Substitutionsbehandlung

Die Substitutionsbehandlung ist eine medizinische Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einer Opioidabhängigkeit – in der Regel einer Abhängigkeit von Heroin. Sie erfolgt mit gesetzes- und richtlinienkonform zu verordnenden Medikamenten (Substituten) wie zum Beispiel Methadon, Buprenorphin, Polamidon oder Subutex. Die Behandlung und Vergabe des Substituts erfolgt durch Substitutionsärztinnen und -ärzte mit entsprechender Zulassung.

Die Vergabe von Ersatzstoffen ist durch das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) sowie das Arzneimittelgesetz (AMG) und durch weitere Richtlinien geregelt.

Ziel einer Substitutionsbehandlung ist meist eine dauerhafte Abstinenz von allen illegalisierten Drogen. Mit Hilfe der Substitutionsbehandlung sollen die Entzugserscheinungen und der "Konsumdruck" bei opioidabhängigen Personen vermindert werden. So soll ihnen der Einstieg in ein drogenfreies Leben erleichtert werden.

Die Kosten einer Substitutionsbehandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. 

Patienteninformationsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

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