Kondom geplatzt? Was tun im Notfall?

Ungeschützter Sex einschließlich des Oralverkehrs mit HIV-infizierten Personen birgt generell ein Ansteckungsrisiko.

Daher gilt grundsätzlich: Kein Sex ohne Kondom!

Sollten Sie dennoch ungeschützten Sex mit HIV-infizierten Personen gehabt haben, muss dies noch nicht zwangsläufig bedeuten, dass Sie sich ebenfalls infiziert haben. Es hängt nämlich von unterschiedlichen Faktoren ab, ob Sie sich beim ungeschützten Sex mit HIV infizieren oder nicht. Im Folgenden haben wir wichtige Informationen über die Infektionsrisiken von HIV für Sie zusammengestellt. Diese gilt es zwar in jedem Fall zu beachten, dennoch sollten Sie versuchen, bei einem möglichen Risiko nicht in Panik zu verfallen. Es ist sehr wichtig, dass Sie die Situation in der HIV-Beratung besprechen, sodass eine genauere Einschätzung Ihres individuellen Risikos vorgenommen werden kann. Wir stehen Ihnen hierzu gerne zur Verfügung!  

Wichtig zu wissen ist:

  • Infektiöse Körperflüssigkeiten sind Blut, Sperma, Scheidensekret und der Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut
  • Das Infektionsrisiko steigt, je mehr infiziertes Blut, Sperma oder Anal- oder Scheidensekret auf die Schleimhäute von Auge, Mund, Scheide, Darm, Penis oder in offene Wunden gelangt
  • Das Infektionsrisiko steigt mit der Konzentration der Viren in den Körperflüssigkeiten der HIV-Infizierten (meist hoch bei "frischer" oder lang bestehender unbehandelter Infektion)
  • Auch ungeschützter Sexualkontakt ohne Samenerguss birgt ein Infektionsrisiko, wenn es auch nicht sehr groß ist

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zu Notfallsituationen kommen, in denen Sie sich einem erhöhten Risiko für eine HIV-Infektion aussetzen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Sex mit HIV-positiven Personen hatten und dabei kein Kondom benutzt haben oder das Kondom gerissen, abgerutscht oder geplatzt ist.

Es ist verständlich, dass Sie in dieser Situation Angst um Ihre Gesundheit haben und Ihnen viele Gedanken durch den Kopf gehen: Was ist, wenn Sie sich angesteckt haben? Einige Menschen können in einer solchen Situation in Panik geraten. Sie fühlen sich wie betäubt und wissen nicht, was sie in dieser Situation tun sollen.

In dieser momentan starken seelischen Belastungssituation ist es wichtig, dass Sie einen kühlen und klaren Kopf bewahren. Atmen Sie tief durch und planen Sie die nächsten Schritte!

Kontakt

  • Beratungs- & Unter­­­such­ungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen

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