Affenpocken

| Amt 53 News Infektionsschutz

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Affenpocken-Viren, koloriert Quelle: Andrea Männel, Andrea Schnartendorff / RKI

Auch in Düsseldorf wurden mehrere Fälle von Affenpocken diagnostiziert.

Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf möchte dies zum Anlass nehmen, um über das Virus und dessen Symptome sowie Infektionswege zu informieren.

Affenpocken sind eine durch Viren verursachte Erkrankung. Die Erreger gehören zu der Gattung der Orthopocken, verursachen aber in der Regel einen milderen Verlauf als die mittlerweile ausgerotteten Menschenpocken. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch passiert nach Angaben des Robert-Koch Institutes (RKI) vorwiegend durch engen Körperkontakt. Im aktuellen, weltweiten Ausbruch sind vor allem Männer betroffen, die Sex mit Männern haben; die Infektion kann aber bei jeglichem engen Körperkontakt übertragen werden.

Das Virus wird durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Auch über die Berührung der Flüssigkeit oder dem Schorf der Hautveränderungen eines/einer Infizierten kann man sich anstecken. Nachgewiesen werden Affenpocken über einen PCR-Test. Als Probematerial dient zum Beispiel ein Abstrich der Pusteln.

Die Inkubationszeit beträgt bei den Affenpocken zwischen fünf und 21 Tagen. Eine Ansteckung weiterer Personen ist ab Symptombeginn bis zum vollständigen Abheilen der Hautveränderungen möglich.
Symptome können unter anderem sein:

  • Fieber
  • Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • (später schmerzhafte) Hautveränderungen, die verkrusten können und abfallen. Sie bilden sich zunächst an der Eintrittspforte und breiten sich dann auf andere Körperteile aus.

Personen, bei denen sich innerhalb von drei Wochen nach engerem (Sexual-)Kontakt Hautausschlag – zum Beispiel Pusteln oder Pocken, insbesondere auch im Intimbereich – entwickelt hat, sollten sich umgehend beim Gesundheitsamt Düsseldorf unter gesundheitsschutz@duesseldorf.de melden und sich von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Infektiologie oder Dermatologie untersuchen lassen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes stehen vertraulich zur Beratung und für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Auch besteht dort die Möglichkeit, einen Termin für einen Abstrich zu organisieren. Nur so kann eine Infektionskette unterbrochen werden.

Weitere Informationen:
rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Affenpocken/Affenpocken.html
rki.de/SharedDocs/FAQ/Affenpocken/affenpocken_gesamt.html