Unsere europäischen Netzwerke

Die Landeshauptstadt ist Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Netzwerken. Im Vordergrund steht hier der Nachrichten-und Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen und Städten, um über kommunale, politische, wirtschaftliche und internationale Veränderungen und Entwicklungen informiert zu sein.

RGRE

Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) ist eine europaweite Organisation der kommunalen und regionalen Gebietskörperschaften. Im RGRE sind 57 nationale Kommunalverbände aus 41 europäischen Ländern (Sektionen) zusammengeschlossen. Die deutsche Sektion des RGRE ist ein Zusammenschluss von rund 800 europa-engagierten deutschen Städten, Gemeinden und Landkreisen. Sie ist in den Gremien des europäischen Rates der Gemeinden und Regionen Europas mit Sitz und Stimme vertreten. Die kommunalen Spitzenverbände auf Bundesebene (Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund) sind ebenfalls Mitglieder der Deutschen Sektion des RGRE.

Die Arbeit des RGRE erstreckt sich auf unterschiedliche Gebiete: dazu gehören beispielsweise Regionalpolitik, Daseinsvorsorge, Klima, Gleichstellung, Partnerschaftsarbeit und Integration. Ziel der Ausschüsse und Arbeitsgruppen des RGRE ist es, Einfluss auf die Gesetzesentwürfe der Europäischen Union zu nehmen, um zu gewährleisten, dass die Interessen und Belange der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften von Beginn an im EU-Gesetzgebungsprozesses berücksichtigt werden.
Die Arbeit des RGRE findet u.a. in drei thematischen Ausschüssen statt. Hier arbeiten Düsseldorfer KommunalpolitikerInnen mit:

Deutsch- Französischer Ausschuss:
•    Jörk Cardeneo (Bündnis 90/Die Grünen)
•    Monika Lehmhaus (FDP)

Deutsch- Polnischer Ausschuss:
•    Frank Spielmann (SPD)
•    Klaus Mauersberger (CDU)

Ausschuss für kommunale Entwicklungszusammenarbeit:
•    Matthias Herz (SPD)
•    Dirk Peter Sültenfuß (CDU)

EUROCITIES

Das 1986 gegründete Städtenetzwerk EUROCITIES ist eines der wichtigsten Städtenetzwerke auf europäischer Ebene. Ihm gehören gegenwärtig 134 Städte aus über 30 Ländern an. Somit sind 75% aller europäischen Großstädte über EUROCITIES miteinander vereint. Auslöser für die Gründung war ein EU-Projekt zur Förderung des kommunalen Erfahrungsaustausches, an dem sechs europäische Großstädte beteiligt waren. Heute ist das Ziel von EUROCITIES, Europas Großstädte miteinander zu verbinden, eine Plattform zur Diskussion europapolitischer Themen bereit zu stellen und die Interessen der Städte gegenüber der Europäischen Union zu vertreten.

Kommunen müssen ihre Interessen gegenüber Ländern, Bund und Europa geltend machen. Gerade in Hinblick auf Brüssel ist die gezielte Interessenvertretung von großer Bedeutung, da europäische Städte nur im Zusammenschluss genügend Einfluss auf die Entscheidungsprozess der Europäischen Union nehmen können. Das Städtenetzwerk EUROCITIES bietet die Möglichkeit, die Interessen der Städte zu aggregieren und sie an die Institution der Europäischen Union weiterzuleiten. Darüber hinaus organisiert  EUROCITIES transnationale Treffen, Seminare und Konferenzen, die die Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Stadtverwaltungen erleichtert und damit auch den Zugang zur EU-Projekt-Förderlandschaft.