Netzwerkarbeit des Büros für Internationale & Europäische Angelegenheiten

Düsseldorf ist aktives Mitglied in einer Reihe von internationalen Netzwerken, die im folgenden vorgestellt werden (alphabetische Reihenfolge).

City Directors of International Affairs Network

City Directors of International Affairs Network

Das Netzwerk der City Directors of International Affairs (CDIA) ist ein Peer-Netzwerk von Verwaltungsfachleuten aus Städten in ganz Europa und Nordamerika, die sich dafür einsetzen, den Austausch auf Arbeitsebene zu praktischen Themen internationaler Zusammenarbeit zu fördern und damit transatlantische Beziehungen zu stärken und liberale demokratische Werte voranzubringen. Das Netzwerk, welches aus einer Initiative des German Marshall Funds entstanden ist, kommt in regelmäßigen Abständen online zusammen.

Covenant of Mayors

Covenant of Mayors

Der Konvent der Bürgermeister wurde 2008 in Europa mit der Zielsetzung gegründet, lokale Gebietskörperschaften, die sich freiwillig dazu verpflichten, die Klima- und Energieziele der EU zu erreichen oder gar zu übertreffen, zusammenzubringen. Es war die erste Initiative, die sich nach dem Bottom-up-Prinzip mit Energie und Klima beschäftigte.  Inzwischen gehören mehr als 7.000 Kommunal- und Regionalverwaltungen in 57 Ländern der Initiative an. Der Globale Konvent der Bürgermeister profitiert von den Erfahrungen, die in den vergangenen acht Jahren in Europa und darüber hinaus gemacht wurden und baut auf den wichtigsten Erfolgsfaktoren der Initiative auf: die Bottom-up-Governance, das mehrstufige Kooperationsmodell und der kontextbasierte Aktionsrahmen. Die Federführung in der Stadt Düsseldorf liegt beim Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz.

EUROPCITIES

EUROCITIES

Das 1986 gegründete Städtenetzwerk EUROCITIES ist eines der wichtigsten Städtenetzwerke auf europäischer Ebene. Mehr als 200 Städten aus 38 Ländern, die rund 130 Millionen Menschen vertreten, sind Mitglieder bei EUROCITIES. Durch gemeinsame Arbeit, Wissensaustausch und koordinierte europaweite Aktivitäten sorgt EUROCITIES dafür, dass die Städte und ihre Menschen in Europa gehört werden. Die inhaltliche Arbeit des Netzwerks findet in sechs thematischen Foren statt (Kultur, Umwelt, Wirtschaft, Wissensgesellschaft, Mobilität und Soziales). Jedem dieser Foren sind diverse Arbeitsgruppen zugeordnet, die die übergeordneten Themen weiter vertiefen.

Das Büro für Internationale und Europäische Angelegenheiten koordiniert die Mitarbeit der Landeshauptstadt, leitet Informationen an die Fachämter weiter und sorgt dafür, dass die Interessen der Landeshauptstadt auf die europäischer Ebene transportiert werden.

European Coalition of Cities Agains Racism (ECCAR)

European Coalition of Cities Agains Racism (ECCAR)

Bei den öffentlichen Gesamtkonferenzen und bei den internen Treffen von ECCAR tauschen sich die Mitglieder gemeinsam mit Gästen und Partnern aus europäischen Institutionen und Organisationen über die vielfältigen Aspekte von Rassismus und Diskriminierung und über mögliche Antworten darauf aus und reflektieren diese. Diese Zusammenarbeit zwischen Kommunen und mit zivilgesellschaftlichen Akteuren umfasst bewährte Praktiken gegen Rassismus im Bildungs-, Arbeitsmarkt-, Wohnungs- und Gesundheitssektor, spezifische Herausforderungen bei der Bekämpfung der Diskriminierung, den Anstieg des Rechtsextremismus in Europa, die Nutzung von Geschichte und Erinnerung für eine antirassistische Erziehung, die Entwicklung eines lokalen Aktionsplans u.v.m.
Darüber hinaus bietet ECCAR über seine Forschungsarbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Partnern forschungsbasierte Instrumente zur Unterstützung der Städte bei der Planung und Umsetzung ihrer Maßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung. Düsseldorf ist seit November 2016 Teil der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR). Die Federführung liegt im städtischen Gleichstellungsbüro.

EUROPE DIRECT Düsseldorf

EUROPE DIRECT Netzwerk

Das EUROPE DIRECT Düsseldorf gehört zum großen europaweiten Informationsnetzwerk der Europäischen Kommission. Europaweit stehen über 450 Informations- und Aktionszentren in allen 28 Mitgliedstaaten als Ansprechpartner zur Verfügung. Durch das EUROPE DIRECT Netzwerk werden Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten gegeben, sich über EU-bezogene Themen und ihre Rechte in der Europäischen Union zu informieren und über europapolitische Themen mitzudiskutieren. Deutschlandweit gibt es 48 Europe Direct Zentren, welche als die Schnittstelle zwischen den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort und der EU fungieren.

Living Together Observatory

Living Together Observatory

Living Together Observatory

Das International Observatory of Mayors on Living Together ist ein internationales Netzwerk von Städten, die sich gemeinsam für die Förderung und den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Kommunen im Bereich des friedlichen Zusammenlebenseinsetzen. Das Netzwerk entstand als Folge der Living Together Konferenz 2015 in Montreal, bei der die Gründungsmitglieder die Erklärung von Montreal unterzeichnet haben. Die Stadt Düsseldorf ist seit 2016 aktives Mitglied. Das Observatory möchte bewährte Verfahren dokumentieren, Fallstudien und Analysen zur Vielfalt in den Städten erstellen und ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen. Angesichts aktueller Themen wie Bevölkerungswachstum, Metropolisierung und Mobilität der Bevölkerung arbeiten die Mitgliedsstädte gemeinsam an Lösungen für diese Herausforderungen. Zu diesem Zweck wurde eine Website eingerichtet, um die besten Praktiken der einzelnen teilnehmenden Städte zusammenzutragen. Momentan ist Düsseldorf mit Best Practice Beispielen im Bereich „Migration“ und „Mobilität“ vertreten.

Mayors for Peace

Mayors for Peace

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind, versucht die Organisation Mayors for Peace durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen.  1991 wurden die Mayors for Peace vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert. Inzwischen gehören dem Netzwerk über 7.800 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an. In Deutschland sind über 600 Mitglieder dem Bündnis beigetreten. Die Landeshauptstadt Hannover ist eine der Vizepräsident- und Exekutivstädte des Bündnisses und Lead City für Deutschland. Düsseldorf ist seit 2014 Mitglied und engagiert sich jedes Jahr mit einer Reihe von Aktionen wie z.B. dem Flaggentag.

Gemeinden und Regionen Europas (RGRE)

Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE)

Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) ist eine europaweite Organisation der kommunalen und regionalen Gebietskörperschaften. Im RGRE sind 57 nationale Kommunalverbände aus 41 europäischen Ländern (Sektionen) zusammengeschlossen. Die deutsche Sektion des RGRE ist ein Zusammenschluss von rund 800 europa-engagierten deutschen Städten, Gemeinden und Landkreisen. Sie ist in den Gremien des europäischen Rates der Gemeinden und Regionen Europas mit Sitz und Stimme vertreten. Die kommunalen Spitzenverbände auf Bundesebene (Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund) sind ebenfalls Mitglieder der Deutschen Sektion des RGRE.

Die Arbeit des RGRE erstreckt sich auf unterschiedliche Gebiete: dazu gehören beispielsweise Regionalpolitik, Daseinsvorsorge, Klima, Gleichstellung, Partnerschaftsarbeit und Integration. Ziel der Ausschüsse und Arbeitsgruppen des RGRE ist es neben gemeinsamer Vernetzung und Erfahrungsaustausch, Einfluss auf Entscheidungen auf nationaler und europäischer Ebene  zu nehmen, um zu gewährleisten, dass die Interessen und Belange der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften von Beginn an im EU-Gesetzgebungsprozesses berücksichtigt werden.

 

Strong Cities Network

Strong Cities Network

Das bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September 2015 ins Leben gerufene Strong Cities Network (SCN) ist das erste globale Netzwerk von Bürgermeistern und anderen politischen Entscheidungsträgern, die sich gemeinsam für den Aufbau von sozialem Zusammenhalt und kommunaler Resilienz einsetzen, um gewalttätigem Extremismus in all seinen Formen zu begegnen. Das SCN umfasst mehr als 100 Mitgliedsstädte aus allen wichtigen Regionen der Welt, die jeweils über spezifische Erfahrungen, Praktiken oder Herausforderungen im Zusammenhang mit gewalttätigem Extremismus verfügen. Es dient als Plattform für Gemeinden, CVE-Fachleute und lokale politische Entscheider, um sich mit ihren Kollegen auf der ganzen Welt zu vernetzen und von den Erfahrungen der anderen zu lernen, um ihre eigene lokale Praxis weiterzuentwickeln. Düsseldorf ist seit 2018 Mitglied in dem Netzwerk.