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Kultur

Internationaler Skulpturenpark öffnet am Sonntag

Ab Sonntag, 5. Juli, startet ein Pilotprojekt der Kunstkommission im Lantz'schen Park/Die Werke werden durch ein wöchentliches Aktionsprogramm ergänzt


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Editing: Ilgenstein, Valentina

Der denkmalgeschützte Lantz'sche Park im Düsseldorfer Norden bietet in diesem Sommer ein besonderes Erlebnis: Denn ab Sonntag, 5. Juli, öffnet in der Grünanlage ein internationaler Skulpturenpark. Im Rahmen des Pilotprojektes, das unter der kuratorischen Leitung von Dr. Gregor Jansen im Auftrag der Kunstkommission Düsseldorf steht, werden klassisch installierte und teilweise für den Park neu konzipierte Werke präsentiert und durch ein wöchentliches Aktionsprogramm ergänzt.

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe: "Der Skulpturenpark lädt nicht nur dazu ein, das besondere Zusammenspiel von Natur und Kultur zu erfahren. Durch die Skulpturen und Aktionen kann auch die historische Parkanlage an sich neu entdeckt und erlebt werden."

Kunsthallendirektor Gregor Jansen: "Mit der Installierung des Internationalen Lantz´schen Skulpturenparks wird die romantische Tradition von Kunst und Natur wiederbelebt. Der wunderschöne Park mit dem vielfältigen Aktionsprogramm legt einen Grundstein für den aktiven Dialog der Bürgerinnen und Bürger mit der Kunst."

Anknüpfen an die Tradition
Der Galerist Alfred Schmela (1918-1980) bezog 1979 das Herrenhaus und nutzte die umgebende Grünfläche für temporäre und dauerhafte Skulpturenausstellungen. Noch heute befinden sich mit den Werken von Kenneth Capps, Michael Gitlin, Erwin Heerich und Meuser vier moderne Kunstwerke im Park. An diese Tradition soll nun auch der internationale Skulpturenpark anknüpfen.

Sieben neue skulpturale Arbeiten
So sind im Rahmen des Pilotprojektes temporär, bis Ende August, sieben weitere skulpturale Arbeiten im Lantz'schen Park zu sehen, unter anderem von Peter Schwickerath und Bogomir Ecker. Eckers Werk "vedere" beschäftigt sich mit Phänomenen der Technik und Kommunikation als prägende Impulse der Gesellschaft. Ebenso wird mit "THE PARK IS MINE" eine Zusammenarbeit der Kölner Künstler Julia Bünnagel und Patrick Rieve präsentiert. Zudem können die Besucherinnen und Besucher die Stahlplastik "Mae West Conical Shapes Template" von Rita McBride entdecken. Die in Stahl geschnittene Formen stammen von ihrer 52 Meter hohen Skulptur im "Mae West", die die Künstlerin 2011 in München realisierte. Darüber hinaus werden Arbeiten von Gesine Grundmann, Christian Odzuck und Martin Pfeifle gezeigt.

Die Werke werden durch ein wöchentliches Aktionsprogramm im Juli und August ergänzt. Es werden verschiedene Aspekte von Performance, Musik, Tanz, Theater, Lesung bis hin zur Essenskunst vorgestellt. Das detaillierte Programm ist der Internetseite der Kunstkommission www.kunstkommission-duesseldorf.de zu entnehmen.

Infos zum Besuch im Skulpturenpark
Der Eintritt in den Skulpturenpark ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Einzige Ausnahme bildet der Vortrag "Le monde toujours disponible" mit Kostprobe von Arpad Dobriban am 15. August. Hierfür ist eine verbindliche Anmeldung via E-Mail an lantzscher.skulpturenpark@gmail.com notwendig, zudem fällt ein Kostenbeitrag von 20 Euro pro Person an.

Am Hauptzugang findet je nach Aktionsprogramm eine Erfassung der Zu- und Abgänge statt, entsprechend der Coronaschutzverordnung. Die Besucherinnen und Besucher werden zudem gebeten, auf die Einhaltung der Abstandsregelungen, insbesondere im Bereich der stattfindenden Aktionen, zu achten. Die Aktionen sind so angelegt, dass sie über eine längere Dauer von einigen Stunden immer wiederholt werden, so dass eine Entzerrung des Besucheraufkommens über die Zeit möglich ist.

Hintergrund
Der Lantz'sche Park ist eine 14,5 Hektar große Grünanlage im Düsseldorfer Stadtteil Lohausen. Die Parkanlage im vorderen Bereich rund um das Herrenhaus entstand nach einem Plan von Joseph Clemens Weyhe von 1858 im Stil des englischen Landschaftsgartens. 1972 kaufte die Stadt Düsseldorf Anwesen und Park zusammen mit den umgebenden Ländereien. Auf ehemaligen Gutsflächen entstanden angrenzend an den Park die Autobahn 44, eine Kleingartenanlage und Sportanlagen. 1974 bis 1978 erfolgte eine Teilsanierung des Parks. Seit 1978 ist der Park öffentlich zugänglich, 1982 wurden die Villa, das Pförtnerhaus und der umgebende Park mit Kapelle in die Denkmalliste eingetragen. 2009 wurde ein Parkpflegewerk fertiggestellt und von der Bezirksvertretung beschlossen.

Ein Video zu diesem Thema finden Sie im Laufe des Tages auf YouTube unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

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