Fachvortrag: Gibt es eine Krise der Männlichkeit?

Am 16. November 2015 folgten etwa 100 Besucher*innen der Einladung des Gleichstellungsbüros zum Fachvortrag von Prof. Dr. Rolf Pohl ins Haus der Universität zum Thema "Gibt es eine Krise der Männlichkeit?".

Nach der Begrüßung von Claudia Bednarski, Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern, führte Michael Hein, Mitarbeiter des Jugendamtes - Koordination Jugendhilfe, durch den Abend.

Prof. Dr. Pohl stellte in seinem Vortrag die folgende These vor: "Trotz aller Modernisierungen hat sich in den vorherrschenden Geschlechterbeziehungen eine Tatsache grundsätzlich nicht geändert: Die spätmodernen Gesellschaften sind nach wie vor von einer hierarchischen, männlich dominierten Kultur der Zweigeschlechtlichkeit bestimmt. Dabei ist Männlichkeit grundsätzlich ein krisenhafter, mit Ängsten verbundener Zustand im Spannungsfeld von Autonomiewunsch und Abhängigkeitsangst."

Bei der anschließenden Diskussion wurde neben dem großen Interesse der Zuhörenden deutlich, dass es noch viele weitere Facetten des Vortrages zu diskutieren gibt. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich beim "come-together" weiter auszutauschen.

Referent Prof. Dr. Rolf Pohl von der Leibniz Universität Hannover. Zu seinen Lehr- und Forschungsschwerpunkten gehört unter anderem die sozialpsychologische und sexualwissenschaftliche Männlichkeits- und Geschlechterforschung.