NACHT DER MUSEEN 11. Juni ab 19 Uhr Willkommen im Hetjens!

NACHT DER MUSEEN 11. Juni ab 19 Uhr Willkommen im Hetjens!

Leuchter und Teller Breslauer Stadtschloss, Entwurf: Friedrich Elias Meyer, KPM Berlin. Foto: Horst Kolberg, Neuss.

Tisch des Monats

Tafeln wie beim König von Preußen -
KPM BERLIN Breslauer Stadtschloss

20. Mai bis 28. August 2022

König Friedrich II. von Preußen, der von der Geschichte mit dem Beinamen „der Große“ bedacht wurde, war auch einer der größten Porzellan-Liebhaber aller Zeiten. 1763 erwarb Friedrich vom Kaufmann Johann Ernst Gotzkowsky die Berliner Porzellanmanufaktur. Er nannte sie KÖNIGLICHE PORZELLAN-MANUFAKTUR BERLIN – die KPM produziert bis heute.
Der König hatte fortan eine eigene Manufaktur, in der er nach seinen persönlichen Wünschen bestellen konnte, und war  nicht länger auf die Manufaktur im sächsischen Meissen angewiesen. Dort warben die Berliner den Modelleur Friedrich Elias Meyer ab, ein Schüler des legendären Meissener Modellmeisters Johann Joachim Kändler. Meyer verlieh dem  Friederzianischen Porzellan die Leichtigkeit und Eleganz, für die es berühmt werden sollte. Seine Residenzen wollte Friedrich der Große mit entsprechenden Porzellanservicen ausstatten, für die Meyer schließlich die Entwürfe lieferte.
Auch für das Stadtschloss im schlesischen Breslau wünschte der König sich ein eigenes Service. Hierfür schuf Meyer 1767 die Form Antikzierrat, die heute unter dem Namen ROCAILLE bekannt ist. Die Oberfläche wird durch farbenprächtige naturalistische Blumen geschmückt, die von einem blauen Schuppenmosaik und Goldmalerei gerahmt werden. Das Service für das Breslauer Stadtschloss zählt bis heute zu den elegantesten Dekoren der Porzellangeschichte. Der sommerliche Tisch des Monats im Hetjens ist mit einer Ausformung des Services um 1900 eingedeckt – eine Epoche, die für ihre hochqualitätvolle Malerei in der KPM bekannt ist. Die Leihgaben aus Privatbesitz werden durch Stücke aus der Sammlung der KPM Berlin vervollständigt.

Makara-Drache, Steinzeug, Sukhothai/Thailand, 14. Jh. Foto: Horst Kolberg, Neuss.

Ausstellung
Im Auge des Drachen -
Keramik aus Vietnam und Thailand

28. April 2022 bis 28. August 2022

In Südostasien, auch in Thailand und Vietnam, ist eine lange Keramiktradition mit ungewöhnlichen Formen zu beobachten. Bereits vor mehreren Hundert Jahren fertigten Töpfer Wächterfiguren wie Drachen für Tempelanlagen, kleine Architekturmodelle als Grabbeigabe oder Wasserkrüge aus jadegrünem Seladon, die Unterwassertieren nachempfunden waren. Besonders begehrt war die hohe Qualität dieser Seladone auch als Exportware. Zwar stark von der chinesischen Kunst beeinflusst, entwickelten sich in Thailand und Vietnam aber auch ganz eigene Motive, zum Teil als deutliche Abgrenzung, mit politischen und religiösen Hintergründen. Die Ausstellung zeigt einen Überblick über die Keramikproduktionen der beiden Länder und die Einflüsse aus dem benachbarten China.

 

Dieter Nuhr, Iran Becher 01, 2021.

Ausstellung
Dieter Nuhr:  Reisezeit – Zeitreisen

15. März bis 31. Juli 2022

Während Dieter Nuhr bundesweit für seine höchst pointiert formulierten Beobachtungen zu Politik und Gesellschaft bekannt ist, agiert er als bildender Künstler fern der Bühne zurückhaltend und mit großer Sensibilität. Im Fokus seines künstlerischen Schaffens stehen Reisebilder, die neben Landschaften und Architekturen, Motiven des Alltags wie von reizvollen Oberflächen, die den Betrachtenden eine eindrückliche Begegnung vom Charakter des Reiseortes von Dieter Nuhr vermitteln.

Nun war Dieter Nuhr im Hetjens zu Gefäßen und Figuren seiner Reiseziele unterwegs. In der 8.000 Jahre Keramikgeschichte umfassenden Sammlung hat er Werke entdeckt, die sich seinen gesammelten Impressionen aus Südostasien, Spanien, Iran und Mexiko auf das trefflichste reflektieren. Die neuen Arbeiten Dieter Nuhrs zeigen die Keramiken des Hetjens vor Bildwelten ihrer Herkunftsorte. Auf diese Weise öffnen sich neue Blickachsen auf die Schätze der Sammlung des Deutschen Keramikmuseums in Düsseldorf.

Krokusservice, Entwurd Konrad und Hans Rudolph Hentschel 1896, Ausführung Meissen 1900-1904. Foto: Horst Kolberg, Neuss.

Tisch des Monats: Was blüht denn da?

Krokus – Frühling – Jugendstil

9. April bis 29. Mai 2022

Mit dem Meissener Krokusservice der Brüder Konrad und Hans Rudolph Hentschel wird im Hetjens der Frühling eingeläutet.
Der ursprüngliche Entwurf für das Krokusservice war für ein Déjeuner, also ein Kaffee- bzw. Frühstücksservice für zwei Personen. Die Meissener Manufaktur schrieb 1896 einen Wettbewerb zur Schaffung eines „zeitgemäßen und billigen Déjeuners in Form und Dekor“ aus. Gewinner war der erst 24jährige Modelleur Konrad Hentschel.Sein Krokusservice wurde auf der Weltausstellung 1900 in Paris vorgestellt und erhielt große Beachtung und enormen Beifall. Der Erfolg war derart durchschlagend, dass 1902 das Speiseservice und 1904 ein Mocca- sowie ein Teeservice folgten. Damit zählt das Krokusservice zu den frühesten und bedeutendsten Jugendstilporzellanen.

Auf dem Tisch des Monats wird das Krokusservice mit Silber, Glas und Tischwäsche des Jugendstils – sämtlich Leihgaben aus Privatbesitz – präsentiert.

DIE KUNST DER KERAMIK entdecken Sie im Hetjens – Deutsches Keramikmuseum

Das Hetjens im Palais Nesselrode.

DIE KUNST DER KERAMIK entdecken Sie im Hetjens – Deutsches Keramikmuseum

Das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum befindet sich in einem der schönsten historischen Gebäude der Düsseldorfer Altstadt, dem Palais Nesselrode – nur wenige Gehminuten von Rheinufer und Burgplatz entfernt. Hier wird Keramik höchster Qualität aus 8000 Jahren und der ganzen Welt präsentiert. Es ist ein Spezialmuseum von internationalem Rang.