Forum "Seelische Gesundheit"

| Amt 53 Event

Das Forum "Seelische Gesundheit" - Eine Veranstaltungsreihe der Sucht- und Psychiatriekoordination in Kooperation mit der Volkshochschule Düsseldorf.

Vor dem Hintergrund der Zunahme psychischer Erkrankungen veranstaltet die Sucht- und Psychiatriekoordination des Gesundheitsamtes mit der Volkshochschule Düsseldorf in den Räumen der Volkshochschule das Forum "Seelische Gesundheit". Es soll interessierte Bürgerinnen und Bürger in regelmäßigen Abständen rund um die Themenfelder psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen informieren und Raum für Austausch und Gespräche bieten.
Die Veranstaltungen sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltungen finden statt:
am 1. Mittwoch im Monat zu den unten genannten Terminen
von 17:30 bis 19 Uhr
im Saal 2 der Volkshochschule, Weiterbildungszentrum am Hauptbahnhof.

Bertha-von-Suttner-Platz 1


Verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung der Abende sind die Mitglieder des Düsseldorfer Versorgungsnetzwerks.
Koordiniert wird die Veranstaltungsreihe von der Psychiatriekoordination des Gesundheitsamtes.

 

Programm 2019

 

Mittwoch, 6.2.2019: Angehörige von suchtkranken Menschen (PartnerInnen, Kinder, Eltern)

Wird ein Mensch in unserem nahen Umfeld krank, sind wir besorgt und möchten helfen. Angehörige fühlen sich auf sich gestellt, denken meist zuletzt an sich, schämen sich häufig und fühlen sich manchmal auch (mit-) schuldig. Was können Angehörige -auch für sich- tun? Wo gibt es Hilfe? Wie kann Hilfe für den Betroffenen und für die gesamte Familie ohne Überforderung aussehen? Damit wollen wir uns an dem Abend beschäftigen. Wir stellen die Bedürfnisse der Angehörigen in den Vordergrund.
ReferentInnen: Barbara Burckardt, Fachambulanz des Suchtberatungs-und Therapiezentrums der Diakonie Düsseldorf

Mittwoch, 6.3.2019: Ein Augenblick ICH – Ein Programm zum Thema (Selbst-) Achtsamkeit und Genuss

Das Thema Achtsamkeit begegnet uns aktuell ständig und überall: auf Magazinen, in der Tageszeitung, in den sozialen Medien, im Gespräch mit Kollegen oder - meist erst, wenn es schon zu spät ist - mit dem Arzt. Als Ergotherapeutinnen mit dem Schwerpunkt Psychiatrie in der ambulanten Praxis begegnet uns dieses Thema ebenfalls täglich. Basierend auf unseren Erfahrungen und unserem Fachwissen möchten wir einen Überblick zum Thema Achtsamkeit, ihre Notwendigkeit und Anwendungsmöglichkeiten geben.
Referentinnen: Nadia Bernsau & Nicole Gundert-Greiffendorf, Graf-Recke-Stiftung, Praxis für Ergotherapie, Düsseldorf

Mittwoch, 3.4.2019: Hilfreiche Ernährungsberatung bei Essstörungen

In der Behandlung von Essstörungen kann die Ernährungsberatung ein hilfreiches Modul sein. Manchmal für Betroffene, aber auch für Angehörige. Wie soll ich mich im Familien- oder Beziehungsalltag verhalten? Gibt es klare Ernährungsregeln für Betroffene? Sind Kalorienkontrolle und Abwiegen der Lebensmittel sinnvoll oder contraproduktiv? Ein Abend, an dem Sie all diese Fragen einmal stellen können.
Referentin: Barbara Prodöhl, Gesundheitsamt Düsseldorf

Mittwoch, 5.6.2019: „Raus aus der Sucht - aber wie?“

Wenn der Umgang mit Suchtmitteln zum Problem wird, stellen sich viele Fragen: Wie kann ich etwas verändern? Welche Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es und wie läuft die Behandlung ab?, Wie sage ich es meinem Arbeitgeber?, Kommen Kosten auf mich zu?... Wir sorgen für Durchblick im Suchthilfesystem und geben Informationen, welches die ersten Schritte sein können. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige, Interessierte und Fachkräfte aus angrenzenden Bereichen.
Referenten: Lisa Mülder, Bernd Mettenmeyer, Caritasverband Düsseldorf e.V.

Mittwoch, 3.7.2019: Moderne Behandlungsansätze der Borderline-Persönlichkeitsstörung und anderer Störungen der Emotionsregulation

Etwa 3 Prozent der Menschen erleben irgendwann einer Störung ihrer Emotionsregulation. Art, Intensität oder die Dauer einer emotionalen Reaktion können dann nicht angemessen gesteuert werden. Ein adäquater Umgang mit Emotionen spielt eine wichtige Rolle für die psychische Gesundheit. Insbesondere jedoch bei Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung, z.B. vom Borderline- Typ, gehen Defizite im Bereich der Emotionsregulation oft mit einem ausgeprägten Leidensdruck bei Betroffenen und deren sozialem Umfeld einher. In dem Vortrag wollen wir unser Behandlungskonzept vorstellen. Dieses basiert auf den Elementen der Dialektischen Verhaltenstherapie (DBT) sowie verschiedenartigen Akzeptanz- und Veränderungstechniken aus der ACT (Acceptance und Commitment- Therapie)
Referent: Dr. med. Dirk Reinermann LVR-Klinikum Düsseldorf – Kliniken der Heinrich-Heine-Universität

Mittwoch, 4.9.2019: „Update - Neue Trends und neue Drogen“

Seit einigen Jahren kommen immer mehr neue synthetische Substanzen unter der Bezeichnung „Legal Highs“ auf den Drogenmarkt. Künstlich hergestellte Cannabinoide werden als Ersatz für Cannabis als „Räuchermischung“ verkauft, aufputschende Substanzen als „Badesalz“. Der Vertrieb findet hauptsächlich über Online-Shops statt. Darüber hinaus gewinnen phasenweise alt bekannte Drogen an neuer Beliebtheit, wie z. B. sogenannte Partydrogen, Ketamin und Codein. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Substanzen, ihre Wirkungsweisen und mögliche Gesundheitsschäden. Darüber hinaus informiert sie über Vertriebswege und die aktuelle Rechtslage.
Referentin: Kristina Bauer, Düsseldorfer Drogenhilfe e.V.

Mittwoch, 6.11.2019: Depression im Arbeitsleben - ein Tabuthema?

Inzwischen sind Depressionen und andere psychische Erkrankungen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit und die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Wie lässt sich diese Entwicklung erklären, wo liegen mögliche Ursachen und welche Möglichkeiten der Prävention und Behandlung bestehen?
ReferentInnen: Andrea Melville-Drewes, Gesundheitsamt Düsseldorf, Sozialpsychiatrischer Dienst und Mitglieder einer Selbsthilfegruppe

Mittwoch, 4.12.2019: Lebensmuster verstehen und verändern - Schematherapie: neue Wege in der Psychotherapie

Lebensmuster sind Verhaltensweisen, die wir eigentlich loswerden möchten, da sie negative Auswirkungen auf unser Leben haben, z.B. nicht "Nein" sagen können oder wenn es „nie gut genug“ ist. Lebensmuster hängen mit starken Gefühlen zusammen, die sich durch die Situation alleine nicht erklären lassen, z.B. sich wertlos fühlen, wenn wir einen Fehler gemacht haben. Die Schematherapie ist ein neues psychotherapeutisches Verfahren, das Möglichkeiten bietet, Lebensmuster zu erkennen und erfolgreich zu verändern. In diesem Vortrag möchten wir Interessierten die Grundideen und die Arbeitsweise der Schematherapie näher bringen.
Referentin: Stefanie Crott, Kaiserswerther Diakonie, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie