Oberbürgermeister Thomas Geisel (M.) und die Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Wilfart (2.v.r.) mit den früheren Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Barbara Winter (l.), Eva-Maria Hartings (2.v.l.), Dagmar Wandt (3.v.l.) und Prof. Dr. Gesine Spieß (r.) | Foto: Melanie Zanin

30 Jahre Gleichstellungsbüro

Unter dem Motto "Gestern und Heute" feierte das Büro für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Donnerstag, 7. Januar, sein 30-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Plenarsaal des Rathauses. Während des Festaktes wurde von Oberbürgermeister Thomas Geisel die EU-Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern unterzeichnet. Die Landeshauptstadt Düsseldorf bekennt sich damit zum Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern und bekräftigt, die in der Charta enthaltenen Bestimmungen umzusetzen.

Hintergrund: Die Geschichte des Gleichstellungsbüros

Am 8. November 1984 beschließt der Stadtrat eine Gleichstellungsstelle einzurichten. Diese wird im Januar 1986 als erste kommunale Gleichstellungsstelle in Düsseldorf eröffnet und direkt dem Oberstadtdirektor unterstellt. Bei dem Frauenbüro handelte es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt Düsseldorf.

"Durch das Spannungsfeld Verwaltung und autonome Frauenbewegung wurde am Anfang die Existenz des Frauenbüros immer wieder in Frage gestellt", erklärt die heutige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Düsseldorf, Elisabeth Wilfart. Am 2. Januar 1986 nahm die Gleichstellungsstelle unter Leitung von Dr. Christiane Köhler ihre Arbeit auf. Der Frauenausschuss wurde 1990 vom Rat der Stadt Düsseldorf eingerichtet. 1995 werden in der Düsseldorfer Hauptsatzung zum ersten Mal die Rechte der Gleichstellungsbeauftragten auf frühzeitige Beteiligung, Berücksichtigung und Rederecht in Ausschüssen und Gremien festgeschrieben.

Auf Basis des Frauenförderplans trifft das Frauenbüro mit den Fachämtern und Instituten der Stadtverwaltung 2001 erste Zielvereinbarungen zu den Themen: "Frauenförderung", "Gleichstellung der Beschäftigten" und "Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf". 2004 wird unter Mitwirkung des Frauenbüros die Arbeitsgruppe "Frau und Gesundheit" gegründet, ein erster "Brustkrebswegweiser" ins Netz gestellt und die Arbeitsgruppe "Gewalt und Gesundheit", unter Moderation der Gleichstellungsbeauftragten, eingerichtet. Unter maßgeblicher Mitwirkung des Frauenbüros erstellt die Fachgruppe "Häusliche Gewalt" des Kriminalpräventiven Rates 2006 eine neue Konzeption zur Arbeit mit Tätern von häuslicher Gewalt.

2007 wird der erste vom Frauenbüro erarbeitete Chancengleichheitsplan vom Rat verabschiedet. Seinen heutigen Namen erhielt das Frauenbüro 2008, als es in "Büro für die Gleichstellung von Frauen und Männern" (kurz: Gleichstellungsbüro) umbenannt wird. 2014 feiert das Gleichstellungsbüro den ersten öffentlichen Internationalen Frauentag. Der Gleichstellungsausschuss wird 2015 um Diversity-Themen erweitert.