Regionale Kooperationen

Die wesentlichen Herausforderungen und Aufgaben der Stadt- und Siedlungsentwicklung, insbesondere der angespannte Wohnungsmarkt in den Großstädten und die hohen Pendlerzahlen zwischen Stadt und Umland, lassen sich heute und zukünftig nicht im Alleingang, sondern nur partnerschaftlich im Verbund von Stadt und Umland bewältigen.

Dazu ist die Bildung von neuen Regionalen Kooperationen zur Entwicklung von gemeinsamen Strategien und Konzepten von großer Bedeutung. Ziel ist, ein verträgliches Miteinander der Nutzungs- und Flächenansprüche im räumlichen Verbund von Stadt und Umland zu organisieren, die Anforderungen einer nachhaltigen Mobilität regional zu betrachten und eine soziale und nachfragegerechte Wohnraumversorgung über die Stadtgrenzen hinweg sicherzustellen.

 

Anlass

Mit der Initiative StadtUmland.NRW hat das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) im Sommer 2016 Großstädte und ihre Nachbarkommunen in Nordrhein-Westfalen dazu aufgefordert, sich mit ihrer Idee für ein Zukunftskonzept zur Regionalen Kooperation zu bewerben. Daran haben sich 18 Großstädte, 82 Nachbarkommunen, fünf Landkreise sowie 46 Kooperationspartner wie Nahverkehrsträger oder regionale Entwicklungsorganisationen beteiligt.

Düsseldorf hat sich zusammen mit Duisburg, Ratingen, Meerbusch, Krefeld und dem Kreis Mettmann zum einen zum Verbund „RegioNetzWerk“ zusammengeschlossen. Der neu gebildete Verbund hat sich zum Ziel gesetzt, die aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung mit einem gemeinsam entwickelten Verständnis zur Siedlungsentwicklung zu bewältigen. Vorbildhafte und zukunftsfähige Lösungswege unter dem Leitsatz „Intelligenter Siedlungsbau trifft nachhaltige Mobilität“ haben die Partner in einem Zukunftskonzept zusammengetragen.

Zum anderen ist Düsseldorf einer von 20 Partnern, die sich zum Verbund „Zwischen Rhein und Wupper“ zusammen getan haben. Das Bergische Städtedreieck, die Städte Düsseldorf und Leverkusen, der Kreis Mettmann mit seinen kreisangehörigen Städten sowie vier südlich angrenzende Nachbarstädte der Kreise Ober-Berg (Hückeswagen) und Rhein-Berg (Leichlingen, Burscheid und Wermelskirchen) haben sich mit den neubegründeten Verbund das Ziel gesetzt, mehr Lebensqualität für die Menschen in der Region unter dem thematisches Leitbild „eine Stunde mehr Zeit“ zu schaffen.

Der Wettbewerb „StadtUmland.NRW“ ist mit der Sitzung des Preisgerichtes am im Mai 2017 abgeschlossen und das Ergebnis vom Ministerium im Rahmen der darauffolgenden polis Convention 2017 verkündet worden. Die Jury hat drei Konzepte mit besonderem Vorbildcharakter hervorgehoben. Diese seien methodisch und inhaltlich sehr weitgehend und in ihrer Gesamtheit innovativ und integriert angelegt. Das „RegioNetzWerk“ wurde dabei an erster Stelle genannt und ist damit beim Wettbewerb der erfolgreichste Verbund. Als drittes Konzept wurde das Zukunftskonzept der Initiative „Zwischen Rhein und Wupper“, ebenfalls mit Beteiligung der Stadt Düsseldorf, benannt. Zudem hat die Jury der zukünftigen Landesregierung empfohlen, die entwickelten Prozesse weiter zu fördern und zu unterstützen. Die Konzepte sollten nach Auffassung der Jury als Vorbild für den integrierten Einsatz der Förderinstrumente im Infrastrukturbereich, bei der Städtebau- und der Wohnraumförderung sowie bei Förderangeboten der Mobilität dienen.

Weitere Informationen zur Initiative StadtUmland.NRW finden Sie auf der Homepage.
 

Verbund RegioNetzWerk

                                                                                                                    

Logo Regionetzwerk

Die wichtigsten Ziele des Zukunftskonzeptes des RegioNetzWerks sind die Bewältigung der kommunalen Herausforderungen (Wachstumsdruck, Pendlerströme, Flächenknappheit, Versiegelung etc.) durch regional abgestimmte, praxisbezogene Strategien, das konsequente integrierte Bearbeiten der Themen Siedlungsentwicklung und Mobilität sowie das gemeinsame Lernen bei der zügigen Umsetzung von innovativen Projekten.

In den ausgewählten Leitprojekten der Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung des RegioNetzWerks wird diese Zielsetzung anhand von Qualitätskriterien erprobt. Die Qualitätskriterien werden in den regionalen Entwicklungsrichtungen berücksichtigt, die von der Lokalpolitik beschlossen und regional umgesetzt werden sollen. Zudem sollen Räume bzw. Quartiere in den einzelnen Leitprojekten definiert werden, in denen neue Ideen und Herangehensweisen sowie gesellschaftliche und technische Innovationen geübt werden können, um dem gesamten Partnerverbund als „Labore des Lernens“ zu dienen.

Die von allen Räten der Verbundpartner beschlossene weitere Zusammenarbeit im RegioNetzWerk umfasst zwei wesentliche Felder: Die inhaltliche Ausarbeitung des Zukunftskonzepts und die Weiterentwicklung einer Organisationsstruktur durch eine prozess- und dialogorientierte Verfahrensweise. Dabei spielt die politische Beteiligung für alle Verbundpartner eine wichtige Rolle, um eine langfristige Verbindlichkeit und Umsetzbarkeit der Ziele und Projekte zu gewährleisten.
Weitere Informationen zu den Aktivitäten des zum RegioNetzWerk finden Sie auf der Homepage des Netzwerks.
 

Verbund "Zwischen Rhein und Wupper"

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Logo StadtUmland

Das Zukunftskonzept verfolgt das Leitbild „zusammen – wachsen“ und wird ergänzt durch ein weiteres thematisches Leitbild „eine Stunde mehr Zeit“ für besondere Lebensqualität. Mit dem Ziel, mehr Lebensqualität für die Menschen in der Region zu schaffen, hat der neugegründete Verbund für die räumliche Perspektive fünf mögliche Betrachtungsweisen und Szenarien erarbeitet. Zudem sind in dem Zukunftskonzept drei Pilotprojekte formuliert:

 

-    Rheinisch-Bergisches Radwegenetz,
-    Städtebahnstudie,
-    Work-Life-Balance-Quartiere

Als Geschäftsstelle für den Prozess der Umsetzung der Pilotprojekte und für die Weiterführung des Verbundes fungiert die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Solingen.
Aktuell stellt der Verbund ein „Integriertes Regionales Mobilitätskonzept“ für den Öffentlichen Regionalverkehr – insbesondere den schienengebundenen – und den Radverkehr” auf, welches vom Verkehrsministerium NRW gefördert wird.

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie unter folgendem Link: Homepage der Bergischen Gesellschaft