Logo Landeshauptstadt Düsseldorf
Aktuelle Themen:

Die Auswirkungen der Betreuung

Die Betreuung erwachsener Menschen
Die Bestellung einer Betreuerin oder eines Betreuers bedeutet für die betroffene Person nicht die Einbuße ihrer Rechte. Die Geschäftsfähigkeit bleibt grundsätzlich erhalten.

Die Wirksamkeit von abgegebenen Erklärungen richtet sich alleine danach, ob eine Person in der Lage ist, deren Wesen, die Bedeutung und die Tragweite einzusehen und danach handeln zu können. Ist eine solche Einsicht nicht mehr vorhanden, kann das Betreuungsgericht für einzelne Aufgabenkreise zum Schutz der betroffenen Person die Rechte einschränken (Einwilligungsvorbehalt). Der betreute Mensch benötigt dann für rechtsverbindliche Handlungen die Einwilligung seiner Betreuerin oder seines Betreuers.

Werden der Betreuerin oder dem Betreuer Umstände bekannt, die eine Aufhebung der Betreuung ermöglichen, so müssen diese unverzüglich dem Betreuungsgericht angezeigt werden. Gleiches gilt für Umstände, die den Einwilligungsvorbehalt betreffen. Spätestens nach sieben Jahren muss das Betreuungsgericht über die Aufhebung oder Verlängerung der Betreuung von Amts wegen entscheiden.
Die Bestellung einer Betreuerin oder eines Betreuers hat keinen Einfluss auf die Eheschließung, das Wahlrecht und die Errichtung eines Testaments.

Die Auswahl der Betreuerin oder des Betreuers

In der Regel wird zur Führung einer Betreuung eine ehrenamtliche Betreuerin oder ein ehrenamtlicher Betreuer bestellt. Zur weiteren Auswahl stehen selbständige Berufsbetreuerinnen und -betreuer sowie angestellte Personen eines Betreuungsvereins.

Die Wünsche des betroffenen Menschen sind bei der Auswahl der Betreuungsperson zu berücksichtigen.

Das Betreuungsgericht kann mehrere Betreuerinnen und Betreuer bestellen, wenn nur so die Angelegenheiten geregelt werden können.

Die Aufgaben der Betreuerin oder des Betreuers

Die Betreuerin oder der Betreuer vertritt den betroffenen Menschen bei den ihr beziehungsweise ihm zugewiesenen Aufgaben, zum Beispiel in vermögensrechtlichen Angelegenheiten, in Wohnungs-, Heim- und behördlichen Angelegenheiten oder bei der Gesundheitsfürsorge.

Die Betreuerin oder der Betreuer unterstützt den betroffenen Menschen in dessen Bemühen, sein Leben nach eigenen Wünschen und Fähigkeiten selbst zu gestalten und sorgt dafür, dass insbesondere Rehabilitationschancen genutzt werden.

In seinem beziehungsweise ihrem Aufgabenbereich muss sich die Betreuerin oder der Betreuer durch regelmäßige Kontakte und Gespräche ein Bild von den Vorstellungen und Wünschen des betroffenen Menschen machen. Bis auf wenige Ausnahmen muss die Betreuerin oder der Betreuer die Entscheidungen hiernach ausrichten.

Die gesetzliche Betreuung darf nicht mit persönlicher Pflege verwechselt werden.

Die Betreuerin oder der Betreuer hat die ihr beziehungsweise ihm übertragenen Aufgaben so zu erledigen, wie es dem Wohl des betreuten Menschen entspricht.


Sprachauswahl und Hauptnavigation:

Dachmarke :DÜSSELDORF

17. April 2014 | 14:40 Uhr

Do
18°
Details Fr
12°
Details Sa
15°
Details