Reihe: Forschung im Fokus

Vom | Veranstaltungsort: Haus der Universität

Vom Individuum zur Gesellschaft. Einblicke in die Organisation des Bienenstaates

Prof. Dr. Martin Beye

 

Honigbienen bilden Gesellschaften, in denen tausende von Bienen als eine Einheit funktionieren. Arbeiter in Bienen-Gesellschaften engagieren sich in verschiedenen Aufgaben, kooperieren und kommunizieren bei der Ausübung ihrer Arbeit, genau wie Menschen in menschlichen Gesellschaften. Durch ihre gemeinsame Anstrengung entstehen neue Verhaltenseigenschaften, die die Fähigkeiten einzelner Arbeiterbienen weit übersteigen. Sie verteidigen kollektiv ihre Kolonien und nutzen effizient Nahrungsquellen durch ausgeklügelte Kommunikationssysteme, wie z. B. ihre „Tanzsprache“. Für die Fortpflanzung sorgt eine einzelne Königin mit mehreren hundert Bienenmännchen, während die bis zu 40.000 Arbeiterbienen eines Bienenstocks die sozialen Verhaltensweisen ausführen, die der Pflege der Bienenvölker gewidmet sind.

Der Vortrag befasst sich damit, wie Bienen komplexe Zusammenarbeit organisieren und wie uns Genetik und schnelle Computer bei der Entschlüsselung dieser helfen.

Prof. Dr. Martin Beye lehrt und forscht seit 2005 am Institut für Evolutionsgenetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Forschungsarbeiten umfassen die Geschlechtsbestimmung, Entwicklung und das Verhalten von Honigbienen. Seine aktuellen Forschungen zielen darauf ab zu verstehen, inwiefern Gene und Umwelt das hochentwickelte soziale Verhalten der Honigbienen bestimmen. Prof. Beye und seine Forschungsgruppe haben verschiedene Methoden entwickelt, um Gene zu verändern und das Verhalten kleiner Kolonien zu quantifizieren.

 

 

 

 

Information:

Eintritt: 5 Euro (für Studierende frei)
Anmeldung: nicht erforderlich
Veranstaltungsort: Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf
Veranstalter: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Heinrich-Heine-Institut, Evangelische Stadtakademie, VHS Düsseldorf