Reihe: Forschung im Fokus

Vom | Veranstaltungsort: Haus der Universität

Was bringt eine globalhistorische Perspektive? Fotographie im 19. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. Stefanie Michels

 

1839 fertigt der ägyptische Vize-König die erste Fotografie des Hafens von Alexandria an – so könnte eine Geschichte der Fotografie beginnen, wenn sie globalhistorisch erzählt werden würde. Der Vortrag untersucht die Netzwerke, in denen sich Fotografie - als technische, ästhetische und soziale Praxis - im langen 19. Jahrhundert verbreitete. Wie sie sich in regional unterschiedliche bestehende visuelle Praktiken einfand, wird ebenfalls vorgestellt.

 

Stefanie Michels ist seit 2013 Professorin im Fach "Europäische Expansion" an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre sind u.a. die deutsch-afrikanische Verflechtungsgeschichte, besonders Kamerun und die ehemaligen von Deutschland kolonialisierten Gebiete Tanzania, Ruanda, Burundi, Togo und Namibia. Eines ihrer laufenden Forschungsprojekte ist die kosmopolitische Familiengeschichte zwischen Kamerun, der Karibik und Europa. Sie ist Vizepräsidentin der „Association pour la recherche historique en Allemagne et au Cameroun“ und Vorsitzende des Vereins „Deutschland Postkolonial“. In einer 2009 erschienenen Monographie ("Schwarze deutsche Kolonialsoldaten. Mehrdeutige Repräsentationsräume und früherer Kosmopolitismus") hat sie sich mit postkolonialen Lesarten von Fotografien über koloniale schwarz-deutsche Soldaten auseinandergesetzt und eine Reihe von Artikeln über Fotografie, deutschen Kolonialismus und afrikanische Geschichte veröffentlicht.

 

 

 

 

 

Information:

Eintritt: 5 Euro (für Studierende frei)
Anmeldung: nicht erforderlich
Veranstaltungsort: Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf
Veranstalter: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Heinrich-Heine-Institut, Evangelische Stadtakademie, VHS Düsseldorf