Forum "Seelische Gesundheit"

| Amt 53 Event

Das Forum "Seelische Gesundheit" - Eine Veranstaltungsreihe der Sucht- und Psychiatriekoordination in Kooperation mit der Volkshochschule Düsseldorf.

Vor dem Hintergrund der Zunahme psychischer Erkrankungen veranstaltet die Sucht- und Psychiatriekoordination des Gesundheitsamtes mit der Volkshochschule Düsseldorf in den Räumen der Volkshochschule das Forum "Seelische Gesundheit". Es soll interessierte Bürgerinnen und Bürger in regelmäßigen Abständen rund um die Themenfelder psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen informieren und Raum für Austausch und Gespräche bieten.
Die Veranstaltungen sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltungen finden statt:
am 1. Mittwoch im Monat zu den unten genannten Terminen
von 17.30 bis 19 Uhr
im Saal 2 der Volkshochschule, Weiterbildungszentrum am Hauptbahnhof.

Bertha-von-Suttner-Platz 1


Verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung der Abende sind die Mitglieder des Düsseldorfer Versorgungsnetzwerks.

Koordiniert wird die Veranstaltungsreihe von der Psychiatriekoordination des Gesundheitsamtes.

Wann? Themen und Referenten
Mittwoch,
01.02.2017

Berufliche Arbeit – Last und Lust

Berufliche Arbeit dient der Sicherung des Lebensunterhalts. Sie kann zur drückenden Last werden, aber auch Freude machen, Anerkennung, Unabhängigkeit, Selbstbestimmtheit bedeuten. Beide Seiten haben unmittelbaren Einfluss auf unsere seelische Gesundheit. Welche Möglichkeiten gibt es, darauf steuernd einzuwirken? Wie findet der Einzelne den Weg zu besserem Wohlbefinden?

Referentin: Angela Rabe, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Nordrhein

Mittwoch,
01.03.2017

Psychisch krank und mittendrin - wie ein Stadtteil von Teilhabe und Inklusion profitiert

Psychische Schwierigkeiten, erst recht psychische Erkrankungen, bringen oft soziale Isolation mit sich. Dies nicht als "Naturgesetz" zu akzeptieren und dem etwas entgegen zu setzen, lohnt sich, und zwar nicht nur für die Betroffenen selbst. Wie Teilhabe und Inklusion eine Bereicherung für alle sein können und was nötig ist, um dieses Ziel zu erreichen, damit beschäftigt sich die Graf Recke Stiftung als Standort des Modellprojekts "Miteinander inklusiv". Es werden die wichtigsten Ergebnisse präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Referentinnen/Referenten: Petra Welzel, Andreas Kernchen, Reimund Weidinger / Graf Recke Stiftung

Mittwoch,
05.04.2017

Medikamentenabhängigkeit im Alter

Für viele ältere Menschen sind Medikamente ein ständiger Begleiter. Häufig werden mehrere verschiedene Mittel regelmäßig eingenommen. Etwa 4 bis 5 % aller häufig verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Suchtpotenzial. Dies betrifft rezeptpflichtige psychotrope Arzneimittel wie z. B. Schlafmittel und Tranquilizer vom Benzodiazepin- und Barbitursäure-Typ, zentral wirkende Schmerzmittel, codeinhaltige Medikamente oder auch Psychostimulantien. Schätzungsweise ein Drittel bis die Hälfte dieser Mittel werden nicht wegen akut medizinischer Probleme, sondern langfristig verordnet, was zu Suchtverhalten und dem Auftreten von Entzugserscheinungen beim Absetzen führen kann. Vortrag und Diskussion.

Referenten: Herr Prof. Supprian, LVR Klinikum Düsseldorf; Herr Breimeyer, Apotheker i. R., niedergelassener Arzt

Mittwoch,
03.05.2017

„Update - Neue Trends und neue Drogen“

Seit einigen Jahren kommen immer mehr neue synthetische Substanzen unter der Bezeichnung „Legal Highs“ auf den Drogenmarkt. Künstlich hergestellte Cannabinoide werden als Ersatz für Cannabis als „Räuchermischung“ verkauft, aufputschende Substanzen als „Badesalz“. Der Vertrieb findet hauptsächlich über Online-Shops statt, und das meist ganz legal. In Europa und weltweit versuchen Regierungen vergeblich diesen schnelllebigen Markt zu kontrollieren. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Substanzen, ihre Wirkungsweisen und mögliche Gesundheitsschäden. Darüber hinaus informiert sie über Vertriebswege und die aktuelle Rechtslage.

Referentin: Doris Heckmann-Jones, Düsseldorfer Drogenhilfe e.V.

Mittwoch,
05.07.2017

Demenz – Herausforderung im Alter

Für Menschen mit einer Gedächtnisstörung, einer eingeschränkten Alltagskompetenz oder einer Demenz sind eine verlässliche Tages- und Wochenstruktur sowie begleitende Betreuungsangebote wichtig für die seelische Gesundheit. Gleichzeitig benötigen pflegende Angehörige Unterstützung, Beratung und Entlastung. Die Alzheimer Gesellschaft Düsseldorf & Kreis Mettmann e.V. informiert über Entlastungsmöglichkeiten und Unterstützungen der Pflegekassen und stellt (eigene) Angebote vor.

Referenten: Alzheimer Gesellschaft Düsseldorf & Kreis Mettmann e.V.

Mittwoch,
M06.09.2017
Helfer auf vier Pfoten

Der Einsatz von Tieren in Kliniken, Hospizen und Heimen hat sich bereits seit vielen Jahren etabliert. Auch das Paul-Gerlach-Haus - ein Wohnheim der AWO VITA gGmbH - nutzt die positiven Einflüsse von Tieren auf Menschen um Veränderungen und Entwicklungen auf psychischer, sozialer, emotionaler, physischer oder kognitiver Ebene zu erreichen. Tiere können dabei eine wichtige therapieunterstützende Rolle spielen. Im Paul-Gerlach-Haus sind Hund und Kaninchen nicht mehr wegzudenken. Wir setzen vor allem auf die Faktoren Motivationssteigerung, Beziehungs- und Vertrauensfähigkeit sowie Stressabbau. Tiere können Menschen dabei helfen, sich zu öffnen und nehmen sie so an, wie sie sind. Sie bringen Menschen zum Lachen, geben neuen Lebensmut und regen längst verloren geglaubte Fähigkeiten an.

Refrentinnen: Maren Brink und Jana Sachau, AWO VITA gGmbH und Paul-Gerlach-Haus

Mittwoch,
08.11.2017

Kiffen- ich mach Schluss!

Mit unserem Vortrag richten wir uns an Cannabiskonsumenten/ innen, die überlegen mit dem Konsum aufzuhören und sich über Umsetzungsmöglichkeiten informieren wollen. Wir liefern einige Hintergrundinformationen zu Cannabiskonsum/Cannabisabhängigkeit und stellen kurze Interventionen vor, die (in Eigenregie) genutzt werden können, um den Konsum zu reduzieren bzw. einzustellen. Im anschließenden Austausch stehen wir Interessierten und Angehörigen gerne für weitere Fragen z.B. nach weiteren unterstützenden Maßnahmen/ Angeboten zur Verfügung.

Referentinnen: Andrea Baden, Amy Schlüßel, LVR Klinikum Düsseldorf, Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen

Mittwoch,
06.12.2017

Stressresistenz durch Achtsamkeit

Stress ist nicht per se schlecht, aber auf Dauer kann er uns erheblichen Schaden zuführen. Depression und andere psychische als auch physische Erkrankungen können die Folge sein. Durch eine achtsame Lebensweise können wir dem Stress entgegentreten und gewinnen Energie und Lebensfreude hinzu. Achtsamkeit kann jeder praktizieren, denn Achtsamkeit ist eine grundlegende menschliche Qualität, die in uns wohnt. Nur leider haben wir in einer immer schneller werdenden und von Leistungsdruck bestimmten Welt verlernt, achtsam zu sein. In meinem Vortrag werde ich aufzeigen, was Achtsamkeit ist und wie Achtsamkeit uns helfen kann, besser mit Stress umzugehen, um so glücklicher und zufriedener zu werden.

Referent: Thorsten Stelter, Laufstil Düsseldorf