Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf

Aktuell

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Sammlungspräsentation Kunstpalast

Installationsansicht Sammlungspräsentation Kunstpalast, Collage, links: Albert Braun mit Spiegel, Lotte Stam-Beese (1903-1988), ca. 1928 (1984 Abzug/Print), rechts: Modell der Polaroid Kamera SX 70, Foto: © Stephan Macháč

Sammlungspräsentation Kunstpalast

Von den Anfängen des Mediums bis in die Gegenwart, vom abstrakten Experiment bis zum Pressebild, vom winzigen Kontaktabzug bis zum Großformat: Die Fotografie zeigt sich im Kunstpalast facettenreich. Das Fundament der Sammlung bildet der historische Bestand der Berliner Galerie Kicken. Er wird flankiert von bedeutenden Werken unter anderem von Katharina Sieverding, Thomas Ruff oder auch Anna und Bernhard Blume sowie von jüngeren internationalen Positionen. Teil der fotografischen Sammlung des Kunstpalastes ist außerdem das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK).

www.kunstpalast.de/de/event/der-neue-kunstpalast

 

 


What Freedom Is To Me – Isaac Julien

Isaac Julien,What freedom is to me, Installationsansicht, Kunstsammlung NRW, 2023 © Isaac Julien, Foto: © Stephan Macháč

What Freedom Is To Me – Isaac Julien

  • bis 14.01.2024
  • K21 – Kunstsammlung NRW

Die erste Überblickausstellung des britischen Künstlers und Filmemachers Isaac Julien (*1960 in London) in Deutschland zeigt die Bandbreite eines bahnbrechenden Werks von seiner Entstehung in den 1980er Jahren bis in die Gegenwart. Juliens kritisches Denken, das vor allem auf eine intensive Auseinandersetzung mit der Kultur und Geschichte des Kolonialismus abzielt, kommt in seinen frühen Filmen ebenso zum Ausdruck wie in den hochästhetischen Filmbildern der großen, international gefeierten Filminstallationen der letzten 20 Jahre.

Isaac Julien,What freedom is to me, Installationsansicht, Kunstsammlung NRW, 2023 © Isaac Julien, Foto: © Stephan Macháč

Julien studierte Malerei und Film am Central Saint Martins College of Art and Design, London, und war 1983 an der Gründung von Sankofa, London, beteiligt, einem Film- und Videokollektiv zur Sichtbarmachung von „black film culture“. Isaac Juliens Filme und Installationen wurden auf zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt. 2002 war er an der Documenta 11 an der vorbereitenden Plattform zur „Kreolisierung“ in Santa Lucia und mit der Filminstallation „Paradise Omeros“ beteiligt. Von 2008 bis 2015 war Isaac Julien als Professor für Film an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe tätig. 2021 war er Jurymitglied des 37. Sundance Film Festival. 2022 wurde er mit dem Goslarer Kaiserring ausgezeichnet; im selben Jahr wurde er in die mit der jährlichen Verleihung der Oscars betrauten Academy of Motion Picture Arts and Science (AMPAS) berufen. Isaac Julien lebt und arbeitet in London.

www.kunstsammlung.de/de/exhibitions/isaac-julien

 


GLOBAL DESIRE – Katharina Sieverding

Katharina Sieverding, Global Desire, Düsseldorf, © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst, Foto: © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst

GLOBAL DESIRE – Katharina Sieverding

  • seit 2.6.2018
  • Fassade Central, Worringer Straße 140

„Was will das Bild?“, fragte der Pionier der Bildwissenschaften W. J. T. Mitchell (1) in den 1990er-Jahren, als die gesellschaftliche Macht der Bilder im digitalen Zeitalter zur wachsenden Herausforderung wurde. Daran schlossen sich Überlegungen an, was Bilder eigentlich sind, was sie sagen und wie sie es tun. Katharina Sieverdings monumentaler, über zweihundert Meter langer und vier Meter hoher Fries Global Desire Bahnhofsviertel Düsseldorf greift diese Fragen auf und stellt sie in den öffentlichen Raum.

Das Kontinuum aus fast vierzig Bildern, die sich wie eine filmische Montage aus einzelnen Frames aneinanderreihen, erstreckt sich von der Fassade des Central, der Interimsspielstätte des Schauspielhauses, über die gesamte Länge des ehemaligen Postgebäudes bis zum Worringer Platz und verbindet dadurch einen fragmentierten urbanen Raum. Eine der ersten Einsichten, die das Werk vermittelt, ist die Vielschichtigkeit von Bildern und ihr hybrider, kompositer Charakter. So ist Global Desire Bahnhofsviertel Düsseldorf zugleich eine Art Werkschau, die Arbeiten der Künstlerin von den späten 1970er-Jahren bis in die Gegenwart kompiliert – Arbeiten, die ihre eigenen Titel und Geschichten haben. Ihre Quellen sind die Filmgeschichte, Kriegsbilder und Aufnahmen von Lagern aus den Nachrichten, Aufnahmen aus der Weltraumforschung ebenso wie bildgebende Verfahren, die Prozesse im Körperinneren sichtbar machen – Momentaufnahmen der prekären Verhältnisse im elektronisch vernetzten „globalen Dorf“, von dem der Medientheoretiker Marshall McLuhan bereits Mitte der 1960er-Jahre sprach. Diese Bilder werden überlagert von anderen visuellen oder sprachlichen Zeichen. Über dem gesamten Zyklus scheint die Frage zu stehen, wie Bildproduktion und Bedeutungsproduktion zusammenhängen. Global Desire I (2017) zeigt in einem verfremdeten Darstellungsmodus den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un mit Begleitern beim Verlassen des Amazon Fulfillment Center in Phoenix, Arizona. „Was bedeutet dieses Fragment, dieser Akt, diese Szene auf der globalen Bühne der Instanzen der einen und der anderen, aller?“, fragt Sieverding. „Ein Bild“, schlug Mitchell vor, „ist kein Text, der gelesen werden will, sondern die Puppe eines Bauchredners, in die wir unsere eigene Stimme hineinprojizieren.“ Bedenkt man, dass Katharina Sieverdings künstlerische Laufbahn mit dem Bühnenbild begann und betrachtet man den räumlichen und institutionellen Bezug von Global Desire Bahnhofsviertel Düsseldorf zur Spielstätte des Central, erscheint es umso einleuchtender, dass es in der Verantwortung der Passantinnen und Passanten auf der Bühne des städtischen Raums liegt, die Bilder zum Sprechen zu bringen und zu formulieren, was sie sind und was sie wollen.

  1. Siehe die Kapitel „Was will das Bild?“, in: W. J. T. Mitchell, Das Leben der Bilder. Eine Theorie der visuellen Kultur, München 2008, S. 46–77, und „Was wollen Bilder wirklich?“, in: ders., Bildtheorie, hg. von Gustav Frank, Frankfurt am Main 2008, S. 347–370.

vonfremdenlaendern.de/katharina-sieverding-2

 


20 Jahre dHCS-Stipendium

Installationsansicht, 20 Jahre dHCS-Stipendium, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Berit Schneidereot, Shades V, 2023, Foto: © Stephan Macháč

20 Jahre dHCS-Stipendium

  • bis 25.02.2024
  • Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen

Künstler*innen: Annabelle Agbo Godeau, Johannes Bendzulla, Marion Benoit, Robert Brambora, Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuß, Moritz Fiedler, Fabian Friese, Nicholas Grafia, Viktor Jeraj & Ulfur Loga, Jungwoon Kim, Wanda Koller, Konstitutiv der Möglichkeiten, Moritz Krauth, Fabian Kuntzsch, Harkeerat Mangat, Mira Mann, Katerina Matsagkos, Anna-Lena Meisenberg, Simon Mielke, Mena Moskopf, Felix Reinecker, Jihye Rhii, Jan-Luka Schmitz, Berit Schneidereit, Sophie Isabel Urban, Anna Vogel, Noemi Weber, Philip Wiehagen, Tristan Wilczek

Gruppenausstellung mit neuen und bestehenden Arbeiten von insgesamt 32 Künstler*innen, die – der Ausstellung Von Wanderern, Wilderern und Dilettanten: 10 Jahre dHCS-Stipendium (2013) folgend –, seither mit dem dHCS-Stipendium ausgezeichnet worden sind. Die Ausstellung stellt die Arbeit der Stipendiat*innen vor und bringt unterschiedliche künstlerische Diskurse, Perspektiven und Anliegen zusammen. Viele der ausstellenden Künstler*innen haben die jüngere Kunstszene in Düsseldorf in den letzten Jahren wesentlich geprägt und bereichert.

kunstverein-duesseldorf.de/ausstellungen/20-jahre-dhcs-stipendium

 


Facets of Resistance and Resilience - Alexander Chekmenev

Installationsansicht, 20 Jahre dHCS-Stipendium, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Berit Schneidereot, Shades V, 2023, Foto: © Stephan Macháč

Facets of Resistance and Resilience - Alexander Chekmenev

  • bis 03.02.2024
  • Galerie Clara Maria Sels

Die Ausstellung Facets of Resistance and Resilience gewährt einen Einblick in die Werke des ukrainischen Künstlers Alexander Chekmenev (*1969, Luhansk). Seit den 1990er Jahren dokumentiert Chekmenev das postsowjetische Leben in der Ukraine. Bekannt wurde er mit der Donbass Serie. Sie gibt einen intimen und einzigartigen Einblick in den Wandel der Kohlebergbauregion in der Ostukraine und seinen Auswirkungen für die dort lebenden Menschen in den 90er Jahren.  In der neuesten Serie Citizens of Kyiv hat sich der Fotograf jenen gewidmet, die dem russischen Angriffskrieg in Kiew trotzen. Vor einem dunklen Hintergrund portraitiert er die Zivilbevölkerung und verleiht ihrem tagtäglichen Widerstand Ausdruck. Chekmenev ist ein Künstler, der genau hinschaut, ohne dem Voyeurismus zu verfallen, der seine Kamera respektvoll und mit großer Sensibilität einsetzt. "Für mich steht der Mensch immer an erster Stelle. Das Land besteht aus Menschen, und ich möchte jeden und jede einzelne durch meine Fotografien sichtbar machen und würdigen."

www.galerie-claramariasels.de/alexander-chekmenev---facets-of-resistance-and-resilience

 


Ursula Schulz-Dornburg

Installationsansicht von Lawrence Weiner, Ohne Titel, s.d. und Ursula Schulz-Dornburg, Ararat – Landscapes, 2010, Silbergelatine auf Barytpapier, courtesy Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Stephan Macháč, 2023

Ursula Schulz-Dornburg

  • ab 11.03.2023
  • K21 im 2. OG

Die Fotografin Ursula Schulz-Dornburg vereint in ihrer Arbeit die beiden scheinbar gegensätzlichen Genres der konzeptuellen und der dokumentarischen Fotografie.
Ihre Bildzyklen entstehen auf ausgedehnten Reisen auf der Suche nach archaischen, kargen Landschaften und Orten großer Stille. Der Horizont, das Licht und die Weite der Landschaft gehören zu den formalen Konstanten der in Schwarz-Weiß gehaltenen Fotografien. Hinter der unverwechselbaren Ästhetik der Bilder steht ein starkes Interesse am historisch-politischen Hintergrund der Regionen im Nahen und Mittleren Osten.

www.kunstsammlung.de/de/press/k21-neue-werke-in-der-sammlung