Ein Tanz-Stück in drei Bildern von Soo Jin Yim-Heil

Vom | Veranstaltungsort: Palais Wittgenstein

Soo Jin Yim-Heil (Foto: Privat)

"Melancholey Redet selber"

"Muss immer mit mir selber zanken", verkündet die Melancholie selbstverdrossen, hin- und hergerissen launisch im Poem "Melancholey Redet selber" des Barockdichters Andreas Tscherning.

Soo Jin Yim-Heil taucht tief hinab in die atmosphärische Dichte der lautmalenden Selbstbezichtigung, um in ihrem Tanz-Stück die Gestalt der Melancholie in allegorischen Porträts zu zeichnen. Wie das schöpferische Ich auf dem Höhepunkt der Krise der Genesung entgegen fiebert und die lähmenden Selbstzweifel überwindet, schildert Heinrich Heine auf seine unvergleichliche Weise:
"Krankheit ist wohl der letzte Grund
Des ganzen Schöpfungsdrangs gewesen:
Erschaffend konnte ich genesen,
Erschaffend wurde ich gesund"

Zuletzt wurde das Stück im Centre Pompidou in Málaga aufgeführt. Nun folgt mit Schülerinnen und Schülern der Joseph-Beuys-Gesamtschule die Wiederaufnahme: Schon während der Proben wird schnell deutlich, wie flügelschlagleicht das intuitive Erfassen sich einstellt und aufschwingt. "Muss immer mit mir selber zanken." Eine Tempobezeichnung der ganz besonderen Art. Hier schwingt ein Zustand den Taktstock, der Heranwachsenden wohlbekannt ist.

Musiker: Schülerinnen und Schüler der Joseph-Beuys-Gesamtschule
Musikalische Leitung: Christine Haas

 

 

 

 

Information:

Eintritt: frei
Anmeldung: nicht erforderlich
Veranstaltungsort: Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7-9, 40213 Düsseldorf
Veranstalter: Eine Kooperation des Heinrich-Heine-Instituts mit der Joseph-Beuys-Gesamtschule Düsseldorf