Vernissage "Heinrich Heine und die Glaubensfrage"

Vom | Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Institut

"Mich locken nicht die Himmelsauen"

Anlässlich des Reformationsjubiläums erfährt die Heine-Ausstellung "Romantik und Revolution" eine thematische Erweiterung. In den Mittelpunkt rückt dabei Heinrich Heines komplexes, zum Teil widersprüchlich anmutendes Verhältnis zu Religion und Konfession. So kreisen seine geistreichen und unterhaltsamen Ausführungen stets um die wechselseitige Beziehung von persönlichem Glauben, institutionalisierter Religion und der Freiheit des Individuums.


Heine kann gleichermaßen als profunder Kenner von Judentum und Christentum, als spöttischer Kritiker von Staatsreligion, als großer Luther-Bewunderer, als Sensualist und Gegner der kirchlichen Entsagungsdoktrin, als eifriger Bibel-Leser und in späten Jahren vermeintlich als bekehrter Renegat interpretiert werden. Doch selbst bei der letztgenannten Deutungsart stellt sich die Frage: Woran glaubte Heine tatsächlich?

Die Sonderschau widmet sich der unkonventionellen und pragmatisch-toleranten Haltung Heinrich Heines in Glaubensfragen.


Zur Eröffnung sprechen Dr. Sabine Brenner-Wilczek (Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts) und Jan von Holtum (Kurator der Ausstellung).

Nachfolgend findet ein Podiumsgespräch zwischen den Experten Prof. Dr. Volkmar Hansen und Harald Steffes (Studienleiter der Evangelischen Stadtakademie) statt, in dem die verschiedenen Facetten von Heines Blick auf den Protestantismus verdeutlicht werden.


Die Ausstellung wird vom 30. März bis 22. Juni 2017 gezeigt.

 

 

 

Informationen:

Eintritt: frei
Anmeldung: nicht erforderlich
Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Institut
Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut und Evangelische Stadtakademie