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Kultur

Max-Stern-Ausstellung findet in ergänzter und überarbeiteter Form im Stadtmuseum statt


Text: Frisch, Michael

Die zu Max Stern im Stadtmuseum Düsseldorf ursprünglich geplante und abgesagte Ausstellung soll nun in ergänzter und überarbeiteter Form zu einem späteren Zeitpunkt im Stadtmuseum gezeigt werden. Für die Ausstellung soll eine Co-Kuratorin beziehungsweise ein Co-Kurator gewonnen sowie ein wissenschaftlicher Beirat eingerichtet werden. Hierzu werden derzeit Gespräche geführt. Weitere Informationen dazu werden voraussichtlich Mitte Januar 2018 bekannt gegeben.

Angesichts einer Vielzahl an noch offenen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Galerie Max Stern, die auch durch Auskunfts- und Restitutionsgesuche in deutschen Museen ausgelöst wurden, lädt die Landeshaupstadt im Herbst 2018 zu einer internationalen Konferenz ein. Ziel dabei ist es, die Person Max Stern zu würdigen, der Forschung zu dem Themenkomplex ein Forum zu bieten und mögliche Formen der Vermittlung und Dokumentation des Themas zu diskutieren.

Historie Max Stern
Der in Düsseldorf beheimatete Kunsthistoriker Max Stern (1904–1987) gehört zu den Opfern des Nationalsozialismus. Nach seiner Promotion 1928 stieg Max Stern in die 1913 gegründete Galerie seines Vaters Julius Stern ein und übernahm diese 1934 nach dessen Tod. Schwerpunkte der Galerie war der Handel mit Kunst der Düsseldorfer Malerschule, dann auch zeitgenössischer Kunst und später verstärkt Alter Meister. Sie gehörte neben der Galerie Alfred Flechtheim, der Galerie Paffrath und beispielsweise dem Kunstsalon Tietz zu den bekanntesten Adressen des Düsseldorfer Kunsthandels im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde Max Stern 1935 die Aufnahme in die Reichskammer der bildenden Künste und damit die Erlaubnis zur Weiterführung seiner Kunsthandlung verwehrt, bis man ihn schließlich zur Liquidierung seiner Galerie Ende 1937 zwang. Stern floh kurze Zeit darauf über Paris nach London und 1941 weiter nach Kanada ins Exil.

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