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Internationales

Metropolen-Repräsentanten trafen sich zu globaler Lernwerkstatt in Düsseldorf / Metropolitan representatives met for global learning workshop in Düsseldorf

Stadtspitzen aus 28 Staaten unterzeichneten bei "Living Together"-Konferenz "Düsseldorf Declaration" / Konzepte für weltweite Herausforderungen vorgestellt / Viel Lob der Teilnehmenden für Gastgeber Geisel


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Text: Herden, Ingrid

Welches Rezept hat eine Schule, in der Kinder, die vorher oft krank und unruhig waren, nun gesund und in guter Verfassung lernen? Wie gestaltet man eine Nachbarschaft, die aus einem trostlosen Platz einen lebendigen, fröhlichen Ort macht? Wie können die Menschen friedlich und nachhaltig zusammenleben, wenn die Bevölkerungsdichte achtmal so hoch ist wie etwa in Düsseldorf?

38 Stadtrepräsentantinnen und -repräsentanten aus 28 Ländern haben sich beim "Second Summit on Living Together", zu dem Oberbürgermeister Thomas Geisel nach Düsseldorf geladen hatte, über Antworten auf die Herausforderungen ausgetauscht, die ihre mehr als 60 Millionen Bewohner bewegen. Zum Abschluss der dreitägigen internationalen Konferenz berichteten sie auf einer Pressekonferenz am Sonntag über die Ergebnisse. "Diese Konferenz hat deutlich gezeigt, dass wir an vielen Stellen vor den gleichen Probleme stehen und eine Menge voneinander lernen können - egal, ob wir aus asiatischen, afrikanischen oder westlichen Metropolen kommen", sagte OB Geisel.

"Living Together ist eine ständige Diskussion über Toleranz, Partnerschaft und Inklusion - der ganze Tag war reich an Gedanken über Grundwerte, die als Grundlage der täglichen Arbeit eines jeden Bürgermeisters in jedem Teil der Welt dienen. Heutzutage müssen wir diese Werte teilen, insbesondere wenn viele populistische Politiker die Mahnungen des Zweiten Weltkriegs vergessen - die größte Tragödie, die sich in Europa vor genau 80 Jahren ereignete", ergänzte der Stellvertretende Oberbürgermeister von Warschau, Michał Olszewski.

Am zweiten Tag unterzeichneten die Delegierten in der Tonhalle feierlich die "Düsseldorf Declaration", mit der sie sich zu einem kontinuierlichen Austausch von Modellen für ein besseres Zusammenleben, mehr Integration und Partizipation bekannten - und lobten zugleich den "großen Erfolg" der Konferenz ebenso wie Gastgeber Thomas Geisel.

Viele Projekte zu diesen Themen hatten sie zuvor in den internen Meetings und Workshops im Lindner Congress Hotel in einer Art Lernwerkstatt vorgestellt - zum Beispiel Henriette Vamberg, Partnerin und Managing Director des renommierten dänischen Architekturbüros Gehl Architects: "Planen Sie nicht zuerst die Gebäude, planen Sie die Plätze", appellierte sie in ihrem Vortrag und präsentierte Konzepte für Orte, die als Treffpunkte inmitten der Städte genutzt werden können. Oberbürgermeister Thomas Geisel betonte: "Ich finde es wichtig, dass in allen Stadtteilen bezahlbare Wohnungen vorhanden sind. Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. Ich fühle mich einfach wohler in einem Stadtteil, wo es auch noch Wohnungen gibt, die sich auch eine Polizistin und ein Erzieher noch leisten können."

Mit neuen Konzepten sollen die Städte nicht nur lebenswerter, sondern auch sicherer werden: "Der zweite Gipfel nach Montreal in 2015 war sehr wertvoll für uns", lobte Armand Béouindé, Oberbürgermeister von Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. "Menschen fliehen hier vor Gewalttätigem in die Städte. Das ist eine große Herausforderung. Auf dem Gipfel haben wir viel über Inklusion und Zusammenleben lernen können."

"Ich freue mich, dass diese Konferenz ein so positives Echo ausgelöst hat, die Delegierten kehren mit vielen guten Ideen in ihre Städte zurück. Das Netzwerk wird weiter wachsen und den Austausch intensivieren. Wir haben bereits mehrere interessierte Mitgliedsstädte, die das dritte Gipfeltreffen ausrichten wollen", sagte Magda Popeanu, Vize-Vorsitzende des Stadtrates des kanadischen Montréals, zuständig für Kultur und Diversität, stellvertretend für das Living Together Observatory.

Zum Auftakt des Düsseldorfer Gipfeltreffens hatte OB Thomas Geisel die Delegierten im Rathaus empfangen und zu einer Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus eingeladen, nachdem sie sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatten.

Die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind eingeladen, sich über die Projekte und Anstöße der Konferenz zu informieren. Eine interaktive Ausstellung mit Videos und Skizzen unter dem Motto "Heute Stadt von Morgen denken" dokumentiert die Diskussionen der auf der Living-Together-Konferenz vom Vortag. Besucherinnen und Besucher können dabei auch ihre Anregungen und Wünsche für die Zukunftsfragen einer Großstadt formulieren. Die Ausstellung ist vom 1. bis 7. September im NRW-Forum und vom 9. bis 15. September im Café Europa, Marktplatz 6b, zu sehen.

Hintergrund
Die erste Living Together-Konferenz fand 2015 in der kanadischen Hauptstadt Montréal statt. Dort fanden sich Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister aus aller Welt ein, um Herausforderungen einer sich stetig verändernden Gesellschaft zu diskutieren. Sie gründeten das "International Observatory of Mayors on Living Together", ein internationales Netzwerk von Städten, das bewährte Verfahren dokumentiert, um durch diese beispielhaften Projekte dazu beizutragen, die Lebensqualität insgesamt in den Städten weltweit zu verbessern. Bereits bei der ersten Living Together-Konferenz unterzeichneten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Erklärung - die "Montréal Declaration" - zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens in den Städten. Düsseldorf ist seit 2016 Mitglied im Observatory und veranstaltet in diesem Jahr die zweite Internationale "Living Together"-Konferenz zum Thema "Zusammenleben in der Großstadt".

Prominente Unterstützer finden sich in den Reihen der Sponsoren und Partnerorganisationen. Der Flughafen Düsseldorf sowie die Messe Düsseldorf sind Hauptsponsoren der Konferenz und stellten den Delegationen ihren Beitrag zur Internationalität der Stadt vor. Zudem sind das Auswärtige Amt, das Strong Cities Netzwerk, Mayors for Peace, EUROCITIES und die UNESCO International Coalition for Inclusive and Sustainable Cities als ideelle Partner ebenso mit dabei wie Düsseldorf Marketing und die Wirtschaftswoche als Medienpartner. Auch das von der OECD geführte Oberbürgermeister-Netzwerk "OECD Champion Mayors Initiative" ist Partner der Konferenz.

Weitere Informationen und Fotos zur Veranstaltung finden Sie auch in unserem Medienportal unter: auf www.duesseldorf.de/nc/medienportal.html. Ein Video zu diesem Thema finden Sie im Laufe des Tages auf YouTube unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

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What is the recipe for a school in which children, who were previously often ill and restless, now learn healthy and in good shape? How do you create a neighborhood that turns a desolate place into a lively, joyful place? How can people live together peacefully and sustainably when the population density is eight times as high as in Düsseldorf?

At the "Second Summit on Living Together" to which Mayor Thomas Geisel had invited 38 city representatives from 28 countries to Düsseldorf, they exchanged answers to the challenges facing their more than 60 million inhabitants. At the end of the three-day international conference, they reported on the results at a press conference on Sunday. "This conference has clearly shown that in many places we face the same problems and can learn a lot from each other - no matter whether we come from Asian, African or Western metropolises," said Mayor Geisel.

"Living Together is a constant discussion about tolerance, partnership and inclusion - the whole day has been rich in thoughts about core values that serve as the basis of the daily work of every mayor in every part of the world. Today we must share these values, especially when many populist politicians forget the warnings of the Second World War - the greatest tragedy that occurred in Europe exactly 80 years ago," added Deputy Mayor of Warsaw, Michał Olszewski.

On the second day, the delegates solemnly signed the "Düsseldorf Declaration" in the Tonhalle, with which they committed themselves to a continuous exchange of models for better coexistence, more integration and participation - and at the same time praised the "great success" of the conference as well as host Thomas Geisel.

They had previously presented many projects on these topics in the internal meetings and workshops at the Lindner Congress Hotel in a kind of learning workshop - for example Henriette Vamberg, Partner and Managing Director of the renowned Danish architecture firm Gehl Architects: "Don't plan the buildings first, plan the squares", she appealed in her lecture and presented concepts for places that can be used as meeting places in the middle of the cities. Mayor Thomas Geisel emphasised: "I think it is important that affordable apartments are available in all parts of the city. This is not just a question of justice. I simply feel more comfortable in a district where there are also apartments that a policewoman and an educator can still afford.

The second summit after Montreal in 2015 was very valuable for us," praised Armand Béouindé, Lord Mayor of Ouagadougou, the capital of Burkina Faso. "People flee here from the violent to the cities. This is a great challenge. At the summit we learned a lot about inclusion and living together."

"I am delighted that this conference has met with such a positive response that the delegates return to their cities with many good ideas. The network will continue to grow and intensify exchange. We already have several member cities interested in hosting the third Summit," said Magda Popeanu, Vice-Chairwoman of Montréal City Council, Canada, responsible for Culture and Diversity, on behalf of the Living Together Observatory.

At the beginning of the Düsseldorf Summit, Mayor Thomas Geisel welcomed the delegates in the City Hall and invited them to a city tour in a double-decker bus after they had registered in the city's Golden Book.

The people of Düsseldorf are invited to inform themselves about the projects and impulses of the conference. An interactive exhibition with videos and sketches under the motto "Think tomorrow's city today" documents the discussions at the Living Together conference the previous day. Visitors will also be able to formulate their suggestions and wishes for the future of a big city. The exhibition can be seen from 1 to 7 September at the NRW-Forum and from 9 to 15 September at Café Europa, Marktplatz 6b.

Background:
The first Living Together conference was held in the Canadian capital Montréal in 2015. Mayors from all over the world gathered there to discuss the challenges of a constantly changing society. They founded the International Observatory of Mayors on Living Together, an international network of cities that documents best practices to help improve the overall quality of life in cities worldwide through these exemplary projects. At the first Living Together conference, participants signed the Montréal Declaration to promote peaceful coexistence in cities. Düsseldorf has been a member of the Observatory since 2016 and this year is hosting the second International "Living Together" Conference on the topic of "Living together in the big city".

Prominent supporters can be found among the sponsors and partner organisations. Düsseldorf Airport and Messe Düsseldorf are the main sponsors of the conference and presented their contribution to the internationality of the city to the delegations. In addition, the Federal Foreign Office, the Strong Cities Network, Mayors for Peace, EUROCITIES and the UNESCO International Coalition for Inclusive and Sustainable Cities will be participating as ideal partners, as will Düsseldorf Marketing and Wirtschaftswoche as media partners. The "OECD Champion Mayors Initiative", a network of mayors led by the OECD, is also a partner of the conference.

Further information and photos of the event can also be found in our media portal at: www.duesseldorf.de/nc/medienportal.html. You will find a video on this topic on YouTube at: www.youtube.com/stadtduesseldorf during the day.

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