Luftbildaufnahme Nebenzentrum Garath Südwest mit Übersicht der Maßnahmen

Gestaltung Garath Südwest

Garath 2.0 / Gestaltung Nebenzentrum Südwest

Mit dem Integrierten Handlungskonzept „Garath 2.0 – Den Wandel gestalten“ hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Jahr 2016 ein wichtiges Projekt initiiert, um den grünen Stadtteil Garath zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Auf dieser Grundlage wurde Garath in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Ein wichtiger Bestandteil des Maßnahmenpaketes aus dem Handlungskonzept ist die Erstellung eines Freiraumkonzepts für den gesamten Stadtteil. Ein daraus resultierendes Schlüsselprojekt ist die Aufwertung des öffentlichen Raumes im Nebenzentrum Südwest.

Ziel des Projektes ist im Wesentlichen die Orientierung zum Quartier hin und innerhalb des Stadtteils zu verbessern, Wegeverbindungen zu akzentuieren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Hintergrund und aktuelle Entwicklungen im Nebenzentrum Garath Südwest

Garath Südwest entstand als zweiter Bauabschnitt der Großsiedlung Garath von 1963 bis 1967. Der Stadtteil ist geprägt durch Reihenhäuser und drei- bis fünfgeschossigen Wohnungsbau in Zeilenbauweise. Im Nebenzentrum wurden neben der Ladenzeile für die alltägliche Versorgung auch zwei Kirchen und eine Grundschule gebaut.

Heute noch stadtbildprägend und Zeuge für die Bauzeit und Architektur der 60er Jahre ist die katholische Kirche St. Matthäus des Architekten Gottfried Böhm mitangrenzendem St. Hildegard Altenheim und Kapelle.

Das Nebenzentrum Südwest steht durch laufende und anstehende Baumaßnahmen der Kirche, des Caritasverbandes Düsseldorf sowie privater Investoren vor einem Umbruch:

  • Der Standort der ehemaligen evangelischen Hoffnungskirche wurde aufgegeben und die Kirche abgerissen. Auf dem Grundstück wurde vom Caritasverband Düsseldorf ein neues Seniorenheim realisiert.
  • Dadurch wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble desbisherigen Seniorenzentrums St. Hildegard  frei und soll eine neue Nutzung bekommen.
  • Die katholische Kirchengemeinde St. Matthäus wird östlich der Kirche ein neues Gemeindezentrum bauen. Das Bestandsgebäude auf der Fläche, eine seit 2010 leer stehende Brandruine, soll hierzu abgerissen werden. Ziel ist es,die Öffentlichkeit im Pfarrzentrum willkommen zu heißen. Der Pfarrgarten wird öffentlich zugänglich sein und für Veranstaltungen, Feste,Aufenthalt etc. genutzt werden.
  • Die Ladenzeile ist mit der Schließung einer Edeka-Filiale im Sommer 2015 durch großen Leerstand gekennzeichnet. Hier wird durch einen privaten Investor der Neubau eines Wohngebäudes geplant, das auch den Charakter und die Funktion der kleinen Fußgängerzone verändern wird.

Die Planung

Für die Gestaltung der öffentlichen, städtischen Flächen wurde ein Planungsteam aus Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern mit der Planung beauftragt. Das Plangebiet umfasst neben der Fußgängerzone die nördlich angrenzenden öffentlichen Wege zwischen Pflegeheim und Kirche sowie die Ricarda-Huch-Straße. Der Parkplatz östlich des ehemaligen Supermarktes und die Grünfläche nördlich des neu entstehenden Gemeindezentrums, beide an der Reinhold-Schneider-Straße gelegen, werden als Ideenteil in die Aufgabe einbezogen, wie in oben stehender Luftbildaufnahme zu sehen.

Neben der Abstimmung mit den verschiedenen Anliegern und deren Baumaßnahmen wurde auch die Bürgerschaft an der Planung beteiligt.

Mitarbeiter*innen der Verwaltung und Freiraumplaner*innen haben vom 30. Januar bis 1. Februar dieses Jahres an einem Infomobil im Zentrum vor Ort  Anregungen und Ideen für die weitere Planung entgegen genommen, die anschließend im Rahmen der Möglichkeiten in das Konzept einfließen. Ziel ist es, ein attraktives, funktionierendes und lebendiges Zentrum als Treffpunkt für alle im Stadtquartier zu schaffen.

Bereits im Februar 2019 wurden im Rahmen eines Workshops in der Freizeitstätte Garath interessierte Bürger*innen informiert und aufgefordert, ihre Schwerpunkte und Wünsche für das Nebenzentrum zu äußern und Ideen zu entwickeln. Zwischenzeitlich wurde von der Verwaltung ein erster Planungsauftrag für die Attraktivierung des Zentrums erteilt.

Weitere Informationen zum Integrierten Handlungskonzept „Garath 2.0 –Den Wandel gestalten“ finden Sie auf den Seiten des Stadtplanungsamtes unter: https://www.duesseldorf.de/stadtplanungsamt/stadterneuerung/garath-20.html

 

  • Die kleine Fußgängerzone des Nebenzentrums

  • Wahrzeichen des Stadtteils: Die Kirche St. Matthäus, erbaut von dem Architekten Gottfried Böhm

  • Bürgerbefragung am Infomobil vor Ort