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Soziales

Stadt mietet weitere Hotels für obdachlose Menschen an

Zusätzlicher Platz für 63 Personen/Hilfsaktionen bis 2021 verlängert/Breites Bündnis engagiert sich


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Editing: Velten, Falk

Das Amt für Migration und Integration hat zwei weitere Hotels für Menschen ohne festen Wohnsitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf angemietet. Damit reagiert die Stadtverwaltung auf die sinkenden Temperaturen und den damit verbundenen erhöhten Zulauf in den städtischen Notschlafstellen, die aufgrund der aktuellen Pandemie-Bedingungen lediglich mit maximal zwei Bewohnern pro Zimmer belegt werden können.

Die beiden zusätzlichen, zentral gelegenen Hotels können insgesamt 63 Menschen aufnehmen. Dort verfügen die Bewohner über ein eigenes Bad mit WC und erhalten eine warme Mahlzeit am Tag. Insgesamt belegt die Stadt damit acht Hotels, in denen über 200 Menschen beherbergt sind.

Die Hotels sind darüber hinaus mit WLAN und Fernsehern ausgestattet. Ein Sicherheitsdienst ist durchgehend vor Ort. Auch werden die Bewohner regelmäßig durch ehrenamtliche Helfer aufgesucht und mit Kleidung ausgestattet sowie durch Sozialarbeiter betreut.

Gleichzeitig wurde vom Krisenstab der Stadt Düsseldorf beschlossen, dass alle aufgrund der Corona-Pandemie zunächst bis zum 31. Dezember dieses Jahres befristeten Unterstützungsangebote für obdachlose Menschen bis zum Ende des ersten Quartals 2021 verlängert werden. Dazu zählen die personelle und infrastrukturelle Unterstützung der Altstadt-Armenküche, die Bereitstellung von insgesamt 300 Proviantpaketen am Tag für Menschen mit Lebensmittelpunkt auf der Straße durch ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Sozialdienst katholischer Frauen und Männer Düsseldorf e. V. und dem Streetworkverbund, das Versorgungs- und Verpflegungsangebot in der Notschlafstelle Graf-Adolf-Straße sowie die Hotelanmietungen mit ihrem entsprechenden Angebot.

 "Die weitreichenden Kontaktbeschränkungen treffen obdachlose Menschen in Düsseldorf besonders hart – gerade in den Wintermonaten, da viele Angebote zum Beispiel in den Tagesstätten nur eingeschränkt wahrgenommen werden können. Die Pandemie wird uns noch länger beschäftigen, deshalb bin ich froh, dass der Krisenstab der Empfehlung zur Verlängerung der Maßnahmen, die wir in diesem Jahr getroffen haben, gefolgt ist", erläutert Miriam Koch, Leiterin des Amtes für Migration und Integration.

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