DA! Art-Award 2022: Mythen künstlerisch durchleuchten

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DA! Art-Award 2022: Mythen künstlerisch durchleuchten

6. bis 25. September - Ausstellungsdauer
9. September, um 18 Uhr - Vernissage
25. September, um 15 Uhr - Preisverleihung (auch live auf YouTube)
 
»Die Macht des Mythos« lautet das diesjährige Thema des DA! Art-Awards, der 2022 bereits zum dritten Mal vergeben wird. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis wird vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!) in einem zweijährigen Turnus ausgelobt und will Künstlerinnen und Künstler inspirieren, sich kritisch mit Religion und Irrationalismus auseinanderzusetzen. Schirmherr des DA! Art-Award 2022 ist der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke.
 
Nach »Wissen statt Glauben«, dem Wettbewerbsthema in 2018, und »... wirkt nicht über den Placebo-Effekt hinaus« in 2020, geht es diesmal um Mythen und ihre Macht. Seien es nun religiöse oder völkische Mythen, Verschwörungserzählungen oder Narrationen in Kunst, Kultur und Warenwelt. All diese Mythen verbreiten ihr vermeintliches Wissen wirkmächtig durch blumige Narrative. Sinnstiftung qua Glauben heißt hier die oberste Direktive. Ein weites Feld also für kritische Perspektiven und künstlerische Interventionen.
 
Künstlerinnen und Künstler: Aus über 1.100 Bewerbungen wurden 99 Werke für die Ausstellung im Stadtmuseum Düsseldorfer nominiert. Hier die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler: Ettore Albert, Aljoscha, Marie Althöfer, Jürgen Baumann, Patrick Becker, Thomas Behling, Willem Bock, Carsten Borck, Clair Bötschi, Brigitte Braun und Betina Panek (NERZ KG), Walter Breidenbach, Klaus Busch, Laure Catugier, Viktor Cleve, Matthias Dämpfle, Peter Debusi, Angela Dörflein, Barbara Duisberg, Wolfgang Eberhardt, Benjamin Esser, Eva Fabian, Kuesti Fraun, Heinz Frey, Wolfgang Fritz, Jorge Garzon, Corina Gertz, Titus Grall, Martin Grobecker, Petra Groh, Richard Gruber, Heinke Haberland, Dieter Hanf, Ruth Hebler, Ulrich Heemann, Michael Heinrich, Edurne Herrán, Andreij Herzog, Lion Hoffmann, Michael Holtschulte, Hanne Horn, Ivan Horvat, Ulrike Hüppeler, Tommy Kny, Rona Kobel, Karolina Kos, Wolfgang Kühn, Dorthe Landschulz, Michael Lapuks, Simi Larisch, Lotte Lindner, Marion Linke, Ariane Litmeyer, Heidrun MalComes, Albert Markert, Piero Masztalerz, Karl-Heinz Mauermann, McLOVLA, Peter Menne, Nadia Menze, Denis Metz, Michel Meyer, Sarai Meyron, Adina Mocanu, Irene Müller und Diethard Sohn, Andreas Neuffer, Thomas Neumaier, Oliver Neumann, Simone Neumann-Salva, Nessi Nezilla, Sylvia Nitsche, Daniel Noll, Oliver Ottitsch, Enrico Pietracci, Usch Quednau,  Gerda Raichle, Johanna Reckers, Caspar Reuter, Christian Ristau, Eugen Rother, Thure Röttger, Angela Schäfer, Michael Scheibenreiter, Bettina Schipping, David Schröder, Oliver Schwarz, Stefan Seffrin, Gerhard Silber, Wolfgang Stegherr, Manuel Talarico, Ralf Tekaat, Thomas Volkmann, Ruth Weizel, Emil Wesemann, Christoph Wetzel (REIZ), Miriam Wurster, Elke Zaksek, Karla Zipfel, Meike Zopf, Roderich Zupnickl
 
Im Rahmenprogramm  der Ausstellung finden im Ibach-Saal des Stadtmuseums Düsseldorfer zwei Vorträge und eine Lesung statt.
14. September, 19:00 Uhr:
Mythos Beuys – eine Fake-Existenz
Vortrag und Diskussion mit Hans Peter Riegel
Die Veranstaltung wird auch live ins Netz gestreamt.
 
21. September, 19:00 Uhr:
Verschwörungstheorien – Formen – Funktionen – Folgen
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Michael Butter
Die Veranstaltung wird auch live ins Netz gestreamt.
 
23. September, 19:00 Uhr:
Das Archiv des Teufels: Roman aus der Zeit des Kalten Krieges
Lesung mit Martin Conrath, moderiert von Horst Eckert
 
Weitere Informationen finden Sie unter »www.da-art-award.de«.
    

 

Die Magie des Flusses Ausstellung mit Fotografien der Düssel von Ira Vinokurova im Stadtmuseum

Die Magie des Flusses Ausstellung mit Fotografien der Düssel von Ira Vinokurova im Stadtmuseum

7. Oktober bis 6. November 2022

Das Stadtmuseum präsentiert gemeinsam mit Ira Vinokurova unter dem Titel „Die Magie des Flusses“ eine Fotografie-Ausstellung zur Düssel. Gezeigt werden neben Leihgaben auch vom Museum erworbene Werke der Düsselserie der Künstlerin, die den Gästen einen besonderen Blick auf den Fluss, der der Landeshauptstadt ihren Namen gab, ermöglicht.

Kurator Dr. Danelzik-Brüggemann:

„Ein kleiner Fluss gibt einer großen Stadt ihren Namen. Er durchfließt sie, teilt sich dabei in mehrere Arme und ist inmitten von Straßen und einem Häusermeer und gezähmt. Die Düssel scheint in der Gegenwart gar kein Fluss zu sein; dort, wo das streckenweise kanalisierte Gewässer aus dem Untergrund auftaucht, wirkt es wie ein Ziergraben. Kaum nachvollziehbar scheint die ursprüngliche Bedeutung des Flussnamens, nämlich „Tosen“ zu sein. Kann ein solch moribundes Gewässer bezaubern? Ja, in Ira Vinokurovas Fotografien der Düssel scheint die Welt des Flussgeistes Undine wiedergefunden zu sein. Auch inmitten der durchrationalisierten Stadt existieren Traumorte. Ihnen spürt die Künstlerin nach.“

Für Ira Vinokurova ist die Geschichte dieses Flusses ein Sinnbild für das sich wandelnde Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Seit 2016 beschäftigt sich die Fotografin mit dem Fluss und will seine Eigenart als Naturwesen ergründen. Dazu sucht sie die Düssel an versteckten Orten auf, die inmitten des urbanen Raums existieren und doch von einer unberührten Wildnis zeugen. Das „Wesen“ der Düssel als autarkes Naturelement stellt die Künstlerin in den Kontext der urbanen Entwicklung der Stadt und deren Verhältnis zur Düssel.

In ihren fein differenzierten Schwarz-Weiß-Fotografien entwirft sie ein Bild des Flusses zwischen Schönheit und Dunkelheit. Neben dem Fluss stellt das Licht als Motiv ein fast eigenständiges Element ihrer Fotografien dar. Vinokurova fotografiert im tiefen Sonnenlicht am Morgen und am Abend. Ihre Arbeiten wirken malerisch und eher abstrakt als gegenständlich-konkret.

Wie im Impressionismus wird das Wesen des Motivs durch die Wahrnehmung des Lichtspiels enthüllt. Die Künstlerin nutzt analoge Fototechniken in der Dunkelkammer, um die Atmosphäre des Ortes zu visualisieren.

In den letzten Jahren erwarb das Stadtmuseum einige Arbeiten aus Vinokurovas Düsselserie. Ergänzt um Leihgaben der Künstlerin kann das Publikum sich nun selbst der Magie der Düssel hingeben und auf diese Weise auch einen neuen Blick auf die Stadt gewinnen.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Künstlerin Ira Vinokurova

1975 geboren in Kaliningrad/Russland

1991–1995 Musikerausbildung am Nationalen Musikcollege in Kaliningrad/Russland

1995–1997 Studium an der Universität für Kultur im Fach Regie für Film und Fernsehen in Moskau/Russland

2000 Beginn Studium an der Kunstakademie Düsseldorf

2006 Meisterschülerin von Thomas Ruff

2010 Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf

 

Ausstellungen (Auswahl)

2021 „The River Knows“ – Die Düssel, Einzelausstellung, Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf (Katalog)

2019 „Die Zauberlaterne“, Gruppenausstellung, Atelier Schloss Jägerhof e.V., Düsseldorf

2013 Der Blick dahinter | Der Blick hinter, Gruppenausstellung, Märkisches Museum Witten

2012 Einzelausstellung, Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf

2011 Exemplar 3, Gruppenausstellung, Köln-Art

2006 Junge Künstler aus aller Welt zu Gast bei PricewaterhouseCoopers, Gruppenausstellung, Stadtmuseum Düsseldorf

2006 Porträts im Innenraum, Gruppenausstellung, galerie kunst-raum. raum für junge kunst, Essen

2004 „Ansichten, Aussichten, Einsichten“, Positionen junger Fotografie, Gruppenausstellung, Kunst-Raum für junge Kunst, Essen

2004 „Das fotografische Porträt“, Gruppenausstellung, Forum für Fotografie, Köln

2004 Einzelausstellung, Städtisches Museum für Kunst und Geschichte, Kaliningrad

2004 „Urbanität und Privatsphäre“, Gruppenausstellung, Stadtmuseum, Hattingen

Auszeichnungen

2008 18. Kunstförderpreis für junge Künstler, 3. Preis KÖ-Galerie, Düsseldorf

2008 Lead Award, 2. Platz (Kategorie Porträtfotografie), Hamburg

2006 Förderpreis Fotografie, 3. Preis „Photo Vision“, Düsseldorf

  • Aus der Serie „Düssel II Umgebung“, 2017,
    Stadtmuseum Düsseldorf F7N31

  • Ira Vinokurova: F6N11. Aus der Serie „Düssel“, 2018
    Leihgabe der Künstlerin