Forum "Seelische Gesundheit"

| Amt 53 Event

Das Forum "Seelische Gesundheit" - Eine Veranstaltungsreihe der Sucht- und Psychiatriekoordination in Kooperation mit der Volkshochschule Düsseldorf.

Vor dem Hintergrund der Zunahme psychischer Erkrankungen veranstaltet die Sucht- und Psychiatriekoordination des Gesundheitsamtes mit der Volkshochschule Düsseldorf in den Räumen der Volkshochschule das Forum "Seelische Gesundheit". Es soll interessierte Bürgerinnen und Bürger in regelmäßigen Abständen rund um die Themenfelder psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen informieren und Raum für Austausch und Gespräche bieten.

Die neuen Regelungen ab dem 1. Oktober (2G) …

… geben uns die Möglichkeit das nächste Forum wieder als Präsenzveranstaltung anzubieten.

Die Moderatorin  Randi Blöcker freut sich darauf, Sie am 6. Oktober in den Räumlichkeiten der Volkshochschule begrüßen zu können:

Volkshochschule Düsseldorf
EG – Saal 1
Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40227 Düsseldorf
ab 17:30 Uhr, Dauer ca. 60 – 90 Minuten

Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist nur nach Vorlage  Ihres Nachweises über eine vollständige Corona-Impfung oder Genesung möglich. Diese Vorgaben gelten vorbehaltlich aktueller Regelungen am Veranstaltungstag. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir daran gehalten sind, die geltenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Sollte sich die Infektionslage bis zum Veranstaltungstag verändern, werden wir kurzfristig Änderungen vornehmen müssen.  

Verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung der Abende sind die Mitglieder des Düsseldorfer Versorgungsnetzwerks.
Koordiniert wird die Veranstaltungsreihe von der Psychiatriekoordination des Gesundheitsamtes.

Programm 2021

Jahresprogramm 2021
Link zum Livestream

06.10.2021 Update – Neue Trends und neue Drogen

Seit einigen Jahren sind vermehrt neue psychoaktive Substanzen („Legal Highs“) auf dem Drogenmarkt erhältlich. Künstlich hergestellte Cannabinoide werden als Cannabisersatz („Räuchermischungen“) sowie verschiedene aufputschende Substanzen meist über Online-Shops verkauft. Alte wie auch weniger bekannte Substanzen gewinnen an neuer Beliebtheit.   
Die Veranstaltung informiert über Substanzen, ihre Wirkungsweisen und mögliche Gesundheitsrisiken, sowie deren Vertriebswege und die aktuelle Rechtslage.    
Referentin:
Kristina Bauer
Düsseldorfer Drogenhilfe e. V.
 

03.11.2021 Wer sorgt für die Seele? – Kirchliche Seelsorge im psychiatrischen Feld?

Psychiatrieerfahrene Menschen haben im Laufe ihres Lebens Kontakte mit vielen unterschiedlichen Menschen: Ärzte, Psychologinnen, natürlich die Pflegenden, Sozialarbeiter, Kontaktstellen … . Wichtig sind auch private Netze. Sie alle sorgen auf unterschiedliche Weise für den Menschen und speziell für seine erkrankte Seele. Mit im Boot ist hier auch die kirchliche Seelsorge. Was ist Seelsorge? Was kann sie leisten? Wer kann sie in Anspruch nehmen? – Lassen Sie uns dazu in einen Austausch treten.     
Referent:
Dr. Wolfgang Reuter, Seelsorger für Menschen mit psychischer Erkrankung, Klinikpfarrer am LVR-Klinikum Düsseldorf
 

01.12.2021 „Trotzdem …“ - Wege im Umgang mit Traumata und Verlusten

Es zeigt sich, dass Menschen auch mit schweren Belastungen fertig werden und ihren Alltag wieder aufnehmen können. Manchmal verläuft das Leben dann in anderen „Bahnen“. Das seelische Immunsystem kann uns helfen wieder Kräfte zur Bewältigung des Alltags zu finden. Der erste Schritt ist entscheidend – und kann für jede und jeden anders aussehen.
Referentin:
Dipl.-Psych. Gisela Zurek
Gesundheitsamt Düsseldorf
Ambulanz für Gewaltopfer

 

 

Programm 2022 - Planung

12.01.2022 rauchfrei-aber wie?    

Etwa 6 Millionen Raucher versuchen jährlich, mit dem Rauchen aufzuhören. Die meisten fangen leider schnell wieder mit dem Rauchen an. Wir klären Sie darüber auf, warum es so schwerfällt, mit dem Rauchen aufzuhören. Gleichzeitig erklären wir, warum es sich lohnt, aufzuhören und welche möglichen Wege der Zielerreichung es gibt. Wir informieren über unser Gruppenangebot, um gemeinsam dieses Ziel zu erreichen.    
Referentin:
Frau Soldo
Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen
LVR-Klinikum Düsseldorf
Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

02.02.2022 Transkranielle Magnetstimulation, ein innovatives Verfahren zur Behandlung von Depressionen    

Die Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist eine Technologie, um nicht-invasive Nervenzellen zu stimulieren. Für die Behandlung depressiver Störungen wird über etwa sechs Wochen hinweg täglich stimuliert. Die rTMS ist eine nebenwirkungsarme Stimulationsform. In der Psychiatrischen Klinik der Kaiserswerther Diakonie wird dieses Behandlungsverfahren bei schweren Depressionen angewendet. Der Referent wird Indikationen, Nebenwirkungen und Wirkweisen ausführlich darstellen.    
Referent:
Prof. Dr. med. Joachim Cordes
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Kaiserswerther Diakonie

 

09.03.2022 Dynamiken Häuslicher Gewalt und Alkoholeinfluss    

Fast jede dritte Gewalttat in Deutschland wird unter Alkoholeinfluss begangen. Alkohol ist nicht die Ursache von Gewalt, aber er begünstigt Gewaltausbrüche.
Wir informieren Sie über die Zusammenhänge von Alkoholeinfluss und Gewalt und zeigen Möglichkeiten der Hilfe auf, um aus dem Kreislauf herauskommen zu können.
Referentinnen:
Eva Inderfurth
Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt – Frauenberatungsstelle Düsseldorf e. V.
Thea Herrmann
Frauensuchtberatungsstelle und Fachstelle Essstörungen - BerTha F. e. V.

 

06.04.2022 Hilfen bei Demenz – Möglichkeiten und Grenzen von Prävention, Diagnostik und Therapie    

Demenz ist mit Medikamenten bislang nicht heil bar. Es gibt aber medizinische Ansätze, die den Verlauf der Erkrankung verlangsamen und die Symptome zu mindern. Der Beitrag informiert über Formen der Diagnostik und Therapie insbesondere der Alzheimer Demenz und stellt Verfahren zur Früherkennung und Prävention vor. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit einer Entlastung der Pflegenden und Aktivierung der Betroffenen genauer beleuchtet. Diese erhalten Informationen zu konkreten Unterstützungsangeboten.    
Referenten:
Dr. med. Frank Bergmann
Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Jochen Heyer und Helen Spanier
Alzheimergesellschaft Düsseldorf e. V.

 

04.05.2022 Alles im grünen Bereich!? Alkohol- und Drogenkonsum im Jugendalter

Die Pubertät ist für Jugendliche und ihre nahestehenden Bezugspersonen eine außergewöhnliche Zeit. Erste Rauscherfahrungen mit Alkohol oder Cannabis können das Vertrauensverhältnis auf die Probe stellen. Viele Eltern sorgen und fragen sich, wie sie den Konsum einordnen sollen und am besten darauf reagieren, um eine Suchtentwicklung zu verhindern.
Der Vortrag informiert über die Funktionen von Suchtmittelkonsum im Jugendalter und wie Sie als Eltern angemessen mit den Konsumerfahrungen umgehen können.
Referentinnen:
Sandra Salehin und Christiane Völkel
Düsseldorfer Drogenhilfe e. V.

 

01.06.2022 Früh übt sich, wer ein unabhängiges Leben führen will - Suchtprävention im frühen Kindesalter

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgestellt, dass Menschen, die ihre Kompetenzen z. B. im Umgang mit Stress und Angst gut entwickeln, eine geringe Suchtgefährdung haben. Der Vortrag ist ein Angebot zur Primärprävention, ein Zeitpunkt bevor Eltern an eine Suchtgefährdung ihrer Kinder denken. Mit dem Trias-Modell wird über mögliche Ursachen einer späteren Suchtentwicklung informiert. Thematisiert werden die sogenannten „Alltagssüchte“ und was Kinder brauchen, um gesund aufwachsen zu können.    
Referentin:
Hedwig Claes
Systemische Beraterin (DGSF)
Diakonie Düsseldorf
Fachambulanz
CROSSPOINT – Die Düsseldorfer Suchtprävention

 

07.09.2022 Was bietet der Sozialraum? – Integration sozialräumliches Denken und Handeln in die praktische Arbeit der Sozialpsychiatrie    

Mit Inkrafttreten des BTHG bekommt das Konzept der Sozialraumorientierung in der sozialen Arbeit eine wesentliche Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen immer der Wille des Menschen und die Aktivierung seiner eigenen Kräfte. Der Beitrag zeigt, dass dies mit einem Haltungswechsel der Professionellen einhergeht, der sich an der Lebenswelt orientiert und Unterstützungsleistungen an den dort vorhandenen Ressourcen ausrichtet.
Referentinnen:
Urszula Rubis, Heike Lagemann, N.N.,
Psychiatrierfahrene
Graf Recke Stiftung
Prof. Dr. med. Leonhard Schilbach
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Supervisor in klinischer Verhaltenstherapie
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
LVR-Klinikum Düsseldorf
Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

19.10.2022 Auf der Suche nach Verbindung: das soziale Gehirn und seelische Gesundheit

Menschen sind von Geburt an soziale Wesen. Soziale Interaktionen spielen deshalb für die Seelische Gesundheit eine wichtige Rolle. Die Abwesenheit von sozialen Kontakten wiederum kann körperlich und seelisch krank machen. Die sozialen Neurowissenschaften untersuchen wie das so genannte „soziale Gehirn“ entsprechende Informationen verarbeitet und dazu beiträgt, dass soziale Interaktionen gelingen bzw. was passiert, wenn die soziale Interaktionsfähigkeit durch psychische Erkrankungen eingeschränkt wird.
Referent:
Prof. Dr. med. Leonhard Schilbach
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie
Supervisor in klinischer Verhaltenstherapie
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
LVR-Klinikum Düsseldorf
Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

02.11.2022 „Vater muss in die Trinkerheilanstalt!“ – Chancen und Risiken stationärer Suchtbehandlung    

Die Zahl der Menschen in Deutschland mit einem Alkoholproblem ist seit Jahrzehnten fast unverändert. Für 2018 gibt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen insgesamt 3 Millionen Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einer alkoholbezogenen Störung an.
Schätzungen gehen davon aus, dass nur ca. 10 Prozent der Betroffenen Anschluss an das professionelle Suchthilfesystem finden. Im Vortrag klären wir über die ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten auf.
Referenten:
Dr. med. Olaf Lask
Dipl.-Psych. M. Beyler
Fachklinik Haus Siloah Ratingen

 

07.12.2022 „Trotzdem …“ - Wege im Umgang mit Traumata und Verlusten    

Es zeigt sich, dass Menschen auch mit schweren Belastungen fertig werden und ihren Alltag wieder aufnehmen können. Manchmal verläuft das Leben dann in anderen „Bahnen“. Das seelische Immunsystem kann uns helfen wieder Kräfte zur Bewältigung des Alltags zu finden. Der erste Schritt ist entscheidend – und kann für jede und jeden anders aussehen.
Referentin:
Dipl.-Psych. Gisela Zurek
Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf
Ambulanz für Gewaltopfer