Betty Paoli: Zwischen Heineschem Herz‑Borkenkäfer und großbürgerlicher Presse
Vom | Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Institut
Mit 16 Jahren war sie zum Broterwerb als Gouvernante gezwungen, mit 25 ein Superstar der deutschsprachigen Lyrik-Szene, nach 1848 die erste Journalistin Österreichs: Betty Paoli (1814 – 1894) war in turbulente Liebesbeziehungen verwickelt und skandalumwittert, befreundet mit revolutionären Dichter*innen Franz Grillparzer, Adalbert Stifter und Marie von Ebner-Eschenbach. Sie war Gast in hochadeligen Häusern und besuchte Heinrich Heine, Vorbild ihrer jungen Jahre, in Paris. In den Wiener Salons war Paoli wegen ihres scharfen Verstands und trockenen Humors von den einen gefürchtet, von den anderen bewundert.
Karin S. Wozonig, Autorin der Biographie „Betty Paoli. Dichterin und Journalistin“, wird Lebensstationen Paolis beleuchten und die selbstbewusste Lyrikerin, klarsichtige Kritikerin und Pionierin der Publizistik vorstellen.
Jasmin-Nevin Varul wird Gedichte und Prosa aus der Werkauswahl „Ich bin nicht von der Zeitlichkeit“ lesen.
Informationen:
Eintritt: 8 Euro (ermäßigt 4 Euro)
Bitte melden Sie sich unter anmeldungen-hhi@duesseldorf.de oder +49 211 - 8995571 an.