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Umwelt Wirtschaft

Ökoprofit: Betriebe sparen Energie und reduzieren den Ausstoß von Kohlendioxid

Motto lautet "Gemeinsam nachhaltig wirtschaften!"/Zehn Unternehmen ziehen positive Zwischenbilanz


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Editing: Baumgarten, Malte Philipp

Ökologischen und finanziellen Profit miteinander verbinden – das ist das Ziel von "Ökoprofit". Das gemeinsame Projekt der Lokalen Agenda, des Umweltamtes und der Wirtschaftsförderung wurde vor zwölf Jahren in die Landeshauptstadt geholt. Bei der siebten Auflage des erfolgreichen Zertifizierungs-Projektes machen aktuell zehn Unternehmen und Betriebe mit. Nach sechs Monaten Projektlaufzeit haben nun Vertreter der Unternehmen bei einer Online-Veranstaltung im Beisein von Umweltdezernentin Helga Stulgies eine Zwischenbilanz gezogen.

In gemeinsamen Workshops und Beratungsgesprächen sind binnen der sechs Monate - trotz der Corona-Pandemie - zahlreiche Einsparpotenziale herausgearbeitet worden. Sie werden nun umgesetzt.

Übersicht über die Aktivitäten in ausgewählten Unternehmen
Als Anbieter innovativer Telekommunikations-Services arbeitet "sipgate" daran klimaneutral zu werden. Eine neue Solaranlage deckt derzeit etwa ein Drittel des Strombedarfs des Unternehmens. Alle Mitarbeiter bekommen den privaten Wechsel zu Ökostrom bezuschusst. Das spart pro Wechsel etwa eine Tonne Kohlendioxid-Ausstoß jährlich ein. "sipgate" übernimmt die Kosten für die Firmentickets der Mitarbeiter, wodurch auch beim Pendeln die Klimabelastung gesenkt wird. Weitere Projekte sind in Vorbereitung. "Ökoprofit ist eine sehr gute Möglichkeit, unser Handeln im Bereich Nachhaltigkeit zu überprüfen, auszubauen und die Erfolge zu messen", sagte Holger Karcher, der bei "sipgate" neben Finanzen und Controlling auch das Umweltmanagement vorantreibt.

Der Malereibetrieb Menke engagiert sich stark beim Thema Abfallaufkommen und -verwertung. Beispielsweise wird das Gefahrenstoff-Leergut an die Lieferanten zurückgesandt. Eine Abfallanalyse auf den Baustellen wird die Mülltrennung verbessern. Der Fuhrpark fährt nun neben Diesel und Benzin auch mit Erdgas und Ökostrom. Eine Photovoltaik-Anlage und Klimaregulierung in den Büroräumen durch Vertikalbegrünung sind in Vorbereitung.

"Die Teilnahme an der Ökoprofit Zertifizierung ist für unser Unternehmen ein echter Gewinn", erklärte Ralph R. Icks, Geschäftsführer der "SCALA" Glasbau GmbH. "Inzwischen sind alle unsere Mitarbeiter engagiert und mit eigenen Ideen dabei. Wir haben vor allem bei dem Weg von und zur Arbeit unserer Mitarbeiter in der Summe ein sehr hohes Einsparpotenzial der Kohlendioxid-Emissionen erkannt. Durch die Anschaffung von E-Smarts und die Zurverfügungstellung und Förderung von E-Bikes sind bereits die ersten umgestiegen. Damit leisten wir auch einen schönen Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeiter."

Die Creditreform Gruppe nimmt an der aktuellen Staffel mit den Organisationen Creditreform e.V., Creditreform AG sowie der Creditreform Rating AG teil. Im Rahmen von Ökoprofit wurde mit "CREFOGREEN" ein engagiertes Nachhaltigkeitsteam gegründet, das unter anderem über ein neu eingerichtetes Intranet-Forum alle bundesweiten Standorte regelmäßig zu aktuellen Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen informiert. Das Team hat bereits das Abfalltrennsystem verbessert, die Nutzung von Papier und Gefahrstoffen überdacht und reduziert, unnötigen Energieverbrauch identifiziert sowie die Mitarbeitermobilität neu organisiert.

Gesamtbilanz folgt im Februar 2021
Die Gesamtbilanz aller teilnehmenden Betriebe wird am Ende der siebten Projektrunde im Februar 2021 gezogen. Dann werden alle Teilnehmer in einer öffentlichen Veranstaltung mit der Ökoprofit-Urkunde ausgezeichnet. "Bis dahin können die Fachberater, die branchenübergreifend in den Betrieben das mögliche Sparpotenzial ermitteln, zusätzlich zu den bereits erzielten Erfolgen sicher weitere Verbesserungen aufzeigen", erläuterte die Umweltdezernentin Helga Stulgies. Nach einem Jahr Laufzeit wird die aktuelle Staffel dann abgeschlossen sein.

Im Anschluss wird den Betrieben eine Teilnahme am Ökoprofit-Club ermöglicht, der sich zwei bis drei Mal im Jahr zu aktuellen Themen austauscht und eine individuelle Unterstützung vor Ort ermöglicht.

Hintergrund: Ökoprofit
Die Finanzierung der Beratung im Rahmen von Ökoprofit erfolgt durch Beiträge der Unternehmen, eine Förderung des Umweltministeriums NRW und aus dem Klimaschutzprogramm der Landeshauptstadt Düsseldorf. Im Ergebnis wird den teilnehmenden Firmen die Einführung eines Umweltmanagementsystems mit geringen Kosten und geringem Personalaufwand ermöglicht.

Unterstützt wird die Landeshauptstadt Düsseldorf bei Ökoprofit durch die Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf, die Handwerkskammer Düsseldorf, die Stadtwerke Düsseldorf, die Effizienzagentur NRW, die EnergieAgentur.NRW GmbH, den Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, die Hochschule Düsseldorf sowie die Beratungsunternehmen WertSicht GmbH und Baum Consult. Je Staffel können bis zu 15 Betriebe teilnehmen. Bei der laufenden siebten Staffel machen mit: Stadtmuseum Düsseldorf, sipgate GmbH, Sebastian Fuchs GmbH & Co. KG, SCALA Glasbau GmbH, Printcom GmbH, Franz Menke GmbH & Co. KG, Elektro Kai Hofmann GmbH, Diakonie Düsseldorf e. V., Verband der Vereine Kreditreform e. V. und die Creditreform Rating AG.

Anmeldungen für die nächste Staffel werden bereits angenommen. Interessierte Unternehmen erhalten weitere Informationen online unter www.duesseldorf.de/oekoprofit oder bei folgenden Ansprechpartnern:

- Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, Sabine Kring, Telefon 0211-8921034, E-Mail sabine.kring@duesseldorf.de  
- Wirtschaftsförderungsamt, Martin Beckers, Telefon 0211-8997680, E-Mail martin.beckers@duesseldorf.de

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