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Kultur

Sanierungsplan für Düsseldorfs Opernhaus beauftragt

Rat der Landeshauptstadt fasst Bedarfsbeschluss/Spielbetrieb wird fortgesetzt


Text: Frisch, Michael

Der Rat der Landeshauptstadt hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 19. Oktober, beschlossen, Planungen für Sanierungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes mit einem Gesamtkostenrahmen in Höhe von rund 18 Millionen Euro im Düsseldorfer Opernhaus aufzunehmen. Parallel dazu wird das Gebäude der Deutschen Oper am Rhein vollständig auf weiteren Sanierungsbedarf geprüft. Auf Grundlage der Planungsergebnisse sowie der Untersuchungsergebnisse zum Gebäude sollen die Maßnahmen modular aufgebaut und in sinnvolle Maßnahmenpakete zusammengefasst und priorisiert werden.

Der Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss für ein erstes Maßnahmenpaket soll im Herbst 2018 vorgelegt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen soll sukzessive, voraussichtlich in verlängerten Spielzeitpausen erfolgen.

Die Schwerpunkte der Planungen liegen auf der Dachsanierung, der Medientechnik sowie auf der Steuerung der Bühnenmaschinerie. Über dem Foyer muss das Dach umfassend saniert werden.

Handlungsbedarf besteht im Bereich der Medien- und Bühnentechnik aufgrund vermehrt aufgetretener technischer Schwierigkeiten und Ausfälle bei der Steuerungstechnik der Inspizientenanlage, der Züge und des Bühnenwagens. Für die veraltete Steuerungstechnik sind keine Ersatzteile oder Updates mehr erhältlich. Daher ist ein umfassender Austausch von Anlagen und Komponenten unter Berücksichtigung der veränderten Anforderungen erforderlich. Im Bühnenportal sollen Kettenzüge installiert werden, damit der Auf- und Abbau von Bühnenbildelementen im Bereich des Orchestergrabens nicht mehr von Hand erfolgen muss.

Barrierefreiheit und Energieeffizienz sollen verbessert werden
Des Weiteren sollen Maßnahmen zur Barrierefreiheit durch die entsprechende Umrüstung des vorhandenen Foyeraufzuges und den Einbau eines zusätzlichen Aufzuges für den Zugang vom Parkhaus ins Opernhaus erfolgen. Die Bestuhlung im Zuschauerraum soll in Abstimmung mit dem Denkmalschutz saniert oder erneuert werden. Die Bühnenscheinwerfer sollen zur Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent auf LED-Technik umgerüstet werden. Für diese Maßnahme sollen Fördermittel beantragt werden.

Insgesamt soll das Gebäude zudem durch zusätzliche Außenbeleuchtung, Schriftzüge und Schaukästen im Eingangsbereich optisch aufgewertet und als Opernhaus besser wahrnehmbar werden.

"Projektgruppe Sanierung Kulturgebäude" soll eingerichtet werden
Die Verwaltung ist zudem beauftragt worden, eine "Projektgruppe Sanierung Kulturgebäude" einzurichten. Alle Kulturgebäude sollen nach baulichen und funktionalen Kriterien begangen und systematisch inventarisiert werden. Neben dem baulichen sollen auch der energetische Zustand und die Belange der Barrierefreiheit erfasst werden.

Für die Finanzierung der Maßnahmen sollen auch alternative Bausteine erarbeitet werden. Dazu gehören beispielsweise die Prüfung der Verlagerung des Depots von der Selbecker Straße, die Vermarktung des alten Balletthauses in Niederkassel sowie Spenden und Formate für bürgerschaftliches Engagement.

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