Äffchen auf einem Hund reitend, Porzellan, Zürich, um 1775-1780, Sammlung Dr. E. S. Kern, Agentenhaus Horgen

Ausstellung

Schweizer Schoki, Weißes Gold –
Süßes und Zerbrechliches vom Zürichsee

5.11.2020 bis 21.2.2021
Schweizer Schokolade ist weltberühmt – die Zürcher Porzellanmanufaktur hingegen ist nur wenigen Connaisseurs bekannt. Die Manufaktur produzierte während eines sehr kurzen Zeitraumes von 1763 bis 1790, wodurch ihre Erzeugnisse heute entsprechend rar und bei Sammlern äußerst begehrt sind. In der Schweiz sind vor allem zwei herausragende Privatsammlungen Zürcher Porzellans zu nennen, die einen Überblick über die Erzeugnisse der Manufaktur vermitteln. Zum einen handelt es sich um die Sammlung Dr. E. S. Kern in Horgen am Zürichsee sowie um die Sammlung des Chocolatiers Dr. Rudolph R. Sprüngli. Der Firmentradition entsprechend nehmen Schokoladenkannen und -tassen in der Sammlung Sprüngli einen besonderen Platz ein.

Hinweis: Die Ausstellung wird für das Publikum eröffnet, sobald es die Bestimmungen wieder zulassen.

Ernst Barlach, Schwebender Gottvater, Böttgersteinzeug, Porzellanmanufaktur Meissen, 1922. Foto: Horst Kolberg, Neuss

Ausstellung

Göttliche Welten –
Glaubensbilder aus 4000 Jahren

08. Oktober 2020 – 10. Januar 2021

Religiöse Symbolik verleiht Gegenständen eine besondere Bedeutung, die oft nur Eingeweihte lesen können. Den Osmanen galt die Tulpe als Heiligste der Blumen, da sie direkt mit dem Namen Allahs verbunden ist. Bei den Zuni in New Mexico wird hingegen jeder Familie bis heute ein Tier zugeordnet, das seine positiven Eigenschaften auf die Mitglieder überträgt und sie mit den Ahnen verbindet. Im Daoimus waren Fledermäuse als Glückssymbole gerne gesehen, während Pfirsiche für ein langes Leben standen. In Kooperation mit den Düsseldorfer Dominikanern zeigt das Hetjens anhand von Keramikobjekten eine kultische und religiöse Menschheitsgeschichte von den Artefakten Mesopotamiens bis in die Gegenwart.

 

Vase "1001 Nacht ", Form: Ludwig Zepner, 1960; Plastik: Peter Strang, 1974; Dekor: Heinz Werner, 1974; Meissen. Meissen Porzellan-Stiftung

Märchenhaftes Meissen – Traumwelten der DDR

28. November 2019 bis 1. März 2020 -  VERLÄNGERT BIS 10. Januar 2021

JETZT NEU auch als virtueller 3D-Rundgang

In den 1960er und 70er Jahren entwickelt das Künstlerkollektiv – Peter Strang (*1936), Heinz Werner (*1928) und Ludwig Zepner (1931–2010) – gänzlich neue Formen und Malereien für das Meissener Porzellan in der DDR. Auffallend viele Dekore und Malereien basieren thematisch auf Märchen und Erzählungen – also Sujets, die bewusst oder unbewusst unpolitisch angelegt sind. Hier begegnet der Betrachter den Helden aus 1001 Nacht, den Feen und Trollen aus Shakespeares »Sommernachtstraum«, dem Lügenbaron Münchhausen sowie Waldnymphen und lüsternen Jägern, die ihnen nachstellen. Hinzu kommen phantastisch wirkende Blumen und Bäume, die anmuten als kämen sie aus einer anderen Welt.