Monitoringergebnisse zur PFT-Verunreinigung

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Um den aktuellen Stand der Grundwasserverunreinigung durch perfluorierte Tenside (PFT) in Lohausen und Kaiserswerth zu erfassen, sind im Oktober und November 2015 rund 240 Grundwassermessstellen im gesamten betroffenen Gebiet beprobt und untersucht worden

Um den aktuellen Stand der Grundwasserverunreinigung durch perfluorierte Tenside (PFT) in Lohausen und Kaiserswerth zu erfassen, sind im Oktober und November 2015 rund 240 Grundwassermessstellen im gesamten betroffenen Gebiet beprobt und untersucht worden. Die ausgewerteten und in grafischer Form dargestellten Ergebnisse hat das Umweltdezernat dem Umweltausschuss am Donnerstag, 14. Januar, vorgestellt.

"Die Monitoringergebnisse und die Fahnenaufnahme 2015 liefern gute Erkenntnisse über die aktuelle räumliche Ausbreitung der PFT-Grundwasserverunreinigung", erklärt Umweltdezernentin Helga Stulgies. In Abhängigkeit der hydraulischen Verhältnisse (zum Beispiel langanhaltende ausgeprägte Niedrigwasserphase des Rheins; zeitlich wechselnde umfangreiche Wasserförderung im Wasserwerk Kaiserswerth), der Stoffeigenschaften der PFT (sehr mobil, sehr geringe Rückhaltung am Boden) sowie der beprobten Messstellen lässt sich erkennen, dass sich die flächige Ausdehnung der Verunreinigung nicht wesentlich verändert hat, dass sich aber innerhalb der Verunreinigungsgebiete zum Teil höhere PFT-Konzentrationen in Grundwasserströmungsrichtung weiter ausgebreitet haben.

Die Ergebnisse verdeutlichen laut Umweltdezernat erneut die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Sanierung sowohl der Eintragsstellen als auch der davon ausgehenden Grundwasserverunreinigung. Oberste Priorität besitzt dabei die hydraulische Abschirmung der Haupteintragsstellen, um eine weitere Verlagerung von PFT-belastetem Grundwasser vom Flughafengelände zu vermeiden. Dazu wurde am 17. November 2015 vom Flughafen bereits eine erste großtechnische Grundwasseraufbereitungsanlage am Feuerlöschübungsbecken erfolgreich in Betrieb genommen. Im März 2016 sollen zwei weitere vergleichbare Anlagen, eine zur hydraulischen Abschirmung der PFT-Verunreinigung an der Feuerwache Nord des Flughafens und eine im Bereich der Unfallstelle der Atlas Air von 2005 am westlichen Ende der Südbahn, in Betrieb gehen.

Darüber hinaus werden bis Mitte 2016 mit dem Flughafen parallel die Aktivitäten zur Bodensanierung an den Eintragsstellen abgestimmt sowie weitere Initiativen zur Fahnensanierung wie zum Beispiel die weitere hydraulische Fassung der Verunreinigung im weiteren Fahnenverlauf geprüft, um in der zweiten Jahreshälfte 2016 dafür erforderliche Pump-und Aufbereitungsversuche vornehmen zu können.

Für Ende April 2016 plant die Stadt eine weitere Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit in Kaiserswerth.

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