Verkehrssituation auf der Moltkestraße
Verkehrssituation auf der Moltkestraße

So entsteht ein Lärmaktionsplan

Nach der Fertigstellung der Lärmkarten und ihrer Auswertung wird festgestellt, ob eine Überschreitung der Auslösewerte zur Lärmaktionsplanung vorliegt. Dies ist in Großstädten regelmäßig und an vielen Orten der Fall. Die jeweiligen Lärmbrennpunkte werden daraufhin näher analysiert. Mit den zuständigen Stellen werden Gegenmaßnahmen diskutiert und ihre Wirkungen betrachtet. Es besteht die gesetzliche Verpflichtung der Städte und Gemeinden, einen Lärmaktionsplan vorzulegen, um die Bevölkerung möglichst weitgehend vor Umgebungslärm zu schützen.

Ergebnis dieses Arbeitsschrittes ist ein Lärmaktionsplan-Entwurf, der den Bürgerinnen und Bürger vorgestellt wird und zu dem sich diese äußern und eigene Vorschläge unterbreiten können. Diese Öffentlichkeitsbeteiligung ist im Lärmaktionsplan zu dokumentieren. Schließlich wird die Stadtverwaltung den so entstandenen Lärmaktionsplan dem Rat zur Beschlussfassung vorlegen. Der beschlossene Lärmaktionsplan wird abschließend der EU-Kommission übermittelt. Diese prüft die vorgelegten Lärmaktionspläne und kann Sanktionen erlassen, soweit die Pläne nicht vorliegen oder mangelhaft sind.