Fotografie - Landeshauptstadt Düsseldorf

REVIEW

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"Düsseldorf and Photography" auf der Paris Photo 2025 Netzwerke und Narrative eines fotografischen Ökosystems

  • Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale   Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux

Mit der Präsentation „Düsseldorf and Photography“ gab die Landeshauptstadt Düsseldorf auf der Paris Photo 2025 eine aktuelle Übersicht über das diverse Netzwerk der künstlerischen Fotografie in Düsseldorf. Erstmals trat eine Stadt als eigenständiger kuratorischer Akteur auf der weltweit wichtigsten Messe für Fotografie im traditionsreichen Grand Palais auf. Dieses institutionell neuartige Format wurde von der internationalen Fachöffentlichkeit und rund über 75.000 Besuchern aufmerksam verfolgt und breit rezipiert.

Zehn Kurator*innen von Fotografie ausstellenden Institutionen und Initiativen haben 35 Künstler*innen ausgewählt, die mit 50 künstlerischen Arbeiten den zeitgenössischen, heterogenen und transdisziplinären fotografischen Diskurs in Düsseldorf vermittelt haben. Die Arbeiten wurden an fünf Messetagen in Form einer täglich wechselnden kuratierten Ausstellung in einem 45m² Ausstellungsstand zwischen dem konventionellen und dem digitalen Sektor der Messe gezeigt. Mit der täglichen Neukontextualisierung generierte der Stand eine hohe Dynamik und großes Aufmerksamkeitspotential. Die Präsentation positionierte den Fotostandort über die Vermittlung des Netzwerkes der Akteur*innen, die ihn prägen: Künstler*innen, Kurator*innen, Museen, private Sammlungen, Festivals und Preisen, Galerien und unabhängige Initiativen, Hochschulen und Forschungsinstitutionen, Produktionsstätten und Labore.

  • Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale   Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux

Dieses Netzwerkverständnis – ästhetisch, institutionell und lokal verankert, zugleich international agierend – wurde von zahlreichen internationalen Besucher*innen sowie Vertreter*innen musealer und akademischer Institutionen als zentraler Mehrwert des Beitrags rezipiert. Die Messepräsenz generierte nennenswerte Kooperationsangebote, unter anderem aus London, Mailand und Johannesburg, die auf neue Formen des Austauschs zwischen städtischen, kuratorischen und akademischen Partnern abzielen.
Auch gab es zahlreiche Kaufanfragen, die an die vertretenen Galerien und Künstler*innen vermittelt wurden.

In mehreren Fachbesprechungen auf der Messe wurde die Düsseldorfer Präsentation durch das hohe inhaltliche Niveau der gezeigten künstlerischen Positionen, die untypische, nicht-kommerzielle kuratorische Ausrichtung, die dynamisch wechselnde Hängung und die qualitative Breite der vertretenen individuellen fotografischen Ansätze, als eines der konzeptuell prägnantesten Projekte der diesjährigen Ausgabe bezeichnet. Besonders hervorgehoben wurden, dass hier Fotografie als künstlerisches Medium in seinen diversen Identitäten und Aggregatzuständen präsentiert wurde. Traditionell mit und ohne Rahmung, als Handabzug, als Print, auf Glas und Folie, als analoge Diaprojektion von KI generierten Bilden, auf einem Screen, als Stoff, als bedruckter Sand, als performativ temporärer Inkjet-Print, als beschichtete Metalplatte, als Stuhl, Tisch, Lampe, als Hard-Drive-Disk und in verschiedenen installativen Kontexten.

  • Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale   Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux

Durch die Präsenz zahlreicher beteiligter Künstler*innen und Kurator*innen entstanden am Stand intensive Fachgespräche, die das Projekt nicht nur sichtbar, sondern diskursiv erlebbar machten.

Ergänzt wurde die Präsentation von Publikationen der Kunstakademie Düsseldorf und der Hochschule Düsseldorf / Peter Behrens School of Arts, die eigens für die Paris Photo als limitierte Einzelexemplare auf Initiative des Kulturamts produziert wurden. Sowie einem Exhibitor Programm aus Talks, Book signings, Podcasts und Begleitausstellungen Düsseldorfer Künstler*innen in Paris.

Als erstes Großprojekt der neugeründeten Kommission Fotostadt Düsseldorf markiert „Düsseldorf and Photography“ einen deutlichen Schritt hin zu einer aktiven international ausgerichteten Standortpolitik für das Medium der Fotografie. Die Messepräsenz versteht sich nicht als Marketingmaßnahme, sondern als erweitertes Modell: Eine Stadt tritt als kuratorischer Akteur in Erscheinung, um ihre fotografische Infrastruktur – und nicht nur einzelne Künstler*innen oder Institutionen – sichtbar zu machen.

Dieser Ansatz verweist auf eine Entwicklung, die im internationalen Kontext zunehmend an Bedeutung gewinnt: Städte profilieren sich nicht nur über kulturelles Erbe, sondern über kulturelle Produktionsnetzwerke, die transnational operieren und global rezipiert werden.

  • Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale   Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux

Die Resonanz auf der Paris Photo 2025 bestätigt, dass Düsseldorf heute als ein zentraler Ort künstlerischer Fotografie wahrgenommen wird – nicht allein aufgrund historischer Referenzen, sondern durch die Breite, Mobilität und Aktualität seiner fotografischen Szene.

Mit der Präsentation „Düsseldorf and Photography“ auf er Paris Photo 2025 hat die Stadt ein Modell vorgestellt, das sowohl kulturpolitisch als auch kuratorisch neue Wege aufzeigt: eine fotografische Identität, die aus dem Zusammenspiel vieler Akteur*innen entsteht, sich fortlaufend erneuert und weit über lokale Grenzen hinaus wirksam wird. Die Stadt versteht Fotografie nicht ausschließlich als historisch gewachsenes Medium, sondern wichtiger Teil einer zeitgenössischen Identität, die mit digitalen Kulturen, mit gesellschaftlichen Fragestellungen und mit interdisziplinären Praktiken verknüpft ist.

Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale   Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux
Düsseldorf and Photography, Paris Photo 2025, 11.-16.11.2025, Installationsansichten, Internationale Messepräsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf, Grand Palais, Paris, Frankreich © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux

 

Künstler*innen:
Johannes Bendzulla · Julius Brauckmann · Enya Burger · Danica Dakić · Hannah Darabi · Mareike Foecking · Claus Föttinger · Alex Grein · Ronja Greiner · Jan Hunkemöller · Anna Jocham · Ludwig Kuffer · Andreas Langfeld · Leonie Lass · Lutz Mommartz · Conrad Müller · Donja Nasseri · Peter Piller · Anne Pöhlmann · Farah Al Qasimi · Johannes Raimann · Michael Reisch · Sebastian Riemer · Hedda Roman · Morgaine Schäfer · Kai Werner Schmidt · Franziska Schmitz · Ursula Schulz-Dornburg · Oliver Sieber · Lucia Sotnikova · Juergen Staack · Katja Stuke · Carrie Mae Weems · Christoph Westermeier · Christopher Williams

Kurator*innen:
Julika Bosch (Sammlung Philara) · Esther Breinig (Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf) · Dr. Linda Conze (Kunstpalast) · Dr. Christoph Danelzik-Brüggemann (Stadtmuseum Düsseldorf) · Alicia Holthausen (Kunsthalle Düsseldorf) · Kim-Camille Kreuz (Künstlerin und unabhängige Kuratorin) · Dr. Doris Krystof (Kunstsammlung NRW) · Anna Pfau (Julia Stoschek Foundation) · Pola Sieverding (düsseldorf photo+) · Mara Sporn (unabhängige Kuratorin, Empty Spaces e.V.)


News

News

Katja Stuke und Oliver Sieber / Le Monde de Demain / KÖBogen II, Schadowstraße / bis 8.2.2026

Videoinstallation, Le Monde de Demain von Katja Stuke und Oliver Sieber, Take a Bow, KÖBogen II, Schadowstraße, 2026 © Katja Stuke und Oliver Sieber
Videoinstallation, Le Monde de Demain von Katja Stuke und Oliver Sieber, Take a Bow, KÖBogen II, Schadowstraße, 2026 © Katja Stuke und Oliver Sieber

Katja Stuke und Oliver Sieber / Le Monde de Demain / KÖBogen II, Schadowstraße / bis 8.2.2026

Nachdem die Arbeit „Le Monde de Demain“ von Katja Stuke und Oliver Sieber vom Kulturamt am Stand „Düsseldorf and Photography“ auf der Paris Photo 2025 gezeigt wurde, ist nun eine neue ortsspezifische Version der 9-Kanal-Videoinstallation auf dem großen LED-Screen an der Schadowstraße zu sehen. Die Installation wird jeden Abend ab 20 Uhr, bis zum 8. Februar gezeigt.

Le Monde de Demain – BÖHMKOBAYASHI BY KATJA STUKE & OLIVER SIEBER TAKE A BOW


Last Call: Deutscher Jugendfotopreis 2026 – Einsendeschluss am 2. Februar

  • Plakat, Deutscher Jugendfotopreis 2026

Noch bis 2. Februar teilnehmen: Der traditionsreiche bundesweite Wettbewerb für junge Fotografie lädt alle bis 25 Jahre zur kostenlosen Einreichung ein. Der Deutsche Jugendfotopreis ruft zum Endspurt auf: Noch bis zum 2. Februar 2026 können fotografiebegeisterte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihre Arbeiten einreichen. Die Teilnahme ist kostenlos und offen für alle bis einschließlich 25 Jahre, ganz gleich, ob erste fotografische Schritte gemacht werden oder bereits intensiv mit dem Medium gearbeitet wird.

Der Wettbewerb lädt ausdrücklich alle ein, die Freude an Fotografie haben und sich kreativ mit Bildern auseinandersetzen möchten. Die offenen Kategorien „Experimente“ und „Freie Themenwahl“ bieten Raum für individuelle Themen, persönliche Zugänge und unterschiedlichste fotografische Ausdrucksformen – ohne formale oder inhaltliche Einschränkungen. In der Kategorie „Jahresthema“ werden in diesem Wettbewerbsjahr unter dem Motto „Ein Haus, Ein Boot, Ein Auto“ die besten Bilder zu den eigenen Zukunftsträumen gesucht.

Startseite - Deutscher Jugendfotopreis

 


Klaus Rinke – Nachruf

Klaus Rinke, Der Versuch, sich von der Erdanziehung zu lösen, 1971
Klaus Rinke, Der Versuch, sich von der Erdanziehung zu lösen, 1971

Klaus Rinke – Nachruf

Der Künstler und ehemalige Professor der Kunstakademie Düsseldorf Klaus Rinke (geboren 1939) ist am 20.1.2026 verstorben. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt das „Zeitfeld“, ein dauerhaft installiertes Kunstwerk am westlichen Eingang des Volksgartens in Düsseldorf. Doch der multimedial arbeitende Künstler war nicht zuletzt auch für sein fotografisches Werk bekannt. Installative und performative Arbeiten wurden fotografisch festgehalten und zu einem eigenständigen fotografischen Werk erweitert. Rinke schuf Serien wie „Mutationen“, „Porträts aus der Düsseldorfer Kunstszene 1968-1977“ oder „9000 Liter begehbares Wasser“. Seine Werke wurden weltweit ausgestellt (u. a. in Einzelausstellungen im New Yorker MoMA, der Wiener Sezession oder der Hagia Sophia in Istanbul) und finden sich in namhaften nationalen und internationalen Sammlungen.


Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024
Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024

Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist seit Jahrzehnten eng mit der Fotografie verknüpft. Der Bericht "Düsseldorf und Fotografie", den das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Christina Irrgang erstellt hat, dokumentiert, wo die Akteurinnen, Akteure, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf aktuell stehen.

Der Bericht verdeutlicht die Diversität des internationalen Fotostandortes und bietet eine aktuelle Grundlage, um die zukünftige fotografische Entwicklung in Düsseldorf zu fördern. Darüber hinaus wird die Rolle der Fotografie in Düsseldorf, ihre wichtigsten Orte für die Vermittlung, Erforschung und Archivierung, die regionale und internationale Vernetzung sowie ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor gespiegelt.

Seit der Erfindung der Fotografie ist Düsseldorf eng mit dem Medium verbunden. Frühzeitig haben Künstlerinnen und Künstler in Düsseldorf die Fotografie kontinuierlich in ihre künstlerische Praxis integriert. Daraus hat sich ein international einzigartiges Netzwerk aus Lehre, Produktion, Verarbeitung und Präsentation von Fotografie entwickelt. Dieses Netzwerk und der Umgang mit dem Medium Fotografie als Kulturgut sollen auch zukünftig gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden.

Aus diesem Grund hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Mai 2021 die deutschlandweit erste Koordinierungsstelle für Fotografie im Kulturamt eingerichtet und stellt nun den im Juni 2022 fertiggestellten Bericht "Düsseldorf und Fotografie" vor. Der Bericht ist vollständig als PDF-Datei auf dieser Seite abrufbar.

  • Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf

Wir stellen regelmäßig Auszüge aus dem 100-seitigen Kulturamtsbericht „Düsseldorf und Fotografie“ vor und geben Hintergrundinformationen über die Historie, das Netzwerk, die Akteur*innen, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf. Derzeit stellen wir den Auszug über die Kunsthalle Düsseldorf vor, die zu Beginn des kommenden Jahres für eine umfassende Sanierung geschlossen wird.

RESTAURIERUNGSZENTRUM DER LANDESHAUPTSTADT DÜSSELDORF

Das Restaurierungszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde 1976 als kommunales Kulturinstitut mit dem Ziel der Erhaltung, Pflege und Erforschung von Kunst- und Kulturgut gegründet und betreut die Museen, Archive und Ausstellungshäuser der Stadt konservatorisch und restauratorisch. In den 2000ern gelang es dem Zentrum als einer der wenigen Institutionen in Deutschland, den Fachbereich Fotorestaurierung und eine damit verbundene, spezialisierte Vollzeitstelle einzurichten. Mit der Diplom-Fotorestauratorin Jessica Morhard ist diese Stelle mit einer Expertin besetzt worden, die auf internationalem Niveau Strategien für die Erhaltung und kunsttechnologische Erforschung der Düsseldorfer Fotosammlungen erarbeitet sowie Leihgaben und Aus-stellungen nach konservatorischen Standards begleitet. Unter den 3.5 Millionen Objekten, die das Restaurierungszentrum betreut, befinden sich viel-fältige fotografische Bestände, die von den Anfängen der Fotografie bis in die Gegenwart reichen und eine große Bandbreite fotografischer Techniken a-decken. Jessica Morhard ist selbst ausgebildete Fotografin und engagiert sich seit Jahren auf nationaler Ebene in Fachgruppen, die sich dem Erhalt von Fotografien widmen. Für den Kontext ihrer Arbeit sind die in Düsseldorf bestehenden fotografischen Kompetenzen und Einrichtungen, so vor allem das Gefüge aus Produktions-, Sammlungs- und Ausstellungs-stätten, wichtig: „Allein am und um den Ehrenhof haben wir die Akademie als Ausbildungsbetrieb und Ort künstlerischen Schaffens, den Kunstpalast und das NRW-Forum als Orte des Sammelns und Ausstellens sowie das Restaurierungs-zentrum mit seiner instrumentellen Infrastruktur, seinem spezialisierten und vernetzten Personal, und nicht zuletzt auch die Fachbibliothek als Kompetenzzentrum für die Erhaltung und kunsttechnologische Er-forschung”1, so Morhard. Diese vielseitige Struktur schätzt sie für ihre professionelle Praxis: „In meiner Tätigkeit als Fotorestauratorin am Restaurierungszent-rum Düsseldorf habe ich die Möglichkeit, mich den Fragen der Restaurierung und Erhaltung von Fotografien in einem breit gefächerten Objekt- und Aufgabenfeld zu nähern. Die Voraussetzungen am Restaurierungszentrum sind hervorragend: Unsere Infrastruktur ermöglicht naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden, wir haben den fachlichen Austausch mit den spezialisierten Abteilungen – inklusive des neu gegründeten Fachbereiches Medienkunstrestaurierung – im Haus, und wir forschen vernetzt auf internationaler Ebene.“2Der Restaurierung von Fotografien soll in Düsseldorf künftig ein noch größerer Stellenwert zukommen. So wird das Restaurierungszentrum im Ehrenhof im dritten Quartal 2022 neu eröffnet werden, ausgestattet mit hochwertigster und modernster Technik.


Düsseldorf und Fotografie Karte

Düsseldorf und Fotografie Karte

Für eine bessere Orientierung in der Fotostadt Düsseldorf, haben wir eine „Düsseldorf und Fotografie“ Karte erstellt und in unseren Stadtplan maps.duesseldorf.de integriert.


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

Gräser, Sträucher, Bäume / Petra Rinck Galerie / bis 7.3.2026

Ohne Titel (Strauch), Johannes Bendzulla, 2020, Pigment Print auf Büttenpapier, 81 x 61 x 3,5 cm
Ohne Titel (Strauch), Johannes Bendzulla, 2020, Pigment Print auf Büttenpapier, 81 x 61 x 3,5 cm

Gräser, Sträucher, Bäume / Petra Rinck Galerie / bis 7.3.2026

Künstler*innen: Johannes Bendzulla, Laurenz Berges, Ralf Brög, Simone Nieweg, u. a.

Gräser, Sträucher und Bäume verbinden wir oft mit Kindheitserinnerungen, ländlicher Umgebung und der Natur im Allgemeinen. Damals war unser Blick auf die Natur noch relativ ungetrübt, da Schäden und Zerstörung noch nicht so offensichtlich waren und wir uns noch lange keine Gedanken darüber machten, was die Zukunft für uns bereithalten würde. Im Laufe der Jahre hat sich die Natur in unserer unmittelbaren Umgebung, aber auch in fernen Ländern, stark verändert. Sichtbare Veränderungen in unserem direkten Umfeld, Bilder aus aller Welt und stetig wachsendes Wissen haben sich tief in unser Bewusstsein eingeprägt und unsere Perspektive verändert. Diese Veränderungen und Erweiterungen spiegeln sich in den künstlerischen Ansätzen der eingeladenen Künstler*innen und den von ihnen verwendeten Medien wider. Die Ausstellung versucht, das Spektrum von naturalistischer Darstellung über rekonstruierte, interpretierte Bilder und freie Malerei bis hin zu digitalen Illusionen abzudecken.

Upcoming Exhibitions - Petra Rinck Galerie


GEGENWIND / Anna Sokolova/ Public Screen, Johannes-Rau-Haus / bis Januar 2026 täglich 5 – 22 Uhr

  • Ausstellungsansicht: GEGENWIND, Anna Sokolova, Public Screen, Johannes-Rau-Haus, Düsseldorf, 2025

Anna Sokolova arbeitet raum- und kontextbezogen. Für den Screen am Johannes-Rau-Haus hat sie ihr Video SCHWARZ-WEISS-SCHWARZ. KREISLAUF neu interpretiert und eine verdichtete Version davon erstellt. Schwarz-Weiß-Schwarz bezieht sich auf kein Land; es ist die Flagge der Künstlerin. Sie ist das Ergebnis der Transformation ihres Videos LINEMENT in ein dreidimensionales physisches Objekt. Ein Still aus dem Video LINEMENT, in dem sich ein Lichtstreifen auf schwarzem Hintergrund bewegt, wird zur Schwarz-Weiß-Schwarz-Flagge. Anna Sokolova verwendet diese Flagge 2012 für ihr SCHWARZ-WEISS-SCHWARZ. MANIFEST und hisst sie im Rahmen ihres Vortrags VIDEO-OBJEKT-VIDEO am Fahnenmast des NRW-Forum Düsseldorf.


HER. un/seen / Künstlerinnen im Malkasten 1977 – 1997 / Malkastenforum / bis 3.2.2026

Abb. Einladung zu Ausstellung HER. un/seen, Künstlerinnen im Malkasten 1977-1997, Malkastenforum, 2025
Abb. Einladung zu Ausstellung HER. un/seen, Künstlerinnen im Malkasten 1977-1997, Malkastenforum, 2025

HER. un/seen / Künstlerinnen im Malkasten 1977 – 1997 / Malkastenforum / bis 3.2.2026

Künstlerinnen: Dorothee Bouchard, Maren Heyne, Nan Hoover, Anna Jocham, Kim-Camille Kreuz, u. a.

Der Künstlerverein Malkasten wurde 1848 in Düsseldorf von Künstlern für Künstler gegründet. Jedoch erst 129 Jahre später im Jahr 1977 – nach langen Diskussionen und einer Satzungsänderung – durften Künstlerinnen Mitglied im Verein werden. Erstmals behandelt die Ausstellung HER. un/seen. Künstlerinnen im Malkasten 1977–1997 nun dieses Thema und zeigt anhand von Werken ausgewählter Künstlerinnen – unter ihnen viele Neu- und Wiederentdeckungen – einen Eindruck von der großen Bandbreite weiblicher Positionen im Malkasten in den ersten zwei Jahrzehnten nach der wichtigen Satzungsänderung. Die Exponate stammen von den Künstlerinnen, aus deren Nachlässen, aus Museen und Privatsammlungen sowie aus dem Archiv des Künstlerverein Malkasten selbst. Zusätzlich belebt wird die Ausstellung durch Video-Interviews mit Künstlerinnen, die teils seit den 1980er Jahren Vereinsmitglieder sind. Wenn die Ausstellung einerseits die Vergangenheit des Vereins aufarbeitet, so zeigt sie andererseits die aktuelle künstlerische Praxis von Frauen. Drei junge Künstlerinnen, Malkästnerinnen aus dem Umfeld der Kunstakademie, haben neue Arbeiten entwickelt, die Bezug nehmen auf drei der älteren Positionen in der Ausstellung. (…) Ort: Malkastenforum.

Ausstellung – Künstlerverein Malkasten

Off-Space


Der Bildatlas der Akademie – Erika Kiffl und das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK) / Akademie-Galerie / bis 8.2.2026

  • Erika Kiffl, Klasse Dieter Krieg, Kunstakademie Düsseldorf © Erika Kiffl

Erika Kiffl gehört zu den bekanntesten Künstler*innen-Porträtist*innen der Nachkriegszeit und hat im engen Umkreis der Akademie deren Protagonist*innen in ihren Ateliers sowie bei der Arbeit fotografisch begleitet. Zu diesen Künstler*innen gehören u.a. Bruno Goller, Erwin Heerich, Gotthard Graubner, Gerhard Richter, Gerhard Hoehme, uvm. Zudem dokumentierte sie ab den 70er-Jahren die Düsseldorfer Akademie-Rundgänge über ein Jahrzehnt und wurde zu einer wichtigen Chronistin früher Künstler*innenwerdegänge. Abschluss-Arbeiten von vielen wichtigen Akademie-Absolvent*innen wurden durch sie fotografisch verewigt und sind so zu einem Zeitdokument geworden. Die Fotografien von Erika Kiffl und einzelne Serie von Manfred Leve und Benjamin Katz, ebenfalls Mitgründer der AFORKs, treten in der Ausstellung den fotografierten Kunstwerken im Original in den Dialog und präsentieren sich so als Mnemosyne-Atlas der Akademie.

Ausstellungen - Akademie-Galerie - Kunstakademie Düsseldorf


OPERA! OPERA! / Candida Höfer / Konrad Fischer Galerie / bis 21.02.2026

  • Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf I, Candida Höfer, 2012 © Candida Höfer/VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Courtesy die Künstlerin und Konrad Fischer Galerie

Die Konrad Fischer Galerie präsentiert aktuell die Ausstellung „OPERA! OPERA!“ mit fotografischen Arbeiten von Candida Höfer (geboren 1944). Höfer zählt zu den renommiertesten internationalen Fotografinnen der Gegenwart, und die Ausstellung umfasst die bislang umfangreichste Auswahl an Aufnahmen von Opernhäusern. Ihre großformatigen Arbeiten von Opernhäusern, Museen, Theatern, Kirchen, Zoologischen Gärten oder Bibliotheken, lebendige Orte der Kommunikation, des Wissens, von Kunst und Kultur, erscheinen hier menschenleer, nahezu ruhend. Die überaus präzise aufgenommenen Räume und Architekturen sollen dabei nicht nur als nur Architekturfotografien, sondern vielmehr als Porträts betrachtet und verstanden werden. Neben den markanten Großformaten, mit den Aufnahmen der großen Opernhäuser Italiens - darunter Mailand und Venedig, auch Lissabon, Dresden, Berlin und Düsseldorf, werden ebenso neuere, teils auch kleinformatige Fotoserien von Bäumen, Glühbirnen, Zoologischen Gärten und Bibliotheken zu sehen sein. Alle Werke stammen aus einer Zeitspanne ab den 90er Jahren bis in das Jahr 2023 entstanden.

Exhibitions | Konrad Fischer Galerie


No Light No Light / Sies + Höke / Projektraum Caprii / bis 28.2.2026

  • Life (Ku-wall) - no.3, 2014, Tatsuo Miyajima, 24 LEDs, IC, Microcomputer programmed by Ikegami, electric wire, passive sensor, smoked glass, stainless steel

Künstler*innen: Thomas Ruff, u. a.

„No Light“ basiert auf einer grundlegenden Untersuchung der Bedingungen des Sehens. Anstatt Licht als repräsentatives Motiv zu betrachten, versteht die Ausstellung es als primäres Medium, durch das Wahrnehmung, räumliches Bewusstsein und visuelles Wissen konstituiert werden. Ausgehend von künstlerischen und theoretischen Traditionen, die sich seit Langem mit Licht als Phänomen und Konzept auseinandersetzen, zeichnet die Ausstellung dessen Wandel von physischer Präsenz zu immaterieller Struktur nach. Licht entfaltet sich als energetischer Impuls, atmosphärischer Zustand und abstraktes System. Es offenbart nicht einfach Form, sondern prägt aktiv die Art und Weise, wie Form erfasst wird, und verortet den Betrachter in Feldern von Intensität, Dauer und räumlicher Beziehung. Diese Gruppenausstellung präsentiert Werke von Hans Hartung, Raphael Hefti, Leiko Ikemura, Véronique Joumard, Heinz Mack, Tatsuo Miyajima, Otto Piene, Gerhard Richter, Bridget Riley, Thomas Ruff und anderen.

No Light No Light – Hans Hartung, Raphael Hefti, Leiko Ikemura, Véronique Joumard, Heinz Mack, Tatsuo Miyajima, Otto Piene, Gerhard Richter, Bridget Riley, Thomas Ruff, and more · Sies + Höke


Tell Me Why / Carmen D´Apollonio und Margarete Jakschik / Linn Lühn / bis 14.3.2026

  • Abb. Links Lampe von Carmen D´Apollonio, rechts Fotografie von Margarete Jakschik

Die Ausstellung „Tell Me Why“ wird wir von Künstler*innen in Los Angeles konzipiert und kuratiert und bringt eine Serie neuer Fotografien von Margarete Jakschik und Skulpturen von Carmen D´Apollonio zusammen.

Tell Me Why - LINN LÜHN


Incarnate / Sammlungspräsentationen der Julia Stoschek Foundation / Langen Foundation / bis 22.3.2025

  • DOKU The Flow, Lu Yang, 2024, HD-Video, 50′15″, Farbe, Ton

Mit „Incarnate” präsentieren die Julia Stoschek Foundation und die Langen Foundation ihre erste institutionelle Kooperation und vereinen zwei der renommiertesten privaten Kunstsammlungen Deutschlands in einer gemeinsamen Ausstellung. Zeitbasierte Medienkunst aus der Julia Stoschek Collection (seit den 1960er-Jahren) wird mit klassischen japanischen und asiatischen Werken aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen in Beziehung gesetzt. Mit Arbeiten aus mehr als eintausend Jahren, vom 7. Jahrhundert bis zur Gegenwart, inszeniert „Incarnate” das Verhältnis zwischen Körper und Bewusstsein, Geist und Maschine, Bild und Wirklichkeit.

„Incarnate” zeigt Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Sichtbarem und Verborgenem und lädt dazu ein, über die ,Wahrheit‘ von Illusionen zu reflektieren. Die Ausstellung, die sich über das gesamte Gebäude der von Tadao Ando entworfenen Langen Foundation in Neuss erstreckt, untersucht Schnittstellen zwischen Körpern und Bildschirmen, Daten und Metaphysik, Realität und Repräsentation.

LANGEN FOUNDATION — Vorschau


STERN-VERLAG / Egbert Trogemann / Buchhandlung BiBaBuZe / bis 31.3.2026

Ausstellungsplakat, STERN VERLAG © Egbert Trogemann, VG Bild-Kunst Bonn
Ausstellungsplakat, STERN VERLAG © Egbert Trogemann, VG Bild-Kunst Bonn

STERN-VERLAG / Egbert Trogemann / Buchhandlung BiBaBuZe / bis 31.3.2026

Der Fotograf Egbert Trogemann setzt sich in seiner Serie STERN–VERLAG (2016) mit dem Ende des berühmten Stern-Verlags in Düsseldorf auseinander, der über ein Jahrhundert lang das literarische Leben prägte. Mit konzeptioneller Strenge und formaler Klarheit hält er in seinen Fotografien die leeren Regale fest, die einst für die Ordnung und das Wissen des Hauses standen. Beschriftungen wie „Romane“, „Erstes Lesen“ oder „Amerika“ markieren verlorene thematische Räume, die nun zu leeren Bühnen für neue Erzählungen werden. In dieser Ästhetik der Stille und Zurückhaltung wird der kulturelle Wandel in einer zunehmend digitalen Welt spürbar. STERN–VERLAG wird so zu einem Resonanzraum für Fragen nach Vergangenheit und Zukunft.

Ausstellung ab 24.01.2026 ' Egbert Trogemann: STERN-VERLAG – BiBaBuZe Buchhandlung


Grund und Boden. Wie wir miteinander leben / Kunstsammlung NRW / K21 / Kadel Willborn / bis 19.4.2026

Abb. Plakat zur Ausstellung „Grund und Boden. Wie wir miteinander leben“, 2025, Kunstsammlung NRW, K21, 29.11.2025 – 19.04.2026
Abb. Plakat zur Ausstellung „Grund und Boden. Wie wir miteinander leben“, 2025, Kunstsammlung NRW, K21, 29.11.2025 – 19.04.2026

Grund und Boden. Wie wir miteinander leben / Kunstsammlung NRW / K21 / Kadel Willborn / bis 19.4.2026

Künstler*innen: Havîn Al-Sîndy, Jan Dibbets, Andreas Gursky, Boris Mikhailov, Lutz Mommartz, Simone Nieweg, Thomas Ruff, Alex Wisse u. a.

Die Ausstellung Grund und Boden. Wie wir miteinander leben im K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen handelt vom menschlichen Zusammenleben: von Krieg, Vertreibung, Flucht und der Zerstörung der Natur, aber auch von Wiederaufbau und Regeneration, vom Wohnen, Pflanzen, Besitzen und Teilen. Sie lädt ein, Visionen für eine gerechte und nachhaltige Zukunft zu entwerfen. Die Ausstellung erstreckt sich über das gesamte K21 sowie den angrenzenden Ständehauspark und nimmt auch den Boden, auf dem das Museum steht – geografisch wie historisch – in den Blick. Ausgehend von der Parlamentsvergangenheit des Hauses, thematisieren 34 internationale Künstler*innen und Kollektive unterschiedliche Formen der Verwaltung von Ressourcen – von indigenen Wirtschaftsweisen über kollektives Eigentum bis hin zu utopischen Blockchain-Projekten.

Grund und Boden | Kunstsammlung NRW


Pursuit of Happiness / Archiv Paolo Costa / Galerie Clara Maria Sels / 28.1. – 21.2.2026

  • Audrey Hepburn, Series Archive, 1950-60s, Paolo Costa, Scan eines Dias, 30 x 30 cm, 42 x 42,2 cm

Alexandra Pfründer gewährt einen persönlichen Einblick in das Leben und Werk ihres Vaters Paolo Costa (1917–1981) und ihrem Umgang mit dem umfangreichen Archiv. Der italienische Fotograf erlangte besondere Bekanntheit durch seine ikonischen Porträts berühmter Persönlichkeiten wie Sofia Loren, Audrey Hepburn oder Marcello Mastroianni, die das Lebensgefühl der Dolce Vita der 1950er- und 1960er-Jahre widerspiegeln. Zuvor war Costa als Fotojournalist tätig und dokumentierte in frühen Reportagen das Alltagsleben der Menschen in Italien – geprägt von großer Nähe zu seinen Motiven und deren individuellen Geschichten.

Upcoming - Galerie Clara Maria Sels


"SOMETHING OLD SOMETHING NEW" / Mareike Foecking / Leica Galerie / bis 23.4.2026

Ausstellungsansicht, SOMETHING OLD SOMETHING NEW – Leica Galerie Düsseldorf, 2026, Mareike Foecking, aus der Serie „Block Stops“ 2011 – 2014
Ausstellungsansicht, SOMETHING OLD SOMETHING NEW – Leica Galerie Düsseldorf, 2026, Mareike Foecking, aus der Serie „Block Stops“ 2011 – 2014

"SOMETHING OLD SOMETHING NEW" / Mareike Foecking / Leica Galerie / bis 23.4.2026

Die mehrteiligen und raumgreifenden Fotoinstallationen der Düsseldorfer Künstlerin und Fotografin Mareike Foecking (geboren 1966) thematisieren die veränderte Bildkultur unserer Zeit, in der sich reale und digitale Bildwelten immer stärker durchdringen. In verschiedenen Serien wird die Bandbreite Foeckings fotografischer Arbeit deutlich. In der großformatigen Serie In There Out There zeigt sie eine besondere Form von Street Photography, indem sie flüchtige Momente von Menschen im Stadtbild festhält, die von einzigartigen Farbräumen und Lichtstimmungen umhüllt sind, eine eigenwillige Übersetzung des „decisive moment“. Die Serie Blocked Shops entstand in direkter Nachbarschaft auf der Königsallee, wenn zur Karnevalszeit Luxusgeschäfte ihre Ladenfronten verbarrikadieren. Dabei treffen internationale Modemarken und deren Logos auf billige, temporäre Sperrholzfassaden und spontane Graffitis und erzeugen ungewöhnliche Inszenierungen im öffentlichen Raum.

"SOMETHING OLD SOMETHING NEW" - Mareike Föcking


Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Projektion / Imi Knoebel / Projektbüro DFI e. V. / 2.2. – 22.2.2026

  • Imi Knoebel, Videostill aus Projektion X, 1972, Video, 40′, b/w, ohne sound. Courtesy the artist.

Das im Projektbüro DFI e. V. erstmals in seinem gesamten Zusammenhang präsentierte Konvolut – das neben Abzügen auch die vollständigen Kontaktabzüge des Archivs umfasst – zeigt eine frühe, formative Phase von Knoebels Arbeit. Das fotografische Bild entsteht hier als Resultat eines fortlaufenden Arbeitsprozesses: Geometrische und freie Formen bilden den Ausgangspunkt, werden in den nächtlichen Raum projiziert und fotografisch festgehalten. In der Betrachtung der Bilder wird der Raum immer wieder neu gelesen und ins Verhältnis gesetzt; Maßstab und Distanz verändern sich. Fotografie ist hier eigenständige künstlerische Praxis. Das fotografische Archiv der Werkreihe legt die prozesshafte Entwicklung über einen Zeitraum von sechs Jahren offen. Anhand der Kontaktabzüge, die 6.900 Negative zeigen, lassen sich serielle Variationen und das Austesten räumlicher Situationen unmittelbar verfolgen. Die Kamera dient hierbei als Werkzeug einer kontinuierlichen Untersuchung von Licht im Raum.

DFI e.V.


Community, Fotografie und Gemeinschaft / Kunstpalast / 11.2. – 25.5.2026

  • Star Trek Convention, Neal Slavin, 1972-75, Kunstpalast, Fotografie und Gemeinschaft, 2026

Der Fußballfanclub, die Familie, das politische Kollektiv – Menschen streben nach Zugehörigkeit. Seit der Erfindung der Fotografie hält das Medium Zugehörigkeit nicht nur fest, sondern kann sie ebenso befeuern oder infrage stellen. Fotografie macht es möglich zu demonstrieren, dass man Teil von etwas Größerem ist. Ebenso kann sie sich in den Dienst der Grenzziehung zu jenen stellen, die nicht Teil der eigenen Community sind. Die Ausstellung beleuchtet das facettenreiche Verhältnis von Fotografie und Gemeinschaft in Geschichte und Gegenwart. Sie versammelt angewandte wie künstlerische Positionen, die diesem Verhältnis nachgehen – sei es mit subtilem Witz, in eindrücklicher Solidarität, oder mit dem Ziel einer präzisen Analyse. Die Ausstellung wird aus der fotografischen Sammlung des Kunstpalastes heraus entwickelt und durch internationale Leihgaben ergänzt. Besuchende werden aktiv in die Ausstellung einbezogen und können sich mit ihren eigenen Gemeinschaftsbildern einbringen. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit Beiträgen aus der kunstwissenschaftlichen, soziologischen und historischen Forschung zum Thema.

COMMUNITY. Fotografie und Gemeinschaft - Kunstpalast Düsseldorf


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

Katja Stuke und Oliver Sieber / Urbane Künste Ruhr: Grand Snail Tour: Treffen in Schwerte / 29.1.2026, 15–21 Uhr

  • Parkplatz, Foto: Katja Stuke © Katja Stuke

Zum Jahresauftakt machen die »Urbane(n) Künste Ruhr« zur »Grand Snail Tour« einer dreijährigen Reise durch alle 53 Städte des Ruhrgebiets Station in Schwerte. Ende Januar werden Katja Stuke und Oliver Sieber (auch bekannt als BÖHMKOBAYASHI) eine »Kunstaktion« auf einem Parkplatz vor einem Schuhgeschäft in Schwerte – im äußersten Osten des Ruhrgebiets – durchführen. Treffpunkt rund um die künstlerische Aktion der wird ein öffentlicher Parkplatz sein, flankiert von einem Schuhcenter, einem Restpostenhändler und vier Billboards. Für dieses Projekt haben die Künstler*innen in ihren Fotoarchiven nach Parkplätzen aus aller Welt gesucht. Es fanden sich Bilder aus New York, Chicago, Los Angeles, Las Vegas, Toronto, Paris, Macon, Barcelona, Lucca, Osaka, Tokio, Kyoto, Oberhausen, Dortmund, Duisburg und Chongqing. Einige davon sind vielleicht schon aus früheren Projekten oder frühen Zines bekannt, ob in Farbe oder Schwarz-Weiß. Im Rahmen der Aktion werden vier Plakate, eine Multiplex-Ausgabe, ein neues Zine und eine Sonderausgabe produzieren. Die Aktion findet am 29. Januar von 15 bis 21 Uhr statt.

Schwerte, 29.1.26 – 29.1.26 | Grand Snail Tour - Urbane Künste Ruhr


HARD COPY NEW YORK / ICP International Center of Photography / New York, USA / 29.1. – 4.5.2026

  • Takashi Homma, aus der Serie Thirty-Six Views of mount Fuji, 2023/24. Foto: Aaron Stern © Takashi Homma

Künstler*innen: Thomas Ruff, u. a.

Das International Center of Photography präsentiert HARD COPY NEW YORK, eine erweiterte Version von Aaron Sterns fortlaufendem Projekt zur zeitgenössischen Nutzung fotokopierter Bilder. Nach früheren Ausstellungen, darunter eine Schau 2025 in Los Angeles, nutzt die Gruppenausstellung die Bildsprache des Kopierers, um die Sehnsucht nach einer Zeit bewussterer Bildgestaltung zu wecken. In unserer heutigen Zeit, in der digitale Bilder allgegenwärtig sind, werden immer weniger physische Kopien angefertigt oder ausgestellt. Mit dieser Ausstellung möchten die Kuratoren David Campany und Aaron Stern die inhärente Kraft der Fotografie neu bekräftigen: ihre Fähigkeit, ein tiefgreifendes, demokratisches und greifbares Erlebnis zu bieten.

HARD COPY NEW YORK | 1International Center of Photography


New Old Stock / Sebastian Riemer / Gathering / London, England / bis 31.1.26

Athele Tro, Sebastian Riemer, 2025, Pigment print, 91 x 76 cm
Athele Tro, Sebastian Riemer, 2025, Pigment print, 91 x 76 cm

New Old Stock / Sebastian Riemer / Gathering / London, England / bis 31.1.26

Gathering präsentiert „New Old Stock“, Sebastian Riemers erste Einzelausstellung in der Londoner Galerie. Die Ausstellung ist bis zum 31.1.26 bei Gathering London zu sehen. Es werden eine neue Serie pixeliger Drucke sowie bereits existierende Arbeiten gezeigt, die die fotografische Bildproduktion dekonstruieren, um Spuren von Alter und Verfall – was Riemer als „fotografische Ruinen“ bezeichnet – hervorgehoben. Kunsthistorische Dias, pixelige Mosaike und filmische Ikonografie verschmelzen in Riemers Werken, der die Wahrnehmung und Interpretation von Bildern neu definiert, indem er sie aus ihrem Kontext reißt und neu präsentiert. In einer Zeit, in der Fotografien digital endlos manipuliert werden können, erforschen die drei in „New Old Stock“ gezeigten Serien die Nachwirkungen der Bildbearbeitung und hinterfragen aktuelle Technologien, um deren Funktionsweise offenzulegen. Während Bilder heute per Knopfdruck aufgenommen oder erzeugt werden können, erinnern Riemers Arbeiten an die mühsame Natur der traditionellen Fotografie. Wie ein Medienarchäologe untergräbt Riemer das Authentizitätsversprechen der Fotografie; er trennt das Bild von seinem ursprünglichen Sujet und konzentriert sich stattdessen auf Textur, Spuren, Retuschen, Staub, Text – kurzum, auf alles, was sonst noch existiert.

New Old Stock | Gathering


No Place like Home, Italienische Fotografie seit den 1980er Jahren / Schauwerk Sindelfingen / Kunsthalle Darmstadt / 01.02. – 26.07.2026

  • © Luigi Ghirri, ‹‹Marina di Ravenna››, 1986, No Place like Home, Italienische Fotografie seit den 1980er Jahren, Kunsthalle Darmstadt, 2026

Künstler*innen: Giulia Agostini, Marina Ballo Charmet, Olivo Barbieri, Fabio Barile, Gabriele Basilico, Michele Borzoni, Andrea Botto, Michele Buda, Michele Cera, Federico Clavarino, Tomaso Clavarino, Carmen Colombo, Mario Cresci, Paola De Pietri, Davide Degano, Paola Di Bello, Matteo Di Giovanni, Simone Donati, Alessandra Dragoni, Cesare Fabbri, Marcello Galvani, Luigi Ghirri, William Guerrieri, Guido Guidi, Giulia Iacolutti, Francesca Iovene, Armin Linke, Nicola Lo Calzo, Sara Lorusso, Rachele Maistrello, Allegra Martin, Marco Marzocchi, Sofia Masini, Maurizio Montagna, Francesco Neri, Walter Niedermayr, Luca Nostri, Michela Palermo, Sara Palmieri, Iacopo Pasqui, Piero Percoco und Alessandro Ruzzier.

Eine Ausstellung des IKS Photo Düsseldorf, der Kunsthalle Darmstadt, des SCHAUWERK Sindelfingen und der Draiflessen Collection Mettingen.

Die Ausstellung erkundet die Einflüsse italienischer Fotografie seit den 1980er Jahren auf die Entwicklung der europäischen Fotogeschichte. Gezeigt werden bis zu 320 Arbeiten von rund 40 Fotograf*innen, das Spektrum umfasst Porträts, konzeptionelle und serielle Arbeiten, sozial, politisch und gesellschaftlich verortete Aufnahmen und Landschaftsfotografien, die einen besonderen Stellenwert in der italienischen Kunst einnehmen.

SCHAUWERK Sindelfingen


Fact/Fake / Städtische Galerie im Leeren Beutel / Regensburg / bis 1.2.2025

Hermaphrodite, Pola Sieverding, 2020 Pigmentdruck auf Papier, 150 x 112 cm © Pola Sieverding, VG Bild-Kunst
Hermaphrodite, Pola Sieverding, 2020 Pigmentdruck auf Papier, 150 x 112 cm © Pola Sieverding, VG Bild-Kunst

Fact/Fake / Städtische Galerie im Leeren Beutel / Regensburg / bis 1.2.2025

Künstler*innen: Pola Sieverding, Christine Erhard, Antonia Gruber, u. a.

Fotografische Bilder zwischen Wirklichkeit und Konstruktion. Was sehen wir, wenn wir ein fotografisches Bild betrachten? Und was glauben wir zu sehen? Die Hauptausstellung 2025 sowie das begleitende Symposium widmen sich dem Spannungsfeld zwischen gebauter Fotografie, gefundenen Bildern und konstruierter Wirklichkeit. Im Zentrum stehen Fragen nach dem Verhältnis von Präsenz und Abwesenheit, von Fakt und Fiktion, von Dokumentation und Inszenierung. Was war tatsächlich da? Was sehen wir im Moment der Betrachtung? Und was hat vielleicht nie existiert – außer im Bild selbst? Was war, frei nach Roland Barthes, vielleicht nie so da gewesen.

Mit einem Gastbeitrag der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin und einer umfangreichen Fotobuch-Ausstellung anlässlich des 50. Geburtstags des Deutschen Fotobuchpreises.

Hauptausstellung 2025 – Internationales Festival Fotografischer Bilder in Regensburg


Geschichte einer Methode / Bernd und Hilla Becher / Die Photographische Sammlung SK Stiftung Kultur / Köln / bis 1.2.2026

  • Bernd und Hilla Becher: Seven Sisters Pit, South Wales, GB 1966 © Estate Bernd & Hilla Becher, represented by Max Becher, courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – Bernd und Hilla Becher Archiv

Die Ausstellung wird erstmals in Europa in großer Ausführlichkeit mit über 300 originalen Schwarz-Weiß-Photographien und weiteren Exponaten des Künstlerpaars die methodische und thematische Bandbreite ihres Oeuvres erfahrbar machen. In den einzelnen Sektionen finden sich beinahe alle von Bechers vorgefundenen Sujets in einer weitgehend von ihnen selbst jeweils bestimmten Zusammenstellung und Sequenzierung. Photographien von Landschaften, Fördertürmen, Hochöfen, Kühltürmen, Gasbehältern oder auch Ansichten ganzer Zechenanlagen etc. gelten als ihr Markenzeichen. Im Nebeneinander der Werkgruppen wird insbesondere die von Bernd und Hilla Becher entwickelte Bildgrammatik und damit einhergehend ihre kontinuierlich reflektierte Systematik und konzeptuelle Herangehensweise authentisch vermittelt.

Photographie, Ausstellungen und Sammlung in Köln - Die Photographische Sammlung


Long Ago and Far Away. / Evelyn Hofer & Laurenz Berges / Oldenburger Kunstverein / bis 1.2.2025

  • Aus der Serie Park Avenue Mornings, Laurenz Berges, 1988/89, VG Bild-Kunst 2025

Im Rahmen der „USA-Begegnungen“ der Stadt Oldenburg präsentiert der OKV Arbeiten von Evelyn Hofer und Laurenz Berges.

Evelyn Hofer (1922–2009) lebte seit 1946 bis 2005 in New York und schuf ikonische, erzählerisch beschreibende Bilder der US-amerikanischen Lebenswelt nach dem 2. Weltkrieg. Gezeigt werden Originalabzüge aus den Fotobüchern New York Proclaimed (1965) und The Evidence of Washington (1966) sowie weitere Arbeiten aus den 1950er bis in die 1970er Jahre. Zu Beginn seiner künstlerischen Entwicklung war Laurenz Berges (1966) in den Jahren 1988/89 Fotoassistent bei Evelyn Hofer in New York. Auszüge seiner dort produzierten Werke Seagram Plaza und Park Avenue Mornings zeigen einen anderen Blick und bilden eine spannungsvolle Ergänzung zu Hofers Werk. Die auf Kodachrome-Filmmaterial aufgenommenen Arbeiten werden im Kubus in einer Installation mit Technik nach heutigen Standards präsentiert. Diese „USA-Begegnungen“ stammen aus einer Zeit, in der Susan Sonntag über Fotografie als „Objekte der Melancholie“ schrieb: „Der Reiz von Fotografien, ihre Macht über uns, beruht darauf, dass sie uns gleichzeitig ein kennerhaftes Verhältnis ZUR Welt und ein unkritisches Einverständnis MIT der [Welt] versprechen.“ Doch das scheint long ago and far away.

» Long Ago and Far Away. Evelyn Hofer & Laurenz Berges | Oldenburger Kunstverein


Standort / Kunstverein Peschkenhaus / Moers / bis 8.2.2026

  • Ausstallungsansicht, Standort, Kunstverein Moers, Thomas Neumann, Fotografies aus der Kolyma-Serie, Video: 100 Jahre Revolution (Magadan)

Künstler*innen: Thomas Neumann u. a.

Die beteiligten Künstler*innen visualisieren Standorte, die einer temporären Nutzung durch den Menschen ausgesetzt sind. Sie beschreiben das Flüchtige und das Vorläufige, die Umwidmung und die Auflösung eines Raumes. Orte, die einer Umstrukturierung unterliegen oder auch der Dysfunktionalität überlassen werden. Gründe dafür können politisch motiviert sein oder gesellschaftlichen Dynamiken unterliegen.

Standort - Kunstverein Peschkenhaus Moers


Affinities / Sammlungspräsentation / Kunsthalle Recklinghausen / bis 15.2.2026

shades, Berit Schneidereit, 2023, archival inkjet print, 100 x 67cm
shades, Berit Schneidereit, 2023, archival inkjet print, 100 x 67cm

Affinities / Sammlungspräsentation / Kunsthalle Recklinghausen / bis 15.2.2026

Künstler*innen: Berit Schneidereit, Morgaine Schäfer, u. a.

Den Abschluss des Jubiläumsjahres der Kunsthalle Recklinghausen bildet die Ausstellung Affinities, die Werke aus der Sammlung der Kunsthalle, des ehemaligen Vestischen Museums und des Ikonenmuseums mit national und international bekannten Künstler*innen als Gäste im Haus kombiniert. Alle Werke stehen in Bezug zu Ausstellungsprojekten, und/oder Displays von den Anfängen der Kunsthalle bis in die Gegenwart. Der Kurator ist Dr. Nico Anklam. In Rückbezug auf Thomas Grochowiaks bahnbrechenden Ausstellungen an der Kunsthalle Recklinghausen in den 1950er Jahren, oder die großen monografischen Projekte der 1990er Jahre in Recklinghausen mit Einzelausstellungen von Per Kirkeby oder Jannis Kounellis, mit einem Blick für kuratorische Konzepte wie Harald Szeemanns When Attitudes Become Form (1969) in Bern oder Danh Vos Slip of the Tongue (2015) in Venedig will diese Ausstellung einen kaleidoskopischen Rückblick und eine perspektivische Aussicht für die Kunsthalle und die in ihr gezeigte Kunst bieten.

Affinities


(Mit)einander – Kara Springer und die Sammlung des Fotomuseum Winterthur, Schweiz / bis 15.2.2025

Furka, Axel Hütte, Schweiz, 1996, C-Print, 42 x 32.5 cm, Sammlung Fotomuseum Winterthur, 1997-008-003 © Axel Hütte
Furka, Axel Hütte, Schweiz, 1996, C-Print, 42 x 32.5 cm, Sammlung Fotomuseum Winterthur, 1997-008-003 © Axel Hütte

(Mit)einander – Kara Springer und die Sammlung des Fotomuseum Winterthur, Schweiz / bis 15.2.2025

Künstler*innen: Axel Hütte u. a.

Das Fotomuseum Winterthur zeigt eine Sammlungspräsentation der besonderen Art: Im Ausstellungsraum treten Arbeiten der kanadischen, auf Barbados geborenen Künstlerin Kara Springer (geboren 1980) in einen Austausch mit Werken aus der Sammlung des Museums. Durch gezielte Gegenüberstellungen entstehen unerwartete Verknüpfungen und fruchtbare Kontraste. Die Verbindungen zwischen den Arbeiten Springers und denjenigen aus der Sammlung zeigen sich auf unterschiedlichen Ebenen; sie wirken über inhaltliche und ästhetische Gemeinsamkeiten und Unterschiede und werden räumlich erfahrbar. Gezeigt werden verschiedene Werke aus der Sammlung des Fotomuseum Winterthur.

(Mit)einander – Kara Springer und die Sammlung des Fotomuseum Winterthur – Fotomuseum Winterthur


Thomas Ruff. A Mindmap on Photography/ Lishui Photography Museum, Photography Culture Center / Lishui, China / bis 28.02.2026

  • Ausstellungsansicht Lishui Photography Culture Center, 2025 Foto: Juergen Staack

Mit der Ausstellung “Thomas Ruff. A Mindmap on Photography” gibt Ruff einen Einblick in sein umfangreiches Werk. Die Ausstellung umfasst einen Zeitraum von über vierzig Jahren und zeichnet Ruffs Entwicklung von frühen Serien wie Interiors und Portraits bis hin zu konzeptuellen Werken wie Nudes, JPEGs und Substrates nach.

Thomas Ruff - Thomas Ruff: Preisträger des 2nd International Photography Lishui Award


Flying Carpets / Thomas Ruff, Transylvania & Anatolia / The National Museum of Art of Romania / Bukarest, Rumänien / bis 28.02.2026

  • Ausstellungsansicht, Flying Carpets, Thomas Ruff, Transylvania & Anatolia, The National Museum of Art of Romania, 2025

Flying Carpets – Thomas Ruff & Transylvania & Anatolia thematisiert die Kollision von Tradition und Moderne, von Lokalem und Globalem, die Verschmelzung scheinbar unvereinbarer Werte, die für unsere hybride Gegenwart so relevant ist. Neben einer Auswahl von 15 wertvollen anatolischen Teppichen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, die aus den Sammlungen des MNAR in Bukarest und des Brukenthal-Museums in Sibiu stammen, präsentiert die Ausstellung 15 atemberaubende Teppiche von Thomas Ruff aus seiner Serie „d.o.pe“, benannt nach Aldous Huxleys „The Doors of Perception“ (1954).

Thomas Ruff - Flying Carpets: Thomas Ruff, Transylvania & Anatolia


More Than Ever! The Collection / Museum Kurhaus Kleve / bis 1.3.2026

  • More Than Ever! The Collection, Laura Letinsky, Untitled # 23 (Hardly More Than Ever), 1999, Chromogenic Print, 65,1 x 77,8 cm

Künstler*innen: Franka Hörnschemeyer, Laura Letinsky, Tata Ronkholz u.a.

Die Neupräsentation der Sammlung integriert hochrangige Erwerbungen, Schenkungen und Leihgaben der vergangenen Jahre in die vorhandenen exemplarischen Bestände und initiiert ein vielstimmiges Gespräch über Zeiten, Räume und künstlerische Individualitäten. Dabei werden die für das Haus identitätsstiftenden Konvolute der spätgotischen Skulptur, der barocken Landschaften und Porträts, die Werkblöcke von Ewald Mataré und Joseph Beuys ebenso präsent sein wie signifikante Beispiele der Klassischen Avantgarden und der Kunst der Gegenwart. Erstmals öffentlich gezeigt werden Skulpturen der Künstlerinnen Franka Hörnschemeyer, Magali Reus und Olga Balema, ein Diptychon der Malerin Karin Kneffel sowie Gemälde und Zeichnungen, etwa von Jan van Goyen, aus der Sammlung Emil & Christiane Underberg. Schenkungen von Pia Fries, Anton Henning und der amerikanischen Fotografin Laura Letinsky treffen dabei auf langfristige Leihgaben etwa von Tata Ronkholz, Andreas Schmitten, Andy Warhol, Robert Indiana sowie auf Werkreihen diesjähriger Jubilare wie Richard Long, Ulrich Erben und Günther Uecker. Flankiert wird die Präsentation durch zwei thematische Bereiche: gewidmet zum einen dem Werk des niederländischen Typografen Walter Nikkels, der als architektonischer Ideengeber entscheidend zur singulären Transformation vom Kurhaus zum Museum beitrug, zum anderen einer genussorientierten Werkauswahl der keramischen Bestände aus der Sammlung Werner Steinecke.

Museum Kurhaus Kleve


Expanded Shadows / Anna Jocham / Galerie Marenzi / Leibnitz, Steiermark / bis 7.3.2026

© Anna Jocham
© Anna Jocham

Expanded Shadows / Anna Jocham / Galerie Marenzi / Leibnitz, Steiermark / bis 7.3.2026

Die steirische Künstlerin Anna Jocham hinterfragt in ihren Arbeiten den Realitätsanspruch der Fotografie. Bildet Fotografie wirklich die Realität ab und welche Auswirkungen hat eine Bilderflut auf die Wahrnehmung, Identität und Erinnerung? Die von Klaus-Dieter Hartl kuratierte Ausstellung „Expanded Shadows“ zeigt einen Querschnitt aus verschiedenen medialen Bildwelten. Von manipulierten Werbeaufnahmen der 1990er- und 2000er-Jahre bis zur endlosen Bilderflut sozialer Netzwerke untersucht die Ausstellung die Folgen medialen Konsums auf soziale Beziehungen, Körperbilder, Konsum und Vorstellungen von Intimität.

ANNA JOCHAM – „Expanded Shadows“ / Galerie Marenzi, Leibnitz, Steiermark » CREATIVE AUSTRIA – Contemporary Culture


The Averted Portrait: The Quiet Language of Textiles / Corina Gertz / Ira Stehmann Fine Art / München / 29.01.2026 – 31.03.2026

© Corina Gertz, CHN 07, 2017
© Corina Gertz, CHN 07, 2017

The Averted Portrait: The Quiet Language of Textiles / Corina Gertz / Ira Stehmann Fine Art / München / 29.01.2026 – 31.03.2026

In ihrem Langzeitprojekt „Das abgewandte Porträt“ hinterfragt Corina Gertz die Tradition der Porträtfotografie, indem sie die Porträtierten von der Kamera abwendet und den Fokus vom individuellen Gesicht auf die Kleidung als Trägerin kultureller Erinnerung verlagert. Ihre Fotografien zeigen Frauen in traditioneller Kleidung, meist von hinten oder leicht abgewandt, wodurch Stoffe, Muster und Handwerkskunst von Geschichte, Identität und Zugehörigkeit erzählen. Die Ausstellung präsentiert eine kuratierte Auswahl aus diesem umfangreichen Werk, mit einem Schwerpunkt auf Fotografien aus Deutschland und China, ergänzt durch Einzelarbeiten aus Rumänien und Spanien. Gemeinsam enthüllen sie Kleidung als Form nonverbaler Kommunikation – als Sprache, die soziale Rollen, kulturelle Zugehörigkeit und gelebte Erfahrung über Generationen hinweg vermittelt.

Corina Gertz—The Averted Portrait | 29 January - 31 March 2026 - Overview | Ira Stehmann

 


The Heart of the Matter / Carrie Mae Weems / Fotomuseum Antwerpen / Belgien / 20.3. – 23.8.2026

  • Carrie Mae Weems (American, b. 1953), Road Sign, 1991-1992, Gelatin silver print © Carrie Mae Weems, Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York

„The Heart of the Matter“ ist die erste Retrospektive der einflussreichen amerikanischen Künstlerin Carrie Mae Weems (1953) in Belgien. In ihren eindringlichen Fotografien und Videoinstallationen erforscht sie Themen wie Rasse, Geschlecht, Macht und Erinnerung. Weems erscheint in ihren Fotografien oft als Motiv, Führerin und Muse. Ihre Erfahrungen als schwarze Frau prägen ihre Auseinandersetzung mit „vergessenen“ Geschichten. Sie rückt Orte in den Fokus, die sonst oft unberücksichtigt bleiben: von intimen Küchentischszenen bis hin zu Filmsets, von afroamerikanischen Kirchen bis zu ehemaligen Plantagen. Ihre Arbeit nutzt persönliche Geschichten, um die Komplexität und Ungerechtigkeit unserer Welt anzusprechen. Die Ausstellung umfasst über 100 Fotografien und Videos, darunter Meilensteine wie „Museums“ (2006) und die „Kitchen Table Series“ (1990). Speziell für diese Ausstellung schuf Weems die Serie „Preach“ (2025), die die Bedeutung des Glaubens sowohl persönlich als auch gesellschaftlich verdeutlicht. In dieser Serie erweisen sich Kunst und Architektur der Spiritualität als kraftvolle Formen des Widerstands.

FOMU | FOMU Antwerp | Exhibitions | Carrie Mae Weems - The Heart of…


Resonanzen – Giorgio Morandi / Museum für Gegenwartskunst Siegen / bis 22.3.2025

  • Museum für Gegenwartskunst, Siegen, © HP Schaefer – unfine art photography, reserv-art

Künstler*innen: Candida Höfer u. a.

Die retrospektive Ausstellung „Giorgio Morandi. Resonanzen“ im Museum für Gegenwartskunst Siegen geht dieser besonderen Position Morandis in der Kunst der letzten 80 Jahre nach. Sie zeigt mehr als 60 Werke des Malers vom Frühwerk der 1920er bis in die 1960er Jahre. Zugleich macht sich die Ausstellung das Prinzip Morandis zu eigen und setzt die Werke in Dialog mit älteren und jüngeren Werken anderer Künstler*innen, darunter Josef Albers, Anna und Bernhard Blume, Gustave Caillebotte, Tacita Dean, Willem de Rooij, Walter Dexel, Peter Dreher, Raoul Dufy, Lucian Freud, Cornelis Jacobsz Delff, On Kawara, Sol Lewitt, Edouard Manet, Claude Monet, Simone Nieweg, Franziska Reinbothe, Karl Peter Röhl, Cy Twombly und Jan van der Velde. Mit insgesamt über 80 Werken wird die Ausstellung selbst die Resonanzen zwischen einzelnen Motiven und Bildern erzeugen, indem sie Bezüge zwischen Ähnlichem sichtbar macht und Unterschiedliches zum Sprechen bringt.

Giorgio Morandi - Ausstellungen - Museum für Gegenwartskunst Siegen


Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written Art / Pinakothek der Moderne / München / bis 12.04.2026

Abb. Einladungsplakat zur Ausstellung „Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written“, Pinakothek der Moderne, München, 2025, Animation: Eps51
Abb. Einladungsplakat zur Ausstellung „Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written“, Pinakothek der Moderne, München, 2025, Animation: Eps51

Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written Art / Pinakothek der Moderne / München / bis 12.04.2026

Künstler*innen: Andreas Gursky, u. a.

Die Written Art Collection ist in ihrem Sammlungsprofil einzigartig. Erstmals widmet die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne den Werkbeständen aus skripturaler und textbasierter Kunst eine umfassende Sonderausstellung. Über 60 künstlerische Positionen laden die Besucher*innen in einem Parcours auf 1.200 qm Ausstellungfläche ein, das Panorama der Written Art zu entdecken und die Wechselbeziehung von Schrift und Bild in all ihren Facetten zu erkunden. Die Auswahl der Werke stellt Schrift als künstlerisches Medium und Material von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart vor. „Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written Art“ präsentiert einen spannungsreichen, gesellschaftspolitischen Dialog von Künstler*innen aus einer kulturübergreifenden, globalen Perspektive.

Sweeter than Honey - Pinakothek der Moderne​​​​​​​


20 Jahre Max Ernst Museum / Dorothea-Tanning-Saal / Max Ernst Museum, Brühl / bis 5.7.2026

Sedona Vogel I, Christoph Westermeier © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 Foto: Christoph Westermeier
Sedona Vogel I, Christoph Westermeier © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 Foto: Christoph Westermeier

20 Jahre Max Ernst Museum / Dorothea-Tanning-Saal / Max Ernst Museum, Brühl / bis 5.7.2026

Künstler*innen: Christoph Westermeier u. a.

Aktuelle Kunst trifft auf Max Ernst in der Sammlungspräsentation des Max Ernst Museums Am Donnerstag feiert das Max Ernst Museum mit der Eröffnung von zwei Interventionen in der Sammlungspräsentation seinen runden Geburtstag und lädt öffentlich dazu ein.
Die in Paris lebende und arbeitende Künstlerin Marion Verboom zeigt eigens für das Max Ernst Museum geschaffene Skulpturen, mit denen sie mit traditioneller Vorstellung von Skulptur und Materialität bricht. Ihre surrealistischen Objekte erinnern an die Assemblagen von Max Ernst. Der in Düsseldorf lebende Künstler Christoph Westermeier stellt in einer Fotocollage seine künstlerische Forschung zu Max Ernst, Surrealismus und Kolonialismus vor.

Max Ernst Museum Brühl des LVR


Kalender

Kalender

So 1.2.
15 – 16 Uhr

Ausstellungsführung
K21

Di 3.2.
17 Uhr

Öffentliche Führung
Malkasten Forum

Mi 4.2.
14 – 15 Uhr

Open House / Kurator*innenführung
K21

So 8.2.
15 – 16 Uhr

Ausstellungsführung
K21

Mi 11.2.
18 Uhr

Gespräch mit Ute Mahler
Kunstpalast

Sa 14.2.
15 Uhr

Öffentliche Führung
Kunstpalast

So 15.2.
15 – 16 Uhr

Ausstellungsführung
K21

Sa 21.2.
16 Uhr

Öffentliche Führung
Kunstpalast

Sa 18.2.
15 Uhr

Öffentliche Führung
Kunstpalast

Sa 28.2.
14 – 15 Uhr

Ausstellungsführung
Kunstpalast


Buchvorstellungen

Buchvorstellungen

Hans-Peter Feldmann / Kunstausstellung, Art Exhibition

Abb. Buchcover, Hans-Peter Feldmann, Kunstausstellung, Art Exhibition
Abb. Buchcover, Hans-Peter Feldmann, Kunstausstellung, Art Exhibition

Hans-Peter Feldmann / Kunstausstellung, Art Exhibition

  • 224 Seiten
  • 28,8 x 23,7 x 2,2 cm
  • Gebundene Ausgabe
  • Deutsch / Englisch
  • Hgg. Felicity Korn, Lynn Kost
  • Verlag Walter König
  • ISBN: 978-3-7533-0907-1
  • 38 Euro

Ein Buch über Feldmann ohne den genialen und passionierten Büchermacher ist der Beginn einer neuen Zeit. Titel und der Entwurf des Umschlags ist eine Hommage seines langjährigen Grafikers.
Die erste große Retrospektive von Feldmann nach seinem Tod umfasst rund 120 Werke, die die Vielfalt seines Werks zeigen. Die erste posthume Ausstellung geht der Frage nach: Was ist Kunst? Wer bestimmt was Kunst ist?

Buchhandlung Walther König


Katja Stuke / Suits 2009 / 2026 Copy Edition / Böhm Kobayashi

Katja Stuke, Suits 2009, 2026 Copy Edition, Böhm Kobayashi © Katja Stuke
Katja Stuke, Suits 2009, 2026 Copy Edition, Böhm Kobayashi © Katja Stuke

Katja Stuke / Suits 2009 / 2026 Copy Edition / Böhm Kobayashi

  • 106 Seiten
  • 19 x 28 cm
  • Künstlerbuch, 2026
  • Offset- & Inkjet-Druck
  • 85 Euro

Sonntags: Buch-Countdown #7
5 Exemplare sind hier eine Woche lang erhältlich.

Mehr Infos
https://katjastuke.de/suits/

Katja and I spend a lot of time together. We usually travel together and share many of our experiences. But even when we're traveling together and looking in the same direction, we don't always see the same things. Some of these shared experiences later become books or exhibitions.

Osaka again, another small bar. We go down a staircase and follow a sign to a record store…

Katja Stuke, Suits 2009, 2026 Copy Edition Böhm Kobayashi | Boehm Kobayashi


Sonstiges

Sonstiges

Camera Austria International 172 | 2025 / Johannes Raimann

  • Abb. Beitrag über Johannes Raimann in der Ausgabe Camera Austria International 172 / 2025

Ins Auge: Johannes Raimanns Metapictures zur Fotografie
Ausgangspunkt der Winterausgabe von Camera Austria International ist die Sichtbar- und Nachvollziehbarmachung gesellschaftlicher, (auto-)biografischer, historischer und politischer Zusammenhänge über verschiedene, aus dem Fotografischen kommende, dieses aber immer wieder überschreitende künstlerische Herangehens¬weisen. Steffen Siegel lädt uns in seinem Text ein, Johannes Raimann in den »Maschinenraum der Fotografie« zu folgen und dort einen Blick hinter die Kulissen (zeitgenössischer) fotografischer Prozesse zu erlangen, die sowohl in der Entstehung als auch in der Rezeption stets um Fragen von An- und Abwesenheit kreisen. Der Autor sieht in Raimanns »Metapictures zur Fotografie [einen] Objekt gewordene[n] Beitrag zur Theorie der technischen Bilder«, wenn der Künstler »mit einem systematisierenden Interesse, das Technologien hinsichtlich ihrer Funktionen befragt – oder aber im Modus absichtsvoller Störung ausstellt«, nicht nur ihre Konstruktion und Materialität, sondern auch die den Apparaten eingeschriebenen Logiken sichtbar macht.

172 | 2025 - Camera Austria


Gespräch mit Fotografin Ute Mahler / Community. Fotografie und Gemeinschaft / Kunstpalast / 11.2.2026, 18 Uhr

  • Ute Mahler, Foto: Lia Darjes © Lia Darjes

Linda Conze, Kuratorin der Ausstellung „Community. Fotografie und Gemeinschaft“ spricht mit Ute Mahler über die Entstehung des Bilderzyklus EIN DORF: Sie diskutieren darüber, wie sich Dinge verändern oder fast absurd gleichbleiben, darüber wie unterschiedlich die Perspektiven verschiedener Fotograf*innen auf dasselbe Motiv sein können. Die Künstlerin Ute Mahler ist die jüngste dreier Fotograf*innen aus einer Familie. Alle drei haben über einen Zeitraum von 70 Jahren die Entwicklung und Veränderung eines Dorfes in Thüringen fotografisch begleitet.

Gespräch mit Fotografin – Community. Fotografie und Gemeinschaft - Kunstpalast Düsseldorf


Open Call / f/stop – Festival für Fotografie 2027 / Fotoszene Leipzig

  • Abb. Grafik, Open Call, Artist Meets, Archive #5, Internationale Photoszene Köln, 2026/27

Für die 11. Ausgabe des f/stop – Festival für Fotografie 2027 sucht f/stop Kurator*innen die sich in ihrem Ausstellungskonzept kuratorisch mit dem Thema „ALIEN“ auseinandersetzen und dabei Arbeiten junger ostdeutscher Fotograf*innen in den Fokus stellen. Das Alien taucht in verschiedenen Kunst- und Kulturformen wie Theater, Games, Bildender Kunst und Literatur auf und ist stark mit Identitätsdebatten, wie auch mit Debatten um Empowerment verknüpft. Das Jahresthema des D21 handelt von der Idee des „Aliens“ als Bild für das „Fremde“, aber auch der Alienation, des Befremdenden im (vermeintlich) Eigenen.

Bewerbungsschluss 15.2.2026

Kuration junge, lokale Foto-Künstler:innen zum f/stop – Festival für Fotografie Leipzig 2027 | D21


Open Call / Artist Meets, Archive #5 / Photoszene Residencies

Abb. Open Call, f/stop – Festival für Fotografie 2027, Fotoszene Leipzig
Abb. Open Call, f/stop – Festival für Fotografie 2027, Fotoszene Leipzig

Open Call / Artist Meets, Archive #5 / Photoszene Residencies

Artist Meets Archive startet in eine neue Runde! 2026/27 richtet die Internationale Photoszene Köln zum fünften Mal ihr einzigartiges Residenz- und Ausstellungsprogramm aus.

Gemeinsam mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln, dem Archiv der Fotowerkstätte Schmölz, dem Greven Archiv Digital sowie dem FrauenMediaTurm Köln und dem LVR-Landesmuseum Bonn lädt die Internationale Photoszene Köln Künstler*innen ein, in vielfältige fotografische Bestände, Geschichten und Diskurse einzutauchen und eigene Auseinandersetzungen und Projekte zu entwickeln. Die neue Ausgabe von Artist Meets Archive vereint erneut eine große Bandbreite unterschiedlicher fotografischer Archive und Sammlungen, die die Vielschichtigkeit und Wandelbarkeit der Fotografie deutlich macht: als Medium der Berichterstattung, des feministischen Aktivismus, der Dokumentation von Stadtgeschichte und räumlicher Veränderung oder der Interpretation von Bewegung und Tanz(geschichte). Sie verbindet umfangreiche Pressebildarchive mit Konvoluten und Nachlässen bedeutender Fotograf*innen, eröffnet unterschiedliche institutionelle Perspektiven auf Fotografie und rückt nicht zuletzt auch das (Bild)Archiv im Spannungsfeld analoger und digitaler Ordnungen und Nutzungen in den Fokus.

Bewerbungsschluss 5.2.2026

Artist Meets Archive #5 - Internationale Photoszene Köln

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