Delegationsbesuch aus der Ukraine

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Bürgermeister Roman Klitschuk überreicht OB Dr. Stephan Keller als Gastgeschenk eine Artilleriehülse, bemalt mit traditionellen Motiven (©Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)

Bürgermeister Roman Klitschuk (l.) mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller beim Empfang anlässlich des einjährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Czernowitz (©Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)

Städtepartnerschaftsjubiläum

Der Ratsbeschluss zur Städtepartnerschaft mit Czernowitz ist seit dem 10. März 2023 ein Jahr alt. Eine Delegation aus Czernowitz unter der Leitung von Bürgermeister Roman Klitschuk nahm dies zum Anlass, Düsseldorf erstmalig zu besuchen.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller empfing die Delegation am 9. März im Rathaus. Bürgermeister Klitschuk trug sich in das Goldene Buch Düsseldorfs ein und sprach anschließend vor dem Rat der Landeshauptstadt. Klitschuk bedankte sich für die umfassenden Hilfslieferungen, die die Stadt im vergangenen Jahr nach Czernowitz geschickt hatte und betonte wieviel ihm die Unterstützung und Anteilnahme bedeute. Er verwies u.a. auf den Besuch von Oberbürgermeister Dr. Keller vergangenes Jahr in Czernowitz, auf kommunale Spezialtechnik und Schulgüter, die die Landeshauptstadt bereit gestellt hat, sowie auf die vielen ukrainischen Flaggen in Düsseldorf.

Der Bürgermeister wurde begleitet von Ratsmitglied Andrii Shalieiev sowie dem Leiter der Patrouillenpolizei und dem Leiter der Abteilung für sozioökonomische Entwicklung und strategische Planung. Der Delegationsbesuch stand insbesondere im Zeichen wirtschaftlicher Vernetzung. Bei einem Treffen mit dem Amt für Wirtschaftsförderung und der IHK Düsseldorf wurde u.a. verabredet, bei der Förderung lokaler Startup-Ökosysteme zusammenzuarbeiten. Auch sollen Unternehmen aus Czernowitz dabei unterstützt werden, auf der Messe in Düsseldorf auszustellen. In Folge des Krieges kam es in Czernowitz, das bislang nicht direkt vom Krieg betroffen ist, zur Neuansiedlung von rund 50 produzierenden ukrainischen Betrieben. Die Delegation aus Czernowitz tauschte sich zusätzlich mit dem Ordnungsamt und der Polizei in Düsseldorf aus.

Bereits am Vortag besuchte die Delegation eine Geflüchtetenunterkunft der Caritas und die Jüdische Gemeinde Düsseldorf. Düsseldorf und Czernowitz sind einander seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden, auch durch die Kontakte der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Gemeinsam mit dem Caritasverband Düsseldorf wurden im vergangene Jahr zahlreiche Projekte zur Unterstützung der ukrainischen Partnerstadt umgesetzt.

Unmittelbar vor Ihrer Rückreise besuchte die Delegation noch die Rose Ausländer Ausstellung in der Zentralbibliothek. Die ukrainische Dichterin Rose Ausländer steht sinnbildlich für die Verbindung der beiden Städte. Rose Ausländer wurde 1901 im Czernowitz geboren und lebte von 1965 bis zu ihrem Tod in Düsseldorf.

Der Besuch der Delegation aus Czernowitz wurde unterstützt im Rahmen des Programms "Partnerschaften mit Kommunen in der Ukraine" von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit (BMZ).