Metropolen-Repräsentanten trafen sich zu globaler Lernwerkstatt in Düsseldorf

Datum: 2. September 2019 | Ort: Düsseldorf

Stadtspitzen aus 28 Staaten unterzeichneten bei "Living Together"-Konferenz "Düsseldorf Declaration"

Welches Rezept hat eine Schule, in der Kinder, die vorher oft krank und unruhig waren, nun gesund und in guter Verfassung lernen? Wie gestaltet man eine Nachbarschaft, die aus einem trostlosen Platz einen lebendigen, fröhlichen Ort macht? Wie können die Menschen friedlich und nachhaltig zusammenleben, wenn die Bevölkerungsdichte achtmal so hoch ist wie etwa in Düsseldorf?

38 Stadtrepräsentantinnen und -repräsentanten aus 28 Ländern haben sich beim "Second Summit on Living Together", zu dem Oberbürgermeister Thomas Geisel nach Düsseldorf geladen hatte, über Antworten auf die Herausforderungen ausgetauscht, die ihre mehr als 60 Millionen Bewohner bewegen. Zum Abschluss der dreitägigen internationalen Konferenz berichteten sie auf einer Pressekonferenz am Sonntag über die Ergebnisse. "Diese Konferenz hat deutlich gezeigt, dass wir an vielen Stellen vor den gleichen Probleme stehen und eine Menge voneinander lernen können - egal, ob wir aus asiatischen, afrikanischen oder westlichen Metropolen kommen", sagte OB Geisel.

"Living Together ist eine ständige Diskussion über Toleranz, Partnerschaft und Inklusion - der ganze Tag war reich an Gedanken über Grundwerte, die als Grundlage der täglichen Arbeit eines jeden Bürgermeisters in jedem Teil der Welt dienen. Heutzutage müssen wir diese Werte teilen, insbesondere wenn viele populistische Politiker die Mahnungen des Zweiten Weltkriegs vergessen - die größte Tragödie, die sich in Europa vor genau 80 Jahren ereignete", ergänzte der Stellvertretende Oberbürgermeister von Warschau, Michał Olszewski.

Am zweiten Tag unterzeichneten die Delegierten in der Tonhalle feierlich die "Düsseldorf Declaration", mit der sie sich zu einem kontinuierlichen Austausch von Modellen für ein besseres Zusammenleben, mehr Integration und Partizipation bekannten - und lobten zugleich den "großen Erfolg" der Konferenz ebenso wie Gastgeber Thomas Geisel.

Viele Projekte zu diesen Themen hatten sie zuvor in den internen Meetings und Workshops im Lindner Congress Hotel in einer Art Lernwerkstatt vorgestellt - zum Beispiel Henriette Vamberg, Partnerin und Managing Director des renommierten dänischen Architekturbüros Gehl Architects: "Planen Sie nicht zuerst die Gebäude, planen Sie die Plätze", appellierte sie in ihrem Vortrag und präsentierte Konzepte für Orte, die als Treffpunkte inmitten der Städte genutzt werden können. Oberbürgermeister Thomas Geisel betonte: "Ich finde es wichtig, dass in allen Stadtteilen bezahlbare Wohnungen vorhanden sind. Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. Ich fühle mich einfach wohler in einem Stadtteil, wo es auch noch Wohnungen gibt, die sich auch eine Polizistin und ein Erzieher noch leisten können."

Mit neuen Konzepten sollen die Städte nicht nur lebenswerter, sondern auch sicherer werden: "Der zweite Gipfel nach Montreal in 2015 war sehr wertvoll für uns", lobte Armand Béouindé, Oberbürgermeister von Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. "Menschen fliehen hier vor Gewalttätigem in die Städte. Das ist eine große Herausforderung. Auf dem Gipfel haben wir viel über Inklusion und Zusammenleben lernen können."

"Ich freue mich, dass diese Konferenz ein so positives Echo ausgelöst hat, die Delegierten kehren mit vielen guten Ideen in ihre Städte zurück. Das Netzwerk wird weiter wachsen und den Austausch intensivieren. Wir haben bereits mehrere interessierte Mitgliedsstädte, die das dritte Gipfeltreffen ausrichten wollen", sagte Magda Popeanu, Vize-Vorsitzende des Stadtrates des kanadischen Montréals, zuständig für Kultur und Diversität, stellvertretend für das Living Together Observatory. Zum Auftakt des Düsseldorfer Gipfeltreffens hatte OB Thomas Geisel die Delegierten im Rathaus empfangen und zu einer Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus eingeladen, nachdem sie sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatten.

Die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind eingeladen, sich über die Projekte und Anstöße der Konferenz zu informieren. Eine interaktive Ausstellung mit Videos und Skizzen unter dem Motto "Heute Stadt von Morgen denken" dokumentiert die Diskussionen der auf der Living-Together-Konferenz vom Vortag. Besucherinnen und Besucher können dabei auch ihre Anregungen und Wünsche für die Zukunftsfragen einer Großstadt formulieren. Die Ausstellung ist vom 1. bis 7. September im NRW-Forum und vom 9. bis 15. September im Café Europa, Marktplatz 6b, zu sehen.

Hintergrund:
Die erste Living Together-Konferenz fand 2015 in der kanadischen Hauptstadt Montréal statt. Dort fanden sich Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister aus aller Welt ein, um Herausforderungen einer sich stetig verändernden Gesellschaft zu diskutieren. Sie gründeten das "International Observatory of Mayors on Living Together", ein internationales Netzwerk von Städten, das bewährte Verfahren dokumentiert, um durch diese beispielhaften Projekte dazu beizutragen, die Lebensqualität insgesamt in den Städten weltweit zu verbessern. Bereits bei der ersten Living Together-Konferenz unterzeichneten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Erklärung - die "Montréal Declaration" - zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens in den Städten. Düsseldorf ist seit 2016 Mitglied im Observatory und veranstaltet in diesem Jahr die zweite Internationale "Living Together"-Konferenz zum Thema "Zusammenleben in der Großstadt".

Prominente Unterstützer finden sich in den Reihen der Sponsoren und Partnerorganisationen. Der Flughafen Düsseldorf sowie die Messe Düsseldorf sind Hauptsponsoren der Konferenz und stellten den Delegationen ihren Beitrag zur Internationalität der Stadt vor. Zudem sind das Auswärtige Amt, das Strong Cities Netzwerk, Mayors for Peace, EUROCITIES und die UNESCO International Coalition for Inclusive and Sustainable Cities als ideelle Partner ebenso mit dabei wie Düsseldorf Marketing und die Wirtschaftswoche als Medienpartner. Auch das von der OECD geführte Oberbürgermeister-Netzwerk "OECD Champion Mayors Initiative" ist Partner der Konferenz.

Weitere Informationen und Fotos zur Veranstaltung finden Sie auch in unserem Medienportal unter: auf www.duesseldorf.de/nc/medienportal.html. Ein Video zu diesem Thema finden Sie im Laufe des Tages auf YouTube unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

Living Together Konferenz in Düsseldorf – wer kommt?

Datum: 2. Juli 2019 | Ort: Düsseldorf

Delegationen aus 19 Ländern haben sich bereit erklärt, an der bevorstehenden Konferenz zum Zusammenleben in Großstädten teilzunehmen.  

Derzeit erwarten wir 42 Gäste und Delegationen aus Europa, Asien, Amerika und Afrika, die an der kommenden Living Together Konferenz in Düsseldorf teilnehmen werden. Bislang haben sich 25 Bürgermeister und Vizebürgermeister aus 17 Ländern - darunter Kanada, die Niederlande, Belgien, die Schweiz, Frankreich, Italien, Großbritannien, Bosnien und Herzegowina, Benin, Bangladesch, Marokko, Tunesien, Libanon und Burkina Faso - zur Teilnahme am Gipfel angekündigt.   Partner und Teilnehmer aus aller Welt diskutieren gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Geisel und Experten der Düsseldorfer Verwaltung über aktuelle Themen, mit denen sich Kommunen heutzutage beschäftigen. Ziel ist es, Best Practices auszutauschen und eine Vision für die Stadt der Zukunft zu entwickeln.

Partner und Teilnehmer aus aller Welt diskutieren gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Geisel und Experten der Düsseldorfer Verwaltung über aktuelle Themen, mit denen sich Kommunen heutzutage beschäftigen. Ziel ist es, Best Practices auszutauschen und eine Vision für die Stadt der Zukunft zu entwickeln.

Internationaler Tag des friedlichen Zusammenlebens am 16. Mai

Datum: 16. Mai 2019 | Ort: Paris

Vertreterinnen der Stadt Düsseldorf bei der UNESCO in Paris

Die Vereinten Nationen stellen mit "Welttagen" wie dem Internationalen Frauentag oder dem Weltgesundheitstag spezielle Themen in den öffentlichen Fokus. So auch am 16. Mai, an dem nun zum zweiten Mal der Internationale Tag des friedlichen Zusammenlebens begangen wird. Dieser wurde von der UN Generalversammlung Ende 2017 ins Leben gerufen. Die UNESCO betreut die Aktionen rund um den Internationalen Tag des friedlichen Zusammenlebens und veranstaltet in Paris einen Runden Tisch, an dem auch Düsseldorf vertreten sein wird.

Die Diversity-Beauftragte der Landeshauptstadt Düsseldorf, Jana Hansjürgen, wird sich mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Städte wie Montréal und Straßburg darüber austauschen, wie in pluralistischen Stadtgesellschaften für die Menschen verschiedener religiöser, kultureller und sexueller Zugehörigkeiten in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen ein friedliches Zusammenleben gewährleistet werden kann und muss.

Beim Runden Tisch in Paris wird für die Teilnahme an der Internationalen Oberbürgermeisterkonferenz zum Zusammenleben (International Mayors Conference on Living Together), die vom 30. August bis 1. September 2019 in Düsseldorf stattfinden wird, geworben. Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister und andere hochrangige städtische Vertreter aus allen Teilen der Welt werden in der Landeshauptstadt erwartet. Auf der Konferenz werden sich die Stadtspitzen zu den Fragen des Zusammenlebens in ihren Städten austauschen.

"Internationalität und Vielfalt prägen die Stadt Düsseldorf: Menschen aus allen Teilen der Welt, unterschiedlicher Glaubensrichtungen und ethnischer Zugehörigkeiten, verschiedener sexueller Orientierung sind hier zuhause", sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. "Toleranz, Respekt, Meinungsfreiheit und Solidarität sind keine Lippenbekenntnisse. Während der Flüchtlingskrise, der die Bürgerinnen und Bürger Düsseldorfs mit einer offenen Willkommenskultur begegneten, wurde dies besonders sichtbar."

Die Stadt Düsseldorf engagiert sich seit vielen Jahren stark im Bereich des friedlichen Zusammenlebens. Düsseldorf pflegt enge Beziehungen mit seinen Partnerstädten und ist aktiver Teilnehmer in einer Vielzahl von Netzwerken, die die Vernetzung der Städte und den damit einhergehenden Austausch von Best Practices zum Ziel haben. So ist Düsseldorf seit 2015 im internationalen Netzwerk „Living Together / Vivre Ensemble“ vertreten, welchem mittlerweile 48 Städte angehören. Ziel des Netzwerkes ist der regelmäßige fachliche Austausch zwischen den Städten zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im kommunalen Bereich. Der Austausch erfolgt sowohl über die Webseite des Observatory, die mit Best Practice- Beispielen aus den Städten angereichert ist, als auch im persönlichen Austausch zwischen den Vertretern und den Verwaltungen der Mitgliedsstädte. Ebenfalls wird bürgerschaftliches Engagement in der Stadt großgeschrieben, ohne das ein friedliches Zusammenleben kaum gewährleistet werden kann.

Beim Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März und den für den 28. Mai geplanten Diversity-Tag – beide unter der Federführung der städtischen Diversity-Beauftragten Jana Hansjürgen – wurden bzw. werden in Düsseldorf Aktionen durchgeführt, die die Öffentlichkeit für die Themen Vielfalt und friedliches Miteinander sensibilisieren.

  • Videobotschaft Videobotschaft von Bürgermeister Geisel zum Internationalen Tag des Zusammenlebens im Frieden am 16. Mai in Paris.

Living Together Konferenz in Düsseldorf

Datum: 30.08. bis 01.09. 2019 | Ort: Rathaus Düseldorf & Lindner Congress Hotel

Die zweite internationale Bürgermeisterkonferenz des „International Observatory of Mayors on Living Together“ findet in Düsseldorf statt und bietet den Teilnehmern die Gelegenheit sich über bewährte Verfahren der Kommunalverwaltung in Großstädten auszutauschen.

Nach dem Erfolg der ersten Konferenz des Living Together Council in Montréal 2015 findet der zweite Gipfel in Düsseldorf statt. Eingeladen sind Bürgermeister verschiedenster Städte, die die einmalige Gelegenheit erhalten, über sozial geprägte Themen und aktuelle Herausforderungen zu sprechen und gemeinsam Gegenmaßnahmen zu diskutieren.

International Representatives visiting Düsseldorf

Datum: 29. Januar 2019 | Uhrzeit: 19:00 - 20:30 Uhr | Ort: Rathaus Düsseldorf

Neujahrsempfang 2019

Über 50 internationale Vertreterinnen und Vertreter des Konsularischen Korps kamen am Dienstag, 29. Januar, zum 20. Neujahrsempfang ins Rathaus. Traditionell empfing Oberbürgermeister Thomas Geisel sie zu Beginn des neuen Jahres im Jan-Wellem-Saal. Der Oberbürgermeister blickte auf Ereignisse des vergangenen Jahres zurück, die Düsseldorf als internationale Stadt bewegten und gab auch einen Ausblick auf das kommende Jahr: Im Sommer 2019 wird Düsseldorf Gastgeber des "International Observatory of Mayors on Living Together" sein. Bürgermeister aus Städten aller Welt kommen dann zusammen und tauschen sich aus.

Oberbürgermeister Geisel sagte: "Mit diesem Netzwerk zeigen wir, dass es nicht nur eine staatliche Aufgabe ist, das friedliche Zusammenleben der Menschen zu organisieren, sondern sich an dieser Aufgabe auch die Städte in dieser Welt beteiligen."

Internationaler Zusammenhalt durch Städtepartnerschaften

Das Jahr 2018 war aus internationaler Sicht von zahlreichen Begegnungen mit den Düsseldorfer Partnerstädten wie bspw. das 30-jährige Jubiläum mit den Städtepartnern Chemnitz, Haifa und Reading. Düsseldorf unterhält derzeit acht Partnerschaften mit Städten und Regionen und versucht so, den internationalen Zusammenhalt zu fördern. Viele Menschen von beiden Seiten tragen durch die Teilnahme an Sport, Kultur und vielen weiteren Veranstaltungen dazu bei, die Beziehungen lebendig zu halten. "Die Städtepartnerschaften sind eine echte, grenzüberschreitende, verbindende Bürgerbewegung", betonte Geisel. Im Herbst 2019 wird mit dem "Warschauer Wochenende" das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Warschau gefeiert. Oberbürgermeister Geisel wird in diesem Jahr auch an den traditionellen "Düsseldorf-Tagen" in Moskau teilnehmen.

Hintergrund: Internationales Düsseldorf

In der Landeshauptstadt Düsseldorf leben mehr als 148.000 ausländische Menschen. Die ausländische Bevölkerung kommt aus über 170 Staaten. Die meisten, rund 12.600 Menschen, stammen aus der Türkei, gefolgt von Griechenland (rund 10.300) und Polen (rund 9.200). Asien spielt in Düsseldorf bereits seit mehreren Generationen eine besondere Rolle: Die Stadt zählt rund 6.000 Einwohner aus Japan und mehr als 4.600 aus der Volksrepublik China (Stand 30. November 2018). Mit rund 450 japanischen Unternehmen in der Region und rund 250 in Düsseldorf ist die Landeshauptstadt die wichtigste Schaltzentrale Japans auf dem europäischen Kontinent.