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Motopädie

Die kindliche Entwicklung geht eigene, spannende und manchmal widersprüchliche Wege.
Spiel und Bewegung ermöglichen es Kindern, sich zu spüren und wahrzunehmen.
Auf einen Baum zu klettern, von einer Mauer zu springen, durch einen Tunnel zu kriechen, einen Berg herunter zu rollen, mit anderen fangen oder verstecken zu spielen u.v.m., beinhalten vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten. Ein Kind lernt seinen Körper und seine Ausdrucksmöglichkeiten kennen und entwickelt so spielerisch Zutrauen zu sich selbst. Es erwirbt soziale Fähigkeiten, erlebt verschiedene Gefühle (wie z.B. Freude und Angst) und kann so seine Persönlichkeit entwickeln.

Wann ist Motopädie notwendig?

Unser Angebot richtet sich an Kinder von 3-10 Jahren, die Schwierigkeiten mit sich selbst und im Kontakt mit anderen Menschen und Dingen haben.
Beschrieben werden die Kinder häufig als

  • wahrnehmungs- und koordinationsgestört,
  • aggressiv, laut, störend,
  • sich abkapselnd, ängstlich, weinerlich,
  • sich weigernd,
  • unruhig,
  • unsicher, gehemmt,
  • nicht gruppenfähig.

Die möglichen Gründe für diese Schwierigkeiten sind vielfältig und können körperlich und/oder psychosozial sein. Auch die immer weniger kindgerechten Lebensbedingungen schränken zunehmend die kindlichen Spielräume und Entfaltungsmöglichkeiten ein.

Was geschieht in der Motopädie?

Die psychomotorische Entwicklungsförderung nutzt das Wechselspiel und den gegenseitigen Einfluss von Psyche und Bewegung. Über Bewegung und Spiel soll das Kind befähigt werden, sich mit sich selbst und seiner gegenständlichen und sozialen Umwelt auseinanderzusetzen.

In der Motopädie

  • wird im Dialog die Beziehung zum Kind gestaltet, offen für die Signale und Botschaften des Kindes, insbesondere für die körperlichen und nicht die sprachlichen
  • wird das Kind begleitet und unterstützt, sich mit sich und seiner materiellen Umwelt auseinander zu setzen
  • wird das Kind begleitet, um sich zu trauen und zu vertrauen, um sich zu finden, um sich auszuprobieren, Entdeckungen zu machen
  • erlebt sich das Kind im Spiel und in der Bewegung als aktiv handelnd, als Persönlichkeit, die etwas bewirken und ändern kann, das nimmt die Angst und schafft Vertrauen und Selbstbewusstsein

Wir Motopäden/Motopädinnen setzen bei den Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen des Kindes an und bringen über eine erlebnisorientierte Einzel- oder Gruppentherapie motorische und psychosoziale Lernprozesse in Gang. Gemeinsam mit dem Kind werden Wege gesucht, Blockaden abzubauen und neue Entwicklungsschritte zu gehen.

Gespräche mit den Eltern und Bezugspersonen, Kontakt zu den Kindertagesstätten und Schulen (Austausch, Hospitationen, Beratung), Kontakte zu ÄrztInnen, PsychologInnen, TherapeutInnen, Kliniken, Beratungsstellen und sozialen Diensten finden begleitend zur Motopädie statt.

Im Förderungszentrum arbeiten fünf Motopädinnen

  • in drei Häusern ambulant und in den Kindertagesstätten
  • in interdisziplinären Teams
  • in speziell ausgestatteten großen Bewegungsräumen
  • mit einer Grundhaltung gegenüber den Kindern, die offen, neugierig, wertschätzend und verlässlich ist
  • mit Toleranz gegenüber den sozialen und kulturellen Lebensrealitäten

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24. April 2014 | 13:26 Uhr

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