Resolution gegen sexualisierte Gewalt

In seiner Sitzung am 28. April 2016 beschloss der Rat der Stadt Düsseldorf den Antrag "Verabschiedung einer Resolution gegen sexualisierte Gewalt" - Drucksache 01/31/2016.

Hilfetelefon

Internationaler Tag zu Gewalt an Frauen und Mädchen

Der Internationale Tag zu Gewalt an Frauen und Mädchen wird seit 1981 begangen. Historischer Hintergrund war die Verschleppung und Ermordung von drei Frauen in der Dominikanischen Republik durch Soldaten. 1999 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen, den 25. November als Internationalen Tag für die Beseitigung jeglicher Gewalt gegen Frauen einzuführen.

Gewalt

Häusliche Gewalt

Der weitaus häufigste Schauplatz von Gewalt gegen Frauen sind die eigenen vier Wände. Männer jeden Alters, jeder gesellschaftlichen Schicht, jeden Bildungsstands, ob mit ihrer Partnerin verheiratet oder nicht, schlagen, treten, demütigen, vergewaltigen die Frau, die sie angeblich lieben. In den seltensten Fällen gelangt diese Tatsache an die Öffentlichkeit. Weil die Nachbarn, Verwandte und Bekannte wegschauen und die betroffenen Frauen schweigen: Aus Angst, aus Scham, weil sie sich verantwortlich fühlen, weil sie hoffen, dass er sich ändert...

Ein gesellschaftliches Klima, das Gewalt gegen Frauen verharmlost sowie gängige Klischees und Vorurteile verschärfen die Situation zusätzlich. Zu den Überlebensstrategien von Frauen in Gewaltbeziehung gehört – unter anderem auch aus diesen Gründen – die Verharmlosung der Tat bzw. ihre Rechtfertigung und die Entschuldigung des Täters.

Durch die Einführung des Gewaltschutzgesetz wird der Schutz der Opfer von häuslicher Gewalt gestärkt und Täter verstärkt zur Verantwortung gezogen.

Soziale Trainings

Durch die Einführung des Gewaltschutzgesetzes wird der Schutz der Opfer von häuslicher Gewalt gestärkt und Täter verstärkt zur Verantwortung gezogen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf fördert die "Sozialen Trainingskurse für Täter von häuslicher Gewalt", die durch AWO Familienglobus gGmbH und Diakonie in Düsseldorf durchgeführt werden. Ab 2011 gab es weitere Mittel für die therapeutische Arbeit mit gewaltbereiten Männern durch das Land NRW. Seitdem werden in Düsseldorf vier "Soziale Trainingskurse" durchgeführt
Informationen, Rat und Hilfe gibt es über Telefon: 0175.1484726.

Ausführliche Informationen erhalten Sie hier:

www.awo-duesseldorf.de

www.diakonie-duesseldorf.de

Gewalt an Schulen

Die Fachstelle für Gewaltprävention an Schulen unterstützt Schulen, Schulleitungen und pädagogische Fachkräfte in Schulen auf dem Weg zu einem gewaltfreien Miteinander. Das Angebot umfasst Beratung zu einzelnen Schülerinnen und Schülern sowie auf Klassenebene, Fortbildungs- und Supervisionsangebote, Prozessbegleitung auf Schulebene.

Stop Mutilation

Als Female Genital Mutilation, im Folgendem FGM abgekürzt, oder Weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet man jede nicht medizinisch notwendige Verletzung der weiblichen Genitalien. Mit der Beschneidung der Penisvorhaut bei Jungen ist FGM nicht zu vergleichen, da hier das Sexualorgan selbst verletzt wird; der Begriff weibliche Beschneidung ist darum ambivalent: einerseits lehnen Aktivistinnen und Aktivisten den Begriff als beschönigend ab, andererseits kann er aber in der Arbeit mit Betroffenen verwendet werden, die sich durch eine Bezeichnung als "verstümmelt" in eine Rolle als defizitär und als Opfer gedrängt fühlen. Mehr lesen

Zwangsheirat

Als Zwangsheiraten gelten jene Ehen, die gegen den Willen mindestens eines der beiden Partner geschlossen werden. Die davon abzugrenzende arrangierte Heirat wird zwar von Verwandten initiiert oder von Ehevermittlern arrangiert, aber im Einverständnis der Ehepartner geschlossen. Die Kinderheirat kann ebenso als Form der Zwangsehe bezeichnet werden, da sie nicht durch Entscheidung mündiger Ehepartner zustande kommt.

Onlineberatungen zum Schutz vor Zwangsheirat

Nein zu Zwangsheirat – Informationen und Beratung für Mädchen und junge Frauen, die von Zwangsheirat bedroht oder betroffen sind. Die Beratung ist kostenlos und anonym.  

Terre de Femmes