"Aber ich schrieb mich verrückt". Die Wolfgang Welt-Ausstellung

Dauer der Ausstellung: 8. September - 18. November 2018

Als Wolfgang Welt (1952-2016) Mitte der 70er Jahre Hermann Hesses "Steppenwolf" liest, steht sein Entschluss fest: er will Schriftsteller werden – unbedingt. Doch worüber schreiben? Über das eigene Leben, und zwar radikal subjektiv. Bevor Welt, dessen Nachlass im Heinrich-Heine-Institut aufbewahrt wird, dieses Vorhaben in die Tat umsetzt, sammelt er erst einmal Erzählstoff. Auf ein abgebrochenes Lehramtsstudium folgen Jobs als Bierfahrer, Klempnergehilfe und Schallplattenverkäufer. 1979 beginnt der gebürtige Bochumer zu schreiben: Musik- und Literaturkritiken, Porträts und Stories, die für Furore sorgen. Parallel arbeitet er ab 1982 als Nachtportier. Das rastlose Leben als Musikjournalist steht ebenso im Mittelpunkt seiner Romane wie die Erkrankung an einer schizophrenen Psychose. 2006, zuvor erscheinen "Peggy Sue" (1986) und "Der Tick" (2001), erreicht Welt sein "Lebensziel": Suhrkamp veröffentlicht die Werksammlung "Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe" – Willi Winkler erklärt ihn zum "größten Erzähler des Ruhrgebiets". "Doris hilft" (2009), "Fischsuppe" (2014) und das Fragment "Die Pannschüppe" (2017) komplettieren das Werk dieses einzigartigen Schriftstellers. Peter Handke, einer seiner Förderer, sieht in Wolfgang Welts lakonisch-lässiger Prosa "eine grundandere Art von Geschichtsschreibung".

Die Ausstellung lädt dazu ein, den Schriftsteller und Journalisten Wolfgang Welt kennenzulernen, zugleich bietet sie Fans und Experten anhand von zahlreichen noch nie öffentlich gezeigten Materialien aus dem Nachlass sowie aus privaten Sammlungen neue Einblicke.

Besucherinformationen

Öffnungszeiten

Dienstag - Freitag 11:00-17:00 Uhr
Samstag 13:00-17:00 Uhr
Sonntag 11:00-17:00 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2 Euro
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Happy Hour: ab 16:00 Uhr kostenloser Eintritt

Führungen

Kosten: 35 Euro (Führungsgebühr) + 2 Euro pro Person (ermäßigter Eintrittspreis)
bzw. 1 Euro pro Schüler/-in

Informationen zu Führungen

Anfahrt

Heinrich-Heine-Institut
Bilker Straße 12-14
40213 Düsseldorf
Telefon +49 211 - 8992902
Fax +49 211 - 8929044


Anmeldung für Veranstaltungen: Telefon +49 211 - 8995571
Anmeldung für Führungen: Telefon +49 211 - 8995588

E-Mail

 

Das Heine-Institut befindet sich am südlichen Rand der Düsseldorfer Altstadt.
Die Bilker Straße erreicht man über den Carlsplatz.
Dort befindet sich auch ein Parkhaus.
Am Institut selbst stehen keine Parkplätze zur Verfügung.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man das Institut von den Haltestellen Benrather Straße (U71, U72, U73, U83 und Bus SB50, 780, 782, 785) und Carlsplatz (Bus 726) jeweils in wenigen Minuten.

Hinweise zur Barrierearmut

Zum Haupteingang führen 2 Stufen. Das Gebäude ist nach Absprache auch über den Hintereingang stufenlos zu erreichen.
Die Dauerausstellung liegt auf der 1. Etage und ist nur über eine Treppe zu erreichen.
Die Sonderausstellungsräume liegen im Erdgeschoss.
Es ist ein Behinderten-WC vorhanden.
Behindertenparkplätze befinden sich gegenüber dem Institut.
Menschen mit Behinderung können sich unter Telefon +49 211 - 8995571 anmelden.