfassenderen jpegs-Reihe des Künstlers – und basieren auf Bildern der Anschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Die Ausstellung, die mit dem 25. Jahrestag der Anschläge zusammenfällt, wurde vom Künstler als Gedenken an diesen Tag konzipiert. Vor der Präsentation in New York war diese Werkgruppe bereits im Rahmen des Sektors „Unlimited“ auf der Art Basel 2026 zu sehen.

Thomas Ruff: jpegs ny | New York: 19th Street | Opening September 10, 2026 | David Zwirner


Where ist the sky / Galerie Rüdiger Schöttle / München / 18.8. – 24.10.2026

  • Cancale III, 2023 © Elger Esser Cancale III, 2023 © Elger Esser

Künstler*innen: Elger Esser, u. a.

Der Himmel ist ein diffuses Phänomen. Wo befindet sich der Himmel? Über unseren Köpfen, im Spiegel des Wassers, hinter einer Rauchwolke oder nur in unserer Vorstellung? Kaum ein anderer Bildraum entzieht sich einer eindeutigen Verortung so sehr wie der Himmel. Zwischen physikalischem Phänomen, Projektionsfläche und kultureller Imagination bildet er seit Jahrhunderten einen Ort der Sehnsucht, des Übergangs und der Orientierung. Wo beginnt der Himmel, wo endet er? Aus Perspektive der Erde nennen wir alles Sichtbare außerhalb der Erde „Himmel“. Für die menschliche Wahrnehmung erscheint er blau, wenn er wolkenfrei ist. Über physikalische Gesetze wissen wir jedoch, dass dies an den kurzwelligen blauen Lichtanteilen der Luftmoleküle liegt, die stärker gestreut werden als die langwelligen roten Anteile. Das Konzept „Himmel“ steht auch für einen religiös und mystisch aufgeladenen Raum, für einen Sehnsuchtsort oder als Raum für Übergänge. Die Werke in der Gruppenausstellung „Where ist the sky?“ verdeutlichen die Präsenz des Himmelsbildes in der künstlerischen Auseinander-setzung unserer Positionen auf unterschiedliche Art und Weise.

Where is the sky? | GALERIE RÜDIGER SCHÖTTLE


Tempus pingendi / Elger Esser / Museum Ratingen / 18.9. – 24.1.2027

  • Ambleteuse II, 2025, Mixed media: versilberte Kupferplatte, direktdruck, shellac. Van der Grinten Galerie © Elgar Esser Ambleteuse II, 2025, Mixed media: versilberte Kupferplatte, direktdruck, shellac. Van der Grinten Galerie © Elgar Esser

Das Museum Ratingen widmet dem international bekannten Künstler Elger Esser eine Einzelausstellung, dessen zentrales Thema die Landschaftsfotografie ist. Esser, geboren 1967 in Stuttgart, lebt in Düsseldorf, wo er an der Kunstakademie bei Bernd Becher studierte. Seine Arbeit liest sich als Parcours durch die Geschichte der Fotografie sowie als nuanciertes Wechselspiel der Fotografie mit der Malerei. Essers Aufnahmen entstehen im Stil historischer Fotografie, auf poetische Weise fängt er die ruhige Atmosphäre von Landschaften ein. Immer wieder wird Vergangenes hervorgerufen, so ist auch die Ausstellung eingebettet in das Ratinger Jubiläumsprogramm, das verschiedenste Verknüpfungen zu historischen und kulturellen Themen herstellt.

Museum Ratingen - Ausstellungen - Stadt Ratingen


The Heart of the Matter / Carrie Mae Weems / C/O Berlin / 12.9.2026 – 3.2.2027

  • Welcome Home, 1978–84, © Carrie Mae Weems. Courtesy the artist and Gladstone Gallery, New York, Fraenkel Gallery, San Francisco, and Galerie Barbara Thumm, Berlin Welcome Home, 1978–84, © Carrie Mae Weems. Courtesy the artist and Gladstone Gallery, New York, Fraenkel Gallery, San Francisco, and Galerie Barbara Thumm, Berlin

Die Ausstellung und die begleitende Monografie bieten einen umfassenden neuen Überblick über das Werk der international renommierten Künstlerin Carrie Mae Weems (geb. 1953), die sich in ihren eindringlichen Fotografien mit Fragen von kultureller Identität, Patriarchat und sozialer Zugehörigkeit auseinandersetzt. Die Schau spannt den Bogen über Weems’ gesamtes Schaffen und zeigt die Tiefe und Vielfalt ihrer künstlerischen Ausdrucksweise. Zu sehen sind frühe, ikonische Serien wie Family Pictures and Stories (1978–1984) ebenso wie ihre jüngsten Arbeiten über Schwarze Glaubensgemeinschaften. Die Ausstellung hebt Weems’ einzigartige Fähigkeit hervor, die Komplexität und die Ungerechtigkeiten der Welt um uns herum sichtbar zu machen. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Räume, die in den gängigen Erzählungen häufig ausgeblendet werden: Ateliers, Plantagen im Süden der USA, häusliche Interieurs sowie die „unsichtbaren Institutionen“ Schwarzer Communities, die in Zeiten fortbestehender Unterdrückung als Orte des Glaubens entstanden sind. Diesen stellt Weems Bilder von Denkmälern und Museen gegenüber. Jene Repräsentationsorte, die historisch oft von Ausschluss geprägt waren.

Carrie Mae Weems | C/O Berlin


Buchvorstellung

Buchvorstellung

Publikation der Kunstakademie Düsseldorf zur Paris Photo 2025

Abb. Publikation der Kunstakademie Düsseldorf zur Paris Photo 2025
Abb. Publikation der Kunstakademie Düsseldorf zur Paris Photo 2025

Publikation der Kunstakademie Düsseldorf zur Paris Photo 2025

Veröffentlicht von @publisching.eu
Konzept: Camilla Angolini, Kim-Camille Kreuz, Helene Kuschnarew, George Popov und Stephan Macháč
Editors: Kim-Camille Kreuz und Lola Inó Schönherr
Grafische Gestaltung: George Popov

Die Publikation entstand im Zusammenhang mit der Präsentation „Düsseldorf and Photography" auf der Paris Photo 2025 und vereint künstlerische Positionen von Studierenden, Professor*innen und Werkstattleiter*innen der Kunstakademie Düsseldorf, die sich in ihren vielfältigen Erscheinungsformen mit dem Medium Fotografie auseinandersetzen.

Gefördert von der Kunstakademie Düsseldorf, der Kommission Fotostadt Düsseldorf sowie der Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse Düsseldorf.

Erhältlich auf Anfrage bei dem Verlag publisher.eu


Kalender

Kalender

So 30.8.
12 – 16 Uhr
Finissage
KIT

Mi 2.9.
19 Uhr
Eröffnung
Schloss Benrath

Do 3.9.
18 Uhr
Eröffnung
Galerie Ludorff

Fr 4.9. – So 6.9.
DC Open

Fr 4.9.
18 Uhr
Hoffest
Galerie Clara Maria Sels

Fr 4.9.
18 Uhr
Eröffnung
COSAR

Fr 4.9.
18 Uhr
Eröffnung
Linn Lühn

Fr 4.9.
18 Uhr
Eröffnung
Van der Grinten Galerie

Fr 4.9.
18 Uhr
Eröffnung
Anna Laudel Galerie

Fr 4.9.
18 Uhr
Eröffnung
Petra Rinck Galerie

Fr 4.9.
18 Uhr
Eröffnung
Doves Flying Inwards (DFI), Eiskellerberg 1-3

So 6.9.
16 Uhr
Eröffnung
Stadtmuseum Düsseldorf

Di 8.9.
16:45 Uhr
Künstler*innen Gespräch
Kunstpalast

Fr 11.9. – So 13.9.
Art Book Fair
Between Books
Kunsthalle Düsseldorf

Sa 19.9.
19 Uhr
Eröffnung DJF
KIT

Sa 17.10.
18 Uhr
Eröffnung
Kunsthalle Düsseldorf


Sonstiges

Sonstiges

Open Call / Zwei Krupp-Stipendien für „Zeitgenössische deutsche Fotografie“ / Einsendeschluss 31.8.2026

  • Susanne Keichel, Hände, 2022 Susanne Keichel, Hände, 2022

Zusammen mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang vergibt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung erneut zwei Stipendien für das Programm Zeitgenössische deutsche Fotografie. Die Stipendien sind mit je 13.000 Euro dotiert und werden für die Dauer eines Jahres vergeben. Bis zum 31. August können Bewerbungen über das Online-Bewerbungsportal der Krupp-Stiftung eingereicht werden. Für das Förderprogramm können sich Fotograf*innen aus allen Bereichen der künstlerischen Praxis bewerben. Die Bewerber*innen müssen seit mindestens drei Jahren in Deutschland leben, aber nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Alters- oder Ausbildungseinschränkungen bestehen nicht. Die Bewerbung muss in Verbindung mit einem geplanten fotografischen Vorhaben erfolgen. Dieses Projekt kann bereits begonnen sein und muss innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Nach Abschluss des Zeitraums präsentieren die beiden Preisträger*innen ihre erarbeiteten Projekte im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung.

Neue Ausschreibung: Zwei Krupp-Stipendien für „Zeitgenössische deutsche Fotografie“ | Museum Folkwang


Not Knowing – Photography and the Unknown / Ein Kongress der Internationalen Photoszene Köln / 22. – 25. Oktober 2026

  • Ankündigungsplakat, Not Knowing – Photography and the Unknown, ein Kongress der Internationalen Photoszene Köln, 2026 Ankündigungsplakat, Not Knowing – Photography and the Unknown, ein Kongress der Internationalen Photoszene Köln, 2026

Vom 22. bis 25. Oktober 2026 lädt die Internationale Photoszene Köln zum Kongress Not Knowing – Photography and the Unknown ein. Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Archivar*innen, Designer*innen, Performer*innen und Denker*innen aus unterschiedlichen Disziplinen kommen zusammen, um sich mit den Grenzen des Sichtbaren, den Bedingungen von Wissen und den Potenzialen des Nichtwissens auseinanderzusetzen. Der Kongress bildet den diskursiven Auftakt des Photoszene-Festivals 2027. Im Zentrum steht die Frage, was sichtbar, denkbar oder erfahrbar wird, wenn wir Unsicherheit nicht als Defizit verstehen, sondern als produktiven Ausgangspunkt. Der Kongress begreift Nichtwissen als Voraussetzung von Erkenntnis, als kreative Methode und als Möglichkeit, dominante Wissensordnungen zu hinterfragen.

Not Knowing - Internationale Photoszene Köln


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Kontakt

  • Landeshauptstadt Düsseldorf
    Kulturamt
    Zollhof 13
    40221 Düsseldorf
  • Kulturamt
    Koordinierungsstelle Fotografie
    Stephan Macháč
    0211- 8924207