Heinrich Böll in Moskau - Lew Kopelew in Köln

Vom | Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Institut

Eine deutsch-russische Freundschaft und die Literaturbeziehungen zwischen beiden Ländern in den 1960er/1970er Jahren.

Ein Vortrag von Prof. Dr. Beate Fieseler

Heinrich Böll gehörte zu den in der UdSSR populärsten ausländischen Schriftstellern. Seine Werke erreichten dort Millionenauflagen. Von seinem ersten Moskau-Aufenthalt im Jahr 1962 datiert die enge Beziehung zu dem Germanisten, Übersetzer und Memoiren-Autor Lew Kopelew – eine »Freundschaft auf den ersten Blick« (Böll), die bis zu Bölls Tod im Jahr 1985 andauerte und viele weitere deutsch-russische Kontakte und literarische Begegnungen ermöglicht hat. Lew Kopelew wiederum, der 1981 aus der Sowjetunion ausgebürgert wurde, realisierte noch als 70-Jähriger mit großem Elan die selbstgestellte Aufgabe als Grenzgänger und Brückenbauer. Sein »Wuppertaler Projekt« mit der 10-bändigen Reihe »Westöstliche Spiegelungen« ist ein bemerkenswerter Beitrag  zu dem Versuch, Deutsche und Russen einander näher zu bringen.

Der Vortrag erinnert an diese Schriftstellerfreundschaft und die Hoffnungen, die sich in West und Ost daran knüpften. Beate Fieseler ist Professorin für Geschichte und Kulturen Osteuropas an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

 

 

 

 

Informationen:

Eintritt: frei
Anmeldung: nicht erforderlich
Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Institut
Veranstalter: Arbeitskreis Moderne im Rheinland e.V. in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Institut. Im Rahmen der Ringvorlesung »Die Bonner Republik. Forschung - Diskurs - Öffentlichkeit«.