Investorenauswahlverfahren - Bestellung eines Erbbaurechtes an den Grundstücken Radeberger Straße – Solarsiedlung – öffentlich geförderte und preisgünstige Wohnungen für Familien und ältere Menschen

Investorenauswahlverfahren - Bestellung eines Erbbaurechtes an den Grundstücken Radeberger Straße – Solarsiedlung – öffentlich geförderte und preisgünstige Wohnungen für Familien und ältere Menschen

Die Landeshauptstadt Düsseldorf plant die Bestellung eines Erbbaurechtes – vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gemeindeorgane – der im Lageplan gekennzeichneten Grundstücksflächen zur Realisierung eines Wohnbauvorhabens.

Im Vorfeld werden mittels des nachfolgend beschriebenen Verfahrens Investorinnen und Investoren ermittelt, die unter Berücksichtigung der nachfolgenden Bedingungen mit Ihrem Konzept überzeugen.

Der Schwerpunkt der Bebauung / zukünftigen Nutzung soll unter Berücksichtigung des generationsübergreifenden Wohnens dabei auf der Nutzergruppe Familien und ökologischer Konzepte liegen. Der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen – ausgehend von der Gesamtwohnfläche – mit 50 % festgelegt, wovon jedoch mindestens 10 % Seniorenwohnen vorzusehen ist. 25 % der Gesamtwohnfläche sind zudem im preisgedämpften Segment gemäß den aktuellen Regelungen des Handlungskonzepts Wohnungsmarkt ZUKUNFT WOHNEN.DÜSSELDORF der Landeshauptstadt Düsseldorf zu errichten.

Gemarkung Flur Flurstücke Fläche
Gerresheim 20 545
493
ca. 20.700 m2
1.252 m2

Verfahrensbeschreibung | PDF-Datei 257 KB

Kurzbeschreibung
Objektbeschreibung Das Erbbaurechtsgrundstück befindet sich im östlichen Teil der Landeshauptstadt Düsseldorf im Stadtbezirk 7 sowie der Gemarkung Gerresheim. Neben dem guten ÖPNV-Angebot (Buslinien, S-Bahnhof D´Dorf Gerresheim) sowie der guten Verkehrsanbindung an das überregionale Verkehrsnetz (A 46) sind die sozialen Infrastruktureinrichtungen (Kindertagesstätten, Schulen) gut erreichbar. Geschäfte des täglichen Bedarfes erreichen Sie fußläufig. Neben den im Baugebiet befindlichen ausgedehnten Grünflächen, laden auch die innerhalb weniger Minuten erreichbaren Naturschutz-, Erholungs- und Freizeitgebiete (Stadtwald Düsseldorf, Unterbacher See) zu Freizeitaktivitäten ein.

Auf dem Erbbaurechtsgrundstück ist 50 % öffentlich geförderter Wohnraum, davon mindestens 10 % Seniorenwohnen, und zusätzlich 25 % preisgedämpfter sowie auch ansonsten möglichst preiswerter Wohnraum für Familien, d.h. insbesondere größere Wohnungen zu errichten. Innovative Wohnkonzepte sind ausdrücklich erwünscht. Maßgebend für die Berechnung der prozentualen Anteile ist die Wohnfläche nicht die Anzahl der Wohnungen.

Daneben liegt ein Schwerpunkt des Projektes in der Realisierung von nachhaltigem Bauen. In der Begründung des Bebauungsplans wird diesbezüglich von einer Solarsiedlung in ökologischer Bauweise gesprochen. Ein mögliches Vorzeigeprojekt wird sehr begrüßt.

Auch der Gesichtspunkt Hochwasser bzw. Starkregenvorsorge muss bei diesem Gebiet besonders betrachtet werden. Eine explizite wasserwirtschaftliche Begleitplanung im laufenden Verfahren ist angedacht, so dass gewährleistet ist, dass die Thematik im Hinblick auf die geplante Bebauung optimal abgebildet wird.
Abgabefrist für die Konzeptbewerbung Die Unterlagen / das Angebot für die Teilnahme am Verfahren müssen auf der Cloud

bis zum 13.12.2022, 12.00 Uhr

hochgeladen sein.

Die Zugangsdaten können bei Frau Hachenberg per E-Mail angefordert werden.

Nach Ablauf dieser Frist eingehende Angebote sowie mündliche oder unvollständige Angebote und Angebote per E-Mail oder Fax werden nicht berücksichtigt.

Sofern die Landeshauptstadt Düsseldorf von der Option Gebrauch macht, eine zweite Bearbeitungsstufe durchzuführen, wird für die Einreichung der Unterlagen die weitere Abgabefrist im Verfahren bekannt gegeben.
Erbbauzins Unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen wird auf der Basis der maximal möglichen Baumasse von ca. 15.950 Wohnfläche von einem jährlichen Richterbbauzins von

rund 435.000,00 €

ausgegangen.

Die Berechnung orientiert sich an dem Bodenwert von 1240,00 €/m²WF x 2,2 % Hierbei wird unterstellt, dass 50 % öffentlich geförderte Wohnungen, 25 % mietpreisgedämpfte Wohnungen und 25 % preiswerte Wohnungen, die sich von der Miethöhe an den öffentlich geförderten Wohnungen bzw. mietpreisgedämpften Wohnungen orientieren, realisiert und im Bestand gehalten werden. Berücksichtigt wird zudem das schwierige Baurecht, die großen Freiflächen, die umfangreichen GFL-Rechte, die örtlichen Gegebenheiten (z.B. das starke Geländegefälle) und die hohen Vorgaben in Bezug auf die Qualität des Projektes (qualitätvolle nachhaltige Architektur, hoher Energiestandard, hochwertige Materialien).

Geringere Gebote sind ausdrücklich nicht ausgeschlossen und werden berücksichtigt, sofern diese nachvollziehbar begründet sind, beispielsweise durch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Angesichts der aktuellen Marktlage stellt die Stadt Düsseldorf darüber hinaus Verhandlungen über eine Anlaufphase in Aussicht. Denkbar wären gestaffelte Erbbauzinsraten bis zum Erreichen des eigentlich vereinbarten Erbbauzinses. In diesem Fall wird für die Vergleichbarkeit der Gebote der gestaffelt gebotene Erbbauzins auf die Gesamtlaufzeit kapitalisiert.

Dem schuldrechtlich zu zahlenden Erbbauzins wird gegenüber im Grundbuch ein dinglicher Erbbauzins in Höhe von 4 % des Bodenwertes auf der Grundlage freifinanzierter Wohnungen gesichert.

Die Höhe des Erbbauzinses ist abhängig von der künftigen Nutzung. Die Stadt erwartet insofern ausdrücklich ein Angebot des Bieters zur Höhe des Erbbauzinses auf der Basis der vom Bieter geplanten Nutzung.

Das Angebot ist vom Bewerber für die jeweilige Nutzung in EURO/ BGF bzw. EURO/ WF anzugeben. Um eine Vergleichbarkeit zu erreichen, ist das Verhältnis Wohnfläche/ BGF mit dem Faktor 0,75 umzurechnen.

Die BGF ermittelt sich gemäß DIN 277 (Ausgabe Januar 2016) und die WF gemäß Wohnflächenverordnung (WoFlV).

Bei der Ermittlung der BGF bleiben Untergeschosse und Technikräume unberücksichtigt. Die gewerblich genutzten Räume in den Untergeschossen (außer Lager- und Archivräume) und in den Dach- und Staffelgeschossen sind einschließlich ihrer Konstruktions- und Verkehrsflächen mit anzurechnen.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf behält sich vor, das Verfahren für das Erbbaugrundstück aufzuheben, wenn kein angemessenes Erbzinsangebot eingereicht wird.

Stadtplanausschnitt Gerresheim - Radeberger Straße

Kontakt

  • Frau Hachenberg
    Tel. +49 211  89-92385

    E-Mail
  • Herr Ehring
    Tel. +49 211  89-92365

1. Aktivitäten von Maklerinnen/Makler sind nicht erwünscht!

2. Eine Belastung des Grundbuches vor Eintragung des Erbbaurechtes ist nicht möglich.

3. Kosten für die Erstellung der Angebote werden von Seiten der Landeshauptstadt Düsseldorf nicht erstattet.

4. Alle tatsächlichen und rechtlichen Angaben sind mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt worden. Gleichwohl kann für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr übernommen werden. Dies schließt auch die zur Verfügung gestellten Pläne ein. Änderungen bleiben vorbehalten. Die genannten Daten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

5. Diese Angaben stellen kein rechtsgeschäftliches Angebot der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Bestellung eines Erbbaurechtes dar. Insbesondere ergibt sich hieraus keine Verpflichtung der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Bestellung eines Erbbaurechtes an dem Grundstück. Interessentinnen/Interessenten können daher aus der Teilnahme am Verfahren keine Verpflichtungen der Landeshauptstadt Düsseldorf herleiten und insofern auch keine Ansprüche gegen die Landeshauptstadt Düsseldorf geltend machen.

6. Die Landeshauptstadt Düsseldorf behält sich vor, das Verfahren jederzeit - aus welchen Gründen auch immer - abzubrechen oder ganz aufzuheben. Eine Erstattung von Aufwendungen findet nicht statt. Die Unterlagen werden nicht zurückgesendet.

7. Während des Zeitraums der Veröffentlichung bis zum Zeitpunkt der Abgabe der Unterlagen zur Abgabefrist kann nicht ausgeschlossen werden, dass Ergänzungen, Hinweise oder Änderungen hierzu vorgenommen werden. Diese werden dann hier auf dieser Seite ersichtlich sein. Bitte sehen Sie daher für den Zeitraum der Veröffentlichung in regelmäßigen Zeitabständen die hier veröffentlichen Unterlagen ein oder nehmen Sie Kontakt zu den genannten Ansprechpartnern auf.

8. Im Verfahren werden nur Angebote berücksichtigt, die vollständig, bedingungs- und vorbehaltsfrei innerhalb der Abgabefrist eingereicht werden.

Vollständigkeit
Das Angebot des Bieters muss vollständig sein, dass heißt es muss die geforderten einzureichenden Unterlagen beinhalten.

Bedingungsfrei
Das Angebot des Bieters darf an keine weiteren Voraussetzungen geknüpft sein, die nicht Bestandteil der Verfahrensbeschreibung sind.

Vorbehaltsfreit
Das Angebot des Bieters darf keine Einschränkungen beinhalten.

Formblatt
Das Formblatt ist vollständig auszufüllen und vom Bieter zu unterzeichnen. Wird das Formblatt nicht vollständig ausgefüllt (soweit für das Projekt möglich) und vom Bieter nicht unterschrieben, gilt das Angebot als nicht abgegeben.


Die Stadt behält sich vor, weitere Unterlagen oder Angaben nachzufordern.

9. Die Stadt Düsseldorf wird mit der Auswertung der eingereichten Bewerbungen gegebenenfalls ein privates Unternehmen betrauen.