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Verkehr

Theodor-Heuss-Brücke: Arbeiten an Rampe und "Tausendfüßler"

Bis Ende des Jahres fällt ein Teil der Parkplätze unter dem Bauwerk weg/Verkehr wird einspurig geführt


Erstellt:
Redaktion: Paulat, Volker

Im Rahmen von Riss-Verpressarbeiten am Überbau des "Tausendfüßlers" und an den Kragarmen der Rampe der Theodor-Heuss-Brücke kommt es in den nächsten Wochen zu verkehrlichen Einschränkungen. Beginnend mit den Arbeiten an der Rampe erfolgt ab Montag, 11. Oktober, eine Sperrung der Parkplätze auf der Nordseite sowie eines Parkplatzes auf der Südseite unter dem Bauwerk. Diese Arbeiten werden voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November abgeschlossen.

Im Anschluss folgen ab Anfang November Riss-Verpressarbeiten am Überbau des "Tausendfüßlers" und an den Kragarmen der Rampe, wobei sich die dadurch entstehenden Straßensperrungen und vorübergehende Einschränkungen der Parkmöglichkeiten jeweils fortlaufend mit dem Baufortschritt verschieben. Ab diesem Zeitpunkt werden unter dem "Tausendfüßler" die Parkplätze abschnittsweise gesperrt. Außerdem muss jeweils eine Fahrspur der U-Turns östlich und westlich der Kaiserswerther Straße gesperrt werden. Auf der Kaiserswerther Straße und der Rotterdamer Straße werden ebenfalls je eine Fahrspur entfallen. Eine Umleitung ist jedoch nicht erforderlich, da jeweils eine Spur weiterhin zur Verfügung stehen wird.

Die Bushaltestelle der Linie 729 wird ebenfalls ab Anfang November auf die Uerdinger Straße Höhe Hausnummern 24 bis 26 verlegt. Die Arbeiten an der Stadtbahnanlage U78/U79 erfolgen in den nächtlichen Sperrpausen. Ein planmäßiger Abschluss aller Arbeiten ist für Mitte Dezember dieses  Jahres vorgesehen.

Die Verpressung der Risse ist für die Verkehrssicherheit des Brückenbauwerks erforderlich. Das ist das Ergebnis einer Nachrechnung. Sie erfolgte gemäß der "Richtlinie zur Nachrechnung von Brücken im Bestand", herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Sie betrifft Brückenbauwerke, die nicht nach dem aktuellen Normungsstand geplant und errichtet wurden. So hat sich auch bei der 1957 eröffneten Theodor-Heuss-Brücke die Anzahl der Fahrzeuge in den vergangenen Jahren stark erhöht. Zudem sind die Achslasten der Fahrzeuge heute deutlich höher als zur Zeit der Brücken-Planung.

Als Folge der Ergebnisse dieser Nachrechnung wurden seit 22. November 2019 folgende Kompensationen ergriffen: Die Theodor-Heuss-Brücke darf seitdem nur noch von Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 30 Tonnen befahren werden. Zusätzlich gilt in beide Fahrtrichtungen ein Lkw-Überholverbot, und genehmigungspflichtige Schwerlastverkehre werden nicht zugelassen.

Ergebnisse aus dem Monitoring der Theodor-Heuss-Brücke sowie die einer Machbarkeitsstudie zur Ertüchtigung des Bauwerks sollen in eine Zukunftsstrategie einfließen. Diese liegt voraussichtlich bis zum Ende des Jahres vor. Die Kosten für die anstehenden Arbeiten betragen rund 175.000 Euro.

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