Tagung - Dieter Forte (1935-2019), ein Autor des Erinnerns

Vom | Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Institut

"Denn in der Zeit lebt immer auch eine andere Zeit"

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Dieter Fortes komplexem Werk steht noch in ihren Anfängen. Das Heinrich-Heine-Institut möchte mit einer internationalen Tagung einen Impuls setzen, dass sich mehr Forscherinnen und Forscher mit dem Werk des großen Düsseldorfer Autors befassen. Referieren werden Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler aus ganz Europa, u.a. Prof. Klaus-Michael Bogdal (Bielefeld), der den Eröffnungsvortrag hält, Prof. Leopoldo Dominguez (Sevilla), Prof. Birthe Hoffmann (Kopenhagen) und Prof. Jürgen Ritte (Paris).
Ein wichtiges Thema ist der Bombenkrieg, den Forte als einer der ersten deutschsprachigen Autoren in seinem Roman „Tagundnachtgleiche“ beschrieben hatte. Weitere Sujets sind der Zeitbegriff Fortes sowie der Autor als Flaneur. Mitarbeiter des Heine-Instituts werden zudem Einblicke in den Nachlass Dieter Fortes geben, insbesondere im Hinblick auf die Forschungs- und Erkenntnismöglichkeiten, die dieser ermöglicht.

 

Tagungsprogramm:

20. Juni 2024

14.00 Uhr: Begrüßung

14.30-15.30 Uhr Eröffnungsvortrag
Prof. Dr. em. Klaus-Michael Bogdal (Bielefeld): "Es war vorbei. Düsseldorf war tot." Die Geschichte der Namenlosen erzählen

15.30-16.00 Uhr Kaffeepause

16.00-18.00 Uhr
Prof. Dr. Birthe Hoffmann (Kopenhagen): „Es ist letztlich nicht schilderbar“ - Die Darstellung des Bombenkriegs in Dieter Fortes Roman „Der Junge mit den blutigen Schuhen“.
Prof. Dr. Leopoldo Dominguez (Sevilla): „Man wird wieder durch saubere Straßen flanieren, vorbei an schönen Läden“. Formen des Flanierens in Dieter Fortes Tetralogie der Erinnerung

 

21. Juni 2024

10.00-12.00 Uhr
Dr. Enno Stahl (Heinrich-Heine-Institut): Versionen, Variationen. Studien zur Textgenese der „Tetralogie der Erinnerung“
Sophia Rohan M.A. (Düsseldorf): „Ich brauche meine Bücher, aber sonst habe ich keinen Besitz.“ Dieter Fortes persönliche Bibliothek

12.00-13.30 Uhr Mittagspause

13.30-15.30 Uhr:
Kim Reuter M.A. (Düsseldorf): Ariadne-Faden des Erzählens: Dieter Fortes Poetik eines Erinnerungsgewebes
Prof. Dr. Jürgen Ritte: Zur Geographie des Erinnerns in Fortes Romanwerk

15.30-16.00 Uhr Kaffeepause

16.00-17.00 Uhr
Henning Podulski M.A. (Berlin): Topografie toter Arbeit und Phantastischer Eigensinn. Über Räume, Unterscheidungsvermögen und Rahmungen in Dieter Fortes Ein Tag.

17.00 Uhr Abschlussdiskussion

 

Information:

Eintritt: frei
Bitte melden Sie sich unter anmeldungen-hhi@duesseldorf.de oder +49 211 - 8995571 an.
Eine Veranstaltung des Heinrich-Heine-Instituts.