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Kultur

Sanierung des Schauspielhauses

Der Stadtrat wird sich in seiner nächsten Sitzung am 22. März mit der Sanierung des Schauspielhauses befassen/Vorgeschaltet werden Beratungen im Bauausschuss und im Kulturausschuss.


Text: Meissner, Valentina

Im November 2016 hat der Rat der Stadt Düsseldorf die Verwaltung beauftragt, die Planung für die Sanierung von Dach und Fassade des Schauspielhauses aufzunehmen. Die Kosten wurden seinerzeit auf circa 15 Millionen Euro geschätzt, mit dem Hinweis, dass ein Kostenrisiko von 40 Prozent besteht. Im Zuge der Planung wurde ersichtlich, dass die vorhandene Fassade nicht saniert werden kann, sondern ebenso wie die Dachdeckung vollständig erneuert werden muss. Desweiteren stellte sich heraus, dass der Abbruch der Fassade vorgezogen werden muss, um die konkrete Planung unter Berücksichtigung des Zustandes des tragenden Bauwerks umsetzen zu können. Mit den Abbrucharbeiten ist im Dezember 2017 begonnen worden. Bislang wurden circa 2500 Quadratmeter Bleche, hauptsächlich in Handarbeit, demontiert. Im Anschluss erfolgt jeweils die Beseitigung der dahinterliegenden Putz – und Dämmschicht.

Die Kosten für die ursprünglich gemäß Bedarfsbeschluss umzusetzenden Maßnahmen betragen statt 15 Millionen Euro nunmehr ca. 17,08 Millionen Euro brutto, eine Abweichung von circa 2,08 Millionen Euro bzw. circa 14 Prozent. Die nun mehr bezifferten Kosten sind auf eine Konkretisierung der Planung zurückzuführen.

Nachdem die Zustimmung der Denkmalpflege zum Abriss des Kassenhäuschens vorliegt, wird in diesen Tagen mit dem Abbruch begonnen. Im Zuge der Konkretisierung der Planung hat sich auch gezeigt, dass teilweise unter dem Gustaf-Gründgens-Platz liegende Kellerräume von oben abzudichten sind. Außerdem hat der Denkmalschutz inzwischen der Begrünung des Flachdaches am Schauspielhaus zugestimmt, so dass hierzu entsprechende Planungen aufgegriffen wurden. Die Dachbegrünung trägt zu einer Verbesserung der Stadtklimas bei, schützt die Dachhaut und lässt Niederschlagswasser kontrollierter abfließen. Im Zuge der Sanierung werden außerdem Stützwände zum Hofgarten saniert, eine Sichtschutzwand zum Müllcontainer Standplatz errichtet sowie diverse Elektroarbeiten unter anderem für die in der Fassade integrierte Beleuchtung ausgeführt. Die Kosten für diese zusätzlichen Maßnahmen belaufen sich auf circa 1,9 Millionen Euro.

 
In Summe betragen die Kosten einschließlich der zusätzlichen Maßnahmen nach jetzigem Planungsstand 18,95 Millionen Euro für die Umsetzung aller Maßnahmen im Zusammenhang mit der Sanierung von Dach und Fassade. Dies entspricht einer Abweichung von ca. 26 Prozent bezogen auf die im Bedarfsbeschluss geschätzten 15 Millionen Euro.

In der Planung und Kostenermittlung, die Grundlage des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses sind, sind die bisherigen Erkenntnisse aus dem vorgezogenen Abbruch berücksichtigt. Risiken sind dennoch aufgrund der komplexen baulichen Gesamtsituation, der Umsetzung während des laufenden Betriebes und während der Bauphase möglicherweise auftretender, unvorhersehbarer Ereignisse in Bezug auf den Terminplan und insbesondere die Kostenentwicklung nicht auszuschließen.

Ziel ist die Fertigstellung der Dach- und Fassadensanierung im Juni 2019.

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