Hitzeaktionsplan für Düsseldorf

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Hitzeaktionsplan für Düsseldorf

Plan°C – ein kommunales Leuchtturmvorhaben zur Hitzevorsorge

Klimaanalysen und -projektionen für Düsseldorf zeigen bereits heute eine sommerliche Hitzebelastung und in Zukunft werden häufigere und länger andauernde Hitzeperioden erwartet. Solche Hitzeperioden stellen ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar.

Im Projekt Plan°C (DAS: „Anwendung der Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen in der kommunalen Praxis“) wurden für die Städte Düsseldorf und Karlsruhe zwei Hitzeaktionspläne erstellt. Im Projekt wurden Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger ermittelt. Diese werden nun sukzessive umgesetzt und regelmäßig fortgeschrieben. 

Der Hitzeaktionsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde vom Stadtrat im Dezember 2025 beschlossen. Das Dokument als PDF-Datei kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden.

Plan°C kompakt

Plan°C war ein vom Bundesumweltministerium gefördertes Klimaanpassungsprojekt. Das Projekt wurde zwischen November 2022 und Juli 2025 zusammen mit der Stadt Karlsruhe und dem Deutschen Institut für Urbanistik als Projektpartnern durchgeführt.

Ziel war es, Hitzeaktionspläne für die besonders hitzebelasteten Städte Düsseldorf und Karlsruhe zu erstellen. Der Kern von Plan°C bestand darin, die Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen des Bundesumweltministeriums von 2017 vollständig auf die konkrete Situation in den beiden Städten anzuwenden und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger zu ermitteln.

Die Projektergebnisse des Verbundvorhabens Plan°C werden im Band „Hitzeaktionspläne in der kommunalen Praxis“ der Schriftenreihe Difu-Impulse dargestellt. In der Publikation finden Sie neben detaillierten Praxisberichten aus Düsseldorf und Karlsruhe auch eine Auswertung aller bis Ende 2024 veröffentlichten deutschen Hitzeaktionspläne. Darüber hinaus sind Erfahrungen deutscher Kommunen sowie Erkenntnisse aus der langjährigen Praxiserfahrung ausgewählter französischer Städte mit Hitzeaktionsplänen in die Ergebnisse eingeflossen.

Hitzeaktionspläne in der kommunalen Praxis | Deutsches Institut für Urbanistik

Plan°C Projektförderung

Das Verbundvorhaben wurde im Rahmen der deutschen Anpassungsstrategie durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BNUKN) und im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, Förderschwerpunkt 3 (Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen) unter dem Förderkennzeichen 67DAS261A gefördert.

Plan°C übersetzt

Der Hitzeaktionsplan in Düsseldorf entstand im Rahmen des Projekts „Verbund – DAS: Anwendung der Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen in der kommunalen Praxis“ – kurz Plan°C.

Neben Bestands- und Bedarfsanalysen greift das Projekt unter anderem auf wertvolles langjähriges Praxiswissen aus Frankreich zurück. Das Land gilt weltweit als ein Vorreiter in der Hitzeaktionsplanung. Dort wurde bereits im Jahr 2004 ein „Plan National Canicule“ als Reaktion auf den Hitzesommer 2003 mit vielen Todesopfern im Jahr zuvor erstellt. Das Akronym Plan°C weist daher neben der Hitzethematik (Grad Celsius) auf den französischen Hitzeaktionsplan „Plan Canicule“ hin und verdeutlicht den engen Bezug des Projekts zum Nachbarland. Die Erkenntnisse aus Frankreich entstammen neben offiziellen Dokumenten insbesondere den Fachgesprächen und Austauschrunden mit den französischen Kommunen Toulouse, Nancy und Strasbourg.

Plan°C konkret

Die Handlungsempfehlungen des Bundesumweltministerium Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz stellen den Leitfaden für alle Arbeitspakete von Plan°C dar:

Auf Grundlage von Fokusanalysen Gesundheit & Soziales in Düsseldorf und Karlsruhe sowie dem Erfahrungsaustausch mit deutschen und französischen Städten wurden die acht Kernelemente der Handlungsempfehlungen in beiden Städten in konkretes Verwaltungshandeln übertragen und zu Hitzeaktionsplänen ausgearbeitet.

Dabei werden Maßnahmen für den Sommer, vor und während Hitzeperioden ermittelt. Der Hitzeaktionsplan beinhaltet unter anderem die Information und Beratung der Bevölkerung, Trinkwasserangebote, die Bereitstellung kühler Räume sowie den Einsatz und Aufbau von Warnsystemen.

Vorgehensweisen, Anwendungswissen und Erfahrungen aus den einzelnen Arbeitspaketen werden anderen Kommunen unter anderem in Transfer-Workshops zugänglich gemacht. Eines der Austauschformate ist der Städtedialog zum Thema Hitzeanpassung in Kommunen, der 2023 bereits zum vierten Mal stattfand. Nachdem die Veranstaltung 2020 von der Stadt Köln initiiert und 2022 von der Landeshauptstadt Dresden ausgerichtet wurde, wurde diese Vernetzungsplattform 2023 und 2024 im Rahmen des Projekts Plan °C fortgesetzt. Das Format des Städtedialogs dient explizit dem Austausch und der Vernetzung von Kommunen – das heißt Städte, Gemeinden und Landkreise – die sich bereits im Bereich Hitzevorsorge und Hitzeaktionsplanung engagieren oder aktiv werden wollen.

Grundlage von Plan°C

Die Grundlage bilden die Handlungsempfehlungen des Bundesumweltministeriums für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit von März 2017. Eingeflossen sind insbesondere die langjährige Praxiserfahrung ausgewählter französischer Städte mit Hitzeaktionsplänen.

Wärmestreifen Düsseldorf 1881 bis 2025

Eine einfache, aber prägnante Symbolisierung, um den Klimawandel zu visualisieren, entwickelte der Klimawissenschaftler Ed Hawkins. Die sogenannten Warming Stripes stellen für einen bestimmten Ort oder eine Region die mittlere Jahrestemperatur dar. Die Daten werden dabei chronologisch seit Messbeginn aufgetragen. Die einzelnen Jahre werden als farbcodierte Streifen dargestellt, das kälteste Jahr erscheint dunkelblau, das wärmste dunkelrot. Für Düsseldorf reicht die Spanne vom Minimum mit 8,4 °C Jahresdurchschnittstemperatur, das 1888 auftrat, bis zum Maximum von 12,3 °C, das 2022 erreicht wurde. Es ist leicht zu erkennen, dass in den letzten Jahrzehnten die roten Streifen zugenommen haben. Aktuell sind die Jahre 1881–2025 dargestellt. Quelle: © Deutscher Wetterdienst, bearbeitet durch LANUK NRW.

Verbundpartner im Projekt

  • Landeshauptstadt Düsseldorf
    Gesundheitsamt & Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz

  • Stadt Karlsruhe
    Umwelt-und Arbeitsschutz

  • difu
    Team Klimaanpassung & Stadtökologie

Kontakt

  • Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz

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  • Kommunales Klimamanagement/        Klimaanpassung

Förderung

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Förderung

Das Verbundvorhaben wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz unter dem Förderkennzeichen 67DAS261A gefördert.

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