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Lolli-Pool-Tests in Düsseldorfer Kitas ab dem 14. Dezember

| Jugendamt aktuell

Die Stadt möchte das Corona-Infektionsgeschehen besser kontrollieren

Ab Dienstag, 14. Dezember, werden Lolli-Tests in Düsseldorfer Kitas angeboten, um die Kinder und das sie betreuende Personal auf das Coronavirus zu testen. Zweimal pro Woche werden dann die Kindergartengruppen mit einem Lolli-Test, einem einfachen Speicheltest, auf das Coronavirus getestet.

Die Proben werden gruppenweise zusammengeführt - also einem Pool - und im aufwendigen PCR-Verfahren analysiert. Für diese Tests der Kinder wird das schriftliche Einverständnis der Eltern eingeholt. Die Stadt verspricht sich davon eine verlässlichere Erkennung von Covid-Infektionen in den Kitas, als dies bislang durch die zuhause durchgeführten Antigen-Tests der Kinder möglich gewesen ist. Aktuell wollen sich 330 der 375 Kitas an den Pool-Tests beteiligen.

Jugenddezernent und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, der auch Leiter des Corona-Krisenstabes ist: "Mit den Lolli-Pool-Tests wird eine mögliche Infektion bei einem Kind durch einen PCR-Test deutlich früher festgestellt werden als durch einen Schnelltest, sodass auch die Gefahr einer Ansteckung frühzeitig erkannt wird. Diese Art der PCR-Tests erhöht die Sicherheit für die Kinder, aber auch für die Erzieherinnen und Erzieher sowie die Familien der Kinder. Der Lolli-Test wird dazu beitragen, das Infektionsgeschehen besser einzudämmen."

So werden die Lolli-Pool-Tests praktisch ablaufen: Die Kinder einer Kitagruppe und die dazugehörigen Beschäftigten lutschen morgens in der Kita für etwa 30 Sekunden an einem Tupfer - so wie an einem Lolli. Danach stecken alle ihre Tupfer in dasselbe Pool-Röhrchen. Dabei werden die Proben also vermischt. Dieses Röhrchen geht dann ins Labor. Durch das PCR-Verfahren lässt sich zuverlässig feststellen, ob eine Corona-Infektion in der Gruppe vorliegt oder nicht. Das Ergebnis wird in der Regel noch am selben Tag übermittelt.

Nur wenn ein Test positiv ausfällt, sind alle Teilnehmenden verpflichtet, noch einen weiteren PCR-Test zu machen, bei dem dann jeder einzelne auf Corona getestet wird. Zwischen dem positiven Ergebnis aus dem Pool-Test und einem negativen Ergebnis aus dem Einzel-Test dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Pool-Tests als Vorsichtsmaßnahme die Kita nicht weiter besuchen und sich in Quarantäne begeben. Dies gilt auch für die Kinder, die nicht am Test teilgenommen haben. Tritt in einer Gruppe ein positiver Test auf, müssen alle Gruppenmitglieder nachgetestet werden und können vor Ablauf einer Karenzzeit von zehn Tagen die Kita erst wieder besuchen, wenn sie mittels eines PCR-Tests freigetestet wurden.