Pressedienst Einzelansicht

Kultur Jugend Veranstaltungen

Filmmuseum

SchulKinoWochen in der Black Box

Unter dem Motto "ZUSAMMEN – leben.sehen.lernen" finden die SchulKinoWochen NRW von Donnerstag, 2. Februar, bis Mittwoch, 8. Februar, statt/Anmeldung ab sofort möglich


Text: Meissner, Valentina

Unter dem Motto "ZUSAMMEN – leben.sehen.lernen" finden die SchulKinoWochen NRW von Donnerstag, 2. Februar, bis Mittwoch, 8. Februar, in der Black Box im Filmmuseum Düsseldorf statt. In 14 Vorstellungen werden Schülern und Lehrern sechs Filme gezeigt, die nicht nur gute Unterhaltung bieten, sondern auch die Themen Migration und Inklusion näherbringen.Vor allen Vorstellungen werden eine kurze Einführung und gegebenenfalls eine Nachbesprechung angeboten. Alle Filme der SchulKinoWochen lassen sich in verschiedenste Unterrichtsfächer und -themen integrieren. Zu jedem Film gibt es kostenloses pädagogisches Begleitmaterial zum Herunterladen.

Ein Plädoyer für Gleichberechtigung von Mädchen, Frauen und Menschenrechte im Allgemeinen ist die in der Türkei spielende Produktion "Mustang", die am Donnerstag, 2. Februar, 11 Uhr sowie Mittwoch, 8. Februar, 13.30 Uhr vorgeführt wird. Von fünf Schwestern begehren in ihrem Heimatdorf gegen traditionelle gesellschaftliche Konventionen auf und kämpfen für ihr Recht auf Selbstbestimmung. Für das eigene Recht auf Musik kämpfen auch die beiden DJs Arash und Anoosh in der Theraner Underground-Technoszene in dem Film "Raving Iran". Immer mit der Angst, im Gefängnis wegen ihrer verbotenen Musik zu landen, legen sie an den entlegensten Orten auf, bis Sie eine Nachricht der Hoffnung aus der Schweiz erhalten. Zu sehen ist der Film am Donnerstag, 2. Februar, 13.30 Uhr sowie Freitag, 3. Februar, 13.30 Uhr. Unter dem Motto "Deutsch lernen mit Filmen" wird am Freitag, 3. Februar, 11.15 Uhr eine Sonderveranstaltung für Willkommensklassen, die Flüchtlingskinder integrieren, angeboten. Der Film "Vincent will Meer" wird mit deutschen Untertiteln gezeigt. Vincents Vater schiebt seinen Sohn, der unter dem Tourette-Syndrom leidet, in eine Klinik ab. Doch mit einer Magersüchtigen und einem Neurotiker nimmt er Reißaus und fährt in einem gestohlenen Wagen nach Italien. Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt lediglich 1 Euro pro Schüler.

Die Anmeldung zu den SchulKinoWochen 2017 ist auf www.schulkinowochen.nrw.de
möglich. Das gesamte Programm ist dort ebenso zu finden. Der ermäßigte Eintrittspreis zu den Kinovorstellungen beträgt 3,50 Euro für Schülerinnen und Schüler. Lehrkräfte und Begleitpersonen haben freien Eintritt. Die SchulKinoWochen sind inzwischen ein fester Bestandteil der Unterrichtsplanung in vielen Schulen Nordrhein-Westfalens. 2016 nahmen landesweit über 112.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer an den Filmvorführungen im Kino teil.


Filmprogramm
"Rico, Oscar und der Diebstahlstein"
Regie: Neele Leana Vollmar, Deutschland 2016, 94 Minuten, geeignet für Klasse 3 bis 7
Für Rico könnte das Leben gerade nicht schöner sein: sein Freund Oskar wohnt jetzt im selben Haus, mit dem Bühl hat er endlich einen neuen Papa in Aussicht und er ist stolzer Besitzer von Pfitzkes Steinsammlung. Als Ricos Lieblingsstein gestohlen wird, machen sich Rico und Oskar auf eigenen Faust auf den Weg an die Ostsee, um die Diebe zu stellen.
Termine: Donnerstag, 2. Februar, 9 Uhr sowie Montag, 6. Februar, 9 Uhr und 11 Uhr

"Mustang"
Regie: Deniz Gamze Ergüven, Türkei, Frankreich, Deutschland 2015, 97 Minuten, geeignet für Klasse 9 bis 13
Die in Frankreich aufgewachsene Regisseurin Deniz Gamze Ergüven erzählt in ihrem Spielfilmdebüt von fünf Schwestern, die in ihrem Heimatdorf gegen traditionelle gesellschaftliche Konventionen aufbegehren und für ihr Recht auf Selbstbestimmung kämpfen. Der Dramatik des Themas setzt sie eine leichte und oft humorvolle Erzählweise und Inszenierung gegenüber und betont damit zugleich dessen Dringlichkeit. Ein Plädoyer für Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen und Menschenrechte im Allgemeinen.
Termine: Donnerstag, 2. Februar, 11 Uhr sowie Mittwoch, 8. Februar, 13.30 Uhr

"Raving Iran"
Regie: Susanne Regina Meures, Schweiz 2016, 84 Minuten, geeignet für Klasse 9 bis 13
Arash und Anoosh arbeiten als DJs in Teherans Underground-Technoszene. Die deutsche Filmemacherin Susanne Regina Meures hat die beiden DJs über mehrere Monate begleitet. Ohne Zukunftsaussichten und dem ewigen Versteckspiel müde, planen sie unter gefährlichen Umständen einen letzten manischen Rave in der Wüste. Zurück in Teheran, versuchen sie ihr illegales Musikalbum unter die Leute zu bringen. Als Anoosh auf einer Party verhaftet wird, erlischt auch der letzte Funke Hoffnung. Doch dann erreicht sie ein Anruf aus Zürich von der größten Techno Party der Welt. Die Euphorie in der Schweiz verflüchtigt sich jedoch schnell, als ihnen der Ernst der Lage bewusst wird.
Termine: Donnerstag, 2. Februar, 13.30 Uhr sowie Freitag, 3. Februar, 13.30 Uhr

"Heidi"
Regie: Alain Gsponer, Deutschland/Schweiz 2014, 105 Minuten, geeignet für Klasse 2 bis 6
Die neuste "Heidi"-Verfilmung rückt bei aller Romantisierung des naturverbundenen Landlebens auf der Alm auch das entbehrungsreiche Leben der Bauern in den Blick, das im Kontrast zum Großbürgertum aus Frankfurt gezeigt wird. So gelingt Regisseur Alain Gsponer eine unter anderem mit Bruno Ganz stark besetzte Realverfilmung rund um die Themen Heimat, Kindheit und Familie, die den 125 Jahre alten Stoff für ein zeitgenössisches Publikum in Szene setzt.
Termine: Freitag, 3. Februar, 9 Uhr sowie Dienstag, 7. Februar, 9 Uhr sowie Mittwoch, 8. Februar, 11 Uhr

"Vincent will Meer"
Sonderveranstaltung: Deutsch lernen mit Filmen
Regie: Ralf Huettner, Deutschland 2010, 95 Minuten, geeignet für Willkommensklassen
Vincent (Florian David Fitz) leidet am Tourette-Syndrom. Als seine alkoholabhängige Mutter stirbt, schiebt ihn sein Vater Robert Gellner (Heino Ferch) in ein Therapiezentrum ab. Dort sollen ihm die vulgären Anfälle ausgetrieben werden, die Herr Gellner als Ursache der kaputten Familie ausmacht. Der aufgeweckte Vincent hat allerdings überhaupt keine Lust, in einer Besserungsanstalt festzusitzen. Flugs weiht er die magersüchtige Marie (Karoline Herfurth) in seine Fluchtpläne ein. Gesagt, getan: Mit Dr. Roses (Katharina Müller-Elmau) gekapertem Wagen und dem zwangsneurotischen Alexander (Johannes Allmeyer) im Schlepptau begibt sich die kleine Schicksalsgemeinschaft auf den Weg zum Meer, das Vincent schon so lange einmal sehen wollte. Doch Dr. Rose und sein missmutiger Vater haben die Fährte bereits aufgenommen...
Termin: Freitag, 3. Februar, 11.15 Uhr

"Tschick"
Regie: Fatih Akin, Deutschland 2016, 92 Minuten, geeignet für Klasse 7 bis 13
Der Unternehmersohn Maik Klingenberg und der Russlanddeutsche Tschick finden sich trotz ihrer Verschiedenheit zusammen, weil sie beide Außenseiter sind. Sie machen sich in einem gestohlenen Lada auf den Weg durch die ostdeutsche Provinz. Mit sympathischem Trotz, Spaß an der Anarchie und einem erfrischenden Sprachwitz meistern sie Widerstände, erobern sich merkwürdige Gegenden und schließen Bekanntschaften. Das Leben macht es beiden nicht einfach, aber sie gönnen sich eine Woche im Sommer, der am Ende "als der beste von allen" gelten wird. Fatih Akin ("Gegen die Wand", "Soul Kitchen"), der als Regisseur viel Erfahrung mit Außenseitern und Grenzgängern hat, bewegt sich in der filmischen Adaption des Stoffes recht nah an der literarischen Vorlage von Wolfgang Herrndorf.
Termine: Montag, 6. Februar, 13:30 Uhr, Dienstag, 7. Februar, 11 Uhr sowie Mittwoch, 8. Februar, 9 Uhr

PDF TXT Bilder