Ausstellungen - Landeshauptstadt Düsseldorf
Teile aus den Servicen Sächsische Blume und Flora Danica, Royal Copenhagen, um 1830–1890. Foto: A. Lange.

Ausstellung

Happy Birthday, Royal Copenhagen!
250 Jahre königliches Porzellan aus Dänemark

16. Oktober 2025 bis 25. Januar 2026 - verlängert bis 1. März 2026

Die Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen wurde 1775 unter dem Patronat der Königinwitwe Juliane Marie gegründet. Damit zählt Royal Copenhagen zu den ältesten, bis heute produzierenden Manufakturen und hat seinen festen Platz unter den Luxus-Porzellanen. Das Hetjens widmet Royal Copenhagen im Rahmen der beliebten Reihe „Tisch des Monats“ eine festliche Geburtstagspräsentation. Drei Tische werden dafür mit historischen Servicen inszeniert und mit Einzelstücken, wie beispielsweise Flora Danica Porzellane, sowie Jubiläumsobjekten aus der Manufakturhistorie ergänzt.

Kaffeeservice mit Dekor "Tausendundeine Nacht", Meissen 1977, Foto: Horst Kolberg, Neuss.

Tischinstallation

Das Meissener Service "Tausendundeine Nacht"

Die orientalisch inspirierte Figurenmalerei des Meissener Service "Tausendundeine Nacht" zählt zu den kostbarsten Dekoren, die das Künstlerkollektiv um Heinz Werner und Peter Strang in den 1960er und 70er Jahren entwickelt hat. Die unteren Bereiche der Gefäße sowie die Unterseite der Tellerfahnen sind vollflächig vergoldet: Understatement made in GDR. Der Malerei Werners präsentiert eine verspielte Märchenwelt in bunter Variation. Das beliebteste Motiv sind anmutige Haremsdamen in unterschiedlichsten Spielarten.

Serviceteile mit Dekor „Münchhausen“, Form: Erhard Großer, Alexander Struck und Ludwig Zepner, 1961, Dekor: Prof. Heinz Werner und Rudi Stolle, 1964, Ausformung: Meissen, 1967–1973. Foto: Horst Kolberg, Neuss.

Tischinstallation

Übertreiben ausdrücklich erlaubt!
– Das Meissener Kollektivservice „Münchhausen“


Die Malerei mit den Abenteuern des Baron Münchhausen ist der erste hervorzuhebende Dekor für das sogenannte „Kollektivservice“ der Modelleure Erhard Großer, Alexander Struck und Ludwig Zepner. Bei seiner Vorstellung 1964 hatte der Dekor einen enormen Erfolg. Die Motive beruhen auf der literarischen Vorlage „Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen“ (1786) von Gottfried August Bürger (1747–1794).
Der Einfuss für die Art der Dekorgestaltung geht auf die Entwürfe des Malers Johann Gregorius Höroldt (1696–1775) zurück. Das gesamte Service erweckt den Eindruck eines prachtvoll illustrierten Märchenbuches mit goldgerahmten Bildern. Die Abenteuer des Lügenbarons zählen zu den seltensten Dekoren aus der Zeit des Meissener Künstlerkollektivs.