Grundsätzliches und Beratung

Vollmachten erteilen

Mit zunehmenden Alter und auch bei Pflegebedürftigkeit kann häufig nicht mehr alles selbst geregelt werden. Dann ist es notwendig, dass eine Vertrauensperson stellvertretend handeln kann. Dies geschieht am besten mit einer Vorsorgevollmacht und einer Betreuungsverfügung. Welche medizinische Behandlung gewünscht wird, kann in einer Patientenverfügung festgelegt werden.

Pflegeberatung

Eine umfassende Beratung zu allen Fragen rund um die Pflege bekommen Sie bei der Pflegeberatung Ihrer Kommune. In Düsseldorf ist dies das Pflegebüro im Amt für Soziales. Die Beratung ist kostenlos, neu­tral und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen.

Auch die Kranken- und Pflegekassen beraten. Das Beratungsteam erreichen Sie über die allgemeine Hotline Ihrer Krankenkasse. Wenn Sie privat versichert sind, können Sie sich an die compass private pflegeberatung GmbH wenden.
Bei der Kranken- und Pflegekasse werden zudem die Leistungen aus der Pflegeversicherung beantragt. Den Antrag können auch Familienangehörige, Nachbarn oder Bekannte stellen, wenn sie dazu bevollmächtigt sind.

Beratung zu Hause und Koordination von Hilfen

Das Team der aufsuchenden Seniorenhilfe berät und unterstützt Seniorinnen und Senioren, die ihren Alltag nicht mehr selbst bewältigen können oder die pflegebedürftig sind. Es wird über Versorgungs- und Betreuungsmöglichkeiten informiert und gemeinsam werden geeignete Hilfen koordiniert. Zur persönlichen Beratung können Hausbesuche vereinbart werden.

Wohnberatung

Um auch bei Pflegebedürftigkeit in der eigenen Wohnung bleiben zu können, sind häufig Veränderungen nötig. Der Austausch der Badewanne gegen eine ebenerdige Dusche oder das Anbringen von Haltegriffen können schon sehr wirksam sein. Bei der Planung und Umsetzung unterstützt die Wohnberatung für ältere oder behinderte Menschen. Die Wohnberatung bietet auch Hilfe beim Umzug an, berät zu alternativen Wohnformen, vermittelt öffentlich geförderte Seniorenwohnungen und informiert über das Wohnen mit Service.

Beratung für Menschen mit Behinderung

Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) und die Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben bieten eine spezialisierte Beratung für Menschen mit Behinderung. Weitere Informationen rund um das Thema Behinderung sind auf der Internetseite des Amtes für Soziales abrufbar.

Beratung rund um das Leben im Alter

Die „zentren plus“ in den Stadtbezirken sind Orte der Begegnung und sie beraten zu allen Fragen des rund um das Leben im Alter. Das Angebot richtet sich an Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ab 55 Jahren bis ins hohe Alter. Auch die Seniorenberatung, Amt für Soziales, Telefon 899 899 8, hilft gerne weiter.

Beratung bei Schwierigkeiten in der Familie

Bei Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen in der Familie unterstützen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen.

Eine psychologische Online-Beratung für pflegende Angehörige bietet das Netzwerk pflegen-und-leben.de.

Bei der Mediation helfen unabhängige Dritte, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen und eine für alle Seiten befriedigende Lösung zu finden. Es gibt Mediatorinnen und Mediatoren, die sich auf die durch Krankheit und Pflege entstehenden Herausforderungen in einer Familie spezialisiert haben. Entsprechende Anbieterinnen und Anbieter finden Sie auf der Internetseite unter dem Schwerpunkt Gesundheitswesen.

Sollten Sie psychotherapeutische Unterstützung suchen, finden Sie bei der Psychotherapeutenkammer NRW eine Übersicht der zugelassenen Therapeutinnen und Therapeuten.

Angebote für Kinder und Jugendliche, die sich um kranke Angehörige kümmern

Ein besonderes Angebot für Kinder und Jugendliche, die sich um Familienmitglieder kümmern, bietet das Projekt Pausentaste.