Thomas Schütte, Frauenkopf implodiert, 2020. Foto: Mareike Tocha

Ausstellung

Thomas Schütte. Keramik

30. Mai bis 23. August 2020 - verlängert bis 20.September 2020

Mit der Sonderausstellung präsentiert das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum werkfrische Arbeiten des international hoch angesehenen deutschen Künstlers, dessen Oeuvre sich durch eine große Experimentierfreude und Vielseitigkeit auszeichnet. Das künstlerische Spektrum des Bildhauers und Zeichners Thomas Schütte variiert in Formensprache und Technik ebenso wie in der Wahl des Materials. Dabei reicht es von frühen Architekturmodellen und Papierarbeiten über figurative Kompositionen aus Keramik und Glas bis hin zu großformatigen Bronze-Skulpturen. Die jüngst entstandenen Arbeiten Schüttes, darunter überlebensgroße keramische Köpfe und Büsten, werden gemeinsam mit einer Auswahl weiterer Werkgruppen des Künstlers in einer eigens dafür konzipierten, temporären Architektur im Festsaal des Palais Nesselrode gezeigt.

Vase "1001 Nacht ", Form: Ludwig Zepner, 1960; Plastik: Peter Strang, 1974; Dekor: Heinz Werner, 1974; Meissen. Meissen Porzellan-Stiftung

Märchenhaftes Meissen – Traumwelten der DDR

28. November 2019 bis 1. März 2020 -  VERLÄNGERT BIS 10. Januar 2021

JETZT NEU auch als virtueller 3D-Rundgang

In den 1960er und 70er Jahren entwickelt das Künstlerkollektiv – Peter Strang (*1936), Heinz Werner (*1928) und Ludwig Zepner (1931–2010) – gänzlich neue Formen und Malereien für das Meissener Porzellan in der DDR. Auffallend viele Dekore und Malereien basieren thematisch auf Märchen und Erzählungen – also Sujets, die bewusst oder unbewusst unpolitisch angelegt sind. Hier begegnet der Betrachter den Helden aus 1001 Nacht, den Feen und Trollen aus Shakespeares »Sommernachtstraum«, dem Lügenbaron Münchhausen sowie Waldnymphen und lüsternen Jägern, die ihnen nachstellen. Hinzu kommen phantastisch wirkende Blumen und Bäume, die anmuten als kämen sie aus einer anderen Welt.

Copyright Astrid Busch

"Geraubt, gefälscht und gierig gesammelt"

Ausstellung im Rahmen der Biennale düsseldorf photo +

12. März bis 26. April 2020 - VERLÄNGERT BIS 20. September 2020

Astrid Busch entwickelt für die Kurtine, Teil der ehemaligen Citadelle als Wehranlage Düsseldorfs und im Untergeschoss des Hetjens zu sehen, eine ortsspezifische Installation. Diese setzt sich mit den historischen Hintergründen sowie der Keramiksammlung auseinander. Es entstehen Fotografien, die Busch zu räumlichen Bildarrangements verdichtet, indem sie die Motive durch Videoprojektionen und Stoffdrucke in den Raum hinein erweitert. Die Kurtine ist dem französischen Wort "courtine“ für Vorhang abgeleitet und bildet die Grundlage für diese vielschichtige Intervention.