Friedrich2468: KomKuK-Fenster zeigen lokale Kultur- und Kreativwirtschaft

Friedrich2468: KomKuK-Fenster zeigen lokale Kultur- und Kreativwirtschaft

Mit „Friedrich2468“, dem dritten KomKuK-Fenster-Projekt, sorgte das KomKuK in Kooperation mit der Hotelgesellschaft Motel One, der Eigentümerin des ehemaligen Stern-Verlag-Gebäudes auf der Friedrichstraße, für eine Belebung der knapp 40 Meter langen Fensterfront der Häuser Friedrichstraße 24, 26 und 28.

Von Juli 2021 bis Sommer 2022 wurden die Fenster und Fassadenflächen für jeweils sechs Wochen befüllt und gestaltet. Wo der Blick vorher ins Leere ging, luden individuell gestaltete Fenster, Urban Art und eine temporäre Sitzgelegenheit zum Flanieren und Verweilen ein.

Über 40 Kreativunternehmer*innen und Nachwuchstalente präsentierten hier ihr Können. Einen Fensterplatz fanden Produkte und Projekte aus Illustration, Retail, Kommunikations-, Schmuck-, Möbel- und Modedesign, Fotografie und Architektur. Studierende der Hochschule Düsseldorf kuratierten die Wechselausstellung „Aus gegebenem Anlass“, die Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Design zeigte. Abgerundet wurde „Friedrich2468“ durch Urban Art-Arbeiten von Künstlern aus Düsseldorf und Brüssel.

Die aktuellen Fenstergestaltungen bei Friedrich2468:

Die aktuellen Fenstergestaltungen bei Friedrich2468:

(Januar bis März 2022)

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf

Aufgrund der Pandemie konnte an der HSD seit Frühjahr 2020 keine analoge Werkschau mehr stattfinden. Um zumindest einige Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Design einer breiteren Öffentlichkeit „in echt“ zugänglich zu machen, nutzen vier Absolventinnen und Absolventen der HSD – Lilli Böse, Shannon Sinclair, Paul Andermann und Andreas Schubert – den ehemaligen Haupteingang des Stern-Verlags zur Präsentation studentischer Arbeiten. Unter dem Titel „Aus gegebenem Anlass“ wird aktuell vier Studierenden eine individuelle Fläche zur Verfügung gestellt. Die Ausstellenden der vierten Runde sind: Juri Loechte, Lynn Ruberg, Robert Sander und Till Fehn.

ausgegebenemanlass.de

Maria Lentzen © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Maria Lentzen

Mit ihrer "Kollektion 10 Cent“ stellt die Künstlerin die Frage der Nachhaltigkeit und der Werthaftigkeit von Gebrauchsobjekten. Ein klassisches Konsumobjekt ist die Plastiktüte, die allerdings aufgrund von gesetzlichen Einschränkungen mehr und mehr zum Relikt der Vergangenheit wird, wobei sie als Material noch lange für die Umwelt (und die Kunst) erhalten bleibt. Maria Lentzen zeigt in einem Schaukasten eine Reproduktion einer gewebten Tüte aus dem Stern-Verlag. Während sich das Werk dabei einerseits mit Umweltschutz und Konsum beschäftigt, spielt es gleichzeitig mit der (zumindest gefühlten) Unvergänglichkeit des Stern-Verlags im kollektiven Bewusstsein Düsseldorfs.

www.maria-lentzen.de

Aleks Kurkowski © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Aleks Kurkowski

Das Modelabel Aleks Kurkowski steht für progressives Design, das Minimalismus mit nachhaltigen Werten verbindet. In den Damen- und Herren-Kollektionen werden männliche und weibliche Elemente so miteinander in Spiel gesetzt, dass sie eine Balance zwischen Lässigkeit, Eleganz und Stärke schaffen, die sich in jedem Kleidungsstück widerspiegelt. Für die Kollektionen werden rein natürliche Materialien verwendet, hergestellt in Deutschland und zum Teil auch in Polen. Im KomKuK-Fenster Friedrich2468 zeigt Aleks Kurkowski zeitlose Bekleidung, die nicht dem Mainstream oder dem Trend unterliegt und in Düsseldorf beheimatet ist. Als Mode-Showroom in avantgardistischem, industriellem Charme ausgestattet, präsentiert das Fenster Highlight-Pieces der aktuellen Kollektionen.

alekskurkowski.com
facebook.com/alekskurkowskilabel
instagram.com/alekskurkowski

 

Tim Neiser © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Tim Neiser / Neiser Filmproduktion

Regisseur, Fotograf und Pilot - Tim Neiser ist ein vielseitiger Kreativkopf aus Düsseldorf. Seit über 10 Jahren ist er national und international tätig. In seinem Friedrich2468-Fenster zeigt er das Bild „Bond Street“ aus der abstrakten Foto-Kunst-Serie "Essenz". Das großformatige Bild entstand mit Hilfe einer eigens entwickelten Technik, mit der ganze Orte oder auch Spielfilme in jeweils einem Foto zusammengefasst werden können. In „Bond Street“ findet sich die Essenz der exklusiven Einkaufsmeile im Londoner Viertel Mayfair in ihrer ganzen farbenfrohen Komplexität wieder.

neiser.com
instagram.com/timneiser
instagram.com/neiserfilmproduktion
 

Galerie Take a Butcher’s, Mr. Bee © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Galerie Take a Butcher’s / Mr. Bee

In Kooperation mit der in Flingern ansässigen Galerie für Street Art / Urban Art Take a Butcher’s wurde eine der drei Spanplatten vor dem überdachten, ehemaligen Eingangsbereich des Stern-Verlag durch den belgischen Künstler Mr. Bee gestaltet. Der Name ist Programm, das Motiv zeigt eine Biene, wobei sich der Künstler intensiv mit der Geschichte des Stern-Verlags beschäftigt hat und daher einen klaren Bezug zum Ort und dem Kulturgut Buch herstellt.

takeabutchers.gallery
instagram.com/takeabutchers.gallery
instagram.com/mrbeebzzz

Hoker One © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Hoker One

Die mittlere Wandfläche vor dem ehemaligen Eingang wurde im November neugestaltet: Als Gruß an die Designkonferenz beyond tellerrand, die 2021 zum zehnten Mal in Düsseldorf stattfand, sprühte der Düsseldorfer Künstler und Designer Steffen Mumm (a.k.a. Hoker One) eine ganze Galerie von "Heads". Die Gesichter sind dabei so vielfältig wie die bis zu 500 Bersucherinnen und Besucher der beyond tellerrand, die sich an zwei Veranstaltungstagen mit Themen wie Webdesign / Design, Accessibility und kreativem Unternehmertum beschäftigt.

hokerone.de
beyondtellerrand.com/events/dusseldorf-2022

Galerie PrettyPortal, Oliver Räke © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Galerie PrettyPortal / Oliver Räke

Eine weitere Holzfläche wurde in Kooperation mit der Bilker Urban Art-Galerie Pretty Portal durch den Düsseldorfer Künstler Oliver Räke alias “Magic One” inszeniert. Sein Motiv beschäftigt sich mit Grenzen: Dort, wo wir uns selbst beschränken, freiwillig oder weil sich andere Ideen unserer Vorstellungskraft entziehen - politisch, gesellschaftlich und auch in der Beziehung zwischen zwei Menschen.

prettyportal.de
instagram.com/magic_one_nut

THE DORF © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

THE DORF / THE MAG No. 5

Mit der bereits fünften Ausgabe des aus der Onlineplattform hervorgegangenen Magazins gibt THE DORF erneut einen umfassenden Überblick über die wunderbare Kultur- und Kreativszene der Landeshauptstadt. Der Guide ist trotz Pandemie wie immer prall gefüllt mit Highlights, Geheimtipps, Menschen und Erlebnissen aus Düsseldorf – und darüber hinaus mit einem umfangreichen Adressteil für Kultur, Restaurants, Clubs, Shopping & Co. Ein großer Schaukasten bei Friedrich2468 gibt ein paar Eindrücke von der redaktionellen Bandbreite – dazu zählt auch ein Artikel über die KomKuK-Fenster. Hier kann man dank der Fenster im Fenster über die Fenster lesen - verrückt.

thedorf.de

hesa.design © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

hesa.design

Theresa Föhrenbacher, studierte Design-Ingenieurin für Mode, gründete 2018 ihr Label für nachhaltige Lederaccessoires: hesa.design. In ihrem Atelier in Flingern produziert sie seitdem Handtaschen, Gürtel, Etuis und Clutches ausschließlich aus pflanzlich gegerbten Ledern aus Deutschland und Europa. Ihre Motivation für nachhaltige Produkte gründet auf Erfahrungen als Lehrerin an einer Modeschule in Äthiopien, wo sie mit den negativen Auswirkungen des textilen Massenkonsums der "ersten Welt" konfrontiert wurde. Mit ihrem Label macht sie es anders: Sie schafft Transparenz für faire Produkte, informiert über die Produktionsbedingungen, legt großen Wert auf Sorgfalt und Langlebigkeit. Einen Eindruck ihrer Handwerkskunst vermittelt das KomKuK-Fenster, in dem eine Auswahl von Accessoires und Handtaschen zu sehen ist.

hesa.design
instagram.com/_hesa.design_

re:nature design © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

re:nature design

Hinter dem frisch gegründeten Architekturbüro re:nature design verbergen sich die Architekten Alexandru Dan und Marius Magnus Riepe. Als multidisziplinärer Architekt entwickelt Alexandru Dan dabei „positive Szenarien für den morgigen Tag“. Wie sieht eine nachhaltige Zukunft aus? Eine Antwort auf diese Frage zeigt das KomKuK-Fenster mit der Visualisierung einer mutigen städtebaulichen Vision nach dem Prinzip der 15-Minuten-Stadt: Das Projekt „Medien(hafen)Park“ verbindet den Medienhafen unter Einbeziehung der Bahntrasse auf einer neuen grünen Ebene mit dem Stadtteil Hamm.

renature.design
raumregie.com

Von November 2021 bis Januar 2022 zeigte Friedrich2468:

Von November 2021 bis Januar 2022 zeigte Friedrich2468:

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf

Aufgrund der Pandemie konnte an der HSD seit Frühjahr 2020 keine analoge Werkschau mehr stattfinden. Um zumindest einige Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Design einer breiteren Öffentlichkeit „in echt“ zugänglich zu machen, nutzen vier Absolventinnen bzw. Absolventen der HSD – Lilli Böse, Shannon Sinclair, Paul Andermann und Andreas Schubert – den ehemaligen Haupteingang des Stern-Verlags zur Präsentation studentischer Arbeiten. Unter dem Titel „Aus gegebenem Anlass“ wurde fünf Studierenden eine individuelle Fläche zur Verfügung gestellt. Die Ausstellenden der dritten Runde waren: Katja Qianyu Zhou, Charlotte Rathmann, Robert Sander, Andreas Schubert und Leonard Mann.

ausgegebenemanlass.de

Angelika Kauffmann © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Angelika Kauffmann

Ihr Label gründete die Düsseldorfer Modedesignerin Angelika Kauffmann bereits vor einigen Jahren, im Jahr 2020 eröffnete sie dann ihr eigenes Geschäft auf der Talstraße. Hier werden alle Kleidungsstücke individuell nach eigenen Designs gefertigt. Der komplette Design-Prozess vom Erstellen eines Schnitts über die Auswahl von Stoffen bis hin zur Verarbeitung passiert im eigenen Ateliergeschäft. "Jedes Teil bedeutet mir etwas und ist in der Entwurfs- und Produktionsphase mein persönliches Lieblingstück", sagt die Modedesignerin. Im herbstlich dekorierten KomKuK-Fenster zeigt Angelika Kauffmann ein Kleid aus ihrer Herbst/Winter-Kollektion in Kombination mit Haarreifen.

angelikakauffmann.com
instagram.com/angelika__kauffmann

Kunst 100 © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Kunst100

Kunst100 ist eine Online-Galerie aus Düsseldorf und Berlin, die junge Kunsttalente entdeckt und Kunst zum erschwinglichen Preis im Primärmarkt anbietet. Die klare Mission: Kunst100 will die elitäre und starre Branche aufbrechen, indem sie Künstlerinnen/Künstler und Kunstfans mit Hilfe digitaler Medien direkt zusammenzubringen. Neben Unikaten und limitierten Editionen stellt Kunst100 dafür auch die Kunstschaffenden dahinter über soziale Kanäle, Live-Shopping und tägliche Produkt-Drops vor, um die Kunst und ihre Köpfe sichtbar zu machen. Das KomKuK-Fenster hat Kunst100 zu einer knallrosa Galerie umfunktioniert, mit Exponaten sehr unterschiedlicher Stilrichtungen.

kunst100.com
instagram.com/kunst100

fragile. Porzellan handgemacht © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

fragile. Porzellan handgemacht / Annette Wibral Design

Die Designerin Annette Wibral kam erst spät in ihrem Werdegang zum "weißen Gold" Porzellan - mit ihrer Marke "fragile." zeigt sie, dass sich der Weg gelohnt hat. Das zarte Porzellan hat eine seidenweiche Oberfläche, fragile macht Porzellan zum Ansehen, Anfassen und Fühlen. Es sind künstlerische Objekte für den Alltag. Die hauchdünnen Unikate werden von Hand gegossen und poliert, das Design folgt dabei der Natur des Materials. Klar und doch weich, mit der Schönheit des Unperfekten. Im KomKuK-Fenster sind mehrere der fragilen Exponate zu sehen, kombiniert mit Bildern aus dem Entstehungsprozess. Wer diesen Entstehungsprozess selbst miterleben möchte, kann bei Annette Wibral einen Porzellanworkshop buchen.

fragile-design.com

CircleStances © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

CircleStances

Mit ihren bunten Tier-Prints bringen CircleStances Farbe und Wildlife in die nachhaltige Modeszene – aber das Konzept hinter den sportlichen Kleidungsstücken reicht deutlich weiter. "Circle" kommt vom Circle of Life und "Stances" von den Circumstances, also den Umständen, die das junge Unternehmen in der Modebranche verbessern möchte. Erklärtes Ziel: CircleStances will "green fashion" attraktiver machen und den relativen Anteil von fair produzierten Textilien aus Biobaumwolle im Gesamtmarkt erhöhen. Auf den Shirts sind dabei Tiere zu sehen, die in Stücke zerfallen – als Symbol für die Zerbrechlichkeit der Natur. Für jedes verkaufte Teil spendet das Startup einen Euro an eine Organisation, die den Lebensraum des darauf abgebildeten Tieres schützt. Im winterlich dekorierten KomKuK-Fenster war die Scottish Highlands-Kollektion zu sehen, die Spenden daraus fließen in den Ankauf von Flächen im schottischen Hochland, um hier ein Naturschutzgebiet zu sichern.

circlestances.de

Von September bis November 2021 zeigte Friedrich2468:

Von September bis November 2021 zeigte Friedrich2468:

„Follow the Lights“ © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

„Follow the Lights“

Nadine Nebel ist Szenografin, die sich interdisziplinär zwischen Kunst, Design und Architektur bewegt, Peter Thoma ist spezialisiert auf hybride Mediengestaltung. Gemeinsam erkunden sie als Thoma/Nebel in ihren Arbeiten die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Design. Dieses Spannungsfeld verstehen sie als einen reaktiven, interaktiven sowie kontemplativen Erfahrungsraum. Für Ihr Friedrich2468-Fenster entwickelten sie die Installation „Follow the Lights“, die es ermöglichte, spielerisch mit dem Schaufenster des ehemaligen Stern-Verlags zu interagieren. "Follow the Lights" war sowohl Gedächtnis-, als auch Schnelligkeitsspiel, es umfasste insgesamt 64 Level.

www.nadine-nebel.de

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Fachbereich Design der HSD – Hochschule Düsseldorf

Aufgrund der Pandemie konnte an der HSD seit Frühjahr 2020 keine analoge Werkschau mehr stattfinden. Um zumindest einige Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Design einer breiteren Öffentlichkeit „in echt“ zugänglich zu machen, nutzen vier Absolventinnen bzw. Absolventen der HSD – Lilli Böse, Shannon Sinclair, Paul Andermann und Andreas Schubert – den ehemaligen Haupteingang des Stern-Verlags zur Präsentation studentischer Arbeiten. Unter dem Titel „Aus gegebenem Anlass“ wird Studierenden hier eine individuelle Fläche zur Verfügung gestellt. Die Ausstellenden der zweiten Runde waren: Annemarie Telöken, Timo Matthies, Chiara Toteda, Dennis Fälber und Tim Graz.

ausgegebenemanlass.de

N147 Collective © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

N147 Collective

Yiqing Cai, Tereza Dušková und Beru Inoui arbeiten als selbstständige Künstlerinnen bzw. Designerinnen und firmieren gemeinsam als Kollektiv „N147“ (benannt nach dem Raum, in dem sie während ihres Studiums an der HSD zusammen studiert haben). Jede hat ihren eigenen Stil, der durch den jeweiligen persönlichen kulturellen Hintergrund (China, Tschechien und Japan) geprägt ist. Die individuelle kulturelle Inspiration ihrer Kreationen bringt dabei eine große Vielfalt in das Kollektiv. Hinzu kommen ihre unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen: Die drei Schmuck-Designerinnen sind unter anderem auch Landschaftsarchitektin, Töpferin, Goldschmiedin und Glasmacherin. Im Kollektiv lernen sie von- und miteinander, frei nach dem Motto „Be curious, dare to try something new and have fun!“. Im Friedrich2468-Fenster war eine Auswahl ihrer individuell / kollektiven Arbeiten zu sehen.

n147collective.com

Artitüde © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Artitüde

Unter dem Namen „The Pasty Brothers“ kollaborieren die beiden Düsseldorfer Street Art Künstler R.F.Art und Frank Brenner, alias Bädboy. Während R.F.ART seine Inspiration aus Musik, Comic und Filmen zieht und diese augenzwinkernd mit aktuellen Themen, von politisch bis privat, vermischt, stehen für Frank Brenner Style Writing und Typografie im Vordergrund. Gemeinsam nutzen sie ihre Kunst als Ausdrucksmittel, um das Leben im urbanen Kontext bunter zu gestalten. Ihre gemeinsame Kunst findet im öffentlichen Raum statt, ihre Paste-Up-Plakate sind in Düsseldorf mittlerweile allgegenwärtig. Ihr Friedrich2468-Fenster zeigte die großflächig geklebten Poster erstmals hinter Glas – zusammen mit den beiden Künstlern in Aktion.

artitue.de

Düsseldorfer Perlen, Markus Luigs (rechts im Bild) © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Markus Luigs / Düsseldorfer Perlen

Zwischen den Häusern Friedrichstraße 26 und 28 wurden früher Raritäten aus dem Antiquariat des Stern-Verlag ausgestellt, mit den Bildern von Markus Luigs wurde die Buchhandlung selbst zum Ausstellungsstück. Der Düsseldorfer Fotograf Markus Luigs hat das traditionsreiche Geschäft im Rahmen seiner Fotoreihe „Düsseldorfer Perlen“ kurz nach der Schließung des Stern-Verlags im Jahr 2016 fotografisch dokumentiert. Einige der Arbeiten wurden von Juli bis November im rechten Schaukasten gezeigt.

duesseldorferperlen.de

Alischa Kilburg © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Alischa Kilburg

Die studierte Mode- und Objektdesignerin Alischa Kilburg beschäftigt sich vorwiegend mit bereits (ab)genutzten Objekten und auch Abfallprodukten. Die Grundidee ihrer Entwürfe ist es, bereits vorhandene, aber quasi ungenutzte Produkte wieder sinnvoll zu nutzen. Mit Hilfe verschiedener Techniken entwickelt sie Gebrauchsgegenstände weiter, gibt ihnen eine neue Identität und bringt sie so zurück in den Kreislauf. Im Friedrich2468-Fenster wurden Produkte und Objekte aus den Bereichen Keramik und Glas, Textil und Schmuck gezeigt. Die Kulisse bestand aus Möbelteilen und Einrichtungsgegenständen aus dem Inventar des ehemaligen Stern-Verlags.

alischakilburg.com

Komödie Düsseldorf © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Komödie Düsseldorf

Für das Düsseldorfer Privattheater Komödie, das bereits seit über 50 Jahren Kulturarbeit ohne staatliche Subvention leistet, stehen die Themen Lachen und Fröhlichkeit im Mittelpunkt seiner Arbeit. Besonders in der jetzigen Zeit ist es aus Sicht der Theatermacherinnen und -macher von elementarer Bedeutung, wieder befreit Lachen zu können. Die Komödie versteht sich als Ort für alle Altersgruppen, an dem man im gemeinsamen Tun und Erleben Unterhaltung und Freude finden kann. Das Friedrich2468-Fenster lud zum Besuch der Komödie ein, es zeigte den aktuellen Spielplan und Impressionen aus verschiedenen Stücken der laufenden Spielzeit.

duesseldorf-komoedie.de

Von Juli bis September 2021 zeigte Friedrich2468:

Von Juli bis September 2021 zeigte Friedrich2468:

Marcus Kautz © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Marcus Kautz

Auf Vermittlung von Labor Fou, einem experimentellen Format, dass die Designagentur milkmonkey betreibt, hat der multidisziplinäre Designer Marcus Kautz einen „Raum für Resonanz“ erstellt. Dieser Raum erstreckt sich vom Schaufenster über eine Soundinstallation bis hin zu einer temporären Sitzgelegenheit, die zum Verweilen vor den Fenstern einlädt. Der „Raum für Resonanz“ ist Teil der Bachelorarbeit von Marcus Kautz im Fachbereich Design / Retail Design an der Hochschule Düsseldorf (Prüfer Prof. Dr. phil. Rainer Zimmermann und Alain Yimbou M.A.).
labor-fou.com
marcus-kautz.de

aerosoap © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

aerosoap

Die beiden Kommunikationsdesigner Thomas Wirtz und Frédéric Wiegand wurden mit ihrem interdisziplinären Kreativlabor aerosoap im Jahr 2020 als „Kreativpiloten“ der Bundesregierung ausgezeichnet. Unter dem Motto „we let material speak“ realisiert aerosoap Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Design und Naturwissenschaft. In ihrem Friedrich2468-Fenster winken leuchtende Hände als kinetische Installation Betrachter heran, senden ihnen einen Gruß oder heißen sie einfach auf der Einkaufsmeile Friedrichstraße willkommen.
aerosoap.com

Markus Wilkens © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Markus Wilkens

Der Gestalter Markus Wilkens präsentiert eine Auswahl von Modellen für Möbelstücke, die er im kleinen Format entworfen und im großen Maßstab, meist aus Metall,  gebaut hat. Die Ausstellung macht den kreativen Prozess von der ersten Idee für ein Objekt bis hin zur Fertigstellung von Möbeln wie Tischen, Stühlen oder Sitzbänken für den öffentlichen Raum nachvollziehbar.
markuswilkens.de

ULTRA TRASH © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

ULTRA TRASH

Aus seiner Leidenschaft für Filme der Genres Horror, Trash und Grusel der 1960er bis 1980er Jahre hat der Designer Florian Baier sein Label ULTRA TRASH entwickelt. Inspiriert von der speziellen Filmkultur seiner Lieblingsgenres und der Ästhetik alter Kinos, zeigen seine T-Shirts und Poster bildgewaltige Referenzen zu Filmen, die es nicht gibt. Ergänzt durch Filmrequisiten und Kinoelemente lädt das KomKuK-Fenster von ULTRA TRASH zu einem ganz besonderen Kinoerlebnis ein, bei dem der Film nur im Kopf des Betrachters zu sehen ist.
ultra-trash.com
instagram.com/ultratrash